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Susi mit Sohn (hypotones Kind und Sprache)
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Juli2014
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BeitragVerfasst am: 27.02.2018, 06:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

vielleicht tröstet es Euch ein bisschen, denn Julian war auch immer deutlich sprachverzögert und ist jetzt, wahrscheinlich durch einen Wachstumsschub, sprachlich fast auf dem Stand von Gleichaltrigen! Und ganz ohne Logo! Manchmal brauchen die Kinder vielleicht etwas mehr Zeit - wollte ich am Anfang auch nicht wahrhaben, da wir die ganze Zeit "nur" auf der Warteliste von der Logo gestanden haben.
Ich glaube auch nicht, dass man ein Kind "zum Sprechen bringen kann", wenn dann will es das Kind von alleine! Und bei Frühkindlichem Autismus (nur ein Beispiel Wink ) geht sehr oft sprachlich gar nichts und es bleibt so!
Macht Euch bzw. Eurem Kind keinen Druck - ich weiß, manchmal ist es schwer auszuhalten, aber es hilft mehr und manchmal überraschen einen die Kinder dann - im positiven Sinne! Cool

Gruß Stephy

_________________
Stephanie (1976) und Julian (2014) , ASS, ADHS, expressive Sprachstörung; PG 3, SBA 80 mit B, G und H; Integrationskindergartenkind...ein begnadeter Sänger und ein süßer, "kleiner" Junge mit einem tollen Lachen!
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melly210
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BeitragVerfasst am: 27.02.2018, 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ! Ja ich kenne das Vergleichen und das Loch nach den SPZ-Terminen auch nur zu gut..leider. Unser Ü-Ei ist aus dem Jahr 2015. Muskulär hypoton ist er auf alle Fälle, soviel ist klar. Ansonsten ist er je nach Bereich ein halbes Jahr bis Jahr verzögert. Jetzt stehen noch Wahrnehmungsstörungen oder eine Intelligenzminderung im Raum. Er quatscht wie ein Wasserfall in 4 und 5 Wort Sätzen, regelmäßig gern auch längere, aber leider wegen der Muskelschwäche sehr undeutlich.

Ich finde die Ungewißheit wie er sich weiter entwickeln wird sehr mühsam, und ich denke so geht es vielen Eltern. Wir könne nur fördern und warten. Alles drin von es wächst sich alles aus bis Kind ist behindert. Besser abschätzen kann man das erst wenn sie an die 6 sind.

Bei euch ist es halt auch so. Du mußt dir vor Augen halten, du tust ohnehin was möglich ist. Ansonsten kann man einfach nur sagen, auch die Leute im SPZ haben keine Kristallkugel. Genieß möglichst dein Kind, schau, daß du dich rechtzeitig darum kümmerst in welche Schule er vielleicht mal gehen könnte, weil die guten Plätze gerne mal schnell weg sind. Cool
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MamaMel
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BeitragVerfasst am: 27.02.2018, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen lieben Dank für eure aufmunternde Worte.
Das war das Beste was ich tun konnte...mich hier anzumelden.

_________________
Mama mit Sohn * 06.2014, mikrozephal, hypoton,globale Entwicklungsstörung
Ohne eindeutige Diagnose
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MamaMel
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018, 21:10    Titel: Susi mit Sohn (hypotones Kind und Sprache) Antworten mit Zitat

Hallo,
Ab wann konnten eure hypotone Kinder sprechen?
Unser Kleiner ist 3 3/4 Jahre alt aber kann nur eine Hand voll Wörter. Ich
habe langsam Angst dass er nie richtig sprechen lernt. Ich wünsche es mir so sehr...
Lieben Gruss
Susi

_________________
Mama mit Sohn * 06.2014, mikrozephal, hypoton,globale Entwicklungsstörung
Ohne eindeutige Diagnose
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Patricia.S
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich denke das hängt sehr damit zusammen welche Ursache die Hypotonie hat. Meistens gibt es für eine Sprachentwicklungstörung mehrere Faktoren.
Bei uns ist es ein verkleinerter Hirnstamm der nicht nur die Hypotonie auslöst sondern generell die motorische Entwicklung verlangsamt.
Wir sind an der gleichen Stelle wie ihr. Lorenz wird im Juni 4 und spricht nur eine Handvoll Wörter. Ich weiß das es Kinder gibt die sehr spät sprechen lernen (6-7 Jahre!) darum habe ich auch die Hoffnung noch nicht aufgegeben und Lorenz geht zur Logopädie.
Da es keine fixe Prognose gibt, habe ich mich aber bereits mit dem Gedanken beschäftigt das mein Kleiner vielleicht nonverbal bleibt.
Wir machen Gebärden und haben einen Ipad mit Metatalk - beides klappt ganz gut. Ist nicht einfach weil die motorische Entwicklungsverzögerung natürlich komplexere Gebärden für ihn sehr schwierig macht und die Spiele am Ipad manchmal interessanter sind als das Kommunikationsbuch.

Mittlerweile ist es mir am wichtigsten das er überhaupt kommuniziert. Hast du denn Möglichkeiten mit UK etc in Kontakt mit deinem Kind zu treten?

LG Patricia

_________________
Lorenz 6/2014 - Hirnstammhypoplasie mit rumpfbetonter Hypotonie, Facialisparese, Taub li. mit Hörgerätversorgung, Hornhauttrübung li. Auge, Sprachentwicklungstörung
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melly210
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018, 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo !

Puh, sowas zu vergleichen ist denke ich schwierig. Die Sprache wird ja nicht nur von der Hypotonie beeinflusst, sondern auch von eventuell sonst noch vorhandenen Baustellen. Dein Sohn ist ja laut deiner Signatur auch microzephal und kognitiv verzögert ? Das spielt da sicher auch mit. Ebenso wie die Stärke der Hypotonie.

Meiner ist auch hypoton. Gekrabbelt und gesessen mit 10,5 Monaten, gelaufen dann mit 17. Er ist jetzt gerade 3 geworden. Grobmotorisch geht es mittlerweile gut, feinmotorisch hapert es noch sehr und er sabbert auch noch, speziell wenn er sich auf was konzentriert. Sonst stehen bei ihm noch Wahnrnehmungsstörungen (recht wahrscheinlich) und eine Lernbehinderung (eventuell) im Raum. Sprachlich ist er jetzt mit 3 bei standardmäßig 4/5 Wort Sätzen, sehr regelmäßig auch noch längere, wobei er auch noch oft 2 Wort Sätze benutzt. Grammatikalisch hapert es auch noch, die Satzstellung stimmt mitunter nicht und er lernt erst jetzt gerade Fragen zu formulieren. Seine Aussprache ist noch sehr undeutlich, wenn man ihn nicht sehr regelmäßig sieht versteht man ihn schwer.

Daß die Ausspracheprobleme von der Hypotonie kommen ist klar, inwieweit bei Frage formulieren udn Grammatik auch seine (vermutlichen) Wahrnehumngsstörungen und eine eventuelle Lernbehinderung da reinspielt, keine Ahnung...
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LovisAnnaLarsMama
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BeitragVerfasst am: 11.03.2018, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susi, wir sind noch nicht so weit wie ihr, allerdings bin ich gerade auch rat- und machtlos. Wir hatten heute einen furchtbaren Tag, wo Junior mal wieder versucht hat sich mit Geheul und Kratzen, beissen, kneifen Gehör zu verschaffen. Das ging bis zum Einschlafen, selbst die großen Geschwister wurden heute direkt geschlagen. Ich hoffe, wir finden in den nächsten Tagen eine Lösung- ansonsten muss ich das Kind systematisch wegsperren, denn so kann das nicht weitergehen. Ausserdem macht er gerade ausschließlich Dinge die verboten sind- so extrem kenne ich das von den Großen nicht.
Ich hoffe es kommt bald der sprachliche Durchbruch...
Lg LovisAnnaLarsMama

_________________
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009) mit Infektasthma nach Frühgeburt, Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015) Spätfrühchen, Asphyxie, diverse kleine Baustellen, Entwicklungsverzögerung, Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung
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kati543
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BeitragVerfasst am: 12.03.2018, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
mein Ältester hat sogar noch einen Mikrocephalus gleichzeitig dazu (plus Hypotonie plus Sprachentwicklungsverzögerung). Heute ist er fast 12 Jahre.
Die Hypotonie war bei Geburt so stark ausgeprägt, dass er nicht in der Lage war, zu saugen.
Mit 3,5 hat er fast gar nicht gesprochen. Vielleicht Mama und Papa - aber viel mehr nicht. Ende des Kiga-Zeitraumes konnte er kurze Mehrwortsätze, aber sprach eine vollkommen falsche Grammatik und eine etwas verwaschene Sprache (die Ohren wurden kontrolliert, die waren ok), der Pädaudiologe diagnostizierte jedoch eine AVWS.
Kurz vor der Einschulung hatte er eine 4-wöchige NPK mit dem Schwerpunkt Logopädie. Danach wurde die Grammatik besser, gerade im Bereich der Fragesätze.
Er wurde zurückgestellt in die Vorklasse (das gibt es hier in Hessen) einer Sprachheilschule. Danach wurde er inklusiv (Förderbedarf Sprache) in eine Regelgrundschule eingeschult und blieb dort bis zur 4. Klasse. Die Lautsprache wurde immer besser. Die Sätze sind altersgerecht lang. Er verwechselt aber z.B. noch Artikel, Vor- und Nachsilben,... In Deutsch wurde er bis zur 4. Klasse nie benotet - auf dem Abschlusszeugnis steht drauf, dass lernzielgleich Leistungen nicht vorhanden sind. Am Ende der 3. Klasse bin ich auf die Idee gekommen, ihn mal auf LRS testen zu lassen. Leider hatte er das auch. Jetzt ist er in der 5. Klasse einer IGS, noch immer mit Förderbedarf Sprache und einigen Nachteilsausgleichen wegen LRS. Plötzlich bringt der Junge Noten nach Hause...in Deutsch. Da sind sogar in Diktaten Einsen dabei (die werden ohne Notenschutz geschrieben, jedoch mit mehr Zeit wegen der Feinmotorik).
Vom 3. Lebensjahr bis heute durchgehend normale Logopädie.
Also bei uns war/ist es ein langer Weg, aber das Kind hat sprechen gelernt. Jeder kann ihn verstehen, auch Fremde. Bei ihm spricht man aber eigentlich von einer Sprachentwicklungsstörung, nicht mehr von einer -verzögerung.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 12.03.2018, 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Susi,

seinerzeit wurde mir erklärt es gibt da Zeitfenster...
zumindest bei Kinder mit Mikrozephalus...

Wenn das Kind mit 4 Jahren nicht wirklich frei geht, dann wird es mit der Sprachentwicklung auch nicht mehr wirklich funktionieren... da dein Junge allerdings jetzt schon spricht, nehme ich an, dass er auch schon frei gehen kann?

... dann brauchst du wohl noch eine Portion Geduld Wink

Ich wünsche noch viel Erfolg!

LG
Silvia

_________________
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 12.03.2018, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Susi,

ich verstehe dich so gut. Die Vorstellung, mich nie mit meinem Kind unterhalten zu können, fand ich auch ganz bedrohlich. Das war eins der wenigen Dingen, das mir auch mal Tränen in die Augen trieb.
Vor allem, wenn ich andere (fitte) Kinder gleichen Alters sah, die zu ihren Eltern gerannt kamen, um zu erzählen, was sie wieder tolles endeckt hatten. Confused

Mit ca. 3,5 Jahren wurden dann plötzlich vermehrt einzelne Worte nachgesprochen. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Wir waren spazieren und Kind zeigte mit dem Finger auf einen Bach und sagte „da“. Ich sagt ihr: „das ist ein Bach“ und Kind erwiderte strahlend „Bach“. Very Happy

Danach ging es voran. Zwar immer noch sehr langsam, aber immerhin.

Sie hat als Baby aber, trotz der Hypotonie, wirklich gut getrunken und auch relativ viel lautiert. Mit 14 Monaten kamen dann auch schon einige erste verständliche Worte. Kurz drauf ebbte das leider wieder ab und außer Mama, Papa und da kam selten etwas.

Leider liegt die Vermutung nahe, dass die Epilepsie ihre Sprachentwicklung ausgebremst hat, denn nachdem diese endlich mit 7 Jahren diagnostiziert und medikamentös eingestellt wurde, gab es einen großen sprachlichen Schub innerhalb nur weniger Tage.

Heute, mit 10 Jahren, ist die Sprache weit weg von altersgerecht. Manchmal versteht man sie sehr schlecht, Grammatik ist schwierig, aber sie kann sich mitteilen. Ich verstehe sie zu 90%, sie spricht in ganzen Sätzen, man kann sich unterhalten.
Ihr machen am meisten die Wortfindungsstörungen zu schaffen. Sie möchte etwas erzählen, bekommt aber das richtige Wort nicht raus. Das lässt sie oft verzweifeln und manchmal auch weinen. Sie hat leider ein stark ausgeprägtes Störungsbewusstsein, was dazu führt, dass sie in fremden Situationen auch mal gar nicht sagt oder so leise und undeutlich spricht, dass man sie kaum versteht.

Leider bleibt einem nichts anderes übrig, als sich in Geduld zu üben und dran zu arbeiten. Confused

Gruß
Alex

_________________
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral
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