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Sprachentwicklungsverzögerung
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Vasvija
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 20:01    Titel: Sprachentwicklungsverzögerung Antworten mit Zitat

Hallo, meine Tochter ist jetzt etwas über 10 Jahre und spricht immer noch nicht (sagen kann sie nur ihren Namen, mama, ja, nein). Hat jemand ähnliche Erfshrungen??
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Sheila0505
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich wundere mich gerade: Habt ihr da wirklich noch die (Toddler-)Diagnose "Sprachentwicklungsverzögerung"?

Da hat aber "jemand" geschlafen oder? Ich finde das ehrlich gesagt "heftig". Wie werdet ihr denn unterstützt? Fühlt ihr euch gut betreut?

Liebe Grüße
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melly210
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte bei dem Titel jetzt ehrlich gesagt auch eher an ein Kleinkind gedacht. Was hat sie denn sonst noch so an Auffälligkeiten und Diagnosen ?
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 21:19    Titel: Antworten mit Zitat

Mir fing es genauso. Wie kommuniziert ihr? Kann deine Tichter Gebärdensprache oder nutzt ihr UK (Talker bzw. I-Pad mit talker-Programm)? Wie wird sie beschult?

Hier gibt es etliche Eltern nonverbaler Kinder, aber bei den meisten ist die Ursache des nicht-sprechens bekannt und sie kommunizieren eben über andere Wege. Und der Großteil dieser Kinder bekommt spezifische Therapien und Förderung.

Für den Erfahrungsaustausch hier wären daher weitere Infos zu deiner Tochter hilfreich.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Patricia.S
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Unser Sohn wird bald 4, also viel jünger als deine Tochter, und spricht nur wenige Wörter. Da seine Sprachentwicklung schwer abzuschätzen ist, bieten wir ihm Gebärden und eine Ipad+Metatalk an - sehr erfolgreich übrigends!
Er bekommt div. Therapien u.a auch Logo aber für mich wär es "in Ordnung" wenn er nonverbal bleiben würde. Wirklich wichtig ist ein Weg für gelungene Kommunikation.

_________________
Lorenz 6/2014 - Hirnstammhypoplasie mit rumpfbetonter Hypotonie, Facialisparese, Taub li. mit Hörgerätversorgung, Hornhauttrübung li. Auge, Sprachentwicklungstörung
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Vasvija
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ich habe zig mal versucht was zu finden, ähnliche Probleme wie bei meiner Tochter, aber nie was gefunden. Heute kam der MDK wegen einer Neubegutachtung von PF3 auf PF4 - auf Anraten des Pflegedienstes sollte ich das bei der KYk beantragen ...

Nein, außer globale Entwicklungsverzögerung und Sprachstörung keine weitere Diagnose ... Ema kami einer Gaumenspalte auf die Welt. Diese wurde vor ihrem ersten Jahr verschlossen. Die Sprache kam und kam nicht. Mit 1,5 Jahren waren wir dann im WOI in HH vorstellig. Therapien bis zur Kita. Dann weitere Untersuchungen - MRT des Kopfes, SchlafentzugsEEG, stoffwechselerkrankungen ausgeschlossen, humangenetisch nichts gefunden ... hören kann sie gut. Trotz Trommelfelldefekt nach Paukenausfall und Verschluss vor 3 Jahren ... in der Schule benutzt sie einen Talker, na ja, aber nicht so richtig zur Kommuikation. Gebärden kann sie nur wenige. sie will eher so zeigen was sie will. Und häufig weiß ich es nicht. Schlimm ist, dass ich nie weiß wie ihr Tag war, wie ein Ausflug war etc. sie ist auch jetzt in der Pubertät. Bekommt ca alle 6 Wochen ihre Regel. Das ist noch einmal zusätzlich erschwerenswert. Ach ja, beim Endo waren wir auch. Außer Vitamin D Mängel und Eisenmangel keine Erkrankung der Schilddrüse.
Langsam wird. Es immer schwerer für mich, dass alles zu ertragen. Will auch nicht meckern. Aber es gibt Tage, da mag ich einfach nicht mehr. Ich möchte auch nicht mehr weitermachen. Und dann funktioniere ich doch weiter, weil ich muss ... Danke für eure Nachfragen. Fühle mich nicht mehr soooo allein ... LG
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Vasvija
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BeitragVerfasst am: 07.05.2018, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, sie geht auf eine Integrationsschule. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Wahl ... ja, die Kommunkation klappt nicht so dolle. Ema hat auch ein iPad mit Metatalk. Um ihre Befürfnosse zu äußern nutzt sie ihn nicht. Eher in der Schule für die Fächer. Ich bin wirklich verzweifelt, ob hoffe, dass sie mehr Fortschritte machen wird. Denn so wird einLeben schwierig sein. Ema bekommt an Therapien Logo, Ergo und Physio ...
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UrsulaK
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BeitragVerfasst am: 08.05.2018, 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bzgl. Talker-Benutzung gibt es ein gutes Buch zur Einführung.
Hier ist der Link zur Webside:
http://www.ukcouch.de/

Das Buch heißt:
Modelling in der unterstützten Kommunikation
Hier ist noch ein Link von der Titelseite:
http://www.ukcouch.de/wp-content/up.....017-11-03-um-13.55.10.png

Darin geht es darum wie man Kinder an die Benutzung des Talkers heranführt. Im Wesentlichen muß die Umwelt dabei ein Vorbild sein, indem sie selbst auch den Talker benutzen. Das bedeutet, damit deine Tochter den Talker benutzt, muß du selbst beginnen den Talker zu benutzen, um ihr ein Vorbild zu sein. Die Vorgehensweise wird etwas genauer im Buch beschrieben.


Hast du schon an VED (verbale Dypraxie) gedacht. Nicht das jetzt etwas in deiner Beschreibung darauf hinweist, aber wenn ich höre, das jahrelange Logo nichts bringt, dann werde ich immer hellhörig. Ich selbst habe 4 Jahre lang Logo mit meinen Sohn gemacht, bei einer Logopädin, die die VED nicht erkannt hat und mein Sohn hat keine Fortschritte gemacht. Erst als ich die Praxis gewechselt habe, wurde die Therapieform geändert und mein Sohn hat doch noch erst mit 6 Jahren langsam die Lautsprache erlernt.
Leider kennen sich viele Logopäden mit VED nicht aus.

Ist Deine Tochter auch kognitiv eingeschränkt (erklärt zwar nicht, warum sie nicht spricht, ist aber wichtig zu wissen, da das Lernen dann gewöhnlich auch langsamer verläuft)? Hat sie autistische Züge? Autisten sehen manchmal Sinn und Zweck von Kommunikation nicht ein. Man muß sie dabei speziell unterstützen, um zu begreifen wozu man den Talker benötigt.


VG, Ursula

_________________
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus
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kati543
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BeitragVerfasst am: 08.05.2018, 08:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wow, ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an. Wir haben zwar auch die Diagnose, aber wir wissen mittlerweile, was dahinter steht und warum es diese Diagnose gibt. In unserem Fall steht der Autismus dahinter und dann muss natürlich die Sprachentwicklungsstörung ganz anders behandelt werden. Meine Söhne hätten niemals angefangen zu sprechen, wenn ihnen nicht klar geworden wäre irgendwann, dass es für sie vorteilhaft ist. Mein Jüngster hat 6 Jahre lang Sprache vollkommen verweigert - es hat ja auch ohne Sprache alles ganz gut geklappt. Mir war das bis dahin gar nicht klar gewesen, aber unsere Autismustherapeutin hat uns das ganz klar gezeigt.
Meine Kinder haben uns alles gezeigt, sie nutzten teilweise unsere Körper wie Werkzeuge um das zu tun, aber niemals sprachen sie. Mal im absoluten Notfall mal ein Äquivalent von "Mama". Obwohl sie wirklich alles (und da waren wir uns 100%ig sicher) verstanden haben.
Es hat insgesamt 2 Jahre gedauert - danach quasselten meine Söhne ohne Unterlass. Aber sie haben es nie gelernt wie "gesunde" Kinder. Das erste perfekt ausgesprochene Wort meines Jüngsten war "Nutella".
Wenn jahrelange Logopädie nichts bringt, dann therapiert sie DEFINITIV mit dem falschen Ansatz! Es gibt viele Sprachbehinderungen, die vollkommen anders therapiert werden müssen. Die "Normalo-Therapie" hilft da nichts. Das kann man sich sparen.

Ich will dir wirklich nicht sagen, dass dein Kind vielleicht Autist ist. Ich wollte dir nur sagen, wie es bei uns war. Vielleicht kannst du ja die Diagnostik bei euch nochmal anrollen lassen.
Gönne deinem Kind mal eine Pause in der Logopädie und schau ob es eine Veränderung gibt.

LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 08.05.2018, 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Bei meinem jüngeren Sohn war es leicht, den Grund für´s nicht-sprechen zu finden. Denn er ist gehörlos geboren. Hat zwar mit 20 Monaten beidseitig Hörimplantate (CIs) bekommen, verweigert aber vehement, seine "Horchis" zu tragen, und hört daher auch nichts (wirklich NICHTS).

Warum er nicht gebärdet war mir aber nicht klar. Denn ich habe mit Gebärdensprache begonnen, als er grade mal 4 Monate alt war. Dann, als mein Sohn 3 Jahre alt war, sah ich auf einem Gehörlosen-Treffen ein 10 Monate altes Baby, das einen größeren aktiven Gebärden-Wortschatz hatte als mein Sohn.

Die Frühförderin hatte als erstes den Verdacht auf frühkindlichen Autismus, der sich dann diagnsotisch bestätigt hat. Bis dahin habe ich die Schuld bei mir gesucht, dachte, ich würde einfach zu langsam gebärden, so dass mein Sohn deshalb den Blickkontakt nicht halten kann..

Mittlerweile spricht mein Sohn (wird im Juli 6) immer noch nicht, gebärdet aber schon deutlich mehr und kann unmittelbare Bedürfnisse sowohl in Gebärde als auch mit dem i-pad ausdrücken.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
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