REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
SuchenSchnellsuche:  
Diagnose bzgl. Sprechstörung
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Sprache und Kommunikation
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Sheila0505
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 02.03.2017
Beiträge: 628

BeitragVerfasst am: 18.06.2018, 19:24    Titel: Diagnose bzgl. Sprechstörung Antworten mit Zitat

Hallo, ich wollte mal von Euch wissen wie lange es in etwa gedauert hat bzw. wie alt eure Kinder waren, bis sprachtherapeutisch klar wurde, welche Art von Sprechstörung hinter der Problematik steckt. Interessehalber Smile

Ich habe hier nun schon einige Beiträge gelesen, welche darauf hinweisen, dass die meisten Störungen erfolgreich therapiert werden können und die meisten Kinder zur "normalen" - zumindest aber "annähernd normalen" Sprache finden. Ist das eurer Erfahrung nach wirklich so?

Wäre natürlich wünschenswert Smile

Speziell über das Störungsbild der "Dysarthrie" habe ich z.B. noch keinen einzigen Erfahrungsbericht von betroffenen Eltern bzgl. Entwicklung finden können.

Falls hier jemand einen Erfahrungsbericht diesbzgl. hat, würde ich mich sehr darüber freuen (interessehalber).


Liebe Grüße, Sheila
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 20.03.2007
Beiträge: 3450
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 18.06.2018, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sheila,

bei uns war es so, dass es bereits mit 3 Auffälligkeiten gab, eindeutige... die endgültige Diagnostik aber erst mit 5 gemacht werden durfte... - allerdings habe ich inzwischen hier gelesen, dass sich hier die Diagnositk bereits weiter entwickelt hätte und bereits mit 4 eindeutige Diagnosen gestellt werden!

Denke, das wird auch bei euch etwa so sein...

LG
Silvia

_________________
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sheila0505
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 02.03.2017
Beiträge: 628

BeitragVerfasst am: 19.06.2018, 06:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvia, danke für Deine Antwort.
Mir ist jetzt nicht so ganz klar, ob du von AVWS sprichst (Signatur) oder doch von spezifischen Sprechstörungen.
Unser Kleiner ist erst 3 Jahre und die Sprachentwicklungsstörung zeichnete sich schon früh ab. Seit ungefähr einem 3/4 Jahr bekommt er Logopädie. Allerdings sind wir durch einen Praxiswechsel erst seit einem halben Jahr logopädisch gut angekommen. Sagen kann die Therapeutin noch nicht viel. Sie meinte nur, dass es manchmal den Anschein macht, als sei er extrem verzögert und teilweise auf dem Stand eines einjährigen. Sie meint, es kann dauern bis sich herauskristallisiert woran es liegt, zum jetztigen Zeitpunkt ist es noch zu früh.

Liebe Grüße, Sheila
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Angela77
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 02.09.2010
Beiträge: 8796

BeitragVerfasst am: 19.06.2018, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sheila,
bei uns ist immer noch nicht zu 100% klar, warum Sohnemann gar nicht sprechen, aber super verstehen und mit guter Rechtschreibung tippen kann ...
Bene kann auch nicht ausspucken, den Mund auf Bitte gezielt öffnen oder Dingen ablecken ... Er kann aber super kauen und schlucken und speichelt auch nicht ...
Demnächst beginnen wir nochmal mit einer Logo, primär damit er das Ausspucken lernt und sich nicht beim nächsten Magen-Darm-Virus wieder eine Speiseröhrenentzündung Shocked Shocked Shocked einfängt, weil er das Erbrochene verzweifelt schluckt, weil Spucken nicht funktioniert Shocked
MRT ist völlig OK, seine Epilepsie kann in seltenestens Fällen aber auch zur Sprechapraxie führen ... Im Grunde weiß keiner genau, was da los ist Shocked

LG
Angie

_________________
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sheila0505
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 02.03.2017
Beiträge: 628

BeitragVerfasst am: 19.06.2018, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angela, oh man das klingt echt zermürbend. Von Dir/Euch habe ich ja schon einiges gelesen hier bei REHAkids und lese auch immer wieder gerne deine Beiträge zum Thema S/SES.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass das nicht Usus ist und es bei euch ein echt seltener Fall ist, dass man gar nicht sagen kann woran es liegt. Oder was meinst du?
Ich stelle mir das, über diesen langen Zeitraum hinweg, jedenfalls echt zermürbend vor Sad

Da kann ich noch gar nicht mitreden, da unser Kleiner ja erst 3 J alt ist. Ich hoffe aber schon, dass man in naher Zukunft differenziertere Aussagen treffen kann und sich die Ursache schon irgendwann abzeichnen wird.

