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Konnten eure Kids die Entwicklungsverzögerung aufholen?
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MareikeA
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 09:33    Titel: Konnten eure Kids die Entwicklungsverzögerung aufholen? Antworten mit Zitat

Guten Morgen liebe Leute,

ich würde mich über ein paar Erfahrungsberichte freuen.
Wenn wir davon ausgehen, dass gute Voraussetzungen geschaffen wurden (Medis schlagen an, Förderung findet statt), sind unsere Kinder dann tatsächlich in der Lage, ihre Defizite in gewissem Maße wieder aufzuholen?

Wie sah das bei euch aus?

Unsere Tochter (5) hat das Doose Syndrom und ist dadurch automatisch von einer geistigen Behinderung bedroht. Dazu kommt eine kombinierte Entwicklungsverzögerung, da wir die Absencen erst zu Beginn des Jahres diagnostiziert haben (zuvor war es Watanabe). Sowohl die Medis als auch die Förderung schlagen an.

Liebe Grüße

Mareike
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Sabine1970
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mareike,

unser Sohn hat das nicht geschafft, obwohl wir die von Dir angesprochenen Vorraussetzungen geschaffen haben.
Seine Erzieherin in der Kita für Kinder mit Behinderung hat uns das einmal ganz deutlich aber liebevoll gesagt
" Er wird das nicht aufholen können. Er müsste in diesem Fall schneller lernen als andere Kinder, er lernt aber bedeutend langsamer. So wird die Spanne immer größer".
Und so ist es auch eingetreten. Das Tempo gibt das Kind vor.
Wünsche Euch, dass ihr mehr Glück habt Very Happy

LG Sabine
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mareike,

ich bin da zwar nicht der Spezialist, doch - eine Frage:
spricht man bei deiner Tochter noch von einer Verzögerung? Beträgt das Entwicklungsdefizit weniger als 6 Monate zu Gleichaltrigen?

Ich sehe in meiner Umgebung viele Kinder mit verschiedenen Defiziten...
Gut kompensieren konnten die Kinder mit Hörstörung ihr Defizit, die bereits im ersten Lebensjahr die CIs implantiert bekamen!


Das Ziel ist es, dass Kinder ein selbstbestimmtes Leben führen können, ob sie da mit 18 Jahren, oder 20 dort sind, das ist nicht relevant. All jene, die es nicht schaffen, die normalen alltäglichen Dinge zu erledigen, nach welchem System oder Chaos auch immer, die also zu der Bewältigung des Alltags in irgendeiner Weise und Form auf Unterstützung angewiesen sind, - hier sind es vor allem die finanziellen und gesundheitlichen Belange, die werden als behindert eingestuft... - es gibt da natürlich verschiedene Arten und Formen, daher auch verschiedene Ansätze und Unterstützungen... - deshalb wird hier auch abgestuft - muss ein Sachwalter her, der sich um das Gesamtpaket kümmert, kann der Mensch keine Entscheidungen treffen, die über die täglichen Geschäfte hinausgehen? -


z. B. bei FAS habe ich ein paar in der Umgebung, die nach wie vor einen Sachwalter benötigen... - es zwar schaffen, sich selbständig an- und auszuziehen, aber einen eigenständigen Haushalt zu führen, das klappt nicht.


Manche schaffen es sogar einen halbwegs eigenständigen Haushalt aufzubauen, kommen aber dann mit den Zahlungen und Verpflichtungen nicht klar (Versicherung, Stromzahlungen...) - und sehr viele brauchen Unterstützung im Bereich der medizinischen Betreuung - z. B. bei der Frage nach einer Narkose (z. B. Zahnbehandlung...) (regelmäßige Einnahme von Medikamenten).


Schon der Gebrauch von Herd und Waschmaschine ist eine Aufgabe, die nicht jede(r) schafft...

Ich kenne auch ein paar Burschen mit Westsyndrom, inzwischen über 15, sie können nicht selbständig leben, wohl aber helfen. - Eine Lehre oder Ausbildung, oder auch eine Schule waren und sind nicht möglich. Besuch einer basalen Förderklasse war hier der Weg...

Daher ist nun eine Behindertenwerkstatt mit betreutem Wohnheim hier die Lösung. - Es wurde keine Form der Selbständigkeit erreicht. (Alleine Essen, das geht, auch an- und ausziehen, wobei es natürlich vorkommt, dass die Teile falsch getragen werden. (innen - außen, vorne hinten)… Schuhe anziehen ist auch nicht so einfach (links? rechts?)

Ich habe natürlich keine Ahnung wie ähnlich sich diese Diagnosen sind? Rolling Eyes

Viel Erfolg

LG
Silvia

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Engrid
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mareike,

was Dein Kind individuell schaffen kann und was nicht, lässt sich hier gsd nicht mal annähernd sagen. Kinder lesen ihre Prognosen nicht, und auch keine Altersvergleiche, und halten sich dementsprechend nicht dran. Very Happy

Jedenfalls habe ich schon eine Menge Kinder getroffen, die ihre Prognosen gesprengt haben. Hier im Forum, und im Real Life.
Vielleicht wird es Dir auch irgendwann nicht mehr so zentral sein, dass Dein Kind alles aufholt - Hauptsache glücklich.

Wir ganz persönlich leben hier recht gut mit der nicht immer ganz einfachen Maxime: Alles erhoffen, nichts (als „Muss“) erwarten. Das ist eine schwierige Balance im Denken, aber der Abschied von diesen Messlatten macht einen freier und froher. Das tut dem Kind dann auch gut.

Grüße, und alles Gute

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MareikeA
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Beiträge. Smile

Natürlich ist mir bewußt, dass der Umstand je nach Kind und je nach Krankheit variieren kann.
Wie weit sie zurück ist, lässt sich aktuell sehr sehr schwer sagen. Ich denke, wirklich abschätzen können wir das erst in ein paar Monaten, wenn das Medikament richtig eingestellt ist. Hinzu kommen noch so Kleinigkeiten wie ihre Sehschwäche. Sie hat nun seit einem halben Jahr auch eine Brille, aber das hat natürlich ebenfalls vorab eingeschränkt....

Im Augenblick verunsichert uns eher unsere Umwelt. Die Tochter soll kommendes Jahr eingeschult werden, die Diagnose und die Förderungen stehen jedoch erst seit Jahresbeginn. Ich hätte ihr so wahnsinnig gerne noch etwas mehr Zeit gegeben, denn sie macht definitiv Fortschritte....darüber freue ich mich am meisten. Very Happy
Unsere Ärztin sagte immer, dass das das Wichtigste sei.
Und wie hier schon so schön geschrieben wurde: Ob ich mit 18 oder mit 20 lebensfähig bin, später spielt es keine so große Rolle mehr.
In einer Regelgrundschule sehe ich sie aktuell aber nicht. Natürlich kann sich das in ein paar Monaten ändern. Daher auch meine Frage.
Stand ist also, dass sie erst einmal die Förderschule besuchen soll. Ich hoffe, dass wir damit den richtigen Weg einschlagen.

Liebe Grüße

Mareike
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Unter den Umständen kann auch eine Rückstellung sinnvoll sein. Habt Ihr da schon drüber nachgedacht?
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Engrid

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MareikeA
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Engrid hat folgendes geschrieben:
Unter den Umständen kann auch eine Rückstellung sinnvoll sein. Habt Ihr da schon drüber nachgedacht?


Ja, hätten wir sehr gerne. Aber unsere KiTa hat signalisiert, dass dort für unsere Tochter kein Platz mehr ist... Sad
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Mareike,


ich hatte beides... das eine Kind, so schwer beeinträchtigt, dass es auch durch ein weiteres Jahr einer Vorlaufphase nicht so viel aufgeholt hätte, dass es in die Pflichtschule gekonnt hätte... - sie kam mit 6 Jahren in die Schule...

- es war für sie die beste Entscheidung, da dort eine bessere Förderung statt finden konnte, als im Kindergarten... (Gruppe von 4 Kindern - gegenüber einer von 20 - 25 Kinder...)

Der andere, der hat dann eine Vorschulklasse besucht, mit dem Hintergrund, dass dann in eine Regelschule gegangen wird... - daher war es hier möglich eine Vorschulklasse zu besuchen. - Für seinen Spracherwerb war das sicher gut. - Heute ist er ohne I-Status ein Regelschüler.


- Ein weiteres Kindergartenjahr ist eigentlich fast nie möglich... es sei denn, es erfolgt keine Einschulung... - und es gibt danach keine Schulpflicht...

Das ist aber wirklich extrem selten, daher wirst auch du nicht umhin können dich mit dem Gedanken anzufreunden, dass eine Einschulung kommt. Schau dir zeitgerecht die in Frage kommenden Einrichtungen an!


Es ist ganz normal, dass Kinder den Kindergarten nach dem 6. und vor dem 7. Geburtstag verlassen... - In den letzten 10 Jahren habe ich kein einziges Kind erlebt, welches länger im Kindergarten bleiben durfte... - da wird eher auf die "Lösung" hingearbeitet, ein Jahr Schule - und das erste Jahr wiederholen bei Bedarf... - oder eben Förderschule, wo besser auf die Bedürfnisse eines Kindes eingegangen werden kann.


Viel Erfolg!

wünscht
Silvia

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Engrid
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mareike,

wenn Dein Kind eine Schulrückstellung bekommt, und das entscheidet nominell die Sprengelschule, dann kann der Kiga es nicht „rausschmeißen“.
Das ist bei Euch ja DIE klassische Situation für eine Rückstellung.

Eine andere Möglichkeit wäre eine SVE, schulvorbereitende Einrichtung, dann sind noch einige Monate Luft, um sie gut zu fördern UND die Entwicklung abzuwarten.

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JohannaG
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BeitragVerfasst am: 11.10.2018, 12:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mareike,

meine Kinder haben andere Baustellen als deine, aber beide Mädchen dennoch entwicklungsverzögert.

Großes Kind: Nein, die hat nicht aufgeholt, und wird es vermutlich auch nicht. Sie hat eine Behinderung durch Alkoholkonsum der leiblichen Mutter, da ist zu viel passiert, das kann sie nicht ausgleichen. Die Schere geht auch definitiv immer weiter auf, sie wird nach Förderschwerpunkt lernen beschult.

Kleines Kind: War ein Extremfrühchen, Gott sei Dank ohne wesentliche Komplikationen. Auch sie ist entwicklungsverzögert, allerdings ist es bei ihr wirklich konstant immer der gleiche Abstand. Wie, als wäre sie eben etwa ein Jahr jünger als sie ist. Auch körperlich ist sie langsamer, kleiner, schwächer - aber sie kommt stetig hinterher. Bei ihr nehme ich momentan an, daß sie in so fern "aufholen" wird, als daß man im Erwachsenenalter keinen großen Unterschied mehr sehen wird. Gerade ist sie eingeschult worden in deine Diagnose-Förder-Klasse, hoffen mal, daß sie dann den Sprung in den Regelschul-Lehrplan schafft. Ist schon durchaus möglich.

LG Johanna

_________________
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung
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