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Schule für Mehrfachbehindertes Kind

 
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Larissa7
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BeitragVerfasst am: 07.11.2018, 13:34    Titel: Schule für Mehrfachbehindertes Kind Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich bin hin- und hergerisssen und ziemlich verzweifelt, was die Schule und Schulbeglegleitung betrifft. Mien Kind mit Tetraparese und kaum Sprache wird nächstes Jahr eingeschult, ich will ihn nicht auf eine KBF-Schule schicken, weil die zum Einen weit weg von uns entfernt ist, zum Anderen bin ich von der Organisation nicht begeistert und mein Kind bekommt in der KBF-Schule nicht die Eins zu Eins Betreuung, außerdem ist eine Schulbegleitug in der Shule genehmigt zu bekommen fast unmöglich. Ich tendiere eher zu kooperativen Schulform - Regelschule mit ca. 5 Kindern mit sonderpäd. Förderbedarf in einer Klasse, wobei der Nachteil besteht. Die Sonderpädagogin, die unseren Sohn 1 Stunde/Woche bei uns zu Hause fördert, meint, dass es eher Ausnahmefall ist, dass so schwer behindertes Kind wie meins in die Kooperat. Klasse geht. Aber der Vorteil ist, dass er in der Schule eine Schulbegleitug bekommen könnte. Kann es sein, dass das Schulamt meinen Sohn sozusagen zwingt doch die KBf-Schule zu besuchen, weil er aus seiner Sicht da bessere Förderung bekäme, trotz nicht vorhandener Eins zu Eins Betreuung. Mein Kind braucht die individuelle Betreuung wegen einem hohen pfleg. Bedarf und Unterstützungsbedarf.
Ich hätte gerne mehr Auswahlmöglichkeiten an Schulen, bisher habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass es kaum Schulen gibt, die mehrfachbehinderte Kinder aaufnehmen wollen. Waldorfschule, Montessori, Förderschulen (Sprache, Lernen etc.) stehen nicht Mal auf dem Antrag zur Feststellung des sonderpäd. Bedarfs.

Weiss jemand Rat? Bin Euch über Antworten sehr dankbar. Smile
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UrsulaK
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BeitragVerfasst am: 07.11.2018, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Larissa,

du wohnst in Ba-Wü?
In Ba-Wü gibt es seit dem Schuljahr 2015/2016 das Wahlrecht für Eltern mit sonderpädagogischen Förderbedarf, zwischen einer Förderschule und einer Regelschule. Dazu mußt du eine Meldung ans Schulamt machen. Guck doch mal auf die Webside des für Euch zuständigen Schulamtes nach oder ruf da an.
Zwingen kann dich also niemand die Sonderschule zu wählen, du hast die Wahlfreiheit. Am besten fängst du jetzt schon an, das in die Wege zu leiten. Bei nicht zielgleichen Unterricht wird in Ba-Wü versucht eine Gruppe an Kindern zu bilden, die dann inklusiv zusammen in einer Regelschule unterrichtet werden. Dabei federführend ist das Schulamt

Die Schulbeleitung mußt du extra beantragen bei der Eingliederungshilfe. Da Dein Kind körperbehindert ist, dürfte für Euch das Sozialamt zuständig sein.

Ich habe selbst ein Kind in der Inklusion und kenne also das Verfahren. Wenn du weitere Fragen hast, kannst Du die gerne stellen.
VG, Ursula

_________________
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus
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kati543
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich wohne zwar in Hessen, aber die UN-BRK gilt ja für Alle.
Meine beiden Kinder besuchen seit der 1. Klasse inklusiv eine Grundschule, bzw. jetzt nun die weiterführende Schule. Beide haben je einen Schulbegleiter seit Anbeginn. Einen Schulbegleiter in einer Förderschule ist natürlich je nach Behinderung schwierig. Mein Ältester würde auch keinen Schulbegleiter bekommen, mein Jüngster jedoch schon. Es kommt immer auf das Behinderungsbild und die Begründung an.
Du musst dir auch deine Regelschule anschauen. Wenn dort üblich ist, dass der Schulbegleiter den Lehrer in der Klasse unterstützt, ist es eher nicht so toll.

