REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
SuchenSchnellsuche:  
Edina mit Sohn (Sohn, 17 Monate, ASS)
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Vorstellungsrunde
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
KatiY
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 27.04.2013
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Also erstmal ist es nachvollziehbar dass dich das fertig und traurig macht.Ich brauchte auch erstmal eine Weile um mit dem Gedanken zurechtzukommen.Wie es dem Kind später geht und wie sein Leben verlaufen wird,all das frage ich mich auch sehr oft.Aber das kann man wirklich nicht wissen,alles ist möglich.So ist es besser im Hier und jetzt zu bleiben.Aber so doof es klingen mag.Man wächst hinein in diese Situation und lernt damit zu leben.Letztendlich ist es kein Weltuntergang.Wichtig ist,dass es deinem Kind und dir gut geht und ihr Hilfe bekommt.Gib dir Zeit um damit zurechtzukommen und wenn du kannst,rede viel mit Freunden,Familie etc.
_________________
Sohn (1998) :kerngesund
Sohn (2001) : kerngesund
Tochter (3/2011) : Autismusspektrumstörung,Zwangsstörung,kombinierte Entwicklungsstörung......und ein Sonnenschein <3
PG 4,SBA
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Edina26
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 15.04.2018
Beiträge: 13
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Kati,

Wie sieht es jetzt bei deiner Tochter aus? Geht sie in die Schule?
Kann sie sprechen?

Was tut ihr bei diesen Stereotypien? Unterbrechen,rausholen weiter machen lassen?

Und fordert ihr blickkontakt ein oder warter ihr bis das Kind ihn von selbst sucht?

Ich weis.... 1000 fragen.. sorry
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
KatiY
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 27.04.2013
Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ja meine Tochter geht in die erste Klasse.Sie ist auf einer Förderschule und hat eine Schulbegleiterin die ihr durch den Tag hilft.Sie spricht inzwischen gut,klingt oft wie ein "Professor".Aber sie nutzt die Sprache eher ungern zur Kommunikation.Mit anderen Kindern redet sie garnicht. Mit Erwachsenen geht es halbwegs.
Zum Thema Blickkontakt: Ich fordere den Blickkontakt nicht ein,da ch inzwischen gelernt habe,wie unangenehm es für sie ist.Aber die Schule,Therapeuten etc versuchen immer wieder,ihren Blick zu bekommen.Für ganz kurz Zeit klappt das auch.Meine Tochter kann sich aber gut äussern und daher sagt sie auch,wie sehr sie das stört.Sie schaut auch nicht in die Augen,sondern eher auf den Mund.
Stereotypien unterbrechen finde ich schwierig.Ich kann aber auch nur von uns reden.Sie macht das meistens wenn sie überfordert oder gestresst ist.Und das hilft ihr dann da herauszukommen und sich selbst zu beruhigen.

_________________
Sohn (1998) :kerngesund
Sohn (2001) : kerngesund
Tochter (3/2011) : Autismusspektrumstörung,Zwangsstörung,kombinierte Entwicklungsstörung......und ein Sonnenschein <3
PG 4,SBA
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Edina26
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 15.04.2018
Beiträge: 13
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 00:42    Titel: Antworten mit Zitat

@ michie

Ja den Verein kenne ich, die nehmen aber kinder erst ab 3 Jahren. Danke..

Also die Ärzte haben mit ihm diese entwicklungstests gemacht.. und ich habe fragebögen ausgefüllt.
Sein Spielverhalten wurde beobachtet..
Jetzt soll noch ein kurz EEG gemacht werden...

Macht hier jemand Diäten also Milch und Glutenfrie Ernährung?
Oder ist das eher unnötig?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
SimoneChristian
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 12.04.2014
Beiträge: 626

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 00:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Edina26,

wie er sich entwickelt? Ich habe keine Ahnung! Very Happy
Die Tendenz sieht ganz gut aus. Very Happy
Am Wichtigsten ist für mich, dass er mit mir kommunizieren kann (was nicht gleich sprechen bedeutet Exclamation ) und einigermaßen glücklich ist.

Mir hat die Diagnose geholfen, weil ich vorher in der Außenwirkung einfach nur die unfähige Mutter war.

Blickkontakt:
Mittlerweile passiert es mir immer öfter, dass ich ihn reflexhaft einfordere, weil ich dann mehr das Gefühl habe, er hört mir zu. Shocked (Ist mir gerade erst aufgefallen!)
Eigentlich ist immer das Gegenteil der Fall. Fordere ich Blickkontakt ein, kann Exclamation er mir nicht mehr vernünftig zu hören.

Das ist jetzt aber schon so ein Punkt, wo die Meinungen und das Bauchgefühl ordentlich auseinander gehen.
"Möglichst wenig auffallen" versus "So sein dürfen, wie man ist"

Der Blickkontakt ist von alleine besser geworden. Bei weitem nicht auf normalem Level und nur bei entspanntem Kind, aber so hat er auch eine Bedeutung für uns beide.

Stumpfes Einfordern hat nur eine mechanische Reaktion zur folge, die auch noch ständig das Gefühl auslöst, dass die eigenen Bedürfnisse nicht wahrgenommen werden.
Und wer, wenn nicht die engsten Bezugspersonen, kann einem Kind die Sicherheit vermitteln, "richtig" zu sein?!

Stereotypien:
Spielerisch erweitern kann funktionieren. Wenn z.B. das Auto durch die Tür will und hupt.
Beim Lichtschalter ist das übrigens völlig altersgemäß. Da habe ich in diversen Spielgruppen völlig normal entwickelte Kinder minutenlang dran spielen sehen.
Stichwort: Selbstwirksamkeit "Ich nehme direkten Einfluss auf meine Umwelt"
Beim Lichtschalter habe ich einfach "an" "aus" gesagt.
"Tür auf" "Tür zu" später auch "Du machst die Tür auf"

Übrigens ist unsere super tolle Sprachheilpädagogin da genau so eingestiegen und hat mit ein/zwei Kleinigkeiten pro Stunde den Wortschatz aufgebaut.
Da hörte man dann innerhalb der 45min gefühlt so 30 mal "Tasse"

Einfach viel sprachlich begleiten. Das Kind aufmerksam beobachten. Seine Sicht der Welt ernst nehmen. Mitspielen, nicht "vorspielen".

Mit 17/18 Monaten ist einfach noch viel funktionelles Spiel dran.
Schütten, gießen, rollen, matschen
Und sprachlich (etwas unterschiedlich) eben noch eher das "Tür auf", "ein Ball" oder "ein roter Ball" dran.
Und einfach wiederholen, wiederholen, wiederholen. Mitmachen. Kind sein lassen.
Nackte Füße im Sand, Hände im Teig/Knete, Erbsen zum Schütten, eincremen, massieren (falls gemocht).
Und Kind genießen. Sich über jede Entwicklung freuen.

Schwierige Orte zu ungewöhnlichen Zeiten aufsuchen. Spielplätze sind morgens um 8 oder abends ab 19 Uhr in der Regel eher leer. Genauso wie Supermärkte.

Ende des 2. Romans
Simone

_________________
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Edina26
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 15.04.2018
Beiträge: 13
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 01:01    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Simone
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 24.10.2011
Beiträge: 12244

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 07:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

hier eine kleine Umfrage im Forum zur frühen Sprachentwicklung unserer Kinder:
https://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic115580.html

Hier findest du was zum Blickkontakt (gleich im Eingangsposting), und zu vielem anderen: https://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic113545.html

Blogbeitrag zu Stereotypien: https://innerwelt.wordpress.com/tag/stimming/
Noch einer: https://ellasblog.de/stimming-was-ist-das-eigentlich/
Damit hast du auch gleich zwei sehr gute Blogs. Und diese führen wiederum auf weitere, wenn du magst ... Wink

Grüße

_________________
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Anjali
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 15.02.2008
Beiträge: 2275

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Edina,
ehrlich gesagt halte ich es unverantwortlich von den Ärzten, einer junger Mutter mit einem 17 Monate alten Kind mit einer so früh gestellten Diagnose so zu verunsichern.
Bei einem so kleinen Kind kann man noch nicht mit Sicherheit voraussagen, wohin die Reise gehen wird. In Deutschland ist eine Diagnosestellung zu einem so frühem Zeitpunkt aus oben genannten Gründen nicht üblich.
Mein Rat, die weitere Entwicklung deines Sohnes möglichst gelassen zu begleiten, wird für dich in dieser Situation wohl recht schwer umsetzbar sein.

Mit einer Frühförderung macht ihr wahrscheinlich nichts verkehrt, eine gute Ergotherapie und Logopädie sind ja auch schon angesprochen worden.
Ich würde es aber mit der Förderung nicht übertreiben, damit das Kind nicht nur durch die „Förderbrille“ wahrgenommen wird und der Fokus nicht zu sehr auf den (echten und vermeintlichen) Defiziten liegt. Ein Kind mit zig Förderterminen in der Woche muss ja den Eindruck bekommen, dass es so, wie es ist, nicht „genügt“. Weniger ist manchmal mehr. Autisten entwickeln sich oft in ihrem eigenen Tempo weiter. Manchmal muss man nur etwas (mehr) Geduld haben.
Aber das ist meine persönliche Einstellung/Erfahrung, die ich dir nicht aufzwingen möchte.

Blickkontakt würde ich niemals erzwingen, denn es hat immer elementare Gründe, wenn ein (autistischer) Mensch Blickkontakt vermeidet. (Z.B. Schutzfunktion, Konzentrationsförderung)
Stereotypien sind oft ein wichtiges Selbsthilfemittel (z.B zur Selbstregulation, Entspannung) daher wäre ich auch vorsichtig damit, sie zu unterbinden.
Spezialinteressen würde ich immer unterstützen und möglichst wertschätzen und ggf. mit (echtem) Interesse daran teilnehmen.

Sollte sich im Verlauf der nächsten Jahre bestätigen, dass dein Sohn wirklich eine „leichte“ Form von ASS hat, sehe ich persönlich überhaupt keinen Anlass, mit einer umstrittenen Diät zu beginnen.
Bitte, experimentiere nicht auf eigene Faust mit irgendwelchen Diäten herum. Schon gar nicht bei einem Kleinkind.
Sei froh, wenn dein Sohn überhaupt Freude am Essen hat und sich einigermaßen ausgewogen ernähren lässt. Letzteres ist nämlich keine Selbstverständlichkeit, gerade bei Kindern im Autismusspektrum.

Mein Sohn (Asperger-Autist) bekam eine erste Verdachtsdiagnose im Alter von mit 5 Jahren ausgestellt, als er 9 Jahre alt war, wurde diese endgültig bestätigt. Er besucht zur Zeit ein Regelgymnasium ohne Schulbegleitung.

_________________
Viele Grüße
Anja


Mutter mit Sohn (16 Jahre / Asperger-Autist)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
michie
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 08.04.2016
Beiträge: 305
Wohnort: Niederösterreich

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Edina,

Ich sehe es auch so wie Engrid. Eine frühe Diagnosestellung ist durchaus möglich. Und es ist ein Segen, finde ich. Auch gehe ich ganz stark davon aus, dass nicht gleich zwei Fachleute aus Jux und Tollerei in den Raum werfen, dein Sohn könnte ins Autismusspektrum passen. Das ist jetzt natürlich nur meine Meinung.

Blickkontakt würde ich nicht erzwingen. Stereotypien auch nicht unterbrechen. Er soll ja kein anderer werden, als er ist. Er soll sich angenommen und geliebt fühlen dürfen.

Sprache kannst du ganz genauso, wie es SimoneChristian schreibt, aus ihm herauslocken. Ganz ganz viel Wiederholung, optimal visuell unterstützt (UK; unterstützte Kommunikation; vielleicht mal einen Ausflug zu LifeTool planen, wenn er etwas älter ist). Und seine Interessen aufgreifen für alles drumherum: für Kommunikation, für Interaktion, für Sprache konkret. Ich habe früher, vor dem Kindergarten, die Haba-Spiele en masse gekauft und in ganz kleinen Schritten mit ihm durchgespielt, immer gleicher Ablauf (hab mir sogar die Punkte aufgeschrieben, damit ich immer alles gleich mache), und es hat ihm glaub ich viel gebracht. Auf Facebook findest du zB das Autismusforum Österreich, da sind ganz viele andere aus deiner Umgebung. Vielleicht wär das auch was für dich.

Ich kann dir nur sagen, wir alle hier im Forum waren an dem Punkt, an dem du heute stehst. Es ist kein Zuckerschlecken festzustellen, dass das eigene Kind vielleicht die Welt ganz anders sieht als man selbst. Mir persönlich wurde vom Umfeld und von diversen Fachleuten viel zu lange "Hoffnung" darauf gemacht, dass mein Kind doch kein Autist sein könnte, da er offenbar nur ganz leicht betroffen ist. NUR: was heißt "leicht betroffen"? Er nimmt nun einmal alle Reize anders wahr, das kann man meiner Meinung nach nicht in Schweregrade einteilen. Er ist so, wie er ist, und aus. Das einzige, was ich mir rückblickend anders wünsche, ist der Wegfall dieser langen Zeit der Ungewissheit: ist er es nun oder nicht? Ich bin damals dann auf eigene Faust zur Autistenhilfe nach Wien gefahren, weil ich es endlich wissen wollte. Klar tat es irgendwo weh, es dann schwarz auf gelb (das Papier war wirklich gelb) zu lesen. Aber ab dann wusste ich, wie unser Fahrplan aussieht. Und es läuft super bei uns, wirklich.

Alles Liebe für euch!

_________________
michie mit kleinem prinzen (11/2012; ASS) und kleiner fee (02/2015)
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic122077.html
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Kaati
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 25.03.2017
Beiträge: 147

BeitragVerfasst am: 16.04.2018, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Edina,
auch ich schließe mich an. Eine so frühe Diagnose ist ein Segen. Hätten wir zu dieser Zeit eine Diagnose gehabt( und ich denke es wehre bei unseren Sohn auch festzustellen gewesen )
Wehre auch uns viel erspart geblieben was wir uns so anhören mussten als Eltern. Und auch unsere Sohn hätte es vielleicht leichter gehabt.....

Fühl dich gedrückt es ist nicht leicht festzustellen das das eigene Kind speziell ist.
Aber ich finde du machst das schon ganz toll.

Mehr tips als meine vorschreibrinen habe ich aber auch nicht. Habe Geduld mit deinem Sohn, beobachte ihn gut, und mit dir als Mama auch Wink

Vlg kaati

_________________
L. 2.4.13 Autismus Spektrum
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Vorstellungsrunde Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 3 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.07 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber