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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 29.10.2018, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

rena99 hat folgendes geschrieben:

Ich finde überhaupt nichts Bedenkliches, wenn sich eine 8jährige für Astrophysik interessiert. So etwas sollte an und für sich genauso normal sein, wie wenn sich jemand für Pferde interessiert. Und es sollte von den Eltern nicht dahin gepusht worden sein. Wobei es natürlich schwierig ist, sich dafür zu interessieren, wenn da nie etwas drüber vorgelesen wurde (und da gibt es ganz tolles Material).


Dem letzten Satz widerspreche ich jetzt mal. Das war vielleicht noch vor 40 Jahren so, als ich selbst ein Kind war. Aber heute haben Kinder Zugang zu allen möglichen Spezialthemen und können sich ihre Infos über die sozialen Medien und über das Internet auch selbst beschaffen.

Mein älterer Sohn konnte mit 4,6 Jahren sinnerfassend lesen (und er ist definitiv KEIN Wunderkind, sondern ein Kind mit viel Licht und viel Schatten). Der hat mir dann mit 5 z.B. was über die REM-Schlafphase erzählt und mit 6 was über die Erstbesteigung des Mount Everest. Nachgefragt hat sich herausgestellt, dass er im Kindergarten in einem Körper-Buch ein Kapitel über den Schlaf gelesen hat und im Hort ein Buch über bergsteigen.

Natürlich kommt einem als Kind zugute wenn die Eltern selbst gerne und viel lesen und interessante Bücher zu Hause rumliegen. Aber zwingend notwendig ist das heute wirklich nicht mehr.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Piris Mama
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BeitragVerfasst am: 29.10.2018, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube kaum, dass es hier Eltern von hochbegabten Kindern auf andere niederschauen. Hier haben ja alle ihre Probleme, warum sie sich hier angemeldet haben.

Man darf wirklich nie vergessen, dass man bei vielen Termine immer über das Negative redet und dann ist man auch froh, was Positives zu sagen. Wir fallen in der Regel unterwegs auf, oft weil mein Sohn mir durchgehend was über Dinos, Tiere oder die Erde und das Sonnensysten bzw. Universum erzählt. Da kann er mir auch vieles erklären. Und da entwickeln sich auch manchmal Gespräche mit Aussenstehenden.

Auf der anderen Seite kann mein Sohn mir nicht sagen, was er essen möchte oder anziehen möchte. Es ist sehr schwer von ihm zu erfahren, wie es ihm geht und was am Tag passiert ist. Er weiß nicht, ob es morgens, mittags, abends oder nacht ist. Er selber merkt ja auch, was sie anderen Kinder alles können wo er nichit mithalten kann.

Diese große Schere läßt auch eine große Erwartunghaltung allerseits über ihn entstehen, die er nicht erfüllen kann..und dann ist es doch auch schön, wenn Mama auch was Positives sagt. Er hört ja auch alles mit.

_________________
Mama von Piri Februar .2013 schlauer Dickschädel, Asperger mit schwerer Beeinträchtigung der sozialen Reaktivität, Störung der motorischen Funktion und Knotterhahn Mai 2016 der weiß was er will
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Chaosmarie
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BeitragVerfasst am: 30.10.2018, 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

grace hat folgendes geschrieben:
edit: Und warum schauen Eltern hochbegabter Kinder oft so veraechtlich auf die Eltern Leistungsstarker aber "nur" ueberdurchschnittlich begabter Kinder herab? Oder kommt es mir nur so vor als ob das auch hier in diesem Thema passiert ist?

Sorry, den vorletzten Satz hatte ich vorher falsch abgeschickt


In diesem Forum mag das nicht so sein, aber im Alltag haben wir genau das auch immer wieder erfahren: Die Welt der (Hoch-) Begabten ist tendenziell exklusiv und eben nicht inklusiv. Ihr erinnert Euch an die Henry-Diskussion? Den Jungen mit Down-Syndrom, der inklusiv an einem Gymnasium beschult werden sollte? Ein Beispiel von uns: Gegen Ende des zweiten Schuljahres darf unser großes Kind samstags zu einer Einrichtung für begabte Kinder. Die Begeisterung ist groß, die Kurse sind ausgesprochen interessant und endlich fühlt sich unser Kind mit seinen Eigenheiten angenommen. Kind zwei interessiert sich für sie ähnliche Kurse, und wird nach einem längeren Gespräch mit der Leitung auch aufgenommen. Manche Kursleiter sehen in dem damals kaum sprechenden, aber verhaltensoriginellen Kind kein Problem, andere lehnen es stikt ab. Dies sei eine Einrichtung für Hochbegabte, nicht für Behinderte. Mit dem gleichen Argument wird das Kind in den Pausen vom Basteltisch weggescheucht. Die Leitung wiegelte ab: Das Personal sei ehrenamtlich, man könne niemanden Vorschriften machen. Ok, beim Werktisch war es gerne gesehen, und der kleine Bruder wurde (fast) überall gerne genommen obwohl er damals ein Rabauke war und sich teilweise beschämend miserabel benahm. Für uns war das der Anfang vom Ende. Was hättet Ihr getan?

