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Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“
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MamaPina
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber Grenzen setzen heißt ja absolut nicht, dem Kind nur noch ein 20-Minuten-Zeitfenster zum Essen zu geben, Grenzen setzen heißt nicht, ein Kind festzuhalten und zwangsweise zu füttern. Grenzen setzen heißt nicht, etwas verbissen durchzuziehen, Grenzen setzen heißt nicht, ein Kind im Dunklen oder in der Mäuseburg zwangsweise alleine zu lassen.
Grenzen setzen muss deeskalierend sein. Niemals ein Machtkampf. Und, soweit möglich, nicht mit hartem Herzen, sondern souverän und mit Zutrauen ins Kind.


Hallo Engrid,

ein hartes Herz nenne ich abgestumpft.

Für einen Arzt ist es ein Kinderspiel, Eltern die verzweifelt sind, von unmöglichen Dingen zu überzeugen, obwohl das Bauchgefühl der Eltern , dazu nein sagt. Die Diskussion kann dazu beitragen, den Eltern gute Infos mit an die Hand zu geben, wenn sie Glück haben geraten sie an einen Arzt, der Kenntnis davon hat, dass die 3 Stufen-Therapie eher undurchsichtig ist. Ein Arzt muss gute Lösungswege aufzeigen. Ich wünsche mir dass der Film nicht im Fernsehen gezeigt wird. Wenn es doch so kommt, muss all die Kritik und auch die Ideen,die der umstrittene Stemman hatte, in eine Fernsehübertragung mit einfließen. Der Film kann eine Warnung sein. Als Werbung kann man ihn nicht durchgehen lassen.

LG
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MamaPina, völlig egal, mit wieviel Kritik und Warnungen man den Film rundum garniert, wenn er in der jetzigen Form im TV läuft, wird er großen Schaden anrichten. Wir haben jetzt schon viel zu viele, die das Bild vom kindlichen Tyrannen unreflektiert im Hinterkopf haben, der Film würde das verstärken, zementieren, vervielfältigen.

TV-tauglich würde das Filmmaterial nur, wenn die Filmemacher in die Verantwortung gehen, das ganze komplett neu aufrollen, neu schneiden, neu montieren, unter kritischem, weil seriös recherchiertem Blickwinkel. Wenn sie das hinkriegen würden, würde ich dann auch den Hut ziehen. Es wäre dann nicht nur ein Lehrstück über den richtigen oder falschen Umgang mit Kindern, sondern auch eins über Verführbarkeit und darüber, wie leicht man aufs Glatteis kommt (Vielleicht bin ich naiv, aber ich glaube immer noch, dass die beiden nur extrem naiv und unwissend rangegangen sind an die Sache).
Das wäre wohl auch der richtige Weg, um noch einigermaßen heil aus der Sache herauszukommen ...

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Engrid

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MamaPina
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Engrid hat folgendes geschrieben:
Hallo MamaPina, völlig egal, mit wieviel Kritik und Warnungen man den Film rundum garniert, wenn er in der jetzigen Form im TV läuft, wird er großen Schaden anrichten. Wir haben jetzt schon viel zu viele, die das Bild vom kindlichen Tyrannen unreflektiert im Hinterkopf haben, der Film würde das verstärken, zementieren, vervielfältigen.

TV-tauglich würde das Filmmaterial nur, wenn die Filmemacher in die Verantwortung gehen, das ganze komplett neu aufrollen, neu schneiden, neu montieren, unter kritischem, weil seriös recherchiertem Blickwinkel. Wenn sie das hinkriegen würden, würde ich dann auch den Hut ziehen. Es wäre dann nicht nur ein Lehrstück über den richtigen oder falschen Umgang mit Kindern, sondern auch eins über Verführbarkeit und darüber, wie leicht man aufs Glatteis kommt (Vielleicht bin ich naiv, aber ich glaube immer noch, dass die beiden nur extrem naiv und unwissend rangegangen sind an die Sache).
Das wäre wohl auch der richtige Weg, um noch einigermaßen heil aus der Sache herauszukommen ...


Hallo Engrid,

jau, es ist nie zu spät sich Fehler einzugestehen. Im Moment sind die Filmemacher von ihrer Sache überzeugt. Sie können vielleicht auch nicht anders, als sich trotz all den kritischen Anmerkungen, hinter die Klinik zu stellen. Aber es ist nie zu spät einen Fehler zuzugeben.

