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Schulchaos bei emotionaler Störung und und und
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Lucy`sTeam
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 21:15    Titel: Schulchaos bei emotionaler Störung und und und Antworten mit Zitat

Hallo !

Ich bin neu hier und möchte mich gleich mit unserem großen Schulproblem an euch wenden und hoffe das mir der ein oder andere Rat helfen könnte.

Erstmal vielleicht ein paar Eckdaten...
Mein Sohn ist 7 Jahre alt, lebt seit 6 Jahren allein mit mir.
Er ist schon immer sehr aufgeweckt. Im Kindergarten gab es immer wieder Probleme mit aggressiven Verhalten und Einhalten von Regeln.
Er war nie wirklich trocken und sauber.

Seit er 4 ist sind wir im SPZ... dort wurde sein IQ als normal eingestuft. Ergo und eine Psychologische Betreuung empfohlen.

Vom SPZ kam die erste Diagnose "emotionale Störung + ADHS" "Eneuresis + Enkopresis"

Im Vorschulalter spitzen sich die Probleme zu, die Erzieherinnen sprachen ihre Bedenken aus was die Einschulung betraf.
Im SPZ wurde uns aber von einer Rückstellung abgeraten, sie empfohlen eine Schulbegleitung nach §35a und ADHS Medis am 1. Schultag....

Die Schulbegleitung habe ich beim Jugendamt beantragt, aber schnell eine Absage erhalten, mit der Begründung er sei ja noch nicht einmal in der Schule ( vielleicht klappt es ja ohne Rolling Eyes )
Die Rektorin der Grundschule war damals involviert, konnte aber auch nichts erreichen.

Da uns keiner weiterhelfen konnte habe ich ihn in einer Tagesklinik für Kinder - und Jugendpsychiatrie vorgestellt.
Dort konnte er recht kurzfristig aufgenommen werden und verbrachte 3 Monate dort ( mit damals 6 Jahren ).
Leider überschnitt sich der Aufenthalt mit der Einschulung, aber mit der Klinik zusammen beschlossen wir das der Klinik Aufenthalt für ihn Priorität hat.

Auch dort kam man zum Schluss das er an einer Emotionalen Störung leidet und emotional eher 3-4 Jahre alt sei.
Die Eneuresis + Enkopresis besserte sich deutlich, aber funktioniert bis heute nur mit stricktem Toilettentraining ( das er bis heute nur nach Aufforderung einhält )
Sie führten dies darauf zurück das er emotional noch gar nicht in der Lage sei die Toilettengänge als wichtig einzustufen.

Die ADHS Diagnose stellten sie eher in der Hintergrund.
Evlt. kommt eine posttraumatische Belastungsstörung und eine Bindungsstörung dazu.

So.... dennoch riet uns die Klinik zur Einschulung.
Da mittlerweile aber die Rektorin ahnte das es mit uns nicht so leicht wird, verweigerte sie erstmal die Aufnahme ... deshalb war Junior nach der Klinik noch mehrere Wochen Zuhause und konnte erst im November in die 1. Klasse der Regelschule starten.

Und jetzt stehen wir vorm Dilema.... in der Schule verweigert er zunehmend zu arbeiten.
Er sitzt Stundenlang vor seinen Aufgaben und träumt, zerkaut Stifte und im schlimmsten Fall lenkt er seine Mitschüler ab.
Ich musste ihn schon mehrmals früher abholen, vom Sport ist er meistens ausgeschlossen weil er wieder irgendwo nachsitzen muss, einen Verweis für eine Woche gab es auch schon.

Scheinbar ärgert er oft die anderen, wenns Ärger gibt - er ist immer dabei...

Durch seine Verweigerung kommt er natürlich im Stoff nicht mit, er kann bisher nicht lesen und nur sehr langsam und mühsam abschreiben.
Dabei meint auch die Lehrerin das er es durchaus packen könnte... aber emotional die kleinsten Hürden nicht schafft.

Schon nach kurzer Zeit schlug die Schule vor übers Schulamt einen Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf zu stellen.
Es gab einen Frist zum 30.04.... die ist mittlerweile abgelaufen, aber passiert ist bisher nichts.

Zuständig für das Gutachten ist eine Förderschule mit Förderschwerpunkt sozial / emotional.
Diese Schule ist 40 km von uns entfernt.

Die Lehrerin hat uns offenbart das sie ihn auf keinen Fall mit in Klasse 2 nimmt und dafür ist das er die Schule verlässt. Crying or Very sad


Und hier kommt mein Problem........ die Klinkpyschologin hat uns empfohlen ihn NICHT auf eine Schule mit diesem Förderschwerpunkt zu schicken und GT Betreuung möglichst zu umgehen ( wegen seinen Toilettengängen und der Bindung zu mir )
Die Psychologin schimpft über die Lehrerin, die ihre Tipps nicht annimmt... die Lehrerin umgekehrt sagt die Psychologen würde immer schön daherreden und hätte vom Schulalltag keine Ahnung.

Und jetzt sitze ich hier und überlege und überlege ob der Schritt über das Schulamt der richtige war... ob es richtig war dem Rat der Schule zu folgen ( die ihn von Anfang an nicht wollten und jetzt froh wären wenn er schnell geht ).

Hat hier jemand Erfahrung mit Kindern die an einer emotionalen Störung leiden und an einer Förderschule dafür sind ?

Oder wäre die Schulbegleitung und eine Wiederholung der 1. Klasse doch die bessere Wahl für uns?


Bin über jeden Rat dankbar.... Smile
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svennie
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lucy,
das klingt wirklich nach einer schwierigen Situation. Ich würde versuchen, auf eine andere Schule -evtl eine andere geeignete Förderschule- zu wechseln oder eine Regelschule mit kleinen Klassen und würde auf jeden Fall die SB beantragen. Für mich hört es sich so an, als ob die Lehrerin überfordert ist und auch Dein Sohn dort nur schlechte Erfahrungen macht, weil er nur negative Rückmeldungen bekommt. Ich würde die KJP mit ins Boot nehmen und versuchen, eine andere, für Deinen Sohn geeignete Schule zu finden.
LG
Svenja

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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich weiß nicht woher ihr kommt, aber evtl. wäre der Wechsel zu einer anderen Grundschule möglich, die vielleicht schon mehr Erfahrung hat.
Vielleicht würde auch schon ein Wechsel in die Parallelklasse reichen.

Hast du schon mal das Gespräch mit der Schulleitung gesucht?
Und habt ihr inzwischen eine Schulbegleitung?

Gruß
Alex

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Lucy`sTeam
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Wir wohnen in BaWü.
Die Schulbegleitung wurde vor Einschulung vom Jugendamt abgelehnt.
Danach sollte es Treffen mit der Zuständigen Mitarbeiterin, der Psychologin und der Schulleitung geben. Die Jugendamt Mitarbeiterin ist aber nicht erschienen und war dann auch nicht mehr erreichbar.
Die Rektorin hat sich deshalb wohl bei einem Vorgesetzen beschwert... Geändert hat das aber nichts.

Großes Problem denke ich.... Die Grundschule hält nichts von Inklusion!

Eine andere Grundschule war tatsächlich angedacht... Dort gäbe es eine Klasse mit nur 15 Schülern, 2 I - Kinder mit einer Schulbegleitung. Aber die Rektorin hat uns abgelehnt!
Ein weiteres Kind würde die Klasse und vorallem die I - Kinder durcheinander bringen Sad
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ariana05
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
oh je, da ist ja wirklich einiges nicht so gut gelaufen. Mein Sohn, ähnliche Situation wie Deiner und gleiches Alter, wurde zurückgestellt, hat vor der Einschulung Medis bekomnen, eine Schulbegleitung und den Förderschwerpunkt emotional-sozial. Ohne dieses Netz würde es nicht funktionieren, den Schulstoff an sich bewältigt er ohne Probleme. Die Schule (normale Grundschule) hat viel Erfahrung mit Inklusion, ich habe mich strikt geweigert, ihn an der Förderschule anzumelden, was uns nahegelegt wurde.

Hör auf Dein Bauchgefühl und schau Dir auch die Förderschule mal an. Was hat denn das SPZ zu den Medis gesagt, soll er hier eingestellt werden? Ohne Medis wäre unser Sohn aktuell nicht beschulbar.

LG
Ariana
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Lucy`sTeam
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ariana,
Danke für deine Nachricht.

Medikamente erhält er bisher keine weil die Tagesklinik die ADHS Diagnose stark in Frage stellt.
Sie sagten er würde wohl wenig davon profitieren weil die emotionale Hürde zu groß sei.
Auf die Klinik habe ich bisher gehört weil ich dachte sie hätten den besten Blick auf Junior.
Im SPZ waren wir ja nur immer wieder zu Testungen.

Seine Lehrerin ( mit der wir echt unsere Schwierigkeiten haben) sagt auch das sie eine posttraumatische Geschichte vermutet.

Irgendwie hat jeder was schlaues zu sagen, aber geholfen wird uns nicht
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GabySP
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BeitragVerfasst am: 16.05.2018, 06:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Morgen,

die „Karriere“ und die Probleme deines Sohnes erinnern mich stark an meinen Sohn. Notaufnahme in der Tagesklinik nach 6 Schulwochen, weil alles eskalierte und er zudem in der Schule täglich einnässte. Nach der Tagesklinik kam er dann gegen unseren Willen in die s/e Förderschule und das war das Beste, was ihm passieren konnte. Da wurde er wirklich dort abgeholt, wo er stand und angenommen. Allerdings war die Förderschule auch nur 3 km entfernt.
Mein Sohn wurde übrigens als Asperger-Autist diagnostiziert. Vor diesem Hintergrund lege ich dir ans Herz, einen guten KJP zu suchen. SPZs sind mit unseren Kindern eher überfordert.
Vielleicht solltest du dir die für euch in Frage kommende Förderschule einfach mal angucken und dort hospitieren. Die Hauptsache ist, dass in die Situation jetzt Ruhe einkehrt,

LG Gaby

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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 16.05.2018, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lucy,

die „Einschulung“ ist ja nun schon lange her und offenbar geht es ohne Schulbegleitung nicht.
Ich würde erneut einen Antrag stellen - der „muss“ ja bearbeitet werden.

Die Sache mit der Förderschule SE: es gibt solche und solche Schulen. Ich würde mir die Schule unbedingt anschauen.

Gruß
Alex

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FinjaSausewind
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BeitragVerfasst am: 16.05.2018, 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich würde auch empfehlen, einen guten Kinderpsychologen vor Ort zu suchen und dort mal vorstellig werden bzgl. Diagnose.
Ich persönlich würde auch einen Schulwechsel anstreben. Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe noch andere Förderschulen, die in Frage kämen.
Leider gibt es sehr wenige Grundschulen, die gut inklusiv arbeiten. Viele sind damit überfordert. Das hört man immer wieder von den Lehrern.

Ich würde bei der Problematik eher in Richtung guter Förderschule schauen. Ich denke das bringt ein gutes Stück Entlastung bei euch rein, er würde besser betreut und bekäme auch mal positives Feedback.
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 16.05.2018, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

schließe mich den Vorschreiberinnen an, besonders Gaby. Aber keinen Kinderpsychologen, sondern einen Kinder- und Jugendpsychiater, das ist der zuständige Facharzt.
Anträge beim Amt immer schriftlich, denn mündlich können die zusagen oder abwimmeln, wie sie wollen. Schriftlich ist fürs Amt verbindlich, und du kannst die Entscheidung nachprüfen und gegebenenfalls Widerspruch einlegen.

Grüße

_________________
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
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