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Sprachentwickungsstörung Grund für I-Kita?
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DieCat
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BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 23:15    Titel: Sprachentwickungsstörung Grund für I-Kita? Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich bin ganz neu hier im Forum und wollte mich mal vorstellen.
Ich bin 27 Jahre und habe einen Sohn C.,
4,5 Jahre.
Mit 3 Jahren fing unsere Ärzte Rennerei an , da er schlecht spricht.
Er geht jetzt seit 1,5 Jahren in die Logo. Vor etwas mehr als einem Jahr (April 2017) wurden ihm Paukenröhrchen gelegt und die Polypen entnommen.
Es wurde ein EEG und schlafeeg gemacht. Beide o.B.
Er geht alle 3 Monate zur Sprachabklärung beim Pädaudiologen.
War auch vor 1 Jahr (Mai 2017) im SPZ vorstellig.
Mein Sohn hat ansonsten aktuell keine weiteren Probleme und ist topfit.
Er hat allerdings schon ein Krankheitsverständnis entwickelt und bricht ab wenn er merkt er kommt nicht weiter. Ist auch dann gehemmter im Umgang insbesondere wenn er mich als seinen Translator nicht dabei hat.

Er spricht mittlerweile viele Wörter.
Sprachverständnis ist auch einigermaßen in Ordnung wobei auch nicht altersgerecht. Er hat eine Aussprachstörung. Das heißt er zb sagt er statt alleine - aheine oder mähtorad statt Motorrad oä.

Dazu kommt noch Dysgrammatismus.

Wir hatten jetzt einen Antrag gestellt um ihn als Ikind in einem integrativen kindergarten zu bringen. Dieser wurde allerdings abgelehnt.

Wenn ich mir vorstelle dass er in 2 Jahren in die Regelschule soll, bekomme ich riesige Bauchschmerzen!

In seinem jetzigen kindergarten fühlt er sich selbst total unwohl. Hat aber einige Freunde dort.
Er hat dort leider auch kaum gute Sprachvorbilder ( sehr viele ausländische Kids oä).
Und die Erzieher haben leider schon die größte Sorge, dass die Kids halbwegs sich gegenseitig in Ruhe lassen und können die förderung die er bräuchte ( mal im 1 zu 1 oder spezielle sprachspiele etc) gar nicht leisten!

Die Erzieherin meinte auch er würde das ganz sicher bis zur Schule aufholen!

Ich bin komplett verunsichert ....
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 06:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

was sagt denn die Fachfrau, nämlich Eure Logopädin?

Voraussetzung für einen I-Status ist das Zutreffen des Paragraphen 53, 54 SGB 12, bescheinigt vom Facharzt, also zb Pädaudiologie.
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxii/53.html
Dein Kind ist durch seine aktuelle Sprachbehinderung in seinen Teilhabemöglichkeiten erheblich beeinträchtigt, natürlich ist das ein Grund für einen I-Status. Auch wenn er das eventuell in zwei Jahren aufgeholt hat, JETZT ist es eine Beeinträchtigung für ihn.

WER hat den I-Status abgelehnt?
Hast du schon einen Wunsch-I-Kiga im Auge?

Grüße

_________________
Engrid

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DieCat
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 08:19    Titel: Antworten mit Zitat

Unsere Logo ist grundsätzlich dafür, da sie denkt dass es ihm auch helfen würde wenn er in einer kleineren Gruppe wäre und mehr 1:1 Betreuung etc hätte ...

Wir haben aktuell vom Kinderarzt eine ärztliche Stellungnahme dass er von Behinderung bedroht ist . Meinst du das ?



Es wurde von der Sachbearbeiterin vom sozialen Dienst mündlich abgelehnt. Haben jetzt eine schriftliche Bestätigung gewünscht um dann Widersprucj einzulegen ?....

Gefühlt hatte sich die Dame aber fast lustig gemacht über seine Problematik und dementsprechend bin ich so verunsichert ...

Ich weiß ja dass er keine extreme Behinderung hat aber trotzdem will ich dass er Hilfe bekommt ,...
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cat,

ja, das meine ich; wenn in dem ärztlichen Schreiben der Paragraph noch genannt wird, dann passt das. Ob das finanzierende Amt das vom KiA akzeptiert, oder was Fachärztliches braucht, oder euch noch zum Amtsarzt schickt, kommt auch ein wenig aufs Bundesland an.

