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Chaosmarie
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Um mal eins klar zu stellen: Es gibt Kinder, die ins klassische Hochbegabtenschema fallen, oder die früh zumindest auf bestimmten Gebieten durch außergewöhnliche Leistungen auffallen. Die damit verbundene Problematik - ich mag dieses Wort nicht, aber es trifft mehr oder weniger den Kern - ist häufig nicht ohne. Unsere Institutionen tun sich oft schwer mit diesen Kindern und meiner Erfahrung nach sind deren Eltern eher diejenigen, die dazu neigen, Dritten gegenüber den Ball flach zu halten, und nicht großartig herum zu prahlen.

Das sind die anderen Eltern. Deren Kinder mögen mehr oder weniger helle Lichter auf der Torte sein, aber in den Augen der Eltern sind es die tollsten, schlausten Kinder überhaupt. In der Absicht, keine Möglichkeit der Förderung zu verpassen, pushen die - oft gut gestellten - Eltern ihren Nachwuchs bis zum Abwinken: Privattrainer im Sport, Frühenglisch im Kindergarten und - hast Du nicht gesehen - über kurz oder lang tauchen die Kinder auch in den gleichen Begabteneinrichtungen auf, in denen sich die tatsächlich hochbegabten Kinder austoben. Die meisten sind nach ein, zwei Semester wieder weg, weil 'diese Förderung doch nicht das Richtige' fürs Kind war. Einige fliegen früh aus den Kursen heraus, weil das Thema sie nicht die Bohne interessiert, sie nur herum flippen und nie gelernt hatten, Grenzen zu respektieren, was imho auch zu einem gesunden Sozialverhalten gehört.

@Bika: Zufällig habe ich genau so ein Mädchen zuhause, dass bis in die frühe Grundschulzeit ein ausgeprägtes Interesse für Astrophysik hatte. Und sich dann gewundert hatte, dass die anderen Mädchen so gar nichts mit der vorliebe anfangen konnten, das mit starker Wissbegierde in der Grundschule ständig aneckte, und in seinem Unglück beinahe ein Fall für die Kinder- und Jugendpsychiatrie geworden wäre. Ähnliches mache ich gerade mit meinem Jüngsten durch, und ich habe in den vergangenen Jahren so viele Eltern mit nachgewiesen hochbegabten Kindern kennen gelernt, und ich stelle immer wieder fest, dass z. B. die schulischen Probleme sich nicht so sehr von denen unterscheiden, die Kinder mit Beeinträchtigungen haben. Und das gruselt mich immer wieder.

Vor dem Hintergrund nerven mich die Eltern der Möchtegerne-Begabten mit ihren Prahlereien erst recht. Ich sage dann meistens gar nichts mehr.

lg

Marie

_________________
"Scheffin" *2006 gesund und topfit, hochbegabt
"Prinzesschen" *2007 fröhliche und charmante Kannerautistin
"kleiner Bruder" *2011 gesund, quietschfidel, Verdacht auf Hochbegabung.

Was glaubt Ihr, was hier los wäre, wenn noch mehr Leute wüssten, was hier los ist!
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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
mit nachgewiesen hochbegabten Kindern kennen gelernt, und ich stelle immer wieder fest, dass z. B. die schulischen Probleme sich nicht so sehr von denen unterscheiden, die Kinder mit Beeinträchtigungen haben. Und das gruselt mich immer wieder.



Leider erlebe ich das auch.

Aber ich denke, da müsste den Schulen etwas einfallen. Es kann nicht angehen, die Probleme den Kindern und Eltern vor die Füsse zu kippen - im einen wie im anderen Fall.

Liebe Grüße
Heike
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Chaosmarie
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

HeikeLeo hat folgendes geschrieben:
Zitat:
mit nachgewiesen hochbegabten Kindern kennen gelernt, und ich stelle immer wieder fest, dass z. B. die schulischen Probleme sich nicht so sehr von denen unterscheiden, die Kinder mit Beeinträchtigungen haben. Und das gruselt mich immer wieder.



Leider erlebe ich das auch.

Aber ich denke, da müsste den Schulen etwas einfallen. Es kann nicht angehen, die Probleme den Kindern und Eltern vor die Füsse zu kippen - im einen wie im anderen Fall.

Liebe Grüße
Heike


Genau das tun sie aber beharrlich, und wenn die Kinder nicht systemkonform funktionieren, wird seitens der Lehrerschaft oft ganz schnell nach der Jugendhilfe geschrien. Besser gestellte Eltern von hochbegabten Kindern lösen die Probleme gerne durch entsprechende Privatschulen, bzw. gehen solchen Problemen von vornherein aus dem Weg, und die Eltern so mancher Möchtegern-Begabten versuchen sich ebenfalls dort einzukaufen. Inklusion? In dem Bereich ist das ein Fremdwort.

Für Kinder mit Beeinträchtigungen gibt es nicht ganz so viele Möglichkeiten...eine innovative Förderschule einzurichten ist auch nicht ganz so prestigeträchtig wie ein Turbogymnasium, z. B. dieses hier: https://www.raiffeisen-campus.de/das-sind-wir/

lg

Marie

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Bika
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Chaosmarie hat folgendes geschrieben:
@Bika: Zufällig habe ich genau so ein Mädchen zuhause, dass bis in die frühe Grundschulzeit ein ausgeprägtes Interesse für Astrophysik hatte. Und sich dann gewundert hatte, dass die anderen Mädchen so gar nichts mit der vorliebe anfangen konnten, das mit starker Wissbegierde in der Grundschule ständig aneckte, und in seinem Unglück beinahe ein Fall für die Kinder- und Jugendpsychiatrie geworden wäre. Ähnliches mache ich gerade mit meinem Jüngsten durch, und ich habe in den vergangenen Jahren so viele Eltern mit nachgewiesen hochbegabten Kindern kennen gelernt, und ich stelle immer wieder fest, dass z. B. die schulischen Probleme sich nicht so sehr von denen unterscheiden, die Kinder mit Beeinträchtigungen haben. Und das gruselt mich immer wieder.

Vor dem Hintergrund nerven mich die Eltern der Möchtegerne-Begabten mit ihren Prahlereien erst recht. Ich sage dann meistens gar nichts mehr.

lg

Marie


Aber das von der TE beschriebene Mädchen könnte doch die gleichen Probleme wie deine Tochter haben.
Die Kinder von überehrgeizigen Eltern lesen nicht freiwillig Stephen Hawking, die tun höchstens so. Laughing

Worauf ich so anspringe ist die Tatsache, dass es oft gar nicht darum geht, ob Eltern sich profilieren wollen oder nicht. Denn da wird gar nicht differenziert.

Mir ist es vollkommen Wurscht, wie fit oder weniger fit ein Kind ist. Begabte und vor allem sehr begabte Kinder sollten jedoch endlich genauso akzeptiert, gefördert und in ihren Schwächen unterstütz werden, wie man das für alle anderen auch fordert.

Wenn Eltern von Kindern, die anders, schneller und komplexer wahrnehmen und verarbeiten, von ihren Kindern berichten oder gar etwas einfordern, wird das doch schon reflexartig als reiner Profilierungswahn wahrgenommen.
Vermutlich weil die Eltern normal begabter Hochleister am lautesten schreien und jedem unendlich auf den Geist gehen, das mag sein.
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Chaosmarie
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Rede!

In unserem gleichmacherischen Schulsystem kommen sie alle zu kurz, die Kinder mit Beeinträchtigungen, die überdurchschnittlich begabten Kinder, und erst recht die, auf die beides zutrifft. Dazu wäre es zwingend erforderlich, dass die Schulen und die Fachleute auf den Schulämtern ihre defizitorientierte Sichtweise aufgeben. Und dass einige Klischees über Bord fliegen.

Anhand des Threads kann niemand sagen, welche Probleme das Mädchen tatsächlich hat. Meiner Erfahrung nach lernen gerade die cleveren Mädels bald, sich anzupassen, wenn sie mitkriegen, dass sie mit ihren speziellen Interessen bei den meisten gleichalterigen Mädchen nicht ankommen. Dann wird das Buch von Steven Hawkins nur noch zuhause aufgeschlagen.

Bei den normal begabten Hochleistern sind es wohl eher die Eltern, die Steven Hawkins lesen.

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Piris Mama
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde da jetzt nix Schlimmes bei, wenn sie über ihre Tochter spricht. Piri erzählt mir und allen anderen was über das Universum, Dinos, die Erde. Das macht ihn aus. Wenn ich dann belanglos über ihn Rede, dann erzähl ich was über seine Interessen. Ich fang dann nicht an über unsere Probleme des Alltags oder Zukunftsängste zu reden.
_________________
Mama von Piri Februar .2013 schlauer Dickschädel, Asperger mit schwerer Beeinträchtigung der sozialen Reaktivität, Störung der motorischen Funktion und Knotterhahn Mai 2016 der weiß was er will
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 26.10.2018, 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wir werden hier nicht ausdiskutieren können ob die Mutter dieses Mädchens (aus der Eröffnungsthread) überehrgeizig ist oder einfach nur offen über die Interessen ihrer Tochter spricht. Der TE war es jedenfalls unangenehm, das zu sehen bzw. zu hören, sonst hätte sie hier nicht darüber geschrieben.

Aber wie verhält man sich als Eltern von klugen Kindern eigentlich "richtig"? Ich bin ja selbst HB und meine Eltern haben nie irgend etwas darüber gesagt (obwohl sie es seit dem Einschulungstest wussten), auch mir nicht. Ich kam mir aber immer "anders" vor, ohne eine Erklärung dafür zu haben. Vermutlich hat meine (nie diagnostizierte, aber sehr wahrscheinlich vorhandene) ADHS dieses Gefühl noch zusätzlich verstärkt. Ich dachte wirklich lange, es mit mir würde "etwas nicht stimmen", weil ich Dinge konnte, von denen andere Kinder meines Alters meilenweit entfernt waren. Dafür waren auf der anderen Seite immer wieder Erwartungshaltungen im sozial-emotionalen Bereich, die ich nicht erfüllen konnte. Und im Gegensatz zu den anderen sozial auffälligen Kindern wurde ich immer viel strenger gemaßregelt weil "Die L... ist ja so schlau, die muss doch wissen, dass man sich so nicht verhält!"

Daher rate ich allen, die hier von den "überehrgeizigen" Elten reden, (die es zweifellos AUCH gibt), sich mal in die Lage versetzen, ein Kind zu haben, welches WIRKLICH mit 8 Jahren Interesse an Hawking-Büchern hat. Würdet ihr zu dem Kind sagen, es darf die Bücher zwar lesen, aber bitteschön nur zu Hause, wo es niemand sieht? Würdet ihr für das Kind aussuchen, welche Bücher "öffentlichkeitstauglich" sind und welche nicht? Wäre da nicht die Botschaft "Dein Interesse ist uns peinlich, das müssen wir verstecken?"

Oder würdet ihr erlauben, dass euer Kind liest, was (sofern jugendfrei) und wo es will? Wie würdet ihr reagieren, wenn das Kind in der Öffentlichkeit Hawking liest und die Leute dumm schauen oder euch sogar drauf ansprechen? Beschwichtigend ("Wir hatten gerade kein anderes Buch dabei"), tiefstaplerisch ("So was lesen doch viele...") oder mit mehr oder weniger berechtigtem Stolz?

Umgekehrt - wie schaut es bei einem GB-Kind aus? Würdet ihr da auch verbieten, dass ein 10jähriges Kind z.B. ein Bilderbuch für 3jährige in der Öffentlichkeit liest?

Nur mal so, zum nachdenken...

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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r.bircher
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Beiträge: 622

BeitragVerfasst am: 27.10.2018, 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

Ich selbst wurde ja im Sport auch als hoch talentiert gehandelt. Generell sollte man seine stärken nicht verstecken, aber sie auch nicht speziell zur Schau stellen. Denn das kommt selten gut an und wirkt sehr arrogant.

Im Sport nennt man das showen. Man macht zum Beispiel beim drippeln noch einen extra Trick, einfach um die Überlegenheit zu zeigen oder um sich über einen Mitspieler lächerlich zu machen.

Auf dem Sportplatz habe ich mich nie zurückgenommen, nur dass sich andere besser Fühlen. Ach wenn es manchmal Nichtbehinderte gab, die es nur schwer ertragen konnten, dass ich besser bin als sie. Das war deren Problem und nicht meins!.

Wenn ich im Zug fahre nehme ich auch nicht ein Buch mit wo gross drauf steht, Programmieren in C++, oder Projektmanagement in der IT, nur das alle Leute wissen uh, der ist ein Programmierer. Aber ich werde auch nicht absichtlich nicht im Zug arbeiten, dass niemand sieht, dass ich ein eigenes Projekt habe.

Der Unterschied zwischen eine Fähigkeit zur Schau zu stellen und einfach nur eine Fähigkeit zu leben ist oft nicht so gross. Aber halt doch klar zu spüren.

Und ich finde, Übereiferige Eltern kann man sehr gut von den Übereiferigen (das hab ich jetzt absichtlich so geschrieben) Kindern unterscheiden. Ich war einige Zeit Juniorentrainer, und habe normalerweise schon im ersten Training gemerkt, ob die Eltern oder das Kind der Motor ist. Pusher Eltern glauben meist mehr vom Sport zu wissen als du als Trainer, können es nicht ab, wenn man als Trainer das Kind mal kritisiert oder gar auf der Bank lässt. Das geht meist gut bis zur Pubertät und dann hören die Kids meist auf. Denn da machen sie sowas nicht mehr um Papa oder Mama glücklich zu machen.

Gruss Raphael

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rena99
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BeitragVerfasst am: 28.10.2018, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich entdecke den Thread erst jetzt.

Ich glaube, dass das, was du, Paula, erlebt hast, etwas ist, was man am Ehesten bei Grundschulmüttern findet. Die sind noch ganz dicht dran an den täglichen Entwicklungen der Kinder und manche beobachten jede Regung. Und manche definieren sich sogar über die Fähigkeiten der Kinder, sei es, weil sie ihnen alle Chancen geben wollen, sei es, weil sie für die Kinder auf eigene Berufstätigkeit (und Erfolge) verzichtet haben.

Ich finde überhaupt nichts Bedenkliches, wenn sich eine 8jährige für Astrophysik interessiert. So etwas sollte an und für sich genauso normal sein, wie wenn sich jemand für Pferde interessiert. Und es sollte von den Eltern nicht dahin gepusht worden sein. Wobei es natürlich schwierig ist, sich dafür zu interessieren, wenn da nie etwas drüber vorgelesen wurde (und da gibt es ganz tolles Material).

Ich glaube, unser Unbehagen kommt daher, dass wir uns mit Eliten schwer tun. Fördern, um eine hohe Leistungsfähigkeit zu erreichen, ist in Deutschland nicht gut besetzt. Im Prinzip sind wir ein sehr gespaltenes Land. So lange unsere Kinder zur Schule gehen, soll niemand wirklich herausragen, sehr begabte Kinder sollen sich zurückhalten. Nach Eintritt ins Berufsleben dreht sich das, und da sollen dann tunlichst individuelle Höchstleistungen auf jeder Ebene vollbracht werden.

Ich finde, eine wirklich inklusiv denkende Gesellschaft muss aufhören, zu werten. Dabei darf sie gerne fordern. Wenn jemand sehr intelligent ist, dann darf ich auch mehr von ihm erwarten, warum denn auch nicht? Leistungsfähigkeit darf sich gerne am grundsätzlich möglichen Leistungsniveau messen lassen. Werten sollte man eher, wie sehr sich jemand gemessen an seinem eigenen Vermögen bemüht. Aber dann muss das Umfeld die Entwicklung auch ermöglichen. Und daran scheitert es oft, und zwar ab beiden Rändern der Intelligenzverteilung.

LG
Rena

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"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)
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AnneJaJoLu
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BeitragVerfasst am: 28.10.2018, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Sehe den Thread auch erst jetzt.
Und:
Ja, klar sind alle Kinder Wunder-Kinder!

Ich wundere mich jeden Tag über meine Kinder - Ihr nicht? Smile

Liebe Grüße
Anne
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