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Welches erwachsene GB-Kind lebt "alleine"?
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eli
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inga,

ich war vor einiger Zeit bei einer Veranstaltung, da ging es um Wohnformen für behinderte Menschen. Es hat sich auch eine Mutter vorgestellt, die es für ihren stark geistig behinderten Sohn geschafft hat, dass er mit 24-Stunden-Assistenz alleine in einer Wohnung lebt. Es bedeutet viel Organisation und Beantragung von Geldern. Aber mit Ausschöpfung aller Töpfe klappt das. Es ist eine Mischung aus Vollzeitkräften und Teilzeitkräften. Ich dachte auch nicht, dass es sowas gibt, aber es ist möglich. Es wird nur zu wenig darauf aufmerksam gemacht. Was die Vereinsamung anbelangt, ist diese Wohnform für besagten Mann die Beste. Er hat selbst große Probleme in der Förderstätte, in die er nur stundenweise geht. Also alleine wohnen ist definitiv besser für ihn. Ich kenne auch den Verein, der bezüglich dieser Wohnform und wie es zu realisieren ist, berät.

Viele Grüße
Petra

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"Ein besonderes Kind ist ein Geschenk, das uns jeden Tag daran erinnert wie wertvoll das Leben ist"

Sohn: Panayiotopoulos-Rolando-Epilepsie, Autismus, einfache Aufmerksamkeitsstörung
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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,
ich glaube nicht das sie "vereinsamen", denn in eine Werkstatt gehen sie ja trotzdem und sicher nach Feierabend mit ihren Betreuern, falls es allein nicht möglich ist raus bzw. zu Treffen mit anderen Behinderten.
Wir betreuen einen geistig Behinderten 45 jährigen, ehemaliger PS meiner Eltern (die beide leider nicht mehr leben) und er lebt allein in einer Wohnung in unserer Nähe. Er kommt zum Abendbrot und am Wochenende zum Mittagessen zu uns und bringt auch die Wäsche zum waschen. Wir haben aber auch noch eine Frau die ab und zu was mit ihm unternimmt. Er kann natürlich auch mal allein sein, braucht keine ständige Beaufsichtigung. Ist bei unserem jüngeren PS mal so nicht möglich, kommt immer auf die jeweilige Behinderung an.
LG Rita.
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Senem
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

kann mir ehrlich gesagt nicht Vorstellen, das ein geistig behinderter Mensch alleine in einer Wohnung (trotz genügend Hilfestellungen) leben kann.
Auf der anderen Seite fände ich es schön für denjenigen.

Aber, bitte versteht mich nicht falsch und ich meine es ganz bestimmt nicht böse, was hat der Mensch dann davon, wenn er trotzdem auf die ständige Hilfe angewiesen ist? Wäre es da nicht besser, eine stationäre Wohneinrichtung zu suchen, wo man in einem gesicherten Umfeld leben kann?
Besteht denn nicht die Gefahr, das man vereinsamt und nur die Mitarbeiter vom Pflegepersonal um sich hat?


Was mich interessieren würde, welche Gelder müssen beantragt werden, um dies zu realisieren?

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Gruß

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Inga
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Senem!

Nein, ich versteh dich bestimmt nicht falsch!
Du kannst dir nicht vorstellen, dass für Andere eine so teuere Maßnahme sinnvoll wäre, möchtest aber gerne ausloten, ob du so was für dich bekommen könntest.
Ist ja eine übliche Frage von dir, die verstehen wir schon... Wink

Keine Sorge, wir kümmern uns gut um unsere Kids, wir werden uns auch darum kümmern, dass sie nicht vereinsamen! Wir kümmern uns nicht viele Jahre absolut gut um sie um sie dann alleine versauern zu lassen! Und warum sollte ein geistig behinderter Mensch mit Hilfe nicht alleine wohnen können?

