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Echolalie und Pronominalumkehr bei Kind von 2,5 Jahren
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AnnaMB
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BeitragVerfasst am: 31.03.2018, 22:40    Titel: Echolalie und Pronominalumkehr bei Kind von 2,5 Jahren Antworten mit Zitat

Hallo zusammen Smile

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir bei der Einschätzung o.g. Verhaltensweisen/Eigenarten meines Sohnes (2 Jahre und 5 Monate alt) helfen könntet.

Vorab: Wir haben nächste Woche einen Termin beim Kinderarzt, bei dem unser Sohn wegen Verdachts auf Autismus begutachtet werden soll. Dieser steht im Raum, weil ich vor gut zwei Wochen das, was mir auffällt, gegoogelt und daraufhin die Kitaleitung angesprochen habe. Diese sagte mir, sie hätten auch bereits in diese Richtung gedacht, weil er teilweise schlecht ansprechbar sei, also erst nach mehrmaligem Ansprechen reagiere. Es spreche jedoch sehr viel mehr dagegen als dafür. Bei sämtlichen Online-Tests auf Autismus (die selbstverständlich niemals eine Diagnose ersetzen können, aber durchaus ein erster Indikator sein könnten) kommt heraus, dass eine Diagnose unwahrscheinlich ist. In seiner gesamten bisherigen Entwicklung gab es keinerlei Anzeichen in diese Richtung. Auffällig ist er nach unserem Empfinden erst etwa seit dem Jahreswechsel. Zu diesem Zeitpunkt hatte er eine leichte Mittelohrentzündung und einen einseitigen Paukenerguss. Wir waren nun auf Anraten des Kinderarztes zunächst beim Pädaudiologen. Dort wurde festgestellt, dass er auf beiden Ohren Paukenergüsse hat, außerdem vergrößerte Polypen und Rachenmandeln. Das soll nun zunächst konservativ und notfalls mit Paukenröhrchen behandelt werden.

Dies nur zur Einordnung - denn folgende Dinge, die er tut, sind eben durchaus Autismus-typisch, und darum bin ich inzwischen vollkommen verwirrt.

1. Er wiederholt sehr viel, d.h. er spricht Dinge, die jemand sagt, sofort nach - nicht immer, aber mehrmals täglich. Er hat immer schon viel über Wiederholung gelernt, hat recht früh angefangen zu sprechen, seinen Wortschatz rasch erweitert, bald in Zwei- bis Drei-Wort-Sätzen gesprochen, inzwischen spricht er meist in ganzen Sätzen. Jedoch benutzt er auch dabei oft Wiederholungen bzw Auswendiggelerntes. Generell wirkt seine Sprache oft wie auswendig gelernt, nicht hochgestochen, aber auch irgendwie nicht ganz "echt". Manchmal habe ich das Gefühl, er wiederholt etwas, wenn er nicht sicher ist, ob er es richtig verstanden hat. Er versteht jedoch das Allermeiste, kann Aufforderungen auch ohne direkten/gezeigten Kontext verstehen und befolgen, er beantwortet Fragen. Allerdings mussten wir ihm Ja und Nein erst kürzlich beibringen - vor Monaten schon sagte er erst "Nicht"/"Doch" stattdessen und plötzlich meist gar nichts mehr oder z.B. "Trinken", wenn ich fragte, ob er was trinken will, zur Bestätigung. Als wir dann mal zwei Tage lang immer bewusst "Ja oder Nein?" bei Entscheidungsfragen dazu sagten, hat er das sofort richtig gemacht und antwortet seitdem immer "normal". Er lernt übrigens auch sehr gerne Bücher und Lieder auswendig und liebt es, dann mitzusprechen bzw zu vervollständigen, wenn ich vorlese. Manche Sätze, die ihn anscheinend sehr faszinieren, wiederholt er auch immer und immer wieder, was sehr nervig werden kann; momentan geht es da meistens um Variationen von "Dies/jenes ist (nicht) kaputt" oder "Der/die ... weint (nicht)". Außerdem sagt er zum Beispiel oft, wenn ihm was herunterfällt oder er was verschüttet oder so: "Ist nicht schlimm", weil wir das natürlich öfter mal in solchen Situationen sagen. Es kommt auch immer mal wieder vor, dass er aus heiterem Himmel und völlig ohne Zusammenhang und erkennbaren Grund Sätze wiederholt, die jemand anders gesagt hat. Also verzögerte Echolalie - ich habe gelesen, dass die wohl fast ausschließlich bei Autisten vorkommt?!

2. Er verwechselt oft "Du" und "Ich". Generell spricht er von sich selbst meist noch in der 3. Person. Wenn ich zB etwas esse oder mache, das er auch will, sagt er "B. auch!" Inzwischen sagt er aber sehr oft auch "Du willst Tee trinken!", wenn er Tee trinken will, oder "Soll ich das anmachen?", wenn ich etwas anmachen soll. Ich versuche ihm zu erklären, wie es richtig ist, und er spricht mir dann nach, aber spontan kommt es doch meist wieder falsch raus. Ganz selten, wenn er fast nicht drüber nachzudenken scheint, sagt er es richtig. Komischerweise hatte er schon vor Monaten "Ich möchte nicht" gesagt und mich auch mal gefragt: "Hast du den Bus gesehen?" Das scheint aber irgendwie verloren gegangen zu sein... In den letzten Tagen hat er öfter mal zB seinem Bruder etwas hingehalten und "Willst du das?" gefragt, als würde er testen wollen, ob das jetzt richtig ist. Er erkennt und benennt sich selbst im Spiegel oder auf Fotos. Wenn ich aber mit ihm gemeinsam in den Spiegel schaue, auf mich deute und sage: "Das bin ich", zeigt er auf sich und sagt: "Das bist du!"

Ansonsten habe ich jetzt wirklich noch mal sämtliche Entwicklungsschritte Revue passieren lassen, mir viele Videos von ihm angesehen - nichts, aber auch wirklich gar nichts scheint ins Spektrum zu passen. Ich suche quasi schon nach autistischen Merkmalen an ihm; was mich und vermutlich leider auch ihn natürlich belastet Sad

Ich erspare es euch nun aufzuzählen, was an meinem Kind alles untypisch für Autismus ist oder sein könnte Wink Das Einzige, was in der Richtung sonst noch auffällt, ist, dass er Routine und Rituale sehr gerne hat, er isst anscheinend in der Kita immer von einem blauen Teller - die haben allerdings nicht erzählt, was passiert, wenn der blaue Teller mal nicht da ist. Was dann bei uns passiert (wenn seine Lieblings-Müslischüssel morgens in der Spülmaschine ist), weiß ich: nichts. Er isst aus einer anderen Schüssel. Auf Veränderungen kann er sich nach unserer Einschätzung gut einstellen: Er hat innerhalb eines Jahres einen kleinen Bruder bekommen, ist umgezogen und dann in die Kita gekommen, ohne dass ihn das wesentlich aus der Bahn geworfen hätte. Er liebt Überraschungen und Ausflüge. Ich habe wirklich sehr, sehr, sehr viel zum Thema Autismus gelesen, und wenn auch bei nahezu allem immer wieder gesagt wird, das sei kein absolutes "Ausschlusskriterium" - bei der Reaktion auf Veränderungen habe ich das noch nie gehört. Jeder einzelne Autist ist anders, aber dass sie nicht gut mit Veränderungen umgehen können, scheint ihnen doch gleich zu sein. Vielleicht belehrt mich aber jemand eines Besseren?

Falls überhaupt jemand sich bis hierher durch meinen Text gequält hat, würde ich mich wie gesagt sehr über Einschätzungen und Tipps freuen. Generell zu den sprachlichen Besonderheiten und inwieweit diese vielleicht in seinem Alter noch normal sein könnten - beides scheint bis zum Alter von drei Jahren ja öfter vorzukommen; aber kommt es außerhalb des Autismusspektrums jemals zusammen vor?! Inwieweit könnten sie mit seinen Ohren zusammenhängen? Und speziell natürlich zum Thema Autismus selbst interessieren mich Einschätzungen. Vielleicht hat ja jemand ein autistisches Kind, das sich so oder so ähnlich verhält oder verhalten hat?

Ich danke euch herzlich im Voraus und entschuldige mich für die epische Länge meines Posts. Die ganze Situation belastet mich wirklich stark, und ich möchte meinem Umfeld nicht noch weiter damit auf die Nerven gehen. Darum nerve ich nun leider euch Wink

Viele Grüße und schöne Ostern!
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LovisAnnaLarsMama
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BeitragVerfasst am: 31.03.2018, 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,
für mich hört sich das ziemlich normal an. Mein Großer war genauso, beim "ich" und "du" hat er sehr lange gebraucht. Seine Schwester war da sehr viel schneller und hat es direkt richtig beherrscht- warscheinlich wegen dem Vorbild. Worte wiederholen haben beiden genauso gemacht, ebenfalls das "nicht" und "doch".
Den Rest den du geschrieben hast, kannst du auch mit meinen Großen vergleichen- beiden sind relativ schlaue gut entwickelte Kinder. Wink)
Lg LovisAnnaLarsMama

_________________
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie
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melly210
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BeitragVerfasst am: 31.03.2018, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !

Für mich klingt dein Sohn nicht autistisch. Im Prinzip ist bisher nur die Sprache deiner Meinung nach auffallend, und nachdem er ja schon diagnostiziert Paukenergüsse hat, würde mich nicht wundern, wenn er da etwas hinten nachist/Manches etwas auffällig wäre. Routinen und Rituale mögen die meisten Kinder bis zu einem gewissen Grad, dein Sohn scheint jetzt nicht auszuticken wenn seine Routine und Rituale nicht eingehalten werden, es zb doch mal eine andere Schüssel ist etc.

Mein Sohn ist jetzt übrigens grade 3 geworden und spricht/sprach so wie du es beschreibst, allerdings minus dem gerne auswendiglernen von Liedern und Büchern, und minus der verzögerten Echolalie. Er hat auch schon mit knapp zwei konstant und sicher von sich selber als "Ich" gesprochen. Aber auch er wiederholt generell sehr viel, spricht auch öfter in Wiederholungen/Auswendiggelerntem, Ja und nein mussten wir ihm bewusst beibringen (ging dann sehr schnell) und er hat immer noch Probleme mit du und ich, allerdings nie wenn er von sich selber spricht, sondern immer dann wenn er ausrücken will, daß wir irgendwas machen. Da wiederholt er dann mitunter den Satz so wie ich ihn gesagt habe (also mit "Ich") statt du zu sagen. Die Sprache ist aber generell besser und "echter geworden je älter er geworden ist.

Und nein, mein Sohn hat keinen Verdacht auf Autismus. Würde ich auch ausschließen, er ist sehr empathisch, charmant und sozial, sortiert nix, braucht keine besonderen Rituale, welcher Teller und Co ist ihm auch piepegal. Er hat eine Muskelhypotonie und wahrscheinlich Wahrnehmungsstörungen, eventuell auch eine Lernbehinderung. Letzteres ist aber eher unwahrscheinlich, er wollte schon mit 2,5 fast nurmehr Bücher ab 4 vorgelesen haben und hat jetzt mit knapp 3 ein wirkliches Mengenverständnis im Zahlenraum bis 5 und kann auch schon viele Zahlen und ein paar Buchstaben erkennen (hat er sich selber beigebracht). Seine Sprache ist halt durch die Muskelhypotonie recht undeutlich, weil ihm manche Laute sehr schwer fallen. Gehör wurde überprüft und ist normal.
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LenaMaxi
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BeitragVerfasst am: 31.03.2018, 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AnnaMB,

ich frage einfach mal anders herum: wie soll denn ein Kind (Sprache) lernen, wenn nicht durch Wiederholung?

Also ich finde das hört sich alles ganz normal an. Mein Sohn ist auch 2,5 Jahre und sagt auch „ist nicht schlimm“, wenn ihm oder auch mir ein Missgeschick passiert. Da könnte ich jetzt noch viele Beispiele nennen, weil er auch sprachlich einfach schon so fit ist. Er kann auch ganze Pixi-Bücher auswendig und neue Wort faszinieren ihn. Aktuell ist es das Wort „begeistert“. Ich und du / deins und meins konnte er hingegen schon mit knapp 2 auseinander halten.

