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Doris mit Sohn (verschiedene Verhaltensauffälligkeiten)
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Doris77
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 12:33    Titel: Doris mit Sohn (verschiedene Verhaltensauffälligkeiten) Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich habe mich nun hier angemeldet, da ich befürchte, dass mein Sohn (Einzelkind) eine noch nicht diagnostizierte Verhaltensstörung hat. Falls ich mich fachlich unkorrekt oder holprig ausdrücke, dann entschuldigt dies bitte. Ich stehe erst ganz am Anfang einer fachlichen Abklärung.

Mein Sohn ist seit September vier und zeigt schon länger Verhaltensweisen, die ich bei anderen Kindern so bzw. so ausgeprägt nicht sehe und wurde auch schon vom Kiga angesprochen.

Aber der Reihe nach:

Nach einer psychisch sehr stressigen Schwangerschaft plus insulinpflichtigem Schwangerschaftsdiabetes kam H. nach Einleitung innerhalb von 6 Stunden zur Welt. Er hatte Fruchtwasser geschluckt und Anpassungsstörungen mit Myoklonien, nicht unterbrechbar. Eine Vielzahl an Untersuchungen brachte kein Ergebnis. Da die Anfällle zurückgingen, sind sie wohl am ehesten durch das Antridrepissivum, welches in der Schwangerschaft nehmen musste, zu begründen. Die ersten zehn Tage seines Lebens verbrachte er im Krankenhaus. Er kam direkt auf Intensiv.

Mein H. war von Anfang an ein sehr unruhiges Baby. Jede wache Minute in Bewegung. Immer am Zappeln mit Armen oder Beinen. Auch heute noch kann er eigentlich nicht still sitzen. Spielen wir ein Gesellschaftsspiel, tut er dies im Stehen und ist in Bewegung. Er schlief auch kaum durch und ist bis heute ein sehr, sehr wählerischer Esser und an der unteren Grenze im Normalgewicht.
Er ist kognitiv und motorisch fit, hat aber ausgeprägte Wutanfälle mit Treten und Gegenständen werfen. Auch findet er schwer Kontakt zu Gleichaltrigen. Bei Erwachsenen hingegen ist er nahezu distanzlos. Spricht wildfremde Menschen an und ist im Redefluss kaum zu stoppen.

Der Kiga sprach mit letztes Jahr an, er sei kaum zu bändigen. Ginge über Tische und Stühle etc. Es erfolgte eine einmalige Vorstellung in der Familienberatungsstelle bei einer Psychologin, die H. für herausfordernd, aber führbar hält. Krankheitswert sieht sie keinen.

Ich bin davon leider nicht überzeugt. H. wird fast nicht eingeladen; andere Mütter erzählen mir, dass ihre Kinder ihn für zu laut und wild halten. Er ist sehr dominant; möchte immer der Chef sein im Spiel; bestimmen, wer was anfassen darf an Spielzeug. Daheim lässt er niemanden an seine Spielsachen dran. Bei anderen daheim klappt es etwas besser.

Ich überlege nun, doch noch weitere Abklärungen vornehmen zu lassen, da H. zusehends zum Außenseiter wird, was mir große Sorgen macht.

Falls ihr Fragen habt, immer gerne.

Einen schönen Sonntag an alle,

Doris
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silke88
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Darf ich fragen wann Du von der Schwangerschaft erfahren hast? Es klingt wie ein FAS Kind....es kann natürlich auch ganz anders sein aber möglich wäre räes..zb. Wenn du als du noch nicht von der Schwangerschaft wusstest etwas alkoholisches getrunken hast. Bitte nimm mir das nicht übel nur eine Möglichkeit.
_________________
mit 3 KIndern
L. 12 Jahre Fas Vollbild und Bindungsstörung mit Enthemmung
S.9 Jahre Gendefekt Chromosom 2 und x Chromosom, geistig und körperl. gehandicapt mit Epilepsie und Muskelschwaeche
D. 2 jahre Fas vollbild, global entwicklungsverzögert ,defektes Gaumensegel, herzfehler
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Doris77
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, H. ist ein absolutes Wunschkind und ich habe sofort nach Ausbleiben der Regel getestet und schon im Vorfeld Folsäure genommen etc. FAS scheidet sicher aus.
Leider habe ich meiner Psychiaterin vertraut, dass ich mein Medikament bedenklos weiternehmen könnte. Auch bei Embryotox gab es keine Hinweise auf Auffälligkeiten. Heute würde ich jegliches Medikament vorher ausschleichen lassen.
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Doris77
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein Hinweis zum Stress, den ich in der Schwangerschaft erlebte: Die Pille hatte ich mit Wissen und Wollen des Kindsvaters abgesetzt. Als ich ein Jahr später schwanger war, war die Freude seinerseits leider nicht so groß wie erwartet. Es kam quasi schon in der Schwangerschaft zur ersten Trennung. Wir versuchten es dann nochmals miteinander, gingen aber endgültig auseinander, als H. acht Monate war. Sad
Ich mache mir große Vorwürfe, dass dieser Stress sich im Mutterleib auf ihn übertragen hat.
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Emma1909
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

Kennst du mein Kind ? Wink beschrieben hast du es jedenfalls sehr gut Laughing

Seid ihr an ein SPZ angeschlossen ? Da sind die Wartezeiten teilweise sehr lang. Falls noch nicht geschehen würde ich das jedenfalls in Angriff nehmen.

Lass dich nicht entmutigen, wenn ein Fachmann bzw. Nachfrage sagt da sei nix. Was sagt denn euer Kinderarzt ?

Viele Grüße
Emma
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RikemitSohn
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

die Gedanken wegen der stressigen Schwangerschaft kenne ich nur zu gut. Da bei meinem Sohn sehr spät ADHS diagnostiziert wurde, wurden mir viele Theorien aufgetischt, diese war eine davon. Als ADHS fest stand, hat darüber niemand mehr geredet.
Mein Sohn war auch schon als Baby extrem unruhig. Er war mit seinen Armen und Beinen ständig in Bewegung, hat schlecht geschlafen und auch ständig lautiert, später geredet. Auch das Essen ist bis heute echt anstrengend, da mein Sohn so wählerisch ist. Mein Sohn kann es bis heute nicht gut haben, wenn ihn andere ansprechen, aber von sich aus hat er einem Fremden auch gerne mal seine Lebensgeschichte erzählt. Ich kann dich also gut verstehen mit deiner Sorge.
Ich würde deinen Sohn mal bei einer guten KJP vorstellen. Eine Beratungsstelle in da nicht der richtige Ansprechpartner.

LG Rike

_________________
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB
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svennie
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
einige der von Dir beschriebenen Verhaltensweisen kenne ich von meinem Sohn. Auch er war im Kiga schwer führbar, fand auch sehr schlecht Anschluss an Gleichaltrige. Heute weiß ich, woran es lag. Einiges könnte für ADHS oder auch für Autismus sprechen. Ich wusste eigentlich schon jahrelang, dass mein Sohn sich nicht normal entwickelt und bin froh, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe. Ich würde an Deiner Stelle zu einer kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz gehen und Deinen Verdacht abklären lassen.
LG
Svenja

_________________
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2
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kati543
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
hast du dieses Medikament aus deiner Schwangerschaft nochmal bei embryotox nachgeschaut? Mir ist es damals so gegangen, dass mein Medikament damals nicht gelistet war und heute gilt es als extrem gefährlich. Meine Kinder haben ähnliche Symptome wie FAS, aber ich habe nie Alkohol getrunken (schon wegen meiner Epilepsie), sondern es liegt am Valproat bei mir.
Ich würde dir eine KJP empfehlen. Die Diagnostik sollte ein Psychiater führen, nicht ein Psychologe.
Eventuell wäre es auch sinnvoll dein Kind nochmal zu einen guten Kinderneurologen zu bringen. Die ganze Geschichte ab Zeugung muss komplett aufgerollt werden.
Habt ihr mal einen Humangenetiker besucht? Bei meinen Jüngsten ist herausgekommen, dass meine Tabletten auch noch seine Gene beeinflusst und ein Stückchen zerstört haben.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Doris77
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank für eure Antworten. Es tut so gut zu erfahren, dass man nicht alleine ist.

@Emma: Ich werde das mit dem SPZ in Angriff nehmen. Muss mich da erstmal schlau machen. Wusste bis vor ein paar Tagen gar nicht, dass es sowas gibt.

Der Kinderarzt meint, es sei alles ok. H. sei halt ein typischer Junge. Auffällig war schon, dass er sprachlich voraus war. Wurde aber auch viel Vorlesen etc. zurückgeführt.

@Rike und Svenja: Danke, ich werde am Ball bleiben. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das abgeklärt gehört.
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JohannaG
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BeitragVerfasst am: 14.10.2018, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

herzlich willkommen in der Runde.

Ich wollte nur dalassen... daß Kinder sich auffällig benehmen, KANN schon auch mit psychischem Streß in der Schwangerschaft und auch frühester Kindheit zusammen hängen. Dazu gibts wohl einige Studien, hat man vor allem bei Pflege- und Adoptivkindern viel beobachtet.
Bitte versteh das nicht als Vorwurf, denn ich bin sicher, daß du das vermieden hättest wenn es denn möglich gewesen wäre. Sollte nur mit im Blick sein.
Bei meinem Sohn ist das wohl eine der wesentlichen Ursachen für seine Probleme..

Ich wünsch euch einen guten Weg,

Liebe Grüße, Johanna

_________________
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung
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