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Galileo versus Interferenzstromtherapie (IFR)

 
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Maike_82
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BeitragVerfasst am: 11.07.2018, 13:57    Titel: Galileo versus Interferenzstromtherapie (IFR) Antworten mit Zitat

Liebe Fristen,

ihr kennt es sicherlich alle: Da denkt man, endlich die passende Therapie fürs eigene Kind gefunden zu haben und nach ein paar Wochen kommt ein anderer Therapeut daher und setzt einem einen neuen Floh ins Ohr...

Wir haben im Februar mit konduktiver Förderung nach Petö einhergehend mit Galileo-Training angefangen, zwischendurch das erste Mal Botox in die Arme gespritzt und recht gute Erfolge damit erzielt. M. kann jetzt recht gut sitzen, steht an der Sprossenwand wie 'ne Eins und kann mit der Schiebeleiter und ein bisschen Unterstützung recht gut laufen (für ICP-Verhältnisse). Weil das alles doch sehr aufwendig ist und die Wirkung des Botox bald nachlassen dürfte, haben wir uns teuer ein Galileo-Gerät für zu Hause angeschafft, um den Muskelaufbau, der ja für jeden weiteren Fortschritt unerlässlich ist, voranzutreiben.

Nun hat der Physiotherapeut meiner Mutter erzählt, dass das Galileo-Training umstritten sei, wegen eventueller Gelenkschäden etc. Außerdem gebe es eine viel effektivere Methode. Das EMS-Training (wird gerade viel in Fitnessstudios angewandt). Dazu habe ich mich kurz belesen es aber wegen noch größerer Bedenklichkeit ad acta gelegt. Hinsichtlich einer Elektrotherapie bin ich aber in diesem Forum auf die Interferenzstromtherapie gestoßen, wo Floristin Gela im Jahr 2006 ausführlich darüber berichtete und große Erfolge mit ihrem Sohn verzeichnen konnte.

Nun bin ich entsprechend verunsichert, möchte natürlich das beste für M., aber jetzt nicht kurzerhand sämtliche Therapien wieder umschmeißen und ein weiteres, teueres Gerät für zu Hause anschaffen ohne mich davor gründlich beraten zu lassen.
Von Galileo hatte ich vorher schon einiges und viel Gutes gehört, sowohl während unseres Reha-Aufenthaltes in Hohenstücken, als auch anschließend, als ich mich mit anderen Eltern über Petö ausgetauscht hatte. Von der Intereferenzstromtherapie habe ich heute das erste Mal gelesen, deswegen hoffe ich, dass es hier doch noch ein paar mehr Erfahrungsberichte gibt. Bestenfalls mit beiden - Galileo und IFR.

Vielen Dank schon mal!

_________________
Viele Grüße, Maike

M *09/2015, Zustand nach FMTS und schwerer Asphyxie; ICP, Epilepsie, Mikrozephalie, globale Entwicklungsstörung; Pflegegrad 4, 100% GdB aG, G, H & B

H *10/2017 ausgeglichene, tiefenentspannte Knutschkugel

Unsere Vorstellung: https://www.REHAkids.de/phpBB2/view.....p?t=124607&highlight=
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LovisAnnaLarsMama
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BeitragVerfasst am: 11.07.2018, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Meike,
unsere Physiotherapiepraxis bietet beides an- allerdings machen wir "nur" etwas Gallileo zur Unterstützung und das auch nur sehr vorsichtig, weil der Kleine ab und zu Aussetzer hat, die noch nicht wirklich abgeklärt sind. Unsere Therapeutin meinte dass sich Epilepsie und Gallileo nicht vertragen... Elektrostimmulation machen sie nur bei den Erwachsenen.
Lg LovisAnnaLarsMama

_________________
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009) mit Infektasthma nach Frühgeburt, Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015) Spätfrühchen, Asphyxie, diverse kleine Baustellen, Entwicklungsverzögerung, Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung
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Maike_82
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BeitragVerfasst am: 11.07.2018, 17:02    Titel: Galileo und Epilepsie Antworten mit Zitat

Hm,
in der Praxis, wo M. Galileotraining macht, ist ihre Epilepsie bekannt, aber dennoch haben sie nichts gegen das Training gesagt. Evtl. geht das trotzdem, weil M. sehr gut medikamentös eingestellt ist und keinerlei Anfälle hat seit 10/17.

