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Spastik nach Operation
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Steffi030881
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 15:59    Titel: Spastik nach Operation Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich habe eine Frage bzw. hoffe auf Hilfe.
Unser Moritz hatte am 18.07 eine Skoliose OP und hat nun „Magec‘s (Wachstumsstäbe) an der Wirbelsäule fixiert.
Es ist auch alles super gelaufen aber wir haben nun große Probleme mit der Spastik. Am Tag geht es aber das einschlafen ist eine Katastrophe. Sobald er entspannt und schlafen will, schießt die Spastik in die Beine und lässt ihn hoch Schrecken. Das geht über Stunden so.
Mit Absprache der Ärzte hat er nun 5 Nächte eine geringe Dosis Diazepam bekommen. Damit hat er wunderbar geschlafen. Nun sollen wir es ausschleichen lassen und es geht schon wieder los 😞 Eigentlich sollte nach 5 Nächten der Fluch vorbei sein.

Ich gebe noch Pekana Komplex Nr. 15 und massieren die Beine mit Solum Öl. Das hilft alles nicht.

Hat jemand von euch das schon mal mitgemacht und kann uns helfen?
Der Arzt hat gesagt, es ist ein bekanntes Phänomen, da die Spastik sich einen neuen Weg suchen muss, um sich abzuleiten, weil der Rücken plötzlich anders ist und Muskeln durchtrennt wurden.

Sorry für den langen Text aber ich bin verzweifelt.

Liebe Grüße
Steffi

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Moritz geb. 23.02.2010.Vorgeburtliche,beidseitige Hirninfarkte.
Behindertenausweis mit 100% ,muss täglich Keppra nehmen wegen hoher Anfallsbereitschaft ...und hat ein lächeln zum dahinschmelzen Smile

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AndreaR
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Das tönt schlimm Shocked
Weiss nicht ob folgendes weiterhilft, aber trotzdem ein paar Gedanken:

Sind die Schmerzen unter Kontrolle? Könnte man auf die Nacht noch eine Reserve geben?
Hat man gegen die Spastik mal Baclofen versucht? Wir geben es nur in Reserve, wenn Lucia stark unter Spastik leidet, 5mg (bei 24kgKG) und sehen jeweils eine deutliche Entspannung.
Moritz nimmt ja Keppra, könnten es evt. auch Myoklonien sein?

Alles Gute!

Andrea

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Lucia (2004), mehrfachbehindert (spastische Tetraparese) wegen multipler de novo Mikrodeletionen, Isabelle (2006) fit und munter
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Steffi030881
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Gegen schmerzen hat er immer noch Nurofen Saft bekommen. Es geht ihm aber am Tag super. Also kann das nicht so doll sein.
Baclofen hatte er im Krankenhaus nach der OP als es so schlimm war. 3x täglich. Er war nur benommen und es hat keine Besserung gezeigt.
Das Keppra haben wir nun auch schon mit Absprache des Arztes erhöht. Der meinte auch, dass es Myoklonien sein könnten aber der Chirurg ist sich sicher, dass es das nicht ist. Die Erhöhung des Keppras hat auch nichts geändert Sad

Vielen Dank für deine Antwort

Es ist so blöd, wenn man nichts machen kann. Er ist soooo müde, will schlafen und kann nicht Sad

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AndreaR
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Gegen die Spastik gäbe es noch Sirdalud. Und natürlich in extremis auch THC ...
Ich hoffe Ihr bekommt schnell Hilfe!
Andrea

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SandraM.
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
sind andere Ursachen für die Spastiken, wie Entzündungen, Schmerzen, Fehlhaltungen, Überlastung ausgeschlossen?

Es gibt noch andere Medikamente gegen Spastiken:
- Dantrolen (z.B. Dantamacrin)
- Pridinol mesilat (z.B. Myoson Direct)
- Tizanidin hydrochlorid (z.B. Sirdalud)

Dazu kommen noch einige Antiepileptika, die bei Spastiken eingesetzt werden:
- Gabapentin (z. B. Neurontin)
- Carbamazepin (z. B. Tegretal)
- Pregabalin (z. B. Lyrica

Helfen kann eine spastikhemmende Lagerung:
-z.B. in Bauchlage
-z. B. in halber Seitenlage mit einem gestrecktem und einem gebeugten Bein
-z. B. in Seitenlage mit gebeugten Hüften und gebeugten Knien
z. B. in Rückenlage mit einem gestreckten Bein und einem gebeugten Bein mit dem Knie nach außen und den Fuß unter die Kniekehle des anderen Beines

Gegen hohen Tonus kann auch ein Motomed helfen

Alles Gute für dein Kind.