LG
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich schon wieder, sorry.
Mit „hartem Herz“ meine ich nicht abgestumpft. Niemand unter den Eltern im Film ist abgestumpft, im Gegenteil, da sind viele Emotionen im Spiel, viel Liebe, viel Not. (Auch Langer empfinde ich nicht als abgestumpft, im Gegenteil, der brennt für seine Mission - das macht sie nicht besser, aber es macht ihn erst überzeugend).
Mit „hartem Herz“ meine ich zum Beispiel ein Gefühl der totalen Überforderung, des „Dichtmachens“, weil einen das Verhalten des Kindes und die Anforderungen an einen selber und die ambivalenten Wahrnehmungen völlig überfordern. Diesen Zustand habe ich zb bei der Mutter der kleinen Anna gesehen, in der Szene am Anfang, wo sie das Kind an der Hand festhält wie im Schraubstock, dann fliegt die Gabel, die Mutter nimmt das Essen weg,. die ganze Szene eskaliert.
Ich kenne diesen inneren Zustand von mir auch, deswegen weiß ich, wovon ich rede. Wenn ich so drauf bin, eskaliert es hier auch.
Man ist nicht mehr bei sich, man spürt sich selber nicht mehr in der Überforderung, man geht auf innere Distanz, das meinte ich. Kinder spüren das auch, als Ablehnung. Eine fatale Rückkopplung ...

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Engrid

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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Engrid hat folgendes geschrieben:
Also, Grenzen setzen.

Wir sind uns ja einig, dass die Art Grenzen setzen, wie es in der Klinik läuft würdelos ist und nicht gut ist.

Ich denke aber grundsätzlich, dass Grenzen setzen nicht das Richtige ist. Besser sind Regeln. Die kann man aushandeln. Auch mit Kindern, auch nonverbal. Und Regeln sind das, was man tun soll - Regeln sind positive Formulierungen. Grenzen sind Dinge, die abstecken, was man nicht tun soll. Das sind Negativ-Formulierungen. Da wird eine Liste gemacht, was man alles nicht tun soll. Da gibt es dann aber immer Millionen Möglichkeiten, die man auch nicht tun soll. Da ist impliziter Willlkür Tür und Tor geöffnet.

Die Klinik wird ihr Prozedere als Regeln deklarieren. Klar, auch bei Regeln kann es ungeeignete geben. Aber wenn es um den Begriff Grenzen geht und den Umgang mit Kindern habe ich in Förderschulen den Ansatz dieses Films schon sehr viel durchdiskutieren müssen.

Zitat:
Wir haben jetzt schon viel zu viele, die das Bild vom kindlichen Tyrannen unreflektiert im Hinterkopf haben, der Film würde das verstärken, zementieren, vervielfältigen.


Leider ist das so.

Liebe Grüße
Heike
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Sheila0505
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heike, also ich verstehe was du meinst, aber das ist mir zu pedantisch (falsches Wort, mir fällt gerade auf die Schnelle kein Besseres ein).

Selbstverständlich geben Regeln auch Grenzen vor. Hier so penibel auf die Goldwaage zu legen finde ich schwierig. Kinder brauchen Regeln (Regeln implizieren Grenzen), sie brauchen aber auch explizit Grenzen und wenn sie keine Erfahren, suchen sie danach. Kinder brauchen durchaus Grenzen, weil es ihnen Halt und Sicherheit, vorallem aber Orientierung spendet. Kinder müssen auch eigene Grenzen wahrnehmen lernen und spüren: was ist Okay und was nicht! Wo sind meine Grenzen?

- die Tante welche die Backe knautscht und ein Kuss auf den Mund aufdrückt
- Intimbereich - da ist Stopp angesagt! Niemand hat da dran zu gehen, insofern es keiner medizinisch notwendigen Untersuchung dient und/oder pflegerischen Maßnahmen z.B. Wickeln, Creme Schmieren etc dient.
- Wann ist zu viel? Wann geht es zu weit? Ab wann findet eine Grenzüberschreitung statt? Was darf ICH nicht?
ZB: Immer dann wenn mein Tun/Verhalten andere verletzt.

Klar werden Grenzen in Regeln verpackt, aber darüber hinaus gibt es ein Limit!

@Engrid: Respekt dass du dir den Film angesehen hast! Lieben Dank fürs Teilen deiner Eindrücke!

LG
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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Sheile0505 hat folgendes geschrieben:
Klar werden Grenzen in Regeln verpackt, aber darüber hinaus gibt es ein Limit!


Regeln sind die Linie, auf der etwas funktionieren soll.

Grenzen sind bestenfalls der Rahmen drum herum. Ich denke nicht, dass man den Rahmen in den Inhalt einpacken kann. Und ich denke auch nicht, dass es Grenzen braucht. Spielregeln alleine genügen. Sie müssen aber klar formuliert sein.

Zitat:
die Tante welche die Backe knautscht und ein Kuss auf den Mund aufdrückt
- Intimbereich - da ist Stopp angesagt! Niemand hat da dran zu gehen, insofern es keiner medizinisch notwendigen Untersuchung dient und/oder pflegerischen Maßnahmen z.B. Wickeln, Creme Schmieren etc dient.
- Wann ist zu viel? Wann geht es zu weit? Ab wann findet eine Grenzüberschreitung statt? Was darf ICH nicht?
ZB: Immer dann wenn mein Tun/Verhalten andere verletzt.


Die goldene Regel sagt schon: behandle andere so, wie du behandelt werden möchtest. Möchte die Tante in die Backe geknautscht werden und einen Kuss auf den Mund aufgedrückt bekommen, von jemandem, der einen Meter größer ist?

Genügt das nicht?

Liebe Grüße
Heike
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Sheila0505
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht Heike, für mich ist das Erbsenzählerei und solch eine starre Differenzierung gleicht viel mehr Gebote und verunsichert Eltern nur noch mehr.

Ich setzte meinen Kindern durchaus GRENZEN, lebe sie auch vor. Regeln geben definitiv Grenzen vor - selbstverständlich tun sie das. Man darf es auch so nennen: Grenzen. Meine Kinder überschreiten manchmal Regeln. Und in einem gewissen Rahmen ist es >situationsabhängig< durchaus auch mal zum Augezudrücken, denn Regeln bieten oft auch einen gewissen Spielraum und Grauzonen finden Kinder schnell. Sorry aber meine Regeln sind nicht so ausgetüftelt, so dass sie alles und eine jede Situation mit abdecken. Und manchmal überschneiden sich Regeln und/oder eine Erlaubnis. Aber innerhalb bzw am Rande dieser Grauzonen gibt es Grenzen und diese sollten keinesfalls überschritten werden. Auch setze ich Grenzen wenn nötig, so wenn es z.B. situationsbedingt (noch) keine Regeln gibt und es mir akut notwendig erscheint. Grenzen setze ich auch zum Schutz (Sicherheitsaspekt).
Insofern sind (neue) Regeln u.a. auch ein Grenzen setzen.
À la: ihr dürft eine Schneeballschlacht machen, aber hier vorne ist Schluss! Weil..
À la: ihr dürft Schneebälle werfen, aber eingerieben (in die Kleidung gesteckt) und/oder aufs Gesicht gezielt wird nicht.
À la: auf die Katze wird nicht geschossen/geworfen

Du nennst es Regeln, ich nenne es Grenzen aufzeigen oder Regeln ausstellen. Die Kinder wissen was sie in einem gewissen Rahmen dürfen, aber wo die Grenzen sind. Für mich ist die penible Unterscheidung bzw. strikte Auseinanderhaltung ein wenig suspekt. Ich finde es ehrlich gesagt gekünstelt und lebensfremd.

Und nein: bei uns ist sicherlich nicht alles durch reglementiert. Ziel ist es, den Kindern die nötigen Werkzeuge und Orientierung zu vermitteln. Langfristig sollen sie die nötigen Kompetenzen erwerben, um möglichst selbstständig - u.a. mit den entsprechenden Sozialkompetenzen an der Gesellschaft teilhaben zu können. Und auch die Gesellschaft lebt und gibt Grenzen vor, auch unsere Justiz tut das.
LG
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MamaPina
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen,

Regeln und Grenzen müssen erklärt werden.
Wer will, dass Grenzen und Regeln eingehalten werden, muss sie dem Kind erklären.

Das muss dem Alter entsprechend geschehen.

Wenn Kinder Erklärungen noch nicht verstehen, müssen wir auch konsequnt nein sagen können.

Nicht einmal hü und einmal hott, sagte meine Mutter immer. Wink



Engrid, für mich hat es schon mit Abstumpfung zu tun, wenn Personal sich so überhaupt nicht in Kinder hinein denken(Kinder ewig schreien lassen) kann und aus der Gewohnheit heraus einfach nur seine Arbeit macht. Ich konnte bei den Schwestern keine Emotionen ablesen.



Die meisten Kinder finden heraus, was bei wem möglich ist( z.B. Omas und Opas verwöhnen gern). Das ist normal und nicht krankhaft.

Wenn sich krankhafte Verhaltensweisen in Familien entwickeln, brauchen Familien Hilfe.

Eine Klinik die sich darauf spezialisiert psychische Krankheiten zu behandeln, darf es sich mit ihren Aussagen nicht einfach machen. Eine Aussage muss z.B. so lauten, dasProblem bei diesem Kind hat sich durch Ursachen und Umstände(die sie benennen könnten) entwickelt. Jeder einzelne Fall ist anders gelagert. "Er ist der Boss" oder "sie ist die Prinzessin", das hat mit einer abwertenden Haltung zu tun, die sich ausschließlich gegen das Kind richtet. Das ist nicht besonders professionell. Das ist eine allgemeine Aussage, die signalisiert, diese Kinder sind "Rotzbengel".
Diese Aussagen kennen Eltern bestimmt schon (Kindergarten, Schule)

Säuglinge, müssen auch mit anderen Augen gesehen werden.

Ich habe das Gefühl, alle Verhaltensweisen der Kinder werden über einen Kamm geschert. Ebenso alle Eltern . Und alle brauchen die selbe Therapie.

Es geht also nicht nur um eine Anzeige, die routinemäßig überprüft wird, wie die Klinikmitarbeiter nun festellen werden.
https://www.nw.de/kultur_und_freize.....s-gegen-Kinderklinik.html
LG
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 08.11.2018, 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Danke für den interessanten Link! Very Happy

dass das Personal so emotionslos agiert, gehört zum Therapiekonzept, siehe FAQ der Film-Website:
„Warum sind die Angestellten der Klinik so emotionslos den Kindern gegenüber? Ist das nicht seelische Grausamkeit?
In einigen Szenen des Films, vor allem beim Esstraining, reagiert das Pflegepersonal, das die Kinder füttert, nur scheinbar unterkühlt auf die Handlungen der Kinder. Hierbei wird den Kindern während der Mahlzeiten das Essen angeboten. Das Personal ist dabei weniger emotional als das Elternteil. Diese Diskrepanz mag zu einer Überinterpretation des Gesehenen führen. Es geht ja nicht darum, die Mutter durch die Schwester oder den Pfleger zu ersetzen, sondern es geht beim Esstraining darum, dem Kind einen Erfahrungsraum zu eröffnen, in dem es selbst handeln kann. Es geht um die Selbstregulation, wie der Fortgang des Filmes „Elternschule“ aufzeigt.„ (Zitatende)

„Erfahrungsraum öffnen“ - das ist einfach nur eine dieser vielen Phrasen aus den Seminaren (so wie auch „durch die Stresskurve laufen“ ua), ein Euphemismus, der bedeutet, dass die Kinder mit ihren Emotionen gezielt alleine gelassen werden. Ohne Trost, ohne Verbindung.
Das Personal ist nicht bloß „weniger emotional“, und es wirkt auch nicht emotionslos, weil die Mütter im Kontrast so emotional sind (soviel zur Diskrepanz) Rolling Eyes - es agiert gezielt emotionslos.
Auch meinem Sohn tut es bei Konfliktstoff besser, wenn ich meine Emotionen zurücknehme. Das heißt dann aber, wenn’s helfen soll: ich bin gelassen. Nicht kalt. Im Gegenteil, man kann da sehr viel Wärme reinlegen. Auch in dem Punkt haben Kinder ja sehr feine Antennen.

Grüße

_________________
Engrid

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