Unser Kleiner kann durchaus schlucken und mit dem Essen hat er auch keine Probleme, auch wenn er die Apfelschale/Brotrinde abgeschnitten haben möchte (das wollen ja sehr viele Kinder und ist nicht sonderlich ungewöhnlich), Essen wieder aus dem Mund fallen lässt - absichtlich. Fleisch zum Beispiel kaut er eine zeitlang und dann spuckt er es wieder aus. Viele Sachen schluckt er allerdings nahezu ungekaut. Gummibärchen zum Beispiel oder auch Beeren.

Mit der Zungenkoordination hat er Probleme, was sich auch schon früh abzeichnete. Seine Zunge war damals schon (mit 1-2 Jahren) immer irgendwie schief im Mund. Heute ist sie das zwar nicht mehr so auffällig, aber das gezielte Steuern der Zunge fällt ihm schwer. Übung zeigt aber schon Erfolge.

Heute war z.B. gar kein guter Tag bei uns. Ich bin ziemlich erledigt, manchmal fühle ich mich teilweise echt etwas ohnmächtig mit seinen Wutanfällen, weil es so sehr anstrengend ist.
Seit Neuesten versucht er verzweifelt aus Wut zu spucken, es mag ihm aber einfach nicht gelingen. Er kann die Spucke nicht sammeln und ausspucken - da kommen dann nur Zischlaute aus seinem Mund und er bewegt den Mund auch merkwürdig. Also so wie er den Mund dazu bewegt, irgendwie breit und geöffnet, kann es ja auch irgendwie gar nicht gelingen. Zumindest sehen seine Spuckversuche seltsam aus.

Natürlich schlägt er auch und wirft Gegenstände um sich (Steine, Schaufeln, Sand, Schuhe oder er räumt mit einem Wusch den ganzen Tisch ab, schmeißt um was ihm in die Quere kommt), er wirft sich hin, schreit bis er kurz vorm Erbrechen ist und reißt sich los. Es ist dann kein rankommen mehr. Heute gab es dann gleich mehrere Frustsituationen, welche geballt hintereinander auftraten. Dementsprechend schwieriger war es für ihn (und für mich) und die Spuckversuche waren heute wirklich extremer als sonst.

Leider fehlen ihm buchstäblich auch die Worte und das macht alles nur noch schlimmer. Gebärden sind in diesen Situationen leider ganz weit weg - irgendwo auf einem anderen Stern. Das Einzige was er heute verzweifelt rausbekommen hat in seinem letzten Frustanfall, waren die Worte "Ma Dada (+Lippenbrummen)" was so viel heißt wie "Oma Auto Fahren". Das wiederholte er dann schreiend, weinend, nach Luft schnappend in seinem rund 40 minütigen Anfall nonstop.
Sehr frustrierend.

Sorry das gehörte jetzt eigentlich alles gar nicht in diesen Thread. Aber es hatte jetzt gut getan, es mal runter zu schreiben.

Liebe Grüße, Sheila
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Angela77
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 02.09.2010
Beiträge: 8796

BeitragVerfasst am: 19.06.2018, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sheila,
bin leider sehr in Eile, aber ja, es muss extrem selten sein, wenn sogar Ärzte in Fachkliniken um Info bitten für den Fall, dass "Sie jemals herausbekommen, was ihr Sohn schlussendlich hat". Genetik auch ohne Befund, allerdings können Punktmutationen nicht ausgeschlossen werden.
Für deinen Kleinen: Wie wäre es mit UK per Talker-App? Gesten gehen hier gar nicht. Selbst das Nicken hat er erst vor kurzem erlernt und man sieht, dass er dabei über die Bewegung nachdenken muss Shocked

LG
Angie

_________________
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
LovisAnnaLarsMama
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 12.10.2016
Beiträge: 491

BeitragVerfasst am: 20.06.2018, 07:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sheila,
die Spuckphase ist hier gerade auch ausgebrochen... bei uns geht es um Aufmerksamkeit, die die Geschwister bekommen und er in diesem Moment nicht. Die findet es natürlich nicht so toll permanent in einem Spuckenebel ihres Bruders zu sein. Weil er nicht mitmachen/ mitreden kann wird dann alles niedergebrüllt oder er wird direkt übergriffig und kneift, kratzt, beisst...
Da die Trotzphase gerade erst ausgebrochen ist, vermute ich, dass da auch noch viel Steigerungspotential besteht.
In solchen Momenten bin ich sehr froh, dass der Kindergarten einen Teil der Arbeit übernimmt. Da die beiden Großen auch in anstrengenden Entwicklungsphasen sind, brauche ich abends immer sehr viel Schokolade Wink
Bei uns läuft die Sprachstörung gerade unter Orofaciale Dysfunktion und Expressive Sprachentwicklungsstörung...
Lg LovisAnnaLarsMama

_________________
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
UrsulaK
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 10.03.2007
Beiträge: 697

BeitragVerfasst am: 20.06.2018, 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sheila,

mein Sohn war schon 6, als wir eine Diagnose für seine Sprach- und Sprechstörung bekamen. Vorher waren wir 4 Jahre bei einer niedergelassenen Logopädin, die leider bei meinem Sohn die VED nicht erkannt hat. Die übliche Logo (bei uns Spieltherapie nach Zollinger) hilft bei dieser Sprechstörung nicht sehr viel.
Als er fast 6 Jahre alt war, hat er nur undeutlich ca. 4 Wörter gesprochen. Ich erinnere mich das dabei auch "noch a" dabei war für "noch was" oder "noch mal".
Ich wollte damals jedoch noch nicht aufgeben und über eine Erzieherin im Kindergarten bekam ich den Tip mit Baiersbronn. Gleich in der 1. Therapiestunde wurde mir dann gesagt, das er eine VED hat. Behandelt wurde dann mit der Assoziationsmethode nach McGinnes. Das half! Mein Sohn hat langsam Schritt für Schritt gelernt, gezielt einzelne Laute auszusprechen, es kamen Silben dazu und zunächst einfache Wörter.
Leider hat sich dann herausgestellt, das er auch Dysgrammatismus hat. Außerdem hatte er schon immer auch eine Orofaciale Dysfunktion.
Mit 8 Jahren kam dann die Autismus-Diagnose hinzu. Das heißt auch die Pragmatik ist bei ihm betroffen.
Ich selbst bin in den letzten 7 Jahren zum Sprachtherapeuten mutiert. Im Moment arbeiten wir an Nebensätzen, Fragen stellen und deutlichere Aussprache.
Irgendwie waren auch immer wieder Fortschritte bei ihm da. Ob er allerdings jemals "normal" sprechen wird? Vermutlich eher nicht.
Mein Ziel ist eher, das er möglichst gut kommunizieren lernt.

VG, Ursula

_________________
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sheila0505
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 02.03.2017
Beiträge: 628

BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo entschuldigt bitte die späte Antwort.

@Angela: Also das mit der TalkerApp hätte ich nun angepeilt. Allerdings hatten wir inzwischen wieder Logo und sie meinte, das wäre zu früh. Wir warten nun noch die Eingewöhnung ab und geben ihm noch ein wenig Zeit um zu sehen wie es in der Kita wird. Sollte es darauf hinauslaufen, dass er aufgrund fehlender Sprechproduktion Schwierigkeiten haben sollte, sozialen Anschluss zu finden/aufzubauen, dann werden wir erneut darüber sprechen. Sie meinte, dass bei unserem Kind durchaus Potenzial vorhanden ist, weil wir Fortschritte haben. So schafft er es mittlerweile in der Logo vermehrt, vereinzelt auf Silbenebene Laute nachzusprechen "Mi, Me, Mo, Ma" usw.

Mit solch raschen Fortschritten hätte sie nie gerechnet. Sie hatte dafür mehrere Monate angesetzt, aber es ging rückblickend doch viel zügiger. D.h. zum jetzigen Zeitpunkt möchte sie so fortfahren und ihm zusammen mit Kitastart, Fachdienst (Logo/Heilpädagogik/UK bzw GuK) und Logo Zeit geben. Sie meint, man könne jetzt im Moment noch nicht sagen, wie weit er sprachlich langfristig kommen wird bzw. wie er sich sprachlich entwickeln wird. Aber es zeigt sich durchaus Potential - positiver Natur. Ich hoffe natürlich, dass doch alles irgendwann "problemlos" wird. Ich weiß aber nicht, ob diese Hoffnung realistisch ist.
Und nächste Woche haben wir zusätzlich noch einen SPZ Termin bei einer SPZ Logopädin im Rahmen des Heidelberger Elterntrainings. Dort wird sicherlich auch auf den momentanen IST-Stand eingegangen und Tipps und Empfehlungen gegeben. Bin schon sehr gespannt auf diesen Termin.

Wenn wir das mit der Talkerapp später doch machen, dann muss ich eh erst unser altes IPad vorbereiten (cleanen), Schutzhülle besorgen und ganz wichtig: Die Scheibe austauschen lassen, da diese leider durch einen Sturz einen Riss hat. Das dauert eh alles seine Zeit und damit fange ich jedenfalls sicherheitshalber schon mal an. Und ich kann mich in Ruhe mal mit den Apps beschäftigen, falls wir irgendwann doch darauf zurück kommen sollten. Ich danke dir jedenfalls vielmals Smile

@LovisAnnaLarsMama: Ich musste jetzt Schmunzeln, denn Schokolade ist auch manchmal zu meiner Insel geworden. Früher habe ich vllt eine Tafel im ganzen Jahr geschafft, heute schaffe ich locker eine Tafel am Tag *gg

@Ursula: Oh ja, VED fällt ja leider oft erst durch jahrelange Therapieresistenz auf :-/ Das tut mir so leid, dass ihr so viel kostbare Zeit verloren hattet. Wahnsinn das man die VED in Baiersbronn schließlich sofort (Stunde 1) als Solche erkannt hatte. Ohne REHAkids hätte ich wohl auch lange Zeit nichts über VED gewusst, bis ich irgendwann vllt. von selbst durch Suchen auf diese Sprechstörung gestoßen wäre. Ob es das bei uns ist (bzw kindliche Sprechapraxie)? Keine Ahnung, ich weiß es nicht.

Zollinger hatte uns auch nicht voran gebracht :-/ Gar nicht.

Liebe Grüße und Danke Euch Allen,

Sheila
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
UrsulaK
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 10.03.2007
Beiträge: 697

BeitragVerfasst am: 23.06.2018, 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sheila,

das die VED bei unserem Sohn so spät erkannt wurde, wird mich vermutlich noch bis ins Grab ärgern!

Zur Sprachförderung zu hause, kann ich empfehlen auch mit dem IPad zu arbeiten. Damit meine ich, daß man das Ipad nicht primär dazu einsetzt, damit das Kind damit kommuniziert, sondern man nutzt das Ipad um die Lautsprache voran zu bringen. Im Prinzip setze ich das Ipad auch bei uns zuhause so ein.

In einem anderen Thread wurden von der Useren Silvi ja schon Beispiele von Apps genannt, die dafür geeignet sind, die App Grace (läuft auch auf dem Handy) wäre auch eine Möglichkeit. Das könnte man dann zum Beispiel so einsetzen, daß man (mit dem IPad) ein Foto macht, von Dingen, die dem Kind wichtig sind. Das Foto wird in die App eingespielt und vertont. Versucht das Kind dann irgendwas zu benennen, zeigt man das Foto und spielt den Ton oder alternativ man sagt es vor oder beides zusammen.
Bei der Wortschatzerweiterung kann man so vorgehen:
1. man orientiert sich daran, was das Kind schon kann z.B. die Silbe Ba, das kann man erweitern zu Ball, oder die Silbe Ei, erweitern zu Eis usw..

2. man nimmt auch Wörter hinzu, die nicht so einfach sind, aber für das Kind wichtig sind. Z.B. Blutwurst, Hubschrauber usw., das hängt dann vom KInd ab.


Das Üben einzelner Laute und Silben läßt sich auch in den Alltag einbauen.
Z.B. der Laut M, Kind sieht die Blutwurst, die ist lecker, als macht man mmmmm und streichelt sich den Bauch. Den Laut T kann man mit Tippen eines Fingers auf eine Oberfläche symbolisieren, also wie Tropfen, beim S kann man mit dem Finger Slalom nachfahren wie eine Fliege ssss.
Ich habe in Baiersbronn gelernt, das man die Kinder nicht direkt zum Nachsprechen auffordern soll, weil diese dann häufig frustriert darauf reagieren. Statt dessen sagt man "mach du auf", als freundliche Animierung, zuerst ich dann du.

Grundsätzlich hat die Therapie V.a. deshalb etwas gebracht, weil ich in Baiersbronn auch Hausaufgaben fürs häusliche Üben bekommen habe. Ich habe also 3 bis fünfmal die Woche die Hausaufgaben mit meinem Sohn gemacht. Das ist sehr viel wirksamer als einmal die Woche 45 Minuten Logo zu haben.

VG, Ursula

_________________
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Sprache und Kommunikation Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.09 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber