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Anjali
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht könnten die Großeltern übergangsweise noch mehr eingespannt werden? Oder ein Babysitter?
Darüber hinaus schließe ich mich melly210s Vorschlag an.

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Viele Grüße
Anja


Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)
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AnnalenaO
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Stina!
Ich möchte dir nicht zu nahe treten. Ich glaube dir dass dein Kind besonders anstrengend ist. Besonders die Schlafsituation.
Trotzdem entsteht bei mir der Eindruck als hättest du teilweise auch Erwartungen an dein Kind die viele Klein(st) Kinder nicht erfüllen würden.
Ja, es gibt sie die Kinder die Stundenlang im Sand sitzen und mit einem Schäufelchen glücklich sind. Meine Kinder gehörten beide nicht dazu. Auch mein fittes Kind wär nicht lang im Sandkasten geblieben. Und mein Sohn (Asperger Autist) erst recht nicht. Der mochte das Gefühl von Sand an der Haut nicht.
Was ist denn so schlimm daran wenn dein Sohn Gemüse aus der Erde zieht? Kannst du das in dem Moment vielleicht etwas steuern und sagen: komm, wir ernten jetzt Möhren für das Abendessen und dann gehen wir sie zusammen waschen. Oder ist das so gar nicht möglich? Ich kann mir das so schwer vorstellen bei so einem kleinen Kind. Meine Nichte war und ist auch ein wirklich sehr forderndes anstrengendes Baby/Kind. Sie war Schreibaby, immer hyperaktiv, sie ist geistig behindert und Autistin. Ich kenne daher schon bis zu einem gewissen Grad schwierige Kleinkinder, wenn man sich gekümmert hat war sie aber schon ablenkbar und führbar. Anstrengend klar, aber nicht in dem Maße wie du das beschreibst.
Hätte dein Sohn den Buchsbaum denn wirklich zerstören können? Oder hätte er vielleicht ein bisschen was abgerissen? Das ist ja erstmal nicht so schlimm. Dann kann man vom am Buchsbaum abreissen vielleicht zu Gänseblümchen abreissen übergehen? Oder einfach Gras abreissen mit ihm "spielen" und eine Grassuppe kochen?
Es tut mir für euch beide wirklich Leid, es hört sich nach einer extremen Situation an.
Ich würde unbedingt empfehlen dass die Großeltern und wer sonst auch immer erreichbar ist deinen Sohn am besten Täglich für 1-2 Stunden betreuen damit du etwas Schlaf nachholen kannst. Das liest sich für mich schon wie eine gewisse Notsituation, du beschreibst euren Alltag als "fürchterlich". Da müssen deine Verwandten doch bereit sein dir zu helfen. Ich finde das kannst du ihnen auf jeden Fall zumuten. Wenn du zur Ruhe kommst reizt das Verhalten deines Sohnes dich vielleicht auch nicht mehr so sehr so dass du Ruhe auf ihn ausstrahlen kannst.
Ergotherapie kann ich auch nur empfehlen.
Ich drücke ganz fest die Daumen dass ihr Entlastung bekommt und dass sich der Schlaf deines Sohnes bald bessert und ihr zur Ruhe kommt!

Alles Gute, AnnalenaO
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Stina2004
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, ich glaube, da ist was falsch rüber gekommen. Es ist selbstverständlich, dass er sich nicht allein beschäftigen kann in dem Alter und ich hab mich immer mit ihm in den Sandkasten gesetzt. Er ist auch nie in einem Raum alleine, das wäre ja unverantwortlich. Das Ausbüchsen kommt dadurch zustande, dass ich wirklich eingeschränkt bin (s. Signatur, GdB 80 mit G, nur um eine grobe Vorstellung zu geben). Die Hemiparese hat leider eine spastische Komponente (die natürlich gerade auch eher schlimmer als besser ist) und ich bin dann beim Aufstehen, gerade vom Boden, schlicht zu langsam, bis ich mich sortiert habe.
Ich dachte, weil ich es halt bei andren Müttern schon mal gesehen hab, dass man dem Kind z.B. was vormacht und es dass dann nachahmen möchte, aber vielleicht hab ich mich auch im Alter vertan und er kann das noch gar nicht können? Also er schreit halt meist wenn ich ihm was zeige, also ein Eimerchen mit Sand befülle, um mal bei dem Beispiel zu bleiben.
Er lässt leider auch nicht von Dingen ab, die er einmal zum Bearbeiten auserkoren hat, es ist also nur ok, den Buchs zu Schreddern, aber gar nicht gut, alternativ Gänseblümchen zu pflücken.

Abnehmen kann ihn außer der Vater nachmittags kurz definitiv keiner. Die Großeltern fahren selber an der absoluten Belastungsgrenze und der Rest ist halt auch berufstätig. Dann muss ja aber auch der Haushalt gemacht werden, zumindest ganz grob, damit wir nicht im Dreck versinken und ich brauche da natürlich auch übermäßig lange, weil ich so unbeweglich bin.
Babysitter müsste man mal eruieren, da ich durch die fehlende Betreuung aber nochmal soviel arbeiten kann, wie ich eigentlich müsste, ist das auch ne Geldfrage und das wäre vermutlich in der Ergo besser investiert.

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Viele Grüße
Stina
Selbstbetroffen mit EDS, Z.n. Mediainfarkt, Hashimoto und Frühstarter *2017
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Anjali
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ergotherapie läuft über Rezept (bei uns hat sie der
Kinderarzt verordnet) und wenn ich mich richtig erinnere, muss man auch nichts zuzahlen.

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Viele Grüße
Anja


Mutter mit Sohn (17 Jahre / Asperger-Autist)
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Stina2004
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn es denn verordnet wird... die KiÄ ist sehr geizig was das angeht. Wir sind schon woanders auf der Warteliste, aber es dauert, das kennt man ja. Wir haben auch schon mal ein Rezept Physio selbst gezahlt, weil es halt trotz Bericht der Therapeutin keine Folgeberordnumg gab, sich mit Diskussion nicht.
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Stina
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Anjali
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 20:55    Titel: Antworten mit Zitat

Du musst aber auch damit rechnen, dass es ggf. keine schnelle Lösung gibt, die deinen Sohn in absehbarare Zeit pflegeleichter macht.
Ich würde mehrgleisig fahren und
an Entlastungsmöglichkeiten rausholen, was geht.

Vielleicht wären die Ausgaben für einen Babysitter (zumindest übergangsweise) doch eine sinnvolle Investition.

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Anja


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Stina2004
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss halt schauen, ob es mit einer Verordnung klappt, dann gäbe es da auch vielleicht eine Möglichkeit. Nachdem hier so viele aber so positiv von der Ergo berichtet haben, möchte ich das aber zumindest mal ausprobieren und würde es daher im Zweifel wohl priorisieren.
Ich hatte den Gedanken ‚Fremdbetreuung’ vor der Kita schon eher ad acta gelegt, da es schon mit einer Betreuung durch Tagesmutter bzw. bei zweien unter dem Stichwort ‚nicht handlebar‘ auch nicht geklappt hat.
Wahrscheinlich wird sich zumindest absehbar überhaupt nichts ändern, da hast du absolut recht. Der Weg kann also nur sein, dass vor allem ich mir ein dickeres Fell zu lege.

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Viele Grüße
Stina
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melly210
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BeitragVerfasst am: 15.05.2018, 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde wirklich im SPZ nachfragen. Du brauchst auf jeden Fall Entlastung und jemanden der das Gesamtbild sieht und ich denke da hast du dort die besten Karten. Ggf. können sie dir auch bei der Suche nach einer Tagesmutter helfen die mit deinem Sohn zurechtkommt, oder alternativ auch einem I-Platz in einer guten Krippe.
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 16.05.2018, 07:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stina,

aus leidvoller Erfahrung, und damit du nicht wieder an jemanden gerätst, der nicht wirklich helfen kann: Nimm auf keinen Fall die nächstbeste oder irgendeine Ergo, sondern suche dir eine, die den Schwerpunkt auf Kinder mit Wahrnehmungsstörungen (da werden Stichworte wie Autismus, ADHS aufgelistet, Sensorische Integration, evtl COOP-Ansatz - so kannst du gut suchen; das soll nicht heißen, dass euch das alles betrifft, sondern dass die Ergo dann auch mit angeblich „nicht händelbaren“ Kindern klarkommt).

Was sagt denn die Frühförderung, hat die nicht Tipps, wo du dich hinwenden kannst, was du machen kannst?

An den einschlägigen Ausbildungsstellen (für Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Ergo- und Logopädie, usw ) finden sich mit Glück Studenten, die als Babysitter ein schwieriges Kind betreuen.


Wenn ich zu dem Beispiel mit dem Sandkasten was sagen darf: abgesehen davon, dass Juniir Sand noch nie interessiert hat - ihn einfach dem Meuen aussetzen, führt beim Junior zu Überforderung und Verweigerung. Er braucht einige Tage oder Wochen, um sich an die Anwesenheit von neuem zu gewöhnen. Und es braucht jemanden, der das Dings einfach benutzt, und er kann unaufgefordert (!), beiläufig, ohne Anforderung, zugucken, das in Ruhe einsortieren. (Höchstens mal ganz kurz „anschieben“, wenn sonst gar nix passiert.) Man muss dann auch tatsächlich abwarten, bis er VON SICH AUS drauf zugeht.
Und wenn er gerne Gemüse ausbuddelt: Das wär es mir auf jeden Fall wert!

Grüße

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Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
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Anjali
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BeitragVerfasst am: 16.05.2018, 07:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ich möchte dir ja nicht einen Babysitter einreden, war nur so ein Gedanke, ob es nicht eine Entlastung für dich sein könnte, wenn jemand den Kleinen mal für 1 bis 2 Stunden wöchentlich zum „Austoben“ (Waldspaziergang; Spielplatz) mitnehmen würde. Die Großeltern sind ja anscheinend schon völlig ausgelastet.

Kita oder Tagesmutter sind ja wieder andere Kaliber.
Natürlich ist offen, ob ein Babysitter überhaupt von deinem Sohn akzeptiert werden würde. Darüber hinaus kannst dich mit dem Vorschlag nicht anfreunden. Also vergessen wir den Vorschlag lieber wieder.

Habt ihr schon einen Termin im SPZ?
Wahrscheinlich ist es doch am vernünftigsten, erstmal das Gesamtbild zu betrachten.
Im SPZ müsste man dann (bei Bedarf) auch eine Verordnung für eine Ergotherapie ausstellen können.

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Viele Grüße
Anja


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