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Diskussion: Schulpflicht - ja oder nein
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 12.11.2018, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

MamaPina hat folgendes geschrieben:
Hallo Lisaneu, ich würde bei Mobbing einen Arzt oder- und einen Psychologen aufsuchen. Ein Arzt wird das Kind krank schreiben. Schulschwänzer fehlen unetschuldigt, sonst wäre es kein Schule schwänzen. LG


Hallo MamaPina!

Wo habe ich geschrieben dass Schule schwänzen (also unentschuldigt fehlen) eine Lösung wäre? Wenn das Kind wirklich länger als zwei, drei Wochen Abstand VON DER SCHULE braucht, aber grundsätzlich bereit wäre, den Schulstoff zu lernen, gäbe es durchaus andere Möglichkeiten.

Damit meine ich nicht unbedingt homeschooling wie es in Österreich gehandhabt wird. Da muss ja rechtzeitig eingereicht und angemeldet werden und es sind genaue Fristen und Termine einzuhalten. Und es gilt für ein ganzes Schuljahr, man kann also nicht sagen "3 Monate machen wir homeschooling und dann geht das Kind wieder in die Schule!".

Aber gerade für so psychische Ausnahmesituationen wäre, wie auch bei längerer Krankheit, zumindet eine MÖGLICHKEIT Unterricht zu Hause (ob durch Eltern oder andere dazu fähige Personen) mit abschließender Prüfung ANZUDENKEN.

Wenn das Kind 3 Monate oder länger mit Krankschreibung durch den Arzt zu Hause ist lernt es in der Zeit gar nichts und es kann sein, dass es dadurch die Klasse sogar wiederholen muss. Ich verstehe nicht, warum den Schulpflicht-Befürwortern so eine Lösung lieber ist als individuelle Lösungen im Sinne des Kindes (und seiner Lernwillig- und Lernfähigkeit) zu suchen.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 12.11.2018, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, Hausunterricht gibt es Deutschland schon, gerade für Kinder die länger krank sind. Aber diesen Hausunterricht gibt es hauptsächlich auf dem Papier und immer unter Finanzierungsvorbehalt. Aber ich habe eine Freundin (Lehrerin), die bei einem krebskranken Mädchen ein halbes Jahr lang Hausunterricht machen musste - immer zwei Stunden pro Woche.

Andererseits hat mein Mann miterlebt, dass ein beatmetes Mädchen immer wieder in die Schule gefahren worden ist. Immer wieder schwere Infekte bekommen hat und dann tatsächlich gestorben ist.

Das Schlimme ist, dass man für individuelle Lösungen sehr hartnäckig kämpfen muss. Und wenn die Eltern nicht in den Ring steigen, dann müssen die Kinder sehen, wo sie bleiben.

Liebe Grüße
Heike
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 13.11.2018, 07:51    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Heike,



ich weiß kann hier natürlich nicht wirklich mitreden, aber wenn ein infektanfälliges intubiertes Kind in die Schule geht... oder nur zu Hause liegt, wiegt da nicht auch der andere Input auf? - Und geht es da nicht auch um einen anderen Faktor? Geht es da wirklich darum, dass vielleicht zu Hause der tödliche Infekt erst ein halbes Jahr später gekommen wäre? - Da würde ich mal die Kirche im Dorf lassen...


Natürlich ist es vielleicht für die Klassenkollegen nicht angenehm mitzubekommen, dass ein Mitschüler stirbt, aber das gehört zum Leben wie die Geburt...


Wir hatten auch ein Jahr in der Klasse mit 3 Todesfällen... und das in einem Jahr! - So etwas kommt vor.... und nein, die 3 sind nicht gleichzeitig verstorben, alle sind zu Hause verstorben...


LG

Silvia

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8Ilona8
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BeitragVerfasst am: 12.12.2018, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Lisaneu hat folgendes geschrieben:

diejenigen, die hier die Schulpflicht so verteidigen, haben keine Ahnung wie es ist, wenn Schule tatsächlich Horror bedeutet. Ich (sehr wahrscheinlich nicht diagnostizierte ADHS) wurde in der Hauptschule extrem gemobbt und auch körperlich angegriffen.


Hey.

Schön, ich (Diagnostiziert Bipolar mit mindestens Borderlinetypischen Zügen) habs mir eingebildet gemobbt worden zu sein? Ich bin nämlich für Schulpflicht..

Fortbewegungsmittel zu benützen kann auch tödlich einden - sollten wir uns alle deswegen daheim einsperren?

Ich befürworte die Schulpflicht aus dem einfachen Grund weswegen sie auch eingeführt wurde: Damit Kinder zuhause nicht auf die jüngeren aufpassen müssen, Teppiche knüpfen müssen oder Kulis zusammenbauen müssen.

Gruß
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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 20.12.2018, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich befürworte die Schulpflicht aus dem einfachen Grund weswegen sie auch eingeführt wurde: Damit Kinder zuhause nicht auf die jüngeren aufpassen müssen, Teppiche knüpfen müssen oder Kulis zusammenbauen müssen.


Na ja, eigentlich wurde die Kinderarbeit verboten, weil die Kinder die Preise zu sehr gedrückt haben...

Und Schule kann auch tatsächlich schaden... Mein großer Sohn wurde von der Lehrerin geschlagen. Das habe ich mir nicht eingebildet. Sie hat es zugegeben.

Und nachdem es KEINE Möglichkeit gibt, ein Kind vor einer solchen Lehrkraft wirkungsvoll zu schützen, deshalb bin ich für eine intelligente Alternative zur allgemeinen Schulpflicht.

Liebe Grüße
Heike
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 21.12.2018, 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Heike,

ja, solange die Schulpflicht auch wirklich für ALLE Kinder besteht mind. 9 Jahre lang - bzw. eine Bildungspflicht 12 Jahre lang, auch für jene, die kein Alphabet erlernen, sich nicht An- und Ausziehen können... - aber die sollen auch die Möglichkeit von Therapien erhalten während der Schulzeit und geschützt sein!


LG

Silvia

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