Viele Grüße Sandra

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Sandra *1977, ICP mit leichter Tetraspastik, leichte Gangataxie, Fußgängerin
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Steffi030881
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Also die Ursache wird die OP sein. Vorher hatte er das nicht.
Mir hat nun jemand auf einer anderen Plattform einen Namen dafür genannt. Dystonie. Das hat mir noch kein Arzt gesagt.
Jetzt muss ich gucken, was der Neurologe sagt.
Den Lagerungswechsel hab ich auch getestet. Das was hält geht nach so einer OP 😕
Ich bin euch so dankbar für alle Tipps. Es ist gerade alles ganz doof. Ich hatte die Hoffnung, dass es wieder weg geht aber langsam glaube ich nicht mehr dran

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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,
Steffi030881 hat folgendes geschrieben:
Gegen schmerzen hat er immer noch Nurofen Saft bekommen. Es geht ihm aber am Tag super. Also kann das nicht so doll sein.

unser K. hatte ja gerade seine beidseitige Hüft-Op. Noch im Krankenhaus hat er sich tagsüber vom Nurofen runterdosiert - er wollte es stumpf nicht mehr. Das klappte tagsüber auch sehr gut, da hatte er keine Probleme.
Abends, wenn er schlafen wollte/ sollte, da hatte er auf einmal einschießende Spastiken in den Oberschenkeln/ Hüften ... ziemlich sicher von den Schmerzen. Es ließ nämlich mit Tramal/ Nurofen/ Novalgin (einem davon) immer nach.

Gruß
Jörg

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Steffi030881
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Oh ok. War das auch so, dass er die Beine ruckartig angezogen hat? Also bisschen wie erschrecken ?!
Wobei im Krankenhaus hatte Moritz ja auch starke Schmerzmittel und es trat trotzdem auf.
Wie habt ihr das in den Griff bekommen?

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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi,

ja, er hat immer wieder zusammengezuckt. Ausgehend von den Beinen, die er ruckartig angezogen hat und dann im Oberkörper auch sich zusammengezogen hat, immer mit einem leisen Wimmern verbunden.
Die Schwestern meinten eindeutig, es wäre einschießende Spastik aufgrund der Schmerzen. Bei uns hat es dann geholfen, ihm einige Tage länger abends das Schmerzmittel zu geben, auch wenn er meinte es nicht mehr zu brauchen.
Bis er dann auch ohne Schmerzmittel wieder ganz ruhig nachts geschlafen hat, dauerte es etwa drei Wochen nach der OP, also zwei Wochen nach der Entlassung zu Hause hat er dann wieder ruhig geschlafen.

Ob es das bei Euch ist, weiß ich natürlich nicht ... wenn er es auch unter starken Schmerzmitteln hatte ...

Gruß
Jörg

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r.bircher
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BeitragVerfasst am: 08.08.2018, 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Für mich hört sich das auch ganz klar nach Einschiessender Spastik durch Schmerzen an. Ich hatte mal bei einem Sportunfall einen Nerv eingeklemmt. Das war zusammen mit der Spastik die Hölle. Wenn man ne Wirbelsäule gerade biegt, kann es vielleicht auch sein, dass einige Nerven vorübergehend an einer ungünstigen Position sind. Bei mir hat dann ein starkes Schmerzmittel geholfen, so dass die Spastik nicht mehr auf den Reiz reagierte.

Wenn Spastische Bewegungen starke Schmerzen verursachen ist das eine ganz schlechte Kombination. Bei mir wurde der Nerv wohl durch eine Schutzverspannung eingeklemmt. Die Spastischen Bewegungen haben dann den Nerv noch mehr provoziert. Und die Schutzverspannung löste sich natürlich auch nicht, so lange ich noch schmerzen hatte.

Klar, ist meine Situation mit eurer nicht direkt zu vergleichen. Dennoch könnte es sein, dass vielleicht ein paar Nerven mit dem Ausgang der OP nicht so glücklich sind und vielleicht gibt es auch Schutzverspannungen (Die übrigens dazu da sind, unsere Wirbelsäule zu schützen)

Gruss Raphael

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