REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
SuchenSchnellsuche:  
Monchichi (4-Jahre) / I-Kiga Österreich

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Kindergarten und Schule
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Annecim
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 12.06.2018
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 18:33    Titel: Monchichi (4-Jahre) / I-Kiga Österreich Antworten mit Zitat

Grüße Euch allerseits!
Ich lese nun seit einigen Wochen intensiv mit und nehme nun das kommende Elterngespräch im I-Kiga zum Anlass um unsere Familie vorzustellen.

Wir sind ein dt/tr.-Paar mit einem besonderen Sohn aka Monchichi (vier Jahre).

Er ist unser erstes Kind und Einzelkind. Vieles von seiner Entwicklung sahen wir zunächst entspannt und durch besondere Umstände wie Mehrsprachigkeit (tr./dt./en.), OPs, Umzüge, folglich wechselnde Betreuungseinrichtungen und Bezugspersonen als noch im Rahmen oder dachten hier und da ist das ein prägnanter Charakterzug evtl. das südländische Temperament.
Aber meine innere Stimme war immer im Hintergrund mit einem Fragezeichen, ob denn diese ‚special features’ nun auf etwas anderes deuten könnten und wir aus gewissen Phasen nicht einfach so en passant rauskamen.

Kurz nach seinem dritten Geburtstag zogen wir überraschenderweise in sein Geburtsland, Österreich, wieder zurück. Wir leben nun exakt seit einem Jahr in wieder in Wien und es ist bisher so ziemlich alles anders gelaufen als geplant.

Mittlerweile ist er aus zwei Kiga-Einrichtungen (beide privat) rauskomplimentiert worden...

Mit 3.5 Jahren haben wir ihn dann bei einer KJP vorgestellt, die dann den Verdacht auf ADHS und wahrscheinlich ASS diagnostiziert hat. EEG unauffällig. Augen und Ohren sind pädiatrisch abgeklärt und ebenfalls unauffällig.
Wir gehen jeweils 1x wöchentlich zur Ergo (Dysfunktion der SI) & Logo (expressive Sprachstörung) bei zwei sehr kompetenten Therapeuthinnen, zu denen Monchichi auch einen guten Draht hat.

Seit einem Jahr geht er nur 1-2 Stunden am Tag in den Kiga. Aktuell im I-Kiga nur 1.5 Std, wo er eine 1:1 Betreuung bekommt. Mehr ist nicht drin wegen Kapazitätsproblemen (20 Kinder, davon 1 mit DS und 3 nicht NTs inkl Monchichi auf 4 Betreuer, davon 1 SP).

Dabei geht er gerne dahin und es ist nicht so, dass er generell keinen Kontakt zu Gleichaltrigen sucht. Er will schon gerne dazu gehören und interagieren. Nur stellt er sich absolut ‚ungelenk‘ dabei an - er ist wie ein kleiner Elefant im Porzellanladen. Immer zu grob, zu laut, zu doll, zu abrupt und ziemlich egoistisch, auf den ersten Blick. Er teilt nichts und gibt nichts ab, aber langt gerne überall zu. Er ist oftmals übergriffig und distanzlos, aber um seine eigene Grenzen ist er sehr bedacht. Das alles macht uns sehr betroffen, aber wir wissen ja nun, dass er das alles nicht absichtlich macht, sondern nicht anders kann - Thema: Wahrnehmungsstörung etc.

Monchichi fällt oft negativ auf und die Kinder wollen nicht mit ihm spielen, weil er alle Spiele kaputt macht, sich nicht an einfache Regeln halten kann und immer körperlich wird, wenn er nicht weiter weiss oder sich altersgerecht artikulieren kann. Seine Deutschkenntnisse haben sich erheblich verbessert, seitdem wir wieder in Wien leben, aber nicht auf dem Niveau eines Muttersprachlers. Im Kiga geht es nur gut, wenn jemand sein Verhalten ständig steuert, lt. Kiga-Personal. Er ist irgendwie gruppenunfähig.

