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Abklären oder nicht?
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toto35
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sia,
du hast geschrieben dass du anhand der Antworten deines Sohnes rausfinden sollst bzw. kannst ob er nur "motivationlos" ist oder wirklich ein "nicht können" vorliegt. Hat dir der Arzt da Beispiele gegeben?

_________________
LG

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Sohn (15,5 Jahre): ADHS/ADS (Mischform), Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (Therapie endlich erfolgreich beendet!)
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Sia
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

@melly210 - ich finde du hast recht. Ich sehe das nach dem Gespräch mit dem KJPD genauso. Es hat mir sehr geholfen. Ich verstehe mich eigentlich ganz gut mit meinem Sohn und ich will sein Vertrauen in uns nicht verlieren. Eigentlich einer der Punkte wieso ich betreffend Abklärung gezögert habe.
Und ja, ich finde auch, dass dieser Psychologe echt sehr gut ist. Nur schon die Tatsache, dass er sich so viel Zeit für mich genommen hat!

Aber ich bin dennoch froh, dass ich hier Rat gesucht habe. Manchmal ist es schwierig, das richtige zu finden. Und manchmal sieht der Weg am Schluss ganz anders aus als der, den man zu beginn einschlagen wollte!

Ich fühle mich befreit seit dem Gespräch. Auch bestätigt!

Auch mit dem "Ausweichen" hast du recht. Eigentlich habe ich in meinem Leben nichts anderes gemacht. Wieso sollte mein Sohn also sein Leben nicht auch meistern können? Ich muss definitiv mehr an ihn glauben und weniger an das was die Umwelt sieht.

Du sagst es … es ist sein Leben! Ich kann mit dem "anders" sein meines Sohnes leben. Ich sehe kein Problem darin. Probleme sehen die anderen - der Druck kommt von aussen.
Wir sind aber stark genug diesem Druck standzuhalten und gemeinsam den perfekten Ausbildungsplatz für ihn zu finden!
Und wenn er dazu bereit ist, weiss er, dass er jederzeit Hilfe bekommen kann!

... es ist so einfach. Und ich weiss eigentlich gar nicht wieso man den Titel zu meinem Beitrag geändert hat. Es ging tatsächlich darum

Abklären oder "so leben lassen"! Und mein Sohn hat entschieden: lasst mich so leben wie ich bin!

Ich finde, dass dies eine sehr bemerkenswerte Entscheidung für einen fast 13-jährigen Jungen ist. Ich bin eigentlich sehr stolz auf ihn Very Happy

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Eine schöne Zeit wünscht
Sia

Sohn 2004 (MPS IIIa) / Sohn 2005 / Tochter 2010

Stell' dich täglich dem Wind, dann trotzt du dem Sturm. Geh' lachend durch den Regen, und du überwindest die Flut.
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Regina Regenbogen
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Sia hat folgendes geschrieben:
Ich bin eigentlich sehr stolz auf ihn Very Happy


Streich das "eigentlich", auch aus deinen Gedanken. Wink

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Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese
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Sia
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

@toto35 - ich habe mit dieser Frage gerechnet Wink
Das wäre manchmal nämlich wirklich toll, wenn man das so einfach wüsste. Oft ist es ja die Schwierigkeit zu sehen "kann das Kind nicht" oder "will das Kind nicht". Aber es ist auch schwierig zu beschreiben. Natürlich habe ich nachgefragt und er hat mir das dann auch nochmals erklärt ... ich hoffe, dass ich das jetzt einigermassen hinkriege, dass man es auch versteht. Ich erkläre es mit einer Aufgabe ...

Das Kind braucht Aufgaben, für die es die Verantwortung übernehmen kann. Wenn es sein muss, vertraglich festgelegt.

Du sagst dem Kind, du bist dafür verantwortlich, dass jede Woche "die Aufgabe" (Altpapier bündeln, Hasen misten, Müll wegbringen etc.) erledigt wird. Klappt das einwandfrei - gut!

Klappt das eben nicht, fragst du wieso es diese Aufgabe nicht gemacht hat. Du sagst dem Kind wieder, dass du das aber von ihm erwartest. Klappt aber trotzdem wieder nicht - einige Wochen lang - stellt sich die Frage "kann das Kind nicht" oder "will das Kind nicht".
Also verschärfst du die Vorgehensweise (Druck aufbauen) und machst einen Vertrag mit genauem Tag/Zeit wann die Arbeit erledigt sein muss. Wenn es das Kind trotzdem nicht schafft, die Arbeit zu erledigen, könnte ein "nicht können" (Aufgabe zu schwer / keine Konzentration / weiss nicht wie angehen etc.) dahinter stecken. Klappt die Aufgabe, nachdem man "Druck" ausgeübt hat, steckt wohl oft ein "motivationslos" (sieht keinen Sinn / unwichtig etc.) dahinter.

In beiden Fällen kann man mit dem Kind üben diese Aufgabe in Zukunft verantwortungsbewusst zu machen. Also zur vereinbarten Zeit mit dem Kind die Aufgabe erledigen so lange bis es sie kann (beim "nicht können"). Alles nochmals erklären, Geduld haben, Konzentration stärken etc.
Und beim "motivationslos" ebenfalls unterstützend dabei sein - nicht helfen bei der Arbeit (weil das Kind könnte eigentlich) sondern zeigen, wieso die Arbeit Sinn macht und wichtig ist!

Das Ziel wäre dann, dass das Kind lernt "Verantwortung" zu übernehmen. Ein Bewusstsein dafür entwickelt.

Bei meinem Sohn ist es definitiv so, dass er oft den Sinn in einer Aufgabe nicht sieht.

... und das ganze könnte man "geübt" eben auch in Fragen/Antworten herausfinden aber dazu musst du die richtigen Fragen stellen ... fragt man richtig, könnte man wohl erkennen, ob das Kind nicht kann oder den Sinn nicht sieht! Fragen stellen, in denen das Kind nicht mit ja/nein antworten kann. Sondern erzählen/beschreiben muss. Gefühle definieren.
In unserem Fall stelle ich mir das sehr schwierig vor, weil meinem Sohn muss man alles aus der Nase ziehen. Von sich aus erzählt er nichts und wenn ich ihm zu einer Aufgabe solche Fragen stellen würde, würde er mich wahrscheinlich fragen: Was hast du, Mama?!? Wink

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Sia

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Sia
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

@regina - schon gestrichen Laughing
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Sia

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melly210
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BeitragVerfasst am: 14.06.2018, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Sia, ich finde dein Beitrag liest sich absolut super, und ich denke dein Sohn und du habt euch gut auf einen Weg btw eine Vorgangsweise geeinigt, gratuliere Very Happy
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Sia
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BeitragVerfasst am: 11.07.2018, 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen

Dieses Thema hat mir immer noch keine Ruhe gelassen und soweit geführt, dass ich mitten in einer Abklärung ADHS stecke. Also nicht mein Sohn - tatsächlich stecke ich selber mittendrin!

Es ist irgendwie total interessant. So wie es aussieht, ist ADHS ziemlich sicher aber nicht das einzige. Ich darf noch zum Arzt, weil es zusätzlich noch andere Werte (Labor, Vitamine, Hormone) benötigt. Ausserdem muss man wohl für eine offizielle Diagnose das ADHS bis ins Kindesalter zurückweisen können. Das dürfte bei mir schwierig werden. In meinen Zeugnissen stehen keine Hinweise. Damals hat es nur Noten - keine Berichte gegeben. Wahrscheinlich wird meine Mutter zu einem Gespräch müssen, um zu erzählen, wie ich als Kind war. Das wird bestimmt spannend Wink

Und mein Sohn hat vor den Ferien einen Endspurt an den Tag gelegt, so dass er ein unglaublich gutes Zeugnis nach Hause gebracht hat. Er hat es sogar geschafft den Eintrag im Zeugnis wegen Unselbständigkeit zu vermeiden. Selbst die Lehrerin war beeindruckt.

Auf jeden Fall bin ich gespannt, auf die definitive Diagnose. Auch wenn ich keine offizielle bekommen sollte, bin ich trotzdem froh, dass ich es gemacht habe. Die Gespräche sind sehr gut und hilfreich und wie das so ist werden ganz viele andere Dinge angesprochen und aufgearbeitet oder in meinem Falle beispielsweise wird auch über die Zukunft gesprochen und darüber was ist, wenn mein ältester Sohn sterben wird!

Irgendwie habe ich es nie von dieser Seite aus gesehen. Ein Abklärung habe ich immer mit viel Aufwand und einem "MUSS" verbunden. Aber tatsächlich fühlt es sich leicht und befreiend an.
Gibt es hier jemand, der ebenfalls erst im Erwachsenenalter eine Abklärung hat machen lassen? Wie habt ihr euch dabei gefühlt?

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Sia

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