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18 Jahre - Beckengurt darf nicht sein, lt. Amtsgericht?
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Sabine1970
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

eine Sitzhose verordnet Euch die Kasse, Sie hat eine Hilfsmittelnummer.
Wie das natürlich ist, wenn erst ein Beckengut verordnet wurde, weiß ich nicht.
Ich würde das Rezept mit einer schriftlich ausformulierten Begründung meinerseits zur Kasse schicken.
Ob es für Deinen Sohn medizinisch notwendig ist, klärst Du mir dem Arzt, der Dir das Rezept ausstellt.

LG Sabine
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michaelakirsch
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine.
Es liegt ja jetzt alles an den verfahrenspfleger.
Wie der entscheidet.
Ich find es halt witzig. Zuhause bin ich diejenige die entscheiden darf, ob bettgitter oder der Beckengurt und in der Einrichtung darf es nicht sein. Definitiv werde ich zuhause den beckengurt nehmen. Julians Kinderarzt schreibt mir gerade ein Gutachten. Dauert halt bis ich ihn in Händen halte. So schnell gebe ich nicht auf. Ich habe mich jahrelang auf andere verlassen.

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KerstinM.
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

michaelakirsch hat folgendes geschrieben:
Beantrage ich das auch beim Amtsgericht?

Lg


Ja, da wo die Betreuung auch beantragt hast. Die Vormundschaftsgerichte /Betreuungsgerichte sind ja seit 2009 den Familiengerichten zugeordnet. Beantrag es einfach beim Amtsgericht und sie leiten das schon an die richtige Stelle weiter.
LG Kerstin

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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

TimsMama2009 hat folgendes geschrieben:
Hallo Kerstin,
wo beantragt man das "Recht auf Entscheidung für freiheitsentziehende Maßnahmen" und ist das schon bei Minderjährigen erforderlich?

Lieben Gruß
Nicole


bei Minderjährigen weiß ich nicht, aber es gibt ja jetzt so viele neue Bestimmungen hierzu, Vlt kann Jörg diese Frage beantworten?

LG Kerstin

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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

michaelakirsch hat folgendes geschrieben:
Hallo Sabine,
Wer bezahlt mir die Sitzhose?
Von der Krankenkasse bekomme ich es Nicht, weil ich erst im März diesen Jahres einen neuen Beckenbauer bestellt habe.
Es ist Geschmacksache.
Julian kann man einer Sitzhose immer noch sehr sein Becken bewegen. Was für ihn nicht fördernd ist. Er hat durch jahrelanger falschversorgung eine starke deformierung des Rückens.
Die Hüfte muss gerade gehalten werden damit seine Hüfte sich nicht dreht.
Montag wird es sich entscheiden. LG.


Mich würde mal eher interessieren worin denn der Unterscheid bestehen soll, zwischen Sitzhose und Beckengurt in Sachen Fixierung , rein rechtlich betrachtet.


LG Kerstin

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michaelakirsch
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kerstin.
Die vom Amtsgericht, meinen eine Sitzhose wäre ausreichend. Das erlauben sie. Julian hat seid 2 Jahren einen Beckenbauer. Ist so ein rastersystem . Kein normaler Gurt.

LG. Michaela

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sabine und Wolfgang
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

das hab ich mich auch eben gefragt, was der Unterschied sein soll Shocked
Theoretisch wird das Kind, falls es um die freiheitsentz. Maßnahme geht, ja mit beidem quasi festgegurtet .
Man muss dann etwas, das jahrelang für gut befunden wurde und funktioniert hat ändern, da kanns einem grausen wenn das Kind 18 wird.

Bei unserem Sohn wurde von Anfang an ein Beckengurt verwendet. Ich persönlich finde den sogar einfacher als eine Sitzhose, die, wie ich finde doch deutlich mehr einengt Sad

LG Sabine

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michaelakirsch
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,
genau deiner Meinung. Warum soll ich das umstellen, wenn ich merke das es ihm hilft.

Ich hätte nie gedacht was für ein Aufwand man hat wenn das Kind 18 wird. LG.

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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 21:46    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

also ... ein bißchen etwas geht hier durcheinander Smile

- beim Amtsgericht kann man, wenn man Betreuer einer anderen Person ist, ggfs. auch den Aufgabenkreis "freiheitsentziehende Maßnahmen" bentragen. Das ändert allerdings nichts daran, dass man die Zustimmung des Amtsgerichts (hier des Betreuungsrichters) für einzelne konkrete Maßnahmen braucht, wenn es dann soweit ist (Bettgitter hochziehen, geschlossene Unterbringung).
Das dürfte auch hier der Fall sein, wo es dann um Sitzhose und Beckengurt geht.