_________________
Viele Grüße, Maike

M *09/2015, Zustand nach FMTS und schwerer Asphyxie; ICP, Epilepsie, Mikrozephalie, globale Entwicklungsstörung; Pflegegrad 4, 100% GdB aG, G, H & B

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FritzMama
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BeitragVerfasst am: 12.07.2018, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maike,
wir haben uns auch gerade ein Galileo angeschafft.
Die Studienlage sagt eigentlich eindeutig, dass es gut für den Muskel- und auch Knochenaufbau ist. Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass es Fritzis Tiefenwahrnehmung verbessert (durch das Rütteln allein)
Bezüglich Kontraindikation Epilepsie: Galileo triggert keine, sondern der Hersteller fürchtet dass sich der Benutzer im Anfall verletzen könnte (z. B. durch Sturz)

Mit EMS kenne ich mich leider nicht aus, aber ich denke dass das System ähnlich funktioniert, da ja quasi auch massiv viele Muskeln angesprochen werden sollen. Aber da werde ich mich vlt mal in der nächsten Zeit belesen.

Jedenfalls glaube ich, dass du mit dem Galileo eine tolle Therapie hast!

Liebe Grüße

_________________
05/17 pH 6,7 APGAR 1/2/4, schwere Asphyxie, Basalganglien- und Thalamusläsion, dyskinetische Bewegungsstörung, kognitiv ein normaler Einjähriger Smile
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r.bircher
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BeitragVerfasst am: 12.07.2018, 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

Die Dosis macht das Gift zur Medizin. Es ist alles eine Frage des Trainingsaufbaus. Mit Elektroimpuls habe ich Leider noch nie trainiert. Das wollte ich schon immer mal ausprobieren, einfach um die Wirkung mal zu spüren. Ich denke aber beim Elektroimpuls kann man genau so viel Falsch machen wie beim Gallileo.

Viberationsplatten (Gallileo) kenne ich, und verwende ich selbst auch hin und wieder. Ich bin gestandener Leistungssportler und stufe das Gerät als nicht ohne ein. Und ja, falsch angewendet kann es ganz bestimmt zu Gelenkschäden führen.

Auch ist Galileo nicht das Allerweltsheilmittel. Es ist ein Trainingsgerät, nicht mehr und auch nicht weniger. Leute die nur eine Methode in den Himmel heben sind unseriös und haben keine Ahnung von Trainingsaufbau. Es ist also nicht eine Frage der Methode sondern die frage der richtigen Mischung der Methoden.

Gute Trainer arbeiten mit verschiedenen Methoden und Techniken. Die hohe Kunst ist, das ganze richtig zu kombinieren.

Noch zur information. Gallileo bringt eigentlich nichts für den Muskelaufbau. Dafür ist die Belastung zu hoch und zu schnell. Aber es kann zu einer verbesserten Ansteuerung führen, da die extrem schnellen Impulse das Gehirn nicht so einfach ignorieren kann. So kann es natürlich indirekt schon zum Muskelaufbau beitragen. Im Sport wird die Viberationsplatte zur Förderung der Schnellkraft gebraucht. Also um die Schnelligkeit zu erhöhen, nicht die Kraft.

Auf die Gelenke kann es eine Stärkende oder eine Schwächende Wirkung haben. Je nach Dosis. Bei einem Kind mit wenig Muskulatur erträgt es da natürlich weniger als bei einem ausgewachsenen Spitzensportler.

Will Heissen, Viberationsplatten sind nicht schlecht, aber gehören in die Hände von Profis. Es braucht ein komplettes Trainingsprogramm. Die Idee, so eine Platte zu kaufen und dann das Kind hin und wieder draufzustellen ist m.E. Schwachsinn. Natürlich kann das gut gehen, aber der Schuss kann auch nach hinten los.

Nur meine offene Meinung dazu.

Gruss Raphael

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