Grundsätzlich ist das mit Ämtern, die etwas bewilligen sollen, so:
• Es gilt nur, was schriftlich ist. Denn nur dann hast du einen Beleg, am Telefon oder sonstwie mündlich gibts keine verbindliche rechtssichere Auskunft. (Rechtlich gesehen schon, aber im wirklichen Leben halt nicht, siehe nächster Punkt). Das gilt andersrum auch, was du nicht beantragt hast, kann auch nicht abgelehnt werden (Stichwort „Bescheid“), und ohne Ablehnungsbescheid kein Widerspruch möglich.
• Ämter wollen zuallererst sparen. Frage also nicht denjenigen, der zahlen soll (Amt), ob etwas geht. Recherchiere dir Sachverhalt und Rechtsgrundlage von unabhängiger Seite.
• Wir reden hier von RECHTsgrundlagen, Eingliederungshilfe als Ableger des Grundgesetzes (Benachteiligungsverbot). Du bist kein Bittsteller. Du „bittest“ nicht, du „beantragst“, und zwar schriftlich und mit Nennung der zutreffenden Paragraphen. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit sehr an, dass du ernst genommen wirst.
• Nimm das nicht persönlich, wenn da wer seine Grenzen überschreitet, zb dich nicht ernst nimmt, dich auflaufen lässt. Bleibe immer souverän, höflich, sachlich, aber in der Sache eisern und klar. Du bist Bürgerin, du nimmst deine Rechte wahr bzw du vertrittst die Rechte deines Kindes.


Also, Antrag formulieren, ärztliches Schreiben dazu, ebenso Stellungnahme der Logo, ans zuständige Amt schicken.
Viel Erfolg und guten Kampfgeist Wink

Grüße

_________________
Engrid

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MarinaH
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Gibt es bei Euch einen Sprachheilkindergarten? Das wäre ideal. Eine I-Kita macht nicht unbedingt eine Sprachförderung. Ob das genehmigt wird, hängt von der Beeinträchtigung ab- nur Sprachstörung klingt für den Laien wahrscheinlich wirklich etwas seltsam. Was sagt denn der Amtsarzt dazu?
Ansonsten möchte ich Dir vorsichtig Mut machen. Normal intelligente Kinder holen sprachlich meistens bis zur Einschulung gut auf. Wenn es ganz schlecht ist- wäre eine Sprachheilkur etwas für Euch?

LG Marina

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DieCat
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BeitragVerfasst am: 15.06.2018, 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,
entschuldigt dass ich jetzt erst mich zurück melde! für mich ist das Thema kein einfaches. Es kostet auch verdammt viel kraft....

ich schreibe aktuell einen Antrag wobei ich nicht weiss, ob es Eingliederungshilfe ist oder Wechsel zur I Kita... Oder ist das das selbe ? ich bin so neu in dem Thema ... das erschlägt einen -.-
An dieser Stelle wirklich ein dickes Dankeschön für eure Hilfe!!!



den Bericht der Logo mit Befürwortung des Wechsels habe ich auch.

Leider haben wir hier keinen Sprachheilkindergarten. Zumindest nicht in der Nähe.

liebe Grüße
Catharina
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 16.06.2018, 07:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Catharina,

„Eingliederungshilfe“ heißt die gesetzliche Hilfeform. Das ist „Hilfe zur Teilhabe“, also soll behinderungsbedingte Einschränkungen ausgleichen helfen. Zb in Vorbereitung zur Schule soll die Eingliederungshilfe bewirken, dass dein Kind gut gefördert wird. Zweites Beispiel: dein Sohn kann wegen seiner sprachlichen Einschränkungen in der Gruppe nicht so kommunizieren, das beeinträchtigt seine Teilhabe.
Angesiedelt ist diese Hilfeform im Kindergartenalter beim Sozialamt. Es übernimmt die Kosten, die ein I-Status zusätzlich verursacht (mehr Förderung = mehr Personal), egal ob I-Kiga, Einzelintegration, heipädagogischer Kindergarten, ...

Marinas Tipp mit der Sprachheilkur ist gut, das könnte sehr viel helfen.