Ja, es wird an Kindern generell mehr getestet, ach auf Hochbegabung. Manchmal mag die Eitelkeit der Eltern dahinter stecken, oder die Sorge, irgendetwas zu verpassen. Ich erlebe aber häufig, dass Kindergärten, und vor allem Schulen Druck machen so bald Kinder anfangen, irgendwie aus dem Rahmen zu fallen! Hochbegabung lässt sich nach Aussage von unserer Psychologin übrigens erst ab einem Alter von neun Jahren relativ sicher testen. Bis dahin ist für viele hochbegabte Kinder schon zu spät, weil sie viel früher auffällig werden. Und ja, eine hohe Intelligenz geht öfter einher mit Entwicklungsrückständen auf anderen Gebieten, z. B. der Motorik oder der emontionalen Entwicklung. 'Assymetrischer Entwicklungsstand' heißt das auf schlau, und mein großes Kind und mein Jüngstes sind davon auch betroffen. Um pädagogisches Fachpersonal zu verwirren genügt es aber schon, wenn Kinder neben ihrer Hochbegabung in anderen Bereichen einen altersgerechten Entwicklungsstand aufweisen. Wer hohe kognitive Leistungen bringen kann, von dem erwarten leider viele Lehrer auch überdurschnittliche Leistungen auf anderen Gebieten. Die Reibungspunkte, die sich daraus ergeben, könnt Ihr Euch wahrscheinlich alle gut vorstellen.

Noch was: Ich habe immer wieder nicht nur bei meinen Kindern beobachtet, dass sich einige intellektuell hochbegabte Kinder zwar mit gleichalterigen normal entwickelten Kindern mitunter schwer tun, dass sie mit einigen Kindern, die z. B.eine Lernbehinderung haben, relativ gut zurecht kommen, sie keineswegs von oben herab behandeln, und dass sich sogar Freundschaften ergeben - wenn man sie nur lässt.

lg

Marie

_________________
"Scheffin" *2006 gesund und topfit, hochbegabt
"Prinzesschen" *2007 fröhliche und charmante Kannerautistin
"kleiner Bruder" *2011 gesund, quietschfidel, Verdacht auf Hochbegabung.

Was glaubt Ihr, was hier los wäre, wenn noch mehr Leute wüssten, was hier los ist!
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Bika
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BeitragVerfasst am: 30.10.2018, 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hochleister können für Hochbegabte dann ein Promlem darstelllen, wenn sie überproportional in Begabtenprogrammen vertreten sind.
Weil sich dann die Komplexität der Aufgabenstellungen und vor allem, der dafür veranschlagte Zeitrahmen, nach den Bedürfnissen der Hochleister und nicht nach denen der hochbegabten Kinder ausrichtet.

Das sind dann ,zugegebenermaßen, schlechte Förderprogramme aber
meist gibt es keine Alternativen.
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JanaSnow
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BeitragVerfasst am: 30.10.2018, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

das was Chaosmarie beschreibt, habe ich selbst auch beobachtet.

Unsere Tochter (eigen, aber nicht hochbegabt), ein etwas jüngeres Mädchen (hochbegabt und ADHS) und ein etwas älteres Mädchen (mit geistiger Behinderung): Die drei können super zusammen spielen. Und ja, JEDE hat dabei ihre Stärken. Das funktioniert aber nur, weil die Mama des geistig behinderten Mädchens ein unglaubliches Vertrauen in die beiden anderen Mädels hat und alle drei ganz ungezwungen miteinander umgehen dürfen. Da gibt es kein "meine arme...." wenn das geistig behinderte Mädchen im Überschwang der Gefühle die anderen Mädels beißt und dann eben auch mal geschubst wird. Da gibt es kein "Ihr müsst es doch besser wissen, sie macht das doch nicht mit Absicht, ..." . Und das hochbegabte Mädchen darf auch mal über Auftrieb und dergleichen berichten, während die anderen aus Stöcken, Kartons, Decken, ... einen Hubschrauber basteln. Der gemeinsame "Flug" damit ist dann ein lustiges Treiben von "Kindern", jedes auf seine Weise etwas ganz Besonderes und Kinder von superstolzen Eltern, die gern einmal mit dem was die Kinder so können "prahlen".

Komischerweise eckt die Mama des hochbegabten Mädchens damit eher an als wir anderen Mamas. Obwohl sie nicht damit angibt, sondern eben ganz normalen Mamastolz nach außen trägt.

Überall Hochbegabte? Vielleicht. Aber ehrlich: Auch schon zu meiner Zeit gab es solche und solche Kinder. Manche waren Rabauken über die "gelästert wurde" und manche "ganz normal - was immer das sein soll" und manche eben "Streber" - bei denen sich das Umfeld den Hintern aufriss, um auch unangenehme Dinge ja ans Tageslicht zu graben. Ein Streber, der auch noch nett, sportlich, kreativ, ... war? Undenkbar. Es wurde so lange gesucht, bis es was zu lästern gab - mal überspitzt beschrieben.

LG Jana
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Leela
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BeitragVerfasst am: 30.10.2018, 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
einige der vermeintlich hochbegabten sind Frühentwickler, sie machen am Anfang große Fortschritte, werden später von anderen eingeholt...LG

_________________
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
V.a. NF1 (cal)
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 31.10.2018, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Leela hat folgendes geschrieben:
Hi,
einige der vermeintlich hochbegabten sind Frühentwickler, sie machen am Anfang große Fortschritte, werden später von anderen eingeholt...LG


Ganz so ist es nicht. Nur, wie schon geschrieben wurde, läßt sich Hochbegabung erst ab ca. 6 Jahren so halbwegs und erst ab ca. 10 Jahren zuverlässig in Tests feststellen.

Tatsächlich getestet wird aber schon viel, viel früher. Da gibt es dann 4jährige, die sich in der Testsituation wohl fühlen und dort ihr volles Potential zeigen, und andere Kinder desselben Alter, die zwar nicht weniger können, aber das eben in der Testsituation nicht zeigen. So gesehen ist der IQ bei jüngeren Kindern mit gutem Ergebnis oft ETWAS "nach oben falsch", während er bei Kindern mit schlechtem Ergebnis auch sehr stark "nach unten falsch" sein kann.

Dadurch kann z.B. sein, dass ein Kind, welches mit 5 Jahren einen IQ-Wert von 132 erreicht hat mit 10 Jahren dann "nur noch" 125 als Ergebnis hat, ohne dass das Kind wirklich "eingeholt" worden wäre oder die Intelligenz nachgelassen hat.

Umgekehrt gibt es aber noch viel, viel mehr Spielraum beim IQ. Einem teilweise oder ganz verweigerndem Kind kann ein grottenschlechtes Ergebnis bescheinigt werden, auch wenn es tatsächlich höchstbegabt ist.

Was man bei der ganzen Testerei auch nicht außer Acht lassen sollte sind die Testbedingungen sowie die Tagesverfassung de Kindes. Wenn die schlecht ist, kann das Kind ganz schnell mal 10 Punkte oder mehr hinter seinen tatsächlichen Fähigkeiten zurückbleiben.

Meiner Meinung nach wird er IQ generell stark überbewertet. Er ist nur EIN Aspekt der Fähigkeiten eines Menschen, und bei weitem nicht der ausschlaggebende.

Was ein Mensch (egal wie alt) letztendlich wirklich zu leisten imstande ist, wird bestimmt durch ein Zusammenspiel von Interessen, Motivation, Frusttoleranz, Resilienz, Durchhaltevermögen, Konzentration, Intelligenz, usw.

Ein durchschnittlich intelligentes Kind kann mit guter Motivation und viel Durchhaltevermögen schulisch z.B. weit besser sein als ein hochbegabtes, aber unmotivertes und unkonzentriertes Kind.

_________________
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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 31.10.2018, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Gerade im Frühstücksraum des Hotels: Eine Mutter erzählt einer Lehrerin die sie gerade kennengelernt hat dass ihre Tochter (8) sich Lesen selbst beigebracht hat und es von einem Tag auf den anderen plötzlich perfekt konnte.
Das Mädchen sitzt immer mit Stift und Papier dort. Nebenbei liest sie im Stephen Hawking Buch ihres Vaters.

Lehrerin: Dann ist ja klar dass sie aufs Gymnasium geht.

