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Berufsbildungswerk gescheitert?
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Petra62
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BeitragVerfasst am: 24.06.2018, 08:39    Titel: Berufsbildungswerk gescheitert? Antworten mit Zitat

Hallo meine Lieben
Es gibt mal wieder Sorgen. Vorgestern bekam ich einen Anruf vom Bildungsbegleiter von T. Nachdem er die Erprobung in seinem Wunschberuf gemacht hat, kommt man zum Ergebnis, es klappt nicht bei ihm. Nach insgesamt fast 2 Jahren BBW hatte ich mir was anderes erhofft. Da wir ja die Diagnose erst 2016 bekamen und man keine Therapieplätze zaubern kann, hatte dies noch keinen Erfolg. Der BB meint, er müsseerst eine Therapie machen ,um dann an eine Ausbildung denken zu können. Es hapert an allem, Pünktlichkeit, Hygiene, Körperlicher Belastbarkeit, Geistige Leistung. Mittlerweile hat er alle Berufsfelder durch, nichts scheint geeignet. Eigentlich ist T. sehr klever, kommt mit Sachen raus, da staunt man. Und er will ja auch. Nun die frage, was kommt jetzt ? Wie soll ich einen Therapieplatz finden, wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht ? Habt ihr Ideen ? Langsam verzweifle ich....

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Viele Grüße
Petra
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Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
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helena_muc
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BeitragVerfasst am: 24.06.2018, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Ist Dein Sohn in einem BBW, welches direkt auf Jugendliche mit Autismus spezialisiert ist? Falls nein, wäre ein Wechsel in ein anderes BBW vielleicht eine Option, bevor man die Ausbildung ganz abbricht. Im Übrigen hat ja die Agentur für Arbeit da auch ein Wort mitzureden.


Viele Grüße
von
helena

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Petra62
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BeitragVerfasst am: 24.06.2018, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Helena
Mein Sohn hat ja das Werk wegen der Erprobung schon gewechselt.
Sein Wunschberuf wurde in dem ersten Werk nicht angeboten. Im neuen Werk ist man auf Autisten spezialisiert.
Eine Ausbildung hat er noch nicht begnnen können, wegen seiner Defizite.
Das Problem war, er hatte an dem Ort seines ersten Werkes einen Therapieplatz sicher, dann kam der Wechsel. Also, Platz weg. Das neue Werk ist 200 km von uns entfernt. Dort einen neuen Therapieplatz zu bekommen, aussichtslos. Außerdem finde ich diese Wechselei mehr als kontraproduktiv.
Der Bildungsbegleiter meinte, er solle erst eine Autismustherapie machen und dann neu starten. Nur was macht er während dieser Zeit ? Und bekomme ich den Platz zurück ?

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Viele Grüße
Petra
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Charlotte4444
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BeitragVerfasst am: 24.06.2018, 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bist du denn der Meinung, dass die Einschätzung des Berufsbildungswerks stimmt?

Schätzt du deinen Sohn wirklich so ein, dass er momentan nichts außer Therpaie hinbekommen kann? Kein Praktikum, kein Schulbesuch, keine Ausbildung, Job, FSJ,..? Auch nicht, wenn ihn jemand zur Arbeit bringt und in der Arbeit begleitet? So was wäre ja über Assistenz durchaus umsetzbar. Bei einem verständnisvollen Chef ? Vielleicht in Teilzeit?

Ich bin immer recht misstrauisch, wenn junge Autisten mit durchschnittlicher Intelligenz und guten Fähigkeiten in einigen Bereichen und ohne schwere Begleiterkrankungen (z.b schwere, akute Depressionen) zu "nichts außer Therapie" in der Lage sein sollen. Solche Einschätzungen stimmen meiner Meinung nach bei weitem nicht immer. Manchmal stimmt es natürlich, aber oft ist es eine Sache des Blickwinkels und der Umstände.

Viele Grüße,
Charlotte
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Charlotte4444
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BeitragVerfasst am: 24.06.2018, 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich möchte nochmal was klarstellen, was ich ungeschickt ausgedrückt habe.

Ich bezweifle nicht, dass dein Sohn Defizite in Sachen Hygiene und Pünktlichkeit hat. Aber ich bezweifle, dass diese Defizite eine Ausbildung unmöglich machen. Solche Dinge lassen sich über Assistenz ganz gut lösen.

Die Assistenz könnte z.b jeden Morgen kommen, die morgendliche Hygiene begleiten und dafür sorgen, dass er sich rechtzeitig auf den Weg zur Arbeit macht. Wenn dann noch ein Fahrdienst organisiert wird, ist dein Sohn schon mal gesichert pünktlich und sauber bei der Arbeit.

Viele Grüße,
Charlotte
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Anjali
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BeitragVerfasst am: 25.06.2018, 07:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe zugegebenermaßen keine Erfahrung mit BBW,
hatte aber ähnliche Gedanken wie Charlotte.

Mich wundert es etwas, dass man in einem BBW, das ja auf Autisten spezialisiert ist, anscheinend so hohe Anforderungen an die alltagspraktischen Kompetenzen junger autistischer Auszubildender stellt.
Hätte man die mangelnde Hygiene und die Unpünktlichkeit nicht vor Ort irgendwie „angehen“ müssen/können?