Er hat auch gewisse Eigenheiten. Aktuell ordnet er sehr streg Dinge ihren Besitzern zu. Da bekommt der Papa schonmal Ärger, weil er das Duschgel von Mama nutzt oder im Familienbett hat jeder ein bestimmtes Kissen und wehe Mama liegt auf einem anderen Kissen. Im Kiga weiß er genau, wem welcher Rucksack, Schuhe oder Jacke gehört. Für mich gehört zum Lernen einfach dazu.

Also ich würde mir bei deiner Beschreibung keinen Kopf machen.

LG Lena

_________________
Lena *1989 Tagträumerin
Maxi *08/2015 pränatater Schlaganfall (ICP), Krampfanfälle kurz nach der Geburt; dezente Hemi links, armbetont - ein kleiner Clown, der ohne Pause quasselt und alle verzaubert *sooo stolz*

Unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120949.html
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UrsulaK
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018, 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

für eine Autismus Diagnose müssen sehr viele Merkmale zusammen auftreten, damit es zur Diagnose kommt.
Die ich und Du Differenzierung findet normalerweise im 3. und 4. Lebensjahr statt. Dazu ist es notwendig, das die Kinder die Perspektive wechseln können, also verstehen, wenn Mama Du sagt, dann bin ich gemeint, wenn ich du sage, dann ist Mama gemeint usw..
Das man das mit 2,5 Jahren noch nicht kann, scheint mir daher noch nicht so dramatisch.

VG,
Ursula

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Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus
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SimoneChristian
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AnnaMB,

bei den Pronomina schließe ich mich UrsulaK an.
Da hat er auf jeden Fall noch Zeit.
(Ich habe das tatsächlich eine Zeit lang intensiver geübt, in dem ich beim Sprechen gezeigt habe oder "Möchtest du, xy, etwas trinken?" gefragt habe.)

Bei dem Wiederholen, auch ganzer Sätze, könnte ich mir vorstellen, dass er die Situation noch mal Revue passieren lässt, um alle Details zu erfassen.
Zusammen mit der Hörbeeinträchtigung durch die Paukenergüsse, ist dann wohl auch lautes Wiederholen sinnvoll.

Und bestimmte, im Familienkontext häufig vorkommende Wendungen, übernehmen wir ja fast alle.
Ich nenne das mittlerweile "unsere Familiensprache" und kann relativ sicher sagen, von wem der Ausdruck ursprünglich kommt. Very Happy

Das mit dem "kaputt" und "weint(nicht)" würde mich an emotional bedeutende oder häufig wiederkehrende Situationen aus der Kita denken lassen.
Vielleicht funktioniert da, ihm eine Handlungsstrategie zu geben, so dass er selber handeln kann.
Bei uns hätte der Dialog dann so ausgesehen:
C: "Das Baby weint."
Ich: "Ja, das Baby weint. Es kann noch nicht sprechen und hat vielleicht Hunger. Da kümmert sich gerade schon ein Erwachsener."

Ist kein weinendes Kind da, kann man ja auch fragen, ob jemand in der Kita weinen musste.

Ich würde sagen, dass ist alles noch im Rahmen und entwicklungsbedingt. In dem Alter wäre eine sichere Diagnose zudem mehr als schwierig.
Wir waren da ja schon sehr früh dran mit ganz anderen Schwierigkeiten. Smile

LG
Simone

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C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)
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KatiY
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018, 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und schöne Ostern. Smile

Meine Tochter erhielt mit 3 die Diagnose Autismusspektrumstörung.Zu diesem Zeitpunkt hatte sie auch eine ausgeprägte Echolalie und benannte sich in der 3 .Person.Damals wurde uns noch gesagt,dass das in der Sprachentwicklung bei kleineren Kindern durchaus normal ist.Nur wenn das anhält, sei das nicht mehr in Ordnung.Heute ist meine Tochter 7 Jahre und die Echolalie blieb, bis sie 5 war.Heute höre ich oft,dass sie vieles im Flüsterton wiederholt.Wenn man nicht direkt neben ihr sitzt,fällt das garnicht auf.Auch heute noch spricht sie oft von sich in der 3.Person,an guten Tagen sagt sie aber auch "ich".Wenn ich deine Beschreibung lese,dann würde ich erstmal noch abwarten.Wenn es denn in eine autistische Richtung ginge,dann würden noch mehr auffällige Dinge dazu kommen.Dein Sohn ist noch sehr klein und es kann noch sehr viel in der Entwicklung passieren.Ich wünsche euch alles Gute.

_________________
Sohn (1998) :kerngesund
Sohn (2001) : kerngesund
Tochter (3/2011) : Autismusspektrumstörung,Zwangsstörung,kombinierte Entwicklungsstörung......und ein Sonnenschein <3
PG 4,SBA
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Lene1234
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018, 16:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.

Meiner ist 3 Jahre und 3 Monate. Und macht das auch noch ähnlich. Er spricht ansonsten viel in ganzen Sätzen und großem Wortschatz aber das ich und du sowie ja nein beherrscht er nicht korrekt. Auch hat er zt Echolalie aber nicht sehr stark. Mache mir ähnlich wie du auch sorgen wegen Autismus wie du und beobachte ihn permanent. Bin
Schon ganz nervös und will es abklären lassen weil noch dazu kommt das er kaum mit anderen Kindern spielt. Mit erwachsenen aber schon sonst gibt es keine Anzeichen für Autismus aber ich bin voller Sorge und Angst dass er später nicht selbstständig leben kann
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018, 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo AnnaMB,

wo hast du gelesen, dass verzögerte Echolalie fast ausschließlich bei Autisten vorkommt (würde mich echt interessieren)? Zumindest ist es nicht so, dass ein nicht-vorhanden-sein von verzögerter Echolalie Autismus ausschließt.

Meine Jungs sind beide Autisten, der jüngere außerdem noch gehörlos (mit Erstsprache Gebärdensprache). Verzögerte Echolalie gab es bei beiden nicht! (Gut, der jüngere Sohn wiederholt in Wutanfällen immer wieder seine "Forderungen" - aber das ist ja was anderes Razz !).

Da kann ich gleich zu allen, die sich wegen Sprach-Auffälligkeiten Sorgen bezüglich Autismus machen, sagen: es ist viel, viel mehr dahinter als die Sprache. Vor allem mein älterer Sohn (hochfunktionaler Asperger-Autist) war sprachlich immer deutlich voraus. Er hatte auch nie Ticks, beharrte nicht auf bestimmten Handlungen, brauchte keine in Stein gemeißtelte Tagesstruktur, hat nie Dinge aneinandergereiht (oder jedenfalls so selten, dass ich mich nicht mehr erinnere),...sein Autismus äußert sich im ständigen mißverstehen von eigentlich ganz normalen, sozialen Situationen (ich will hier nicht in Tiefe gehen, aber das KANN man mit 2,5 Jahren noch gar nicht feststellen!).

Zum von-sich-selbst-in-der 3.Person-sprechen: da wurde von den VorschreiberInnen schon mehrmals korrekt festgestellt, dass das in dem Alter noch völlig normal ist.

Im Buch "Babyjahre" hat Remo H. Largo ein großes Kapitel zum Thema Sprachentwicklung. Dabei ist unter anderem eine Statistik, ab wann die Kinder "ich" (statt des eigenen Namens) sagen. Bei Kindern im Alter von 30 Monaten können das gerade mal 30% der Jungs, aber bereits 60% der Mächen (die sprachlich generell schneller dran sind) - also keinerlei Grund zur Sorge! Mit 4 Jahren können es dann 100% der Mädchen und bei den Jungs sind immer noch 12% dazu nicht imstande!

Außerdem schreibt Largo. "Die Die Sprachentwicklung unter Geschwistern kann recht unterschiedlich verlaufen. Erbfaktoren, die unter den Kindern unterschiedlich verteilt sind, das Geschlecht des Kindes und die Geschwisterfolge spielt dabei eine Rolle. In unseren Studien haben wir festgestellt, dass die Sprachentwicklung bei erstgeborenen Kindern rascher verläuft als bei Zweitgeborenen. Dritt- oder Spätergeborene wiederum weisen eine schnellere Sprachentwicklung auf als Zweitgeborene, oft vergelichbar mit jener von Erstgeborenen."

Nur mal so, als "professionelle" Beruhigung Wink !

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Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 01.04.2018, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lene1234,

wie kommst du darauf, dass Dein Sohn später nicht selbstständig leben kann? Was hat er für Handycaps oder Diagnosen?

Edit: Sorry, habe gerade deinen anderen Beitrag gefunden, die Frage erübrigt sich damit!

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