Die Situation zu Hause bereitet mir weniger Sorgen. Das kann ich bzw. wir mittlerweile gut managen. Seine ganzen Verdachtsdiagnosen mal außen vor, aber mit vier Jahren steckt er nun mal auch in der ‚Sturm und Drang-Phase‘.
Er testet ständig seine und unsere Grenzen aus. Der Hauptknackpunkt ist seine mangelnde Impulskontrolle und hohe Frustrationsschwelle, die immer wieder sein aggressives Verhalten zu Tage fördern.

Ich kann leider nicht alles abfangen und ihm auch nicht ständig eine künstliche Umgebung schaffen, wo es wie im Kiga zugeht. Wir sind oft auf dem Spielplatz, unternehmen so viel wie er halt aushält (Zoo, Indoor-Spielplatz, Schwimmen, tech.Museum, Aquarium), dass alles bietet ihm aber nicht denselben sozialen Rahmen und das Gefüge an, damit er an seinen ‚Baustellen’ arbeiten kann. Kinder lernen am Besten von Kindern und mit einem Pensum von 1.5 Std Kigazeit, sehe ich z.B. für eine reguläre Einschulung schwarz und bin mittlerweile sehr besorgt.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:

Ich möchte das er zumindest bis 12:00 Uhr im Kiga bleibt, damit er in seinem Sozialverhalten voran kommt. Die Kiga blockt ständig ab und da wir nicht wieder einen Wechsel riskieren wollen, geben wir klein bei. Ich möchte auch betonen, dass das Kiga-Personal sehr kompetent & freundlich ist und Monchichi so annehmen wie er ist.

Er hat nun einmal ein Anrecht auf den I-Platz bis 12:00 Uhr. Wir waren absolut transparent mit ihnen und haben auch die Befunde vorgelegt und waren ziemlich detailliert mit den ganzen Stationen und Umbrüchen in seinem Leben. Wir waren uns auch darüber einig, dass alles langsam und behutsam voran gehen soll. Nur in 3 Monaten hat sich so wenig getan.

Ich habe auch den Vorschlag gemacht, dass ich mich beim Magistrat um eine weitere I-Kraft bemühen könnte, damit die Kiga innerhalb der Gruppe entlastet sind. Auch gefragt, was wir noch machen könnten, damit wir der Kiga helfen können, die Situation für alle entspannt und progressiv zu halten. Nichts kam bei rum, ausser die Stunden so gering wie möglich zu halten, damit Monchichi nicht überlastet ist und das Kiga-Personal ebenfalls.

In den 3 Monaten gab es keine einzige Woche wo er am Stück die 1.5 Std (1.5 Std auf meinen Druck hin nach dem ersten Monat) durchziehen konnte, weil die Kiga immer einen Ausflugtag im Frühling/Sommer hat und ich gebeten werde ihn zu Hause zubehalten. Wir haben hier keine Familie und Verwandten, d.h. ich kann Monchichi nirgends abgeben, deshalb arbeite ich nicht. Die Kiga weiss das ich auf Abruf verfügbar bin und nimmt das auch gerne in Anspruch.

Wie eingangs erwähnt haben wir nächste Woche das Elterngespräch. Mit welchen amtlichen Mitteln kann ich der Kiga noch entgegenkommen? Wo und was beantragen? Wir möchten ihm keinen weiteren Wechsel zumuten, aber ich denke wieder weiter...
Welche Möglichkeiten der Betreuung gäbe es noch für ein Kind mit seinen Bedürfnissen? Kognitiv ist alles in Ordnung, d.h. eine heilpädagogische Kiga würde laut KJP nicht in Frage kommen. Tagesmütter übernehmen hier nur bis 3-Jahre bzw. bis zum Kiga-Eintrittsalter.

Wahrscheinlich werde ich länger brauchen, um auf Eure Antworten zu reagieren, da ich Monchichi bis auf die 1.5 Std + Mittagsschlaf um mich herum habe - bitte um Nachsicht und bedanke mich vorab für Eure Zeit & Euer Interesse!

Liebe Grüße,
Annecim
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Lisaneu
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 27.01.2017
Beiträge: 1202

BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annecim,

erst mal herzlich willkommen hier! Wir leben auch in Wien und meine Jungs sind beide hier in den Kindergarten gegangen (bzw. Alexander geht immer noch, bis er im September eingeschult wird).