- bei minderjährigen braucht man diesen Aufgabenkreis nicht, weil die gesetzlichen Vertreter soweiso vollumfänglich die Vertretung haben. Das ändert allerdings wiederum nichts daran, dass man dann bei konkreten Freiheitsentziehenden Maßnahmen wiederum die Zustimmung des Amtsgericht braucht (dieses mal übrigens des Familienrichters).

- Tatsache ist, dass es die Zustimmung des Amtsgerichts nicht braucht, wenn es um Maßnahmen zu Hause geht. Die Zustimmung ist nur erforderlich, wenn die freiheitsentziehende Maßnahme in einer Einrichtung erfolgt.
Einerseits ist das dadurch bedingt, das man glaubt, dass in Einrichtungen das Personal schneller bei freiheitsentziehenden Maßnahmen sein soll um ihre Arbeit leichter zu machen ... andererseits gibt es in Heimen die Heimaufsicht, die wenigstens ein bißchen draufschauen. Zu hause gibt es die nicht, so dass "böswillige" Angehörige zu Hause ziemlich viel anstellen können, ohne dass es jemand sieht, weswegen es eigentlich eher unlogisch ist, dass man bei einer Unterbringung zu Hause die amtsrichterliche Genehmigung nicht braucht ... aber das ist Rechtspolitik, nicht Rechtsanwendung.

- grundsätzlih fühlt sich das Amtsgericht nicht grundlos berufen, über die Art der Maßnahme zu entscheiden. Wenn es keinen Antrag oder sosntige Information gibt, dann entscheidet das Amtsgericht auch nicht.
Ich bin allerdings auch - dazu gleicht etwas mehr - fasziniert, dass hier das Amtsgericht sich in die genaue Art der Maßnahme - Beckengurt oder Sitzhose - "einbringt".
Entscheiden wird übrigens nicht der Verfahrenspfleger, sondern der Richter beim Amtsgericht. Es steht allerdings zu erwarten, dass sich der Richter zumindest an dem, was der Verfahrenspfleger vorschlägt.

- das konkrete Problem hier wird wohl sein, dass das zuständige Amtsgericht auf dem Tripp ist, mithilfe eines engagierten Verfahrensflegers möglichst die Genehmigungen zu vermeiden oder zu reduzieren oder in der Eingriffsintensität reduzieren zu wollen (in Fachkreisen ist so ewtas auch als "Werdenfelser Weg" bekannt). Das ist grundsätzlich wünschenswert, führt aber manchmal auch zu eher abstrusen Ergebnissen ... so wie hier.
Aus meiner rechtlichen Sicht ist es vollkommen egal, ob ich eine Sitzhose oder einen Beckengurt genehmige. Freiheitsentziehung in dem Sinne, dass ich ein eigenständiges Aufstehen verhindere, dürfte beides sein ... also ist es mir egal, WAS von beidem ich als Richter genehmige. Interessant würde es eher werden, wenn ich mit einer anderen Maßnahme/ einer Alternative die Genehmigung überhaupt vermeiden kann ... etwas anderes macht eigentlich wenig Sinn.


Ich würde in dem Gespräch mit Verfahrenspfleger/ Richter darauf hinweisen, dass
- Beckengurt erprobt ist,
- Beckengurt vorhanden ist und Sitzhose nicht vorhanden ist,
- das Kinderarzt Beckengurt empfiehlt
- dass die fixierende Wirkung die gleiche ist (das muss natürlich sicher sein, dass es so ist).

Gruß
Jörg

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K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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michaelakirsch
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BeitragVerfasst am: 12.06.2018, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Jörg für deine Antwort.
Ich hoffe das ich den Verfahrenspfleger mit dem Beckengurt überzeugen kann.
Mit dem Bettgitter ,werden wir sehen. Ich habe wirklich Angst, das er bei einem halben Bettgitter rausfallen kann.
Julian kann nicht laufen,sitzen,krabbeln und nicht sprechen.
Ich fahre im September zur Kur. Das habe ich natürlich erwähnt. Manchmal erzählt man mehr als man sollte. Dort ist er im nebenraum untergebracht. Ich habe so einen festen Schlaf, das ich nicht hören würde , wenn er rausfallen. Oder zählt das dann nicht ,wenn ich dabei bin?
Lg.michaela

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