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Bika
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Beiträge: 65
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ein herausgegebener IQ, der
zum einen auf einem sehr heterogenen Profil beruht und sich außerdem nicht mit der allgemeinen Einschätzung des Kindes bezüglich seiner kognitiven Fähigkeiten deckt,
schadet mehr als er nützt.
Im Einzelfall kann er sogar erheblichen Schaden anrichten.

Die tief verwurzelte Prägung, “objektiven Messdaten“ grundsätzlich zu trauen, ist sehr stark. Gerade bei den reflektierten und aufgeklärten Eltern, die nur das Beste für ihre Kinder wollen und diese vor einer möglichen Überforderung schützen wollen.

So wird eventuell schon vorausnehmend ein Zustand vermieden, der nicht mit Sicherheit eintreten muß, bzw., der sich vielleicht durch ein unerschütterliches Vertrauen iin die Fähogkeiten des Kindes und einer damit verbundenen effektiven Motivation, verhindern ließe.
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melly210
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Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Leela, ja es kann natürlich sein, daß dein Sohn aufgrund seiner Baustellen in manchen Bereichen mehr Mühe haben wird als andere Kinder. Zb beim schreiben lernen. Das heißt aber nicht, daß er eine verminderte Intelligenz hat oder den Stoff einer Regelschule kognitiv nicht schafft. Wenn er mit 5 relativ leicht lesen gelernt hat, ist seine kognitive Leistung sicher nicht allzu schlecht. Kinder mit Intelligenzminderung haben mit der Synthese (dh mit dem Zzsammenziehen der Buchstaben zu einem Wort) oft erheblich Mühe und viele brauchen Jahre bis das wirklich klappt.

Was wäre denn so schlimm an einer Rückstellung ? Das gäbe ihm noch mehr Zeit um nachzureifen. Wenn er den Stoff der ersten Klasse schon kann ist das gut, dann kann er sich mehr auf die Bereiche konzentrieren die ihm Mühe machen.
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Elke35
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Anmeldedatum: 11.04.2010
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Leela hat folgendes geschrieben:
Hi,
mein Sohn macht gerade einen IQ-Test beim SPZ und ich habe Angst vor dem Ergebnis.
er sollte den Test in einer Stunde schaffen: hat er nicht, wir habe daher einen neuen Termin bekommen...Das hat uns die Psychologie mit einer sehr besorgten Miene mitgeteilt.
Er hat erzählt, dass die Frau immer wieder 'Stopp' gesagt hat, weil die Zeit für die Aufgabe abgelaufen ist und er durfte diese Aufgaben nicht zu Ende machen.
Sehr motivierend für einen 5-Jährigen.
Er leichte Aufmerksamkeitsprobleme und kann wegen der Muskelhypotonie nicht lange ruhig am Tisch sitzen, dadurch ist er nicht gerade besonders schnell. Das Ergebnis wird bestimmt nicht gut ausfallen. Mein Mann tröstet mich. dass es egal ist. J. kann schon einigermaßen fließend (langsam) lesen und nach Gehör (mit den üblichen Fehlern) schreiben sowie recht gut rechnen. Aber bei vielen, V.a. praktischen Sachen braucht er ziemlich viel Zeit Sad
LG




Ja, das ist das Problem bei solchen Tests, dass einfach die Zeit 'abläuft'....das Ergebnis kann sozusagen noch so richtig sein, das bis dahin abgeliefert wurde, aber der Zeitfaktor macht die Wertung dann zu 'nicht bestanden'.....völlig idiotisch.

Im echten Leben steht auch keiner mit der Stoppuhr neben mir, wenn ich meine Arbeit mache im Büro......


Aber so ist das eben heuzutage.......höher, weiter, schneller und wer nicht mitkommt...Pech gehabt.
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Ayden
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Anmeldedatum: 13.10.2015
Beiträge: 258

BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Tania2014,
u
bin erst gerade wieder dazugestoßen:

zu Deiner Frage: In jedem Test ist eine genaue Vorgabe beschrieben, wie und wie häufig eine Aufgabe erklärt wird. Genau das ist standardisiert. Dabei gibt es eine Beispielaufgabe. Die macht dann der Proband/die Probandin, daran erkennt der/die Testerin, ob das Kind die Aufgabe verstanden hat.

Wenn die Probeaufgabe nicht richtig/gar nicht gelöst wird, gibt es dann ein alternatives Vorgehen. Dies ist für jede Aufgabe und jeden Test meiner Kenntnis nach schriftlich festgelegt. Häufig wird dann mit einfacheren Aufgaben für eigentlich eine andere Altersgruppe begonnen.

Wie das im einzelnen ablöuft, ist ganz genau in jedem Test geregelt. Und genau das meine ich:

Der Untersucher muss dokumentieren, wie genau er/sie vorgegangen ist. Er/sie kann nicht einfach loslegen, wenn das Kind offensichtlich nicht verstanden hat, was es tun soll. Das heißt aber nicht, dass er/sie frei darin ist, wie die Frage erklärt wird. So weit ich weiß, ist sogar geregelt, welche genaue Formulierung bei der Erklärung zu wählen ist.

LG, Ayden
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