Wie du aus meiner Signatur lesen kannst sind meine Jungs beide Autisten. Mein älterer Sohn war vier Jahre lang ganztags in einem sehr guten, privaten Kindergarten. Damals hatten wir noch keine Diagnose, es waren die Kindergärtnerinnen, die dazu angeregt haben, weil sie gemerkt haben, dass mein Sohn anders ist als die anderen Kinder. Leider haben wir damals eine sehr unfähige KJP "erwischt", welche die ASS nicht erkannt und statt dessen Traumatherapie empfohlen hat (wo es für dieses Alter damals gar keine Gruppe gab). Kognitiv war mein älterer Sohn immer auffallend fit und mit 4,6 Jahren hatte er sich selbst sinnerfassendes lesen beigebracht. Seine Schwierigkeiten waren schon immer im sozial-emotionalen Bereich und seine Frustrationsgrenze war sehr niedrig.

So, wie ihr die Umzüge und Betreungswechsel in der Vergangenheit als Ursache für das Verhalten von Monchichi gesehen habt, so haben wir die Geburt und die OP des behinderten Bruders als Ursache für die Auffälligkeiten unseres älteren Sohnes angenommen. Trotz seiner Auffälligkeiten war mein Sohn bis zum letzten Tag gerne im Kindergarten. Von einer vorzeitigen Einschulung (die eine Zeitlang im Raum stand) haben wir abgesehen, weil der sozial-emotionale Rückstand immer deutlicher wurde und weil mein Sohn mit 5 Jahren eine schlimme Phase hatte, wo psychosomatisches Einnässen und Einkoten noch so ziemlich das harmloseste war. Der Kindergarten ist trotzdem immer zu uns gestanden.

Der Schuleinstieg war dann etwas schwierig, ist aber im großen und ganzen gelunden. Mein Sohn besucht als Regelkind eine I-Mehrstufenklasse einer städtischen Schule in unserer Wohnnähe. Mit den Lehrerinnen kommt er gut zurecht, mit den Mitschülern ist es nach und nach auch deutlich besser geworden. Dafür hat es im Hort dieser Schule so überhaupt nicht geklappt. Ständig wurde mein Sohn als unberechenbar, aggresiv, "unerzogen" usw. hingestellt. Aus jeder Mücke wurde ein Elefant gemacht, bei Gesprächen wurde über meine Vorschläge (um die Situation zu entschärfen!) drübergefahren, vor jedem Ausflug hat man Gründe gesucht, ihn nicht mitnehmen zu müssen...

...ich dachte, das kann es ja nicht geben! In seinem Kindergarten waren 5 BetreuerInnen und 28 Kinder von 1,6 bis 6 Jahren gewesen und mein Sohn war selbstverständlich bei jedem Ausflug dabei gewesen. Nie hatte es nennenswerte Probleme gegeben! Und jetzt wurden Argumente, ihn NICHT mitnehmen zu müssen, echt an den Haaren herbeigezogen!

Im Sommer 2017 war dann (endlich) die ASS-Diagnose fix und mein Sohn hat nach einer Zeit ohne Hort in eine heilpädagogische Einrichtung gewechselt. Und siehe da, plötzlich hat alles wieder geklappt! Auch von der Schule kam viel positives feedback bezüglich seiner emotionalen Weiterentwicklung und ich hatte zu Hause endlich wieder ein fröhliches Kind! Natürlich hat mein Sohn immer noch seine autismusbedingten "Macken", aber im Moment ist die Gesamtsituation ziemlich entspannt, weil alle, die mit ihm "arbeiten", damit umgehen können Smile .

Mit meinem jüngeren Sohn war alles noch um einiges schwieriger. Er besucht einen zweisprachigen I-Kindergarten (deutsch und ÖGS) am anderen Ende der Stadt, seit er 2 Jahre alt ist. Mit 4 Jahren bekam er dann seine Autismus-Diagnose. Und vergangenen Herbst hieß es dann vom Kindergarten aus heiterem Himmel, mein Sohn sei ganztags "nicht mehr tragbar" und müsse auf halbtags umgestellt werden. Die hatten eine Psychologin und eine Autismus-Spezialistin "im Boot" gegen die ich natürlich nicht argumentieren konnte. Immerhin hat mir der Kindergarten damals geholfen, den Platz im heilpädagogischen Hort für meinen älteren Sohn zu bekommen.

Jetzt arbeite ich nur noch 16 Stunden die Woche, immer vormittags, weil mir mein jüngerer Sohn mittags heimgebracht wird. Wenn er nicht gerade Logo, Ergo, Augenarzt oder Orthopädentermin hat, nutzen wir die Zeit zum spielen, einkaufen, usw. Bei der Schulwahl hatten wir keine Wahl, Sohnemann braucht sowohl Gebärdensprache als auch Kleinklasse und es gibt in ganz Wien nur eine einzige Schule, wo beides geboten wird. Er wird nächstes Jahr in einer hörgeschädigten-Autisten-Mehrstufen-Kleinklasse eingeschult. So viel erst mal von uns Wink !

Was Monchichi betrifft habe ich einige Fragen. Du schreibst, du siehst für eine reguläre Einschulung schwarz. Wieso genau? Nur, weil Kinder am besten von Kindern lernen und du Dir für deinen Sohn mehr Kinder-Kontakte wünscht?

Wenn ihr in Wien lebt, ist ohnehin das letzte Kindergartenjahr verpflichtend. Siehe hier:
https://www.wien.gv.at/amtshelfer/g.....ren/kindergartenjahr.html

Und wenn Monchichi durch den "Migrationshintergrund" ohnehin nicht so gut in deutscher Sprache ist, wie Muttersprachler, ist das noch ein zusätzliches Argument für mehr Zeit im Kindergarten.

Im verpflichtenden KIGA-Jahr MUSS der Besuch ohnehin mindestens an 4 Tagen und mindestens 20 Stunden pro Woche erfolgen. Das kannst du auch ins Gespräch im Kindergarten einbringen: dass es allein auf Grund der Diagnose für dein Kind schwer sein wird, dann in einem Jahr von 1 1/2 Stunden auf mindestens 4 Stunden täglich aufzustocken. Daher kannst du vorschlagen, die tägliche Stundenanzahl schrittweise zu erhöhen, in Vorbereitung auf das verpflichende Kindergartenjahr (ab Herbst 2019).

Schmier ihnen Honig ums Maul. Sag, wie froh und dankbar du bist, dass Dein Sohn DURCH DEN KINDERGARTEN immer besser deutsch lernt und wie sehr er von den anderen Kindern in der Einrichtung profitiert!

Es stimmt übrigens nicht, dass Tagesmütter hier nur -3jährige übernehmen (steht auch klar im Link zum verpflichtenden Kindergartenjahr). Man muss eventuell länger suchen, um eine geeignete Tagesmutter zu finden. Aber ich kenne etliche Kinder (auch Schulkinder!) die halbtags oder auch ganztags von einer Tagesmutter betreut werden.

Es gibt übrigens nicht nur heilpädagogische Kindergärten, sondern auch I-Kindergärten mit besserem Betreuungsschlüssel und Sonderpädagoginnen, die teilweise auch Erfahrung mit ASS haben. Nur so zur Info Wink !

Wenn du Fragen hast, auch gerne per PN Smile !

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Austist
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
melly210
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 19.02.2018
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 23:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !

Zu den Tagesmüttern: grundsätzlich können wie Lisaneu schon gesagt hat, Tagesmütter Kinder jeden Alters betreuen.Bei unter 3jähriigen zahlt das die Stadt Wien, bei Kindern über 3 muss man selber bezahlen wenn man eine Tagesmutter statt Kiga oder Hort wünscht.
Ich würde aber auch bedenken, daß die allermeisten Tagesmütter aufgrund dieser Regelung fast nur wirklich kleine Kinder haben. Dh mit Sozialverhalten lernen wäre da wahrscheinlich nicht viel.
Dazu daß dein Sohn nur 1,5 h gehen darf...finde ich nicht ok. Ich würde eventuelll beim Träger nachstochern, wenn die Leiterin im Kiga vor Ort sich querstellt. Daß er anstrengend ist, ist kein Argument, deshalb ist er ja ein I-Kind. Es wurde ihm bis 12eine Einzelintegration genehmigt, und das steht ihm auch zu.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Annecim
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 12.06.2018
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal in die Runde,

vielen Dank für Euer Feedback! Ich schreibe wieder vom i-Phone, d.h. Flüchtigkeitsfehler sind vorprogrammiert...Bitte wieder Auge zudrücken!