Grüße

Grüße

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Engrid

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Claudia&Co
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BeitragVerfasst am: 16.06.2018, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wir sind damals folgt vorgegangen.
Nic war schon mit 2 Jahren auffällig, dies wurde von der Kinderärztin aber immer mit Sprüchen wie Das ist ein Junge, die sprechen spät und jedes Kind braucht seine Zeit abgetan. Zum Kigabeginn wies ich die Erzieher auf seine Problematik hin, aber da kam auch nur, ach das wird schon.
Ich bemerkte, dass Nic nicht glücklich im Kiga war und suchte das Gespräch.
Da wurde endlich zugegeben, dass bei Nic nicht alles optimal lief. Er fing schon an Stereotypien zu entwickeln usw.
Daraufhin habe ich Eingliederungshilfe beantragt, um a) einen I-Platz zu bekommen und b) Frühförderung zu erhalten.
Wir mussten dann zum Amtsarzt, der nach 2 Minuten sofort den Bedarf feststellte. Leider war zu diesem Zeitpunkt kein freier Platz verfügbar.
Somit eiinigten wir uns auf eine maximale Kigazeit von 2-3 Stunden am Tag. Nic kam als einer der ersten (geringer Geräuschpegel) und wurde dann bei voller Gruppe abgeholt. Selbst in dieser kurzen Zeit wurde er gehänselt: Achtung da kommt der Blabla usw.
Der Platz wurde dann im Sommer frei und ich muss sagen, das war das beste was Nic passiert ist. Ich habe nach vier Wochen meinen Sohn nicht wieder erkannt!
Ein glückliches Kigakind, was ich kaum nach Hause bekam.
Zudem fanden die Therapien in der Zeit statt und oftmals coachten ihn die Logo/Ergotherapeutin durch knifflige Situationen im Kigatag. Ihm wurden Rückzugsmöglichkeiten gewährt und er konnte sich ohne Angst bewegen.
Diagnosen kamen dann erst nach und nach, sodass die Unterstützung optimiert werden konnte.

Die Entscheidung für den I-Platz war genau richtig, und ich würde es jederzeit wieder so machen. Im normalen Kiga wäre Nic untergegangen, genau wie auf einer Regelschule.

Also, beantrage Eingliederungshilfe, und schau dir schon Ikigas an. Die helfen dir auch bei der Beantragung.

Liebe Grüße, starke Nerven und halt durch

Claudia

_________________
Claudia, Falk ,
R. (90),
P. (02) Lactoseintoleranz,
Nic (05) SES,KISS, ADHS,AVWS, Wahrnehmungsstörung, SI, entwicklungsverzögert, PG 3, LRS und
M. (07) Hypospadie, VSD

"Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen" Pearl S. Buck
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phoebe87
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BeitragVerfasst am: 16.06.2018, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hi. Seid ihr in Landstuhl angebunden? Seid ihr dort bei der Logopädin? Welchen Arzt habt ihr? Wir mussten I auch 2 x vorstellen und jetzt habem wir I Platz etc.....
In KL gibt es glaub ixh keinen sprachheilkindergarten. In kusel gibt es eine Schule.....
Lg

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Krümmel 10 /15...
Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
Großer Krümmel 06/13
Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS
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DieCat
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BeitragVerfasst am: 18.06.2018, 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Engrid hat folgendes geschrieben:
Hallo Catharina,

„Eingliederungshilfe“ heißt die gesetzliche Hilfeform. Das ist „Hilfe zur Teilhabe“, also soll behinderungsbedingte Einschränkungen ausgleichen helfen. Zb in Vorbereitung zur Schule soll die Eingliederungshilfe bewirken, dass dein Kind gut gefördert wird. Zweites Beispiel: dein Sohn kann wegen seiner sprachlichen Einschränkungen in der Gruppe nicht so kommunizieren, das beeinträchtigt seine Teilhabe.
Angesiedelt ist diese Hilfeform im Kindergartenalter beim Sozialamt. Es übernimmt die Kosten, die ein I-Status zusätzlich verursacht (mehr Förderung = mehr Personal), egal ob I-Kiga, Einzelintegration, heipädagogischer Kindergarten, ...

Marinas Tipp mit der Sprachheilkur ist gut, das könnte sehr viel helfen.


Grüße

Grüße



Okay danke für deine Erklärung!

dann kann ich meinen Antrag zum Wechsel des Kindergartens wegen mehr Förderung auch da hinschicken...
Stimmt das, dass ich je nach Behinderung (seelisch, körperlich, geistig) auch in eine anderes Gesetzbuch falle?
Das mit der Kur werde ich auch auf jeden fall im Blick behalten. Kammer mich aber erstmal um die anderen Baustellen.Bayersbronn soll da ja ganz gut sein...


Lieben Dank für deine Hilfe !
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