Sieht man im BBW auch keine Chance mehr für deinen Sohn?
Oder entspricht das „nur“ der Auffassung des Bildungsberaters?
Ich würde ggf. direkt mit dem BBW (bzw. mit den Betreuern/Ansprechpartnern vor Ort) Rücksprache halten und mir deren Einschätzung geben lassen.

Vielleicht wäre eine Assistenz ja eine Option.

Eine Autismustherapie bzw. eine Förderung der Alltagskompetenzen (Hilfe zur Selbsthilfe, Strukturierungshilfen etc.) kann ja durchaus sinnvoll sein.
Nach erfolgter Ausbildung „will“ ja auch der Berufsalltag gemeistert werden.

Ob eine Therapie/Förderung aber unbedingt zum jetzigen Zeitpunkt erfolgen müsste, könnte ja ggf. noch einmal erörtert werden.

Inwieweit eine Autismus-Therapie in punkto körperlicher Belastung und geistiger Leistung Veränderungen bewirken könnte, sei dahingestellt.
Diese Faktoren müssten vielleicht eher auf Aufbildungsebene berücksichtigt werden.

Vielleicht kann man dir im BBW eine verbindliche Auskunft darüber geben, ob der Platz im Falle einer therapiebedingten Abwesenheit „gesichert“ werden könnte.

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Viele Grüße
Anja


Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 25.06.2018, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

soweit ich gelesen habe, kann man eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme längstens nur 18 Monate absolvieren. Ob man jetzt aufgrund der fehlenden Autismustherapie doch noch einmal eine Verlängerung bekommen kann, würde ich erfragen. Dann sollen sie es auch so in den Bericht reinschreiben, da sich die Arbeitsagentur nach den Aussagen des BBW richtet.

Viele Alternativen bleiben sonst leider nicht. Wende Dich doch noch einmal an den Integrationsdienst.

Sonst bleibt noch die WfbM. Das muss auch nicht das Ende sein, denn dort werden in den ersten zwei Jahren auch alle Fähigkeiten noch einmal genau durchleuchtet und geguckt, in welchen Bereicheb man "arbeiten" kann. Es gibt dort Außenarbeitsplätze oder wenn man Glück hat, wird man in einen Betrieb vermittelt.

Aber ich würde erst auch einmal alles andere an Möglichkeiten ausschöpfen bevor ich an die WfbM denken würde, wenn Du der Meinung bist, dass Dein Sohn durch eine Therapie eine Ausbildung oder Ähnliches schaffen könnte. Wink

Zu Hause bleiben und 1x die Woche zur Autismustherapie zu gehen (als Beispiel) kann ja auch nicht die Lösung sein. Unsere Jungs müssen gefördert/gefordert werden.

Viel Erfolg bei einer Lösung. Very Happy

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Viele Grüße,
Mellie
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Petra62
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BeitragVerfasst am: 25.06.2018, 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Mellie
Genau so sehe ich es auch. Das mit der Therapie ein erfolg erziehlt werden kann, ist die Meinung des Bildungsbegleiters. Da die diagnose so spät gestellt wurde, konnte mein Sohn ja noch nichts in dieser Richtung genießen. Das Problem wird sein, er will unbedingt eine Ausbildung im elektro Bereich machen. Ich hffe, er versteht es, das es so nicht klappt. Es hängt ja noch mehr davon ab.
Habe heute morgen mit dem Leiter unserer WfbM gesprochen. Ausbildungsplätze haben sie leider nicht. Aber er denkt auch, man könnte es probieren. Ich warte jetzt mal den Bericht und das Gespräch mit der Rehaberaterin ab. Mal sehen welche Ideen sie hat. Ich sehe nur keinen Sinn darin, meinen Sohn in einem BBW zu belassen, in dem er keine Perspektive hat. Die Nachteile, lange Fahrtzeit, keine Aussicht auf einen Therapieplatz, einen Beruf den er nicht mag. Und Freunde hat er nach 4 Monaten auch noch nicht gefunden. Auf der anderen Seite, zurück in sein altes werk, keine Perspektive auf einen Beruf, aber vertraute Umgebung und seine Freunde, kurze Fahrtzeit. Mal sehen, was die AA daraus macht. Smile

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Petra
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 25.06.2018, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

oder gibt es im alten BBW noch die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzumachen? Das würde dann nicht über die Arbeitsagentur laufen Dann könnte man noch etwas Zeit überbrücken und die Autismustherapie kann von dort aus starten. Danach kann man immer noch sehen, wie es weitergehen wird.

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Mellie
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Petra62
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BeitragVerfasst am: 25.06.2018, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mellie
Ich weiß nicht ob das geht. Er müsste dann ja auch dort im Internat wohnen. Eigentlich hätten sie im Werk schon längst darauf kommen können. Aber... das ist wieder was, das T. überfordert. Weißt du, morgens pünktlich aufstehen, Physiotherapie, Schule, Essen, Gruppengespräche, Körperpflege, andere Therapien. Das ist ein bisschen viel für einen Autisten.
Er will so gerne einen Ausbildung machen, nur im Moment sehe ich das nicht. Ich muss jetzt auf die AA warten. Das letzte Wort kommt von dort und dem BBW.

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