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Krankenkassenwechsel plötzlich abgelehnt
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 27.06.2018, 15:23    Titel: Krankenkassenwechsel plötzlich abgelehnt Antworten mit Zitat

Hallo,

heute bekamen wir von der aktuellen Krankenkasse ein Schreiben, wo uns mitgeteilt wurde, dass nach dem aktuellen Krankenkassenwahlrecht kein Krankenkassenwechsel durchgeführt werden kann. Mein Sohn bleibt entweder bei der alten Krankenkasse (wo er weg möchte) oder wir müssen uns für eine Krankenkasse am Wohn- oder Beschäftigungsort entscheiden.

Das fällt der Krankenkasse ja früh ein, denn wir haben schon die Versichertenkarte bekommen und die WfbM hat Beiträge gezahlt.

Wir hatten letzte Woche den Pflegeberatungseinsatz hier. Das wurde natürlich an die jetzige Krankenkasse geschickt. Auch den Pflegebescheid habe ich denen zukommen lassen. Pflegegeld bekommt mein Sohn wohl dann erst einmal nicht.

Habe auch eine Abmeldung der alten Krankenkasse.

Wieso hat man meinen Sohn erst überhaupt in die Krankenkasse aufgenommen? Was nun?

Ich habe jetzt die WfbM angeschrieben, dass sie meinen Sohn an einer Krankenkasse am Wohnort versichern sollen. Hoffentlich liegen wir noch in der Frist drin, wo das möglich ist.

Was muss ich jetzt noch beachten? Shocked

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Viele Grüße,
Mellie
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 27.06.2018, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mellie,

kann das bei euch nicht einfach mal einfach laufen? Zu wann war der KK-Wechsel? Zum 1. Juni oder zum 1. Juli? War die gewählte KK am Ort des BBW? War dein Sohn zum Zeitpunkt des Wirsamwerdens des Wechsels schon in der Werkstatt und die neue KK wusste das?

Vielleicht hilft euch § 175 Absatz 4 Satz 9 SGB V weiter:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__175.html

Zitat:
Die Krankenkassen können in ihren Satzungen vorsehen, dass die Frist nach Satz 1 nicht gilt, wenn eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse der gleichen Kassenart begründet werden soll.

Wenn ihr z. B. die AOK A (am Ort der Werkstatt) gewählt habt, könnt ihr unproblematisch in die AOK B (am Wohnort) wechseln, wenn das die Satzung vorsieht.

Eigentlich sehe ich das so: wenn ihr zum 1. Juni gewechselt habt und die KK wusste, dass ein Wechsel vom BBW in die Werkstatt erfolgen soll, so ist nach Ausstellen der Mitgliedsbescheinigung der Wechsel erfolgreich durchgeführt worden und ein neuer Wechsel (außer nach § 175 Absatz 4 Satz 9 SGB V) ist erst nach 18 Monaten möglich. M.E. kann die KK nicht anfechten.

War der Wechsel zum 1. Juli geplant, so ist die Wahl der neuen KK gescheitert und ihr müsst der alten KK rechtzeitig die Mitgliedsbescheinigung einer wählbaren KK einreichen.

Trifft auf euch § 173 Absatz 4 SGB V zu und bringt es auch weiter?

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__173.html

Zitat:
Nach § 5 Abs. 1 Nr. 5 bis 8 versicherungspflichtige Jugendliche, Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, behinderte Menschen und nach § 5 Abs. 1 Nr. 11 und 12 oder nach § 9 versicherte Rentner sowie nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 versicherte behinderte Menschen können zusätzlich die Krankenkasse wählen, bei der ein Elternteil versichert ist.

Viele Grüße Kaja
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 27.06.2018, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kaja,

es wäre zu schön, wenn es bei uns mal einfach laufen würde. Smile

Ich habe wohl den Fehler gemacht, dass ich eine Krankenkasse für meinen Sohn gewählt habe, die in einem anderen Bundesland ihren Sitz hat.

Zwischen dem BBW und der WfbM war mein Sohn familienversichert. Der Wechsel fand Mitte Mai 2018 in die Pflichtversicherung statt. Von Februar bis Mitte Mai 2018 war mein Sohn familienversichert. Ich habe der WfbM eine Mitgliedsbescheinigung der alten Krankenkasse vorgelegt und die WfbM hat meinen Sohn bei der Wunsch-Krankenkasse angemeldet. Danach bekam mein Sohn eine Versichertenkarte ausgestellt. Er ist also seit Mitte Mai 2018 dort Mitglied. Jetzt ist aber der Krankenkasse aufgefallen, dass er eigentlich gar nicht Mitglied sein darf. Confused

So wie es aussieht, müssen wir jetzt eine Zweigstelle hier am Wohnort/Bundesland nehmen. Das müsste doch jetzt über die WfbM laufen, d. h. sie müssen ihn bei der Krankenkasse anmelden.

Ich habe aber von der alten Krankenkasse eine Mitgliedsbescheinigung bis Mitte Mai 2018 und auch die Bestätigung, dass er dort kein Mitglied mehr sei.

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Viele Grüße,
Mellie
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 27.06.2018, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mellie,

damit ist dein Sohn Mitglied der neuen KK. Das er das nicht sein kann, hätte der KK früher auffallen müssen - jetzt kann sie die Aufnahme nicht mehr anfechten. Schau mal in die Satzung der neuen KK - wenn da § 175 Absatz 4 Satz 9 SGB V Anwendung findet, kannst du ihn in der richtigen KK anmelden. Das muss nicht die Werkstatt tun - sie berücksichtigt die neue KK nur im Rahmen der nächsten Lohnabrechnung.

Viele Grüße Kaja
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 27.06.2018, 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kaja,

vielen Dank für Deine Antwort. Das gucke ich mir morgen in Ruhe an, ob es zutrifft. Was muss ich der richtigen Kasse an Unterlagen vorlegen?

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Mellie
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 28.06.2018, 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Kaja hat folgendes geschrieben:

damit ist dein Sohn Mitglied der neuen KK. Das er das nicht sein kann, hätte der KK früher auffallen müssen - jetzt kann sie die Aufnahme nicht mehr anfechten.


Hallo Kaja,

ich habe mich jetzt dafür entschieden, dass mein Sohn bei der Krankenkasse bleibt und hoffe darauf, dass man die Aufnahme nicht rückgängig machen kann.

Heute morgen rief die WfbM an und teilte mir mit, dass sie von der Krankenkasse keine Mitgliedsbescheinigung erhalten haben. Surprised Ich habe die Krankenkasse nach § 175 Abs. 2 Satz 1 SGB V aufgefordert eine Mitgliedsbescheinigung auszustellen. Weiterhin habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Aufnahme der Mitgliedschaft in ihrer Krankenkasse nicht mehr anfechten können u. a. weil sie die Sozialversicherungsbeiträge entgegen genommen haben und eine Versichertenkarte ausgestellt haben. Ist das so richtig?

Ich habe nämlich schon der Anwältin wegen der Pflegeklage die neue Krankenkasse mitgeteilt. Und von dort wurde es ans Sozialgericht geleitet. Wenn wir jetzt wieder wechseln bringen wir nur noch mehr durcheinander. Rolling Eyes

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Mellie
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BeitragVerfasst am: 29.06.2018, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

habe eben noch einmal eine Email erhalten, wo mir mitgeteilt wird, dass mein Sohn dort nicht versichert werden kann. Daraufhin fragte ich, warum er eine Versichertenkarte/Gesundheitskarte bekommen hat.
Antwort:
Zitat:
Die Gesundheitskarten werden leider automatisch ausgestellt, sobald wir eine Anmeldung erhalten. Da die Prüfung einige Zeit in Anspruch nimmt, können wir dies leider nicht verhindern
Jetzt erreiche ich telefonisch nicht den Sachbearbeiter der WfbM, damit ich besprechen kann, wie es weitergeht. Er muss jetzt hier vor Ort versichert werden und ich möchte auf keinen Fall zu der Krankenkasse zurück, wo wer weg soll. Rolling Eyes

Nachtrag:
Ich habe jetzt meinen Sohn online bei der Krankenkasse hier am Wohnort angemeldet. Mal abwarten, was passieren wird. Confused

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Susanne Th.
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BeitragVerfasst am: 29.06.2018, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melli,

die Kündigung bei einer Krankenkasse wird nach Ausspruch erst zum Ende des übernächsten Monats gültig, Voraussetzung ist die Vorlage einer Bestätigung der Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse. Also ist Euer Sohn, solange ihr keine anderweitige Mitgliedschaft vorweisen könnt, noch bei Euch versichert. Auch der Aufhebungsbescheid für das Pflegegeld kann erst mit neuer Mitgliedschaft wirksam werden. Kündigung also unwirksam. Solange läuft alles weiter, lässt sich bestimmt telefonisch klären.

Wie es weitergeht- ihr wählt umgehend eine andere Krankenkasse, sonst versichert die WfbM bei einer Kasse ihrer Wahl.

Ablehnung der Mitgliedschaft zunächst der alten KK zukommen lassen, Montag bei einer KK vor Ort vorstellig werden. Die Beiträge sind nicht Dein Problem, verrechnen die Krankenkassen untereinander...

Haben wir auch schon so erlebt, klärte sich aber eigentlich ganz unproblematisch..

Viel Glück!
LG
Susanne
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 29.06.2018, 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,

bei uns ist es etwas anders. Mein Sohn war vorher über meinen Mann versichert. Und aus einer Familienversicherung kann man jederzeit wechseln, wenn man Pflichtmitglied wird. Mein Sohn musste gar nicht kündigen, sondern konnte sich eine Krankenkasse aussuchen. Aus der alten Krankenkasse ist er definitiv draußen. Wir mussten die Karte zurückgeben und haben auch eine Bescheinigung über das Ende der Mitgliedschaft. Wir haben jetzt nur die eine Gesundheitskarte von der Krankenkasse, die ihn nicht aufnimmt. Rolling Eyes Ich behalte die Gesundheitskarte der Krankenkasse jetzt solange bis wir eine Karte von der Krankenkasse haben, die für meinen Sohn zuständig ist. Vielleicht meldet sich ja heute noch die Krankenkasse. Es geht ja jetzt um fast 7 Wochen, die er ohne Versicherung ist. Mad

Die WfbM habe ich darüber informiert, dass die Krankenkasse ihn abgelehnt hat und wir jetzt am Wohnort eine Anmeldung laufen haben.

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Mellie
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Susanne Th.
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BeitragVerfasst am: 29.06.2018, 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melli,

war bei uns ähnlich, Tochter begründete Mitgliedschaft in der GKV, vorher in privater Familienversicherung meines Mannes. Aufnahme in der gewünschten KK nicht möglich, ergo -zunächst- der Verbleib in der Familienversicherung, da keine wirksame Mitgliedschaft in der GKV gegründet war..
Auch eine Familienversicherung endet erst, wenn eine neue Mitgliedschaft nachgewiesen wird- Eure ist nicht wirksam, also übergangsweise weiterer Verbleib in der PKV- meiner Erinnerung nach bekamen wir einen Monat Zeit, eine neue KK zu suchen..

LG
Susanne
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