Mein ich das nur oder gibt es immer mehr Wunderkinder ?


Es gibt tatsächlich eine ganze Menge Wunderkinder, Lisaneu hatte es vorgerechnet. In diesem Fall ist aber eher die Beurteilung/Einschätzung der Lehrerin etwas übergriffig.

Bei PaulaW geht es vielleicht auch eher um die Abschätzung, was man als normal erwarten darf. Das was dieses Mädchen bietet, ist schön, aber das muss nicht jedes Kind bringen, um als klug zu gelten. Das Mädchen liegt wahrscheinlich tatsächlich über der Norm.

Liebe Grüße
Heike
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Ayden
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Beiträge: 258

BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe alle,

die Begabung ist doch, das wissen wir alle, nur EIN Teil des Erfolges. `Mittelbegabte´ erreichen im Leben manchmal mehr durch Durchhaltevermögen, Fleiß und Glück als hochbegabte. Hochbegabte stehen sich manchmal im echten Leben . Da studieren sie dann theoretische Physik und sind beleidigt, wenn ihre hohe Intelligenz ihnen nachher weniger Verdienst beschert als dem umtriebigen Kaufmann oder Handwerker, dessen Leistung monetär in der Gesellschaft einfach besser honoriert wird, da sie für die anderen einfach sinnstiftender ist.

Ich finde, wir sind alle viel zu sehr auf vermeintliche Begabungen fixiert. Schauen wir doch einfach offen, wie wir, wenn nötig, Kinder bestmöglich unterstützen können, beim Lernen und Leben.

Wir sind halt nicht alle gleich. Aber wir machen den Fehler, dass `intelligenter´ vermeintlich mehr wert ist. Das ist falsch.

So hat auch die Begabtenförderung der Bundesrepublik Deutschland ziemlich daneben gelegen und in der Studienstiftung des Deutschen Volkes in dern 70er Jahren eine Top-Terroristin gefördert.

Top war sie schon, intelligent zweifelsohne, aber gut?

Liebe Paula, ich wäre da einfach locker.

Dann liest das Mädchen halt Stephen Hawking. Und Dein Sohn nicht. Meine Tochter auch nicht.

Sag doch der Mutter einfach: Prima! Und freu Dich an ihrer Freude, teile sie einfach.

Wie der Kölner sagt: Jönne könne!

Es gibt übrigens eine statistische Definition der Hochbegabung: über der doppelten Standardabweichung von der Norm.

Per definitionem gibt es also immer die gleiche Anzahl Wunderkinder: Bei einer Gaußschen Normalverteilung sind das die obersten 2% der Bevölkerung.

Das, was diese 2 % dann wirklich können, ist von der Bildung und dem Bildungsdurchschnitt der Bevölkerung beeinflusst. Davon sind auch die Intelligenztests nicht frei.

Heute lernt man per tiptoi, früher wurden Gedichte vorgelesen (auch die Klassiker), Blumen im Garten bestimmt und petit point Stickerei gelehrt oder gesägt und gedrechselt. Alles zeitabhängig. Und ortsabhängig.

Kein Stress, einfach locker bleiben. Wenn es gut läuft im Leben, findet man seine persönliche kleine Glücksnische, zumindest zeitweise. Völlig IQ unabhängig.


Liebe Grüße, Ayden
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TatjanaR
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Beiträge: 238

BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend

Hmmm.. vielleicht habe ich nicht vollständig alle Beiträge gelesen, was mir jedoch noch zu Wunderkinder einfällt, ist der Erfahrungsgrad der Eltern.

Ich glaube, wenn die Eltern nicht so den Fokus Hochbegabung im Sinn haben, sondern sich einfach nur daran erfreuen, woran sich ihr Schatz erfreut.. dann ist es doch die eine tolle Gemeinsamkeit. Es stärkt das Kind, es stärkt Mama und Papa .. und es stärkt die Verbindung.
Somit wären wir bei Vertrauen, Wohlgefühl (Liebe) und Sicherheit.. das kann den kleinen Menschen so beflügeln.

Wir haben hier 3 völlig unterschiedliche Jungs.
Der Große (20) hat mit 3 Jahren gerechnet, so mit den praktischen Dingen im Alltag. Er wusste bei 8 Gummibärchen und 4 Personen sofort, wieviel jeder bekommen darf.
Dann kam die Epilepsie und alles war weg.