Zu den Fragen...

@Lisaneu: Dankeschön nochmals für die ausführliche Darstellung Eurer Situation, Hintergründe und die ganzen Infos.
Ich habe mich nicht so treffend ausgedrückt, glaube ich. Mit ich sehe schwarz für die reguläre Einschulung meinte ich viel mehr, dass Monchichi einen normalen Tag im Kiga nicht aushält mit 20 Kindern und ihn das ganze Miteinander und die soziale Interaktion überfordert. Er hat enorme Schwierigkeiten im Umgang mit den Kids und das in einem spielerischen Umfeld. Er schaut sich die Verhaltensweisen der anderen Kids im Kiga nicht ab und ahmt nichts nach im Sinne von ‘Kinder lernen von Kindern’.

Heute war wieder ein Ausflug. Monchichi sollte schon um 08:00 Uhr da sein, damit er auf seine 1.5 Std kommen kann, denn um 10:00 Uhr ging die Gruppe los. Vor der Kiga gibt es eine große Baustelle, da legen wir immer ein Zwischenstopp ein. Als die Gruppe dann an uns vorbei zog versetzte es mir schon ein Stich ins Herz... Monchichi war eher unberührt von der Situation, da ein Betonmischer seine maximale Aufmerksamkeit auf sich zog.

Eine andere Sache war die, dass ich heute mal die Situation erlebt habe, wie ein anderes I-Kind, Vorschulkind, sich verhält (Wutausbruch, Uneinsichtigkeit) und somit auch die 100%-Aufmerksamkeit der SP einfordert. Es ist so schwierig allen Kids gerecht zu werden, auch den NT-Kindern...Das Kiga-Personal hat mein absolutes Verständnis!
Da wir unterjährig gewechselt haben, hatte die Kiga nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie an ihren Grenzen sind und Monchichi‘s I-Gruppe auch dynamisch sei und auf unsere Kooperation aufgebaut. Dazu stehen wir auch! Nur es geht halt so mühsam voran.
Im September soll es besser werden, wenn die I-Vorschulkinder die Kiga verlassen. Bis September sind noch drei Monate und während der betriebsarmen Zeit sehe ich die Chancen für eine Stundenerhöhung auch sehr gering.

Liebe Grüße
Annecim
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
melly210
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 19.02.2018
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ok dann würde ich mir von denen die Zusicherung holen, daß er dann ab Herbst bis 12 bleiben kann. Vorher wird wohl nicht viel zu erreichen sein, da hast du recht...
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
melly210
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 19.02.2018
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 13.06.2018, 22:26    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir noch eingefallen ist: Ginge es vielleicht, daß du für die Zeit bis Herbst als 1:1 Betreuung für ihn einspringst ? Vielleicht wenigstens für die Ausflüge oder so ?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 20.03.2007
Beiträge: 3189
Wohnort: Österreich

BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

Halllo,

nachdem auch ich alles miterleben durfte: Da Betreuung - auch im Kindergarten - nur an Schultagen gegeben ist, zumindest für I-Kinder, hatte ich persönlich meine Kinder an jedem schulfreien Tag sowieso zu Hause... - ebenso wenn die Betreuungskraft ausgefallen war... allerdings war es immerhin so, dass täglich zwischen 3 - 4 Stundne abgedeckt waren...

ab 8 Uhr bringen (in einem Kindergarten bis 8.30, beim anderen bis 9 Uhr), und dann zwischen 11.30 und 12 Uhr abholen (war bei beiden gleich...