Waldorf, Montessori & Co. sind Schulen in privater Trägerschaft. Das funktioniert dann wieder ganz anders und läuft gar nicht über das Schulamt. Wenn du dein Kind dort siehst (meine Jungs sind aktuell in einer Montessorischule, vorher waren sie in einer staatlichen Grundschule), dann musst du dich/dein Kind dort bewerben. Das Schulamt würde dein Kind erst auf eine solche Schule schicken, wenn es für alle anderen staatlichen Varianten als unbeschulbar gilt.

Dein Kind kann nur die Förderschule besuchen, wofür es auch den sonderpädagogischen Förderbedarf hat. Dein Kind kann nicht auf die Förderschule Sprache, ohne den Förderbedarf Sprache - die Kinder auf dieser Förderschule sind soweit alle fit. Das Ziel ist dort innerhalb der Grundschulzeit Sprachprobleme zu beheben. Andere Problemchen werden vollkommen ignoriert, weil das schon die Zugangsvoraussetzung ist - ein gesundes Kind, mit Sprachschwierigkeiten. Für Lernen gilt das Gleiche. Der Förderbedarf Lernen bedeutet, dass das Kind einen Abschluss zumindest anstrebt. Ein gewisser Lerndruck ist da.
Bei uns nehmen die GE-Schulen noch die mehrfachbehinderten Kinder. Also bei Förderschulen hatten wir „die Wahl“ zwischen GE und KME.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 18:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

zu BaWü kann ich nicht viel sagen. Allerdings lese ich hier im Forum immer wieder, dass reine pflegerische Tätigkeiten nicht von einer Schulbegleitung übernommen werden, sondern dass man dafür dann einen Pflegedienst braucht, der mit in die Schule geht.

_________________
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)
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Britta70
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Larissa.

ich kenne das Krankheitsbild deines Kindes nicht. Wenn auch eine Sehbehinderung vorliegt, wäre die Nikolauspflege in Stuttgart eine gute Alternative.

Generell kann ich den Wunsch nach Inklusion verstehen, glaube aber, dass sehr stark betroffene Kinder in speziellen Schulen eine deutlich bessere Förderung erhalten können: ein Team von Betreuern aus verschiedenen Fachgebieten mit viel Erfahrung und Fachwissen, entsprechende Räumlichkeiten.

Liebe Grüße
Britta

_________________
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)
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Kirstin23
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Larissa,

Mein Sohn ist auch mehrfachbehindert und geht mittlerweile in die dritte Klasse einer GE Schule in NRW. Er hat von Anfang eine Schulbegleitung die den ganzen Tag für ihn da ist. Das schliesst sich also nicht aus und ist gerade bei mehrfachbehinderten Kindern bei uns an der Schule die Regel. Mittlerweile sind in seiner Klasse 10 Kinder, davon 3 mehrfachbehinderte alle mit einer 1:1 Betreuung. Diese Einzelfallhilfen sind vorallem für die Pflege zuständig, aber auch um die Kinder zu unterstützen in ihren schuluschen Aktivitäten, z.B. beim schneiden, Talker nutzen, Rollstuhl schieben, Transfer in den Stehtrainer und zurück. Sie geht mit ihm auch mal aus der Klasse, wenn er eine Pause braucht. Allerdings sind diese Einzelfallhilfen keine Pädagogen.

Ansonsten gilt auch hier beschult werden kann nur dort, wo der entsprechende AOSF Schwerpunkt gesetzt wird, wir konnten wählen zwischen GE und KME. Ich würde mir überlegen wo ihr besonderen Wert drauflegt, was besonders gefördert werden soll. Bei uns war es die Unterstützte Kommunikation, da sitzt die Expertin in unserem Kreis an unserer GE Schule, das war für mich ausschlaggebend.

Liebe Grüsse
Kirstin
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Larissa7
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BeitragVerfasst am: 15.11.2018, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

kati543 hat folgendes geschrieben:


Waldorf, Montessori & Co. sind Schulen in privater Trägerschaft. Das funktioniert dann wieder ganz anders und läuft gar nicht über das Schulamt. Wenn du dein Kind dort siehst (meine Jungs sind aktuell in einer Montessorischule, vorher waren sie in einer staatlichen Grundschule), dann musst du dich/dein Kind dort bewerben. Das Schulamt würde dein Kind erst auf eine solche Schule schicken, wenn es für alle anderen staatlichen Varianten als unbeschulbar gilt.


LG
Katrin


Vielen Dank für Deine Antwort. Ach, deswegen stehen private Schulen nicht auf dem Antrag zur Feststel. vom sonderpäd. Bedarfs. Wie läuft es dann mit der Feststellung von sonderpädagogischem Bedarf, wenn ich mich dazu entschließe, mein Kind in eine private Schule zu schicken? Das Schulamt ist in dem Fall nicht zuständig, so wie ich verstanden habe. Die Sonderpädagogin hat mit den Antrag vom Schulamt zur Feststellung des Bedarfs gegeben, wenn mein Sohn auf eine staatliche Schule geht.
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Larissa7
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BeitragVerfasst am: 15.11.2018, 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Tanja2014 hat folgendes geschrieben:
Hallo,

zu BaWü kann ich nicht viel sagen. Allerdings lese ich hier im Forum immer wieder, dass reine pflegerische Tätigkeiten nicht von einer Schulbegleitung übernommen werden, sondern dass man dafür dann einen Pflegedienst braucht, der mit in die Schule geht.


Vielen Dank für die Antwort! Den Pflegedienst soll ich dann von meinem Pflegegeld bezahlen oder kann man aus einem anderen Topf bekommen? Da es sehr teuer wird, kann ich mir vorstellen, dass das meiste Pflegegeld dafür aufgebracht wird... Soll ich in dem Fall noch mehrere Stunden, wenn er von der Schule kommt und auch Nachts ohne Pflegegeld mein Kind pflegen? Crying or Very sad
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monika61
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BeitragVerfasst am: 15.11.2018, 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Larissa7,

schau Dir mal den Beitrag hier von kati543 an:
--------------------------------------------------------------------------------

…"was hat denn das Pflegegeld damit zu tun?
Ok, also GRUNDpflege muss der I-Helfer wohl immer mit erledigen. Das sehe ich als normal an. Ein Kind, welches einen höheren Pflegegrad hat, braucht auch immer Hilfe in der GRUNDpflege und zwar auch in der Schule. Ein Kind hat ja wohl kaum einen Schalter, der nach der Schule umgelegt wird.
Anders sieht es bei der BEHANDLUNGSpflege aus. Diese Kosten trägt nicht die Eingliederungshilfe, sondern die Krankenkasse (und NICHT(!) die Pflegekasse).
Also nochmal: wenn du bei der KRANKENkasse etwas beantragst, warum sollte die PFLEGEkasse dann etwas kürzen?

Typische Aufgaben aus der Grundpflege bei meinem Sohn sind:
- komplette Nahrungsaufnahme (Zerkleinern, Füttern, Getränk hinstellen, erinnern)
- an- und auskleiden beim Schwimmen/Sport
- Hilfe bei der Hygiene
- Duschen nach dem Sport/Schwimmen
...
Da wird mir kein Pflegegeld gekürzt. Die Grundpflegetätigkeiten übernimmt die I-Kraft und das zahlt die Eingliederungshilfe."...

https://www.REHAkids.de/phpBB2/view.....behandlungspflege#2145751

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LG
Monika
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