Der Mittlere (17) war aktiv, bewegungsfreudig ..aber nicht in einem auffälligen Maß. Im Kindergarten war er eher der verspielte Bub. Im Vorschulalter dachten anfangs die Erzieherinnen noch über Rückstellung nach. Bis der Knoten so langsam aber sicher aufging...er schien sich für die Schule und das Leistungsangebot für jenes Alter in der Kita zu interessieren.
Er war in der Schule niemals negativ auffällig; seine Fragen wurden immer tiefgründiger.
Dann kam der Tag an dem der Mittlere (Klasse 1) die Hausaufgaben mit dem Großen (Klasse 3) tauschte. Wenn ich die beiden nicht inflagranti dabei ertappte, hätte ich es nicht bemerkt. Der Große hat eine Ferkelschrift.. und der jüngere Bruder noch eine ungereifte. Laughing
Er wurde dann getestet: Hochbegabung.

Damals in der Beratungsstelle haben wir uns informiert; auch das Verhalten kam zur Sprache.. Ich bin nämlich auch davon ausgegangen, dass man dann mit diesem Talent doch noch eher andere negativen Züge an sich hat. Damals hat mir die Dame gesagt, dass zwar dies immer noch die Meinung vieler ist.. aber tatsächlich wäre dem längst nicht so. Es gibt sehr viele hochtalentierte Kinder, die ein völlig normales Sozialverhalten zeigen.. und auch sonst keine Probleme haben.
Was sie auch betonte, diese Hochbegabung muss nicht bleiben. Das kann auch mal nicht mehr vorhanden sein, sprich verwachsen.
Manche Kids können auch nicht auf dieses Werkzeug zugreifen, warum auch immer.
Bei unserem Sohn ist es eher die Bequemheit Rolling Eyes Laughing

Jetzt haben wir noch einen 2,75 Jahre alten Prinzen.
Und was macht er: Ziffern lesen > kein Problem
Großbuchstaben vorlesen > kein Problem
Kleinbuchstaben vorlesen > kann er viele
Buchstaben zusammen zu setzen > damit fängt er an.
Farben> schwarz, braun, blau, grün, rot, gelb, weiß, grau.. und noch viele Abstufungen

Jetzt könnte man Hochbegabung vermuten. Vielleicht ist es so.. vielleicht auch nicht.
Vielmehr "ertappe" ich mich dabei, dass ich nun deutlich bewusster mit ihm die Welt entdecke.
Dass Zahlen und Wörter deutlich mehr in unserem Alltag zu finden sind, als früher bei unseren beiden Jüngsten.
Nicht weil ich den kleinen Bub trimmen möchte, sondern weil es toll ist.. gemeinsam den Marienkäfer zu erforschen? Wieviel Punkte, wieviele Beine??
Plakate anschauen ..

Früher habe ich vielleicht gesagt: "Schau ein Frosch!" Heute ist es : "Schau ein grüner Frosch!"
Vor 20 Jahren hatte ich noch kein Internet. Wenn ich heute den Eindruck habe, dass er Interesse an dem Frosch zeigt, versuche ich all seine Sinne anzuregen..auch in Form von Fotos.
Dann quaken wir wie ein Frosch, hüpfen gemeinsam wie ein Frosch.. und so weiter.
Wie gesagt, und früher wäre es nur ein: "Schau ein Frosch" gewesen.

Und so glaube ich, dass jede Generation in der Bildung einwenig klüger wird und so dieses Wissen in der nächsten Generation mit einfliesst.
Das heisst nicht, dass es immer besser wird. Rolling Eyes Wink

Bedingt durch die großen Brüder ..gibt es keine Kindersprache in dem Sinne.
Wir singen deutlich mehr zusammen, schauen gemeinsam Bücher an,.. wir reden sehr viel gemeinsam.
Irgendwie weiss ich jetzt mit dem fortgeschrittenen Alter auch irgendwie besser, was für uns gut ist. Bin auch deutlich entspannter, als bei den Großen. Und wenn ein Kind entspannt ist, ist auch die Neugierde gesünder.. Die Aufmerksamkeit ist deutlich besser.. Also Positives auf allen Ebenen.

Und so lerne ich auch so ganz neben bei, wieviel Beine der Marienkäfer hat.. oder wie eine Ameisenstraße aussieht.. Mein Wissensdurst hat mit unserem Jüngsten eine deutliche Steigerung erfahren.
Und ich glaube, wenn man sich darauf einlässt, kann man so viel erreichen. Und eben so ganz nebenbei enorm viel Wissen, ohne dass es vielleicht tatsächlich Hochbegabung ist, sondern einfach nur herrlich geförderte Neugierde.



Schlaf gut Cool

Gruß T.
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