Gruß, Inga

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Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
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Senem
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inga,

ich wollte nicht ausloten, ob ich so etwas bekommen könnte, da für mich schon klar steht, welche Wohnform geeignet ist!

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Gruß

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Rita Schmidt
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inga,
super Antwort!
Wie schon beschrieben, klappt es bei unserem Michael ganz gut. Wie es später mal bei dem Kleinen wird wissen wir noch nicht, ist aber noch etwas Zeit. Er hat sich ja schon ganz gut entwickelt und wir hoffen er macht noch mehr Fortschritte. Ich habe gehört das in unserer Nähe ein Wohnprojekt von der Lebenshilfe gebaut wird mit Wohnungen für Behinderte mit Betreuung. Da werde ich ihn später sicher anmelden. Aber wie gesagt ist ja noch etwas Zeit.

LG Rita.
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eli
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BeitragVerfasst am: 26.03.2018, 20:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Senem,

was hat ein Mensch davon, wenn er auf die ständige Hilfe angewiesen ist????? Das ist er doch so oder so? Oder ist das in einer stationären Wohnform anders?

Besagter junger Mann vereinsamt gar nicht. Er ist sogar teilweise in das private Umfeld der Betreuer eingebunden. Nicht jeder behinderte Mensch mag den Kontakt zu anderen Betroffenen. Und eine Welt außerhalb der Glasglock kann auch sehr fördernd sein.

Welche Gelder es genau waren, weiß ich nicht mehr. Neben Pflegegeld, Eingliederungshilfe, persönlichem Budget gibt es noch einige andere Töpfe. Das wissen aber die zuständigen Berater.

Grüße
Petra

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Inga
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BeitragVerfasst am: 10.08.2018, 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Wollte den Thread noch mal hervor holen...
Nachdem ich die Frage damals eher fiktiv gestellt habe um mal aus zu loten, was überhaupt geht, haben wir vor kurzen ganz spontan den Sprung ins kalte Wasser gewagt.
Durch Zufall haben wir von einem "perfekten" Haus gehört und noch größerer Zufall, es war noch nicht verkauft, als wir uns darüber erkundigt haben.
Dann ging alles ganz schnell, angeschaut und sofort ja gesagt,
Nun gehört das Haus uns, wird gerade mit Hochdruck renoviert und zum 1.9. zieht Danielo dort ein und in 2 Jahren Michelle.
Ich kann es noch gar nicht glauben und habe auch etwas Angst bei der Sache, da wir bis jetzt noch von keiner Stelle eine Kostenzusage haben. Confused

Kennt sich jemand mit Grundsicherung aus?
Wie ist es mit der Bewilligung von mehr qm? Welche Bedingungen muß man dafür erfüllen?
Zahlt das zuständige Amt nach ihren Sätzen oder nach den Sätzen vor Ort (Kostenträger sitzt in einem anderen Bundesland)?
Wie sieht es mit Umzugskosten und Erstausstattung aus?
Danielo hat ja gar nichts (außer einem Sessel, 1 Regal und 1 CD-Regal) - keine Möbel, Küche, Waschmaschine, Wäscheständer, Wäscheklammern, Bügeleisen / Bügelbrett, Handtücher, Waschlappen, Geschirr, Besteck, Töpfe, Schüsseln, Dosen, Teppiche, Gardinen, Matratze, Kissen, Decke,...
Wir haben nun die letzten Wochen schon immer mal Kleinigkeiten gekauft, wenn was im Angebot war oder gebraucht zu haben war, aber a) dauert es so ziemlich lange bis er alles Notwendige zusammen hätte und b) ist es mit unserer Haushaltskasse nicht möglich ihn komplett aus zu statten, da wir ja gerade erst das Haus gekauft haben (wir sind ja "nur" gesetzlicher Betreuer von ihm, keine Eltern im rechtlichen Sinne).

Gruß, Inga

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Susanne Th.
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BeitragVerfasst am: 10.08.2018, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inga,

als unser Sohn 2015 seine eigene