Während der Schulferien gab es nur Notbetrieb, und das max. 6 Wochen, allerdings gibt es die Möglichkeit dann einen anderen Kindergarten zu besuchen, falls man genau in der Zeit, in der der Kindergarten ganz schließt, Betreuung braucht - gilt aber nur für Regelkinder...

Ich kenne aber jetzt auch diesen anderen Kindergarten, da können die Kinder auch am Nachmittag betreut werden - täglich - natürlich auch die I-Kinder...

Aber auch hier: an schulfreien Tagen KEIN Kindergarten... - das muss man selbst abdecken... - wie auch dann in der Schulzeit...

Da ich nicht weiß in welchem Bezirk du zu Hause bist, denn auch da gibt es Unterschiede... - Viel Erfolg!

LG
Silvia

_________________
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
AngieL
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 28.12.2005
Beiträge: 72
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annecim,

nachdem mir damals für Daniel vom Magistrat nur maximale Betreuungszeit bis 12 Uhr versprochen werden konnte, aber Daniels Papa und ich beide berufstätig sind, habe ich mich anderweitig umgeschaut und wir haben einen tollen I-Platz im Institut Keil für ihn gefunden.
Daniel war ja bereits in einem Regel KIGA und es daher gewohnt, bis 15 Uhr zu bleiben.
Dort war das kein Problem.
Der Betreuungsschlüssel ist sehr gut und die I-Kinder bekommen dort auch Therapie.
Daniel ging sehr gerne hin und wir waren alle sehr zufrieden mit der Betreuung.
https://www.institutkeil.at/

LG
ebenfalls aus Wien
AngieL

_________________
Angie, seit einem Jahr alleinerziehend mit Daniel (*25.12.2003 - +18.03.2013) Klinefelter-Syndrom, Unterbrochener Aortenbogen, Schrittmacher, komplizierte Fieberkrämpfe, sensomotorische Entwicklungsstörung, sehr stark Sprachverzögert - aber ein süßer Lausbub
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Annecim
Neumitglied
Neumitglied


Anmeldedatum: 12.06.2018
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 15.06.2018, 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wir sind gerade bei der Logo und ich nutze die Gelegenheit mal schnell & kurz zu antworten.

Die Idee mit Begleitung meinerseits bei den Ausflügen hatte ich bereits angebracht, aber auch das fanden sie noch zu früh. Am Dienstag geht es wieder in den Donaupark und ich mache mir jetzt schon Gedanken wegen Alternativprogramm.

Die Sache ist die, mittlerweile kennt sich Monchichi in seiner Gruppe und den Standardritualen aus, die er bis 10:00 Uhr mitbekommt. Aber er ist weiterhin so ‚unberechenbar’ für die Kinder, die es sich überhaupt nicht erklären können oder nachvollziehen, warum sie einfach so von ihm eins auf die Rübe bekommen. Es ist ja schon für Erwachsene sehr schwierig sich das anzuschauen und auszuhalten, wenn Monchichi so einen Impuls verspürt und zack zuschlägt. Mittlerweile macht er es mit Vorliebe bei dem wohl ‚provokativstem’ Kind in der Gruppe. Ein ziemlich groß geratenes Vorschulkind, der sich die Aktion natürlich nicht gefallen lässt und voller Wucht zurückschlägt - gerade heute beim Abholen mitbekommen. Danach ist das Gejammer auf beiden Seiten groß und die Stimmung innerhalb der Gruppe erstmal hin.

Beim Institut Keil hatte ich mich für ein Infotermin erkundigt. Sie hatten nur noch ab September wieder Plätze frei. Da Monchichi im Februar schon den alten privaten Kiga verlassen hat, war es ein echter Segen bzw. Glücksgriff (Kind zog weg), dass er nahtlos im I-Kiga untergekommen ist.

Nochmals vielen Dank für die Tipps und einen friedlichen Start ins WE!

Liebe Grüße,
Annecim
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
melly210
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 19.02.2018
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 15.06.2018, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Dh das Problem ist weniger, daß sie ihn nicht länger als die 1,5 h betreuen können, sondern daß sie meinen es ist ihm zu viel ?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Kindergarten und Schule Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.11 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber