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GabySP
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter,

wir haben es gerade hinter uns. Mein Sohn dürfte den Führerschein erst nach Vorlage eines verkehrspsychologischen Gutachtens in Höhe von 470 Euro machen. Da er den FS nicht aus behinderungsbedingten Gründen machen musste, hat niemand diese Kosten übernommen, war eben Privatvergnügen.

So wie du die Situation schilderst, hätte doch auch ein Nichtbehinderter ohne FS Schwierigkeiten, mit ÖPNV zum Praktikum zu gelangen, insofern stelle ich es mir schwierig vor, hier die KFZ-Hilfe für Behinderte zu erhalten. Aber vielleicht wäre eine Finanzierung über die Arbeitsagentur eine Option, irgendwas in der Richtung „zur Erlangung und Erhaltung eines Arbeitsplatzes“ Fragen kostet nichts,

LG Gaby

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Asperger-Sohn, 01/2000
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Peter
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaby, Du wirst wahrscheinlich Recht haben, dass sie so argumentieren werden, dass auch ein Nichtbehinderter Schwierigkeiten hat, von A nach B zu kommen.


Nur finde ich es irgendwie nicht richtig, dass die Kosten für die Gutachten, wie bei Dir, als "Privatvergnügen" gesehen werden.

In meinen Augen ist das ein Nachteil (erhebliche Kosten), den ein behinderter Mensch hat und das sollte doch ausgeglichen werden in der Form, dass zumindest diese Kosten übernommen werden.

Aber gute Idee mit der Arbeitsagentur. Versuch macht klug.

LG Monika

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Sarah. geb. 22.07.01, Hemiparese rechts nach Schlaganfall im Mutterleib
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GabySP
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika ,

und nicht Peter, sorry.

Ich empfinde das auch als sehr ungerecht und benachteiligend. Aus diesem Grund habe ich mich auch an die Behindertenbeauftragte der Stadt gewandt, es war aber alles erfolglos. Es ist korrekt, dass das Gutachten eingefordert wird und rechtlich einwandfrei, dass diese Kosten vom Antragsteller zu übernehmen sind.
Hier bleibt nur noch die Möglichkeit, dass sich viele zusammenschließen und auf die Politiker zugehen, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.
Ich hatte damals auch einen Thread hier veröffentlicht, der aber auch keine weiteren Erkenntnisse gebracht hat.

LG Gaby

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Peter
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 13:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gaby, kein Problem mit der Anrede Laughing

Es ist ja auch okay, dass ein Gutachten zu Sicherheit aller verlangt wird.

ABER es ist ein Nachteil mit den entstehenden Kosten. Im Gesetz steht doch irgendwo, dass ein Behinderter keine Nachteile haben darf bzw. diese ausgeglichen werden müssen.

Ich werde auf jeden Fall einen Antrag stellen und wenn er abgelehnt wird, werde ich mich ebenfalls an den Behindertenbeauftragten wenden und das notfalls öffentlich machen.

Vielleicht empfinde ich das ja auch nur (und Du natürlich auch), aber das ist doch gelinde gesagt, ein absolutes NO GO.

Wir als Eltern versuchen, unsere Kinder mit Handycap in den Arbeitsmarkt zu integrieren und das ist nunmal einfacher, wenn sie mobil sind und dann werden einem Steine in den Weg gelegt, dass wir Kosten tragen müssen, die ein Nichtbehinderter gar nicht erst hat. Warum unterstützt man das nicht??

Ist es denen lieber, wenn sie keine Lust haben, arbeiten zu gehen, weil der Arbeitsweg soooo lang ist mit Bus und bleiben dann lieber zu Hause und leben von Vater Staat? Ist das etwa billiger, als von Anfang einen Zuschuss zu geben. Sorry, ich verstehe es gerade nicht. Embarassed

LG Monika

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Sarah. geb. 22.07.01, Hemiparese rechts nach Schlaganfall im Mutterleib
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GabySP
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

Sei so lieb und halte mich auf dem laufenden. Ich wollte auch an die Öffentlichkeit gehen, hatte aber keine Mitstreiter gefunden und bin mir sicher, dass einer allein da nichts ausrichten wird. Wenn du also Mitstreiter suchst-Ich bin dabei!!!

LG Gaby

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Gesa
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 14:50    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu,


kann denn Deine Tochter mit dem rechten Bein Gas geben und Bremsen? Ansonsten müssten evtl auch noch an den Pedalen Umbauten stattfinden.

Zu den Preisen würde ich in Eurem Umkreis mehrere Umbauer anrufen, dann hast Du vielleicht gleich schon konkretere Vorstellungen.

Ansonsten könnte man evtl für das erste Auto auch nach einem Gebrauchten suchen, auch das könnte man direkt bei den Umbauern fragen. Ich sehe bei der Konstellation auch eher schwarz, dass Ihr da wirklich Zuschüsse bekommt, leider.

Auf jeden Fall müsstet ihr es immerhin als außergewöhnliche Belastung bei der Steuer absetzen können.

Und ich würde auf jeden Fall versuchen, einen Antrag zu stellen, und eben wirklich überlegen, ob es behinderungsbedingte Gründe gibt, die ein Auto dauerhaft nötig machen.

Oder ob es eben für die Ausbildung wirklich die MÖglichkeit der Übernahme für Taxikosten für bestimmte Konstellationen gibt, z.B. das Praktikum.

Das eine ist ja, jetzt konkret Eure Situation zu einer befriedigenden Lösung zu bringen, das andere, evtl langfristig zu versuchen, etwas zu ändern.

Was übrigens noch ganz wichtig ist, ihr müsst nicht zwingend eine Behindertenfahrschule nehmen, es muss aber eben ein geeignetes Auto da sein. Je nach Preisgestaltung könnte es sich u.U. lohnen, dass Ihr ein gebrauchtes Auto kauft und dort eine Doppelbedienung für den Fahrlehrer einbauen lasst für die Zeit der Fahrschule. So wurde es bei mir damals gemacht und war unterm Strich billiger als die Ausbildung in der Behindertenfahrschule....

Viel Glück!

Gesa

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Rollstuhlfahrerin mit unklarer Diagnose, vor vielen Jahren Unfall mit Kopf- und Beinverletzungen, über die Jahre Verschlechterung, seit mittlerweile 15 Jahren Rollifahrerin; Erfahrungen in Rollisport, Rollstuhlversorgung sowie behindertengerechtem Autoumbau
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Lisa Maier
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Miriam,

Zitat:
Wäre deine Tochter nicht behindert, so hätte sie diese Probleme ebenfalls, oder?
Dh die Ursache liegt nicht in der Behinderung, sondern in dem nicht gut ausgebautem ÖPNV-Netz.

Hier muß ich Dir doch etwas widersprechen. Zumindest für die normalen 9 Kilometer bräuchte kein Nichtbehinderter 2 Stunden, denn dieser könnte die Strecke locker mit dem Fahrrad erledigen - selbst bei Steigungen. Desweiteren bitte ich zu bedenken, daß das Bewältigen des normalen Alltags bei einer körperlichen Beeinträchtigung um einiges mehr Kraft kostet. Ich gehe, wie meine nichtbehinderten Kollegen auch, normal arbeiten, aber bei mir ist dann Abends öfter die Luft raus. Von daher kann man nicht sagen, daß das genau so wäre, wie bei einem Nichtbehinderten.

Viele Grüße

Lisa
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Peter
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

GabySP hat folgendes geschrieben:
Hallo Monika,

Sei so lieb und halte mich auf dem laufenden. Ich wollte auch an die Öffentlichkeit gehen, hatte aber keine Mitstreiter gefunden und bin mir sicher, dass einer allein da nichts ausrichten wird. Wenn du also Mitstreiter suchst-Ich bin dabei!!!

LG Gaby


Da mache ich.

LG Monika

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Peter
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gesa, ja sie kann normal Gas und Bremse bedienen. Automatik funktioniert, das haben wir auf dem Verkehrsübungsplatz ausprobiert.

Es ist "nur" die rechte Hand betroffen. Damit kann sie den Schalthebel nicht bedienen, da an diesem Wagen ein Knopf war, der gedrückt werden muss, um den Hebel zu bewegen. Das funktionierte nicht.

Ich habe Kontakt zu einer "normalen" Fahrschule als auch mit einer Behindertenfahrschule aufgenommen. Letztere ist einfach zu weit weg (hin und zurück 80 km) . Die "normale" Fahrschule sagte, wenn es nur Automatik und ggfs. ein Knauf am Lenkrad wäre, dann könnten sie schulen. Steht und fällt wahrscheinlich damit, was der TÜV dazu sagt, ob z.B. in einer Gefahrensituation mit der rechten Hand die Warnblinkanlage betätigt werden kann bzw. ob das schnell genug geht. Wenn das in den Augen des TÜV`s so ist, wird wohl ein entsprechendes Fahrzeug zum schulen notwendig sein und das haben die "normalen" Fahrschulen nicht.

Und der TÜV sagt, sie schauen sich das erst an, wenn sie einige Fahrstunden genommen hat Shocked Also können wir im Vorfeld ja gar kein Auto anschaffen, weil wir nicht wissen, was letztendlich verlangt wird.

Also irgendwie drehen wir uns im Kreis.


LG Monika

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Sarah. geb. 22.07.01, Hemiparese rechts nach Schlaganfall im Mutterleib
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Peter
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lisa,

an Deinem Argument ist definitiv was dran. So habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich finde, da hast Du absolut Recht.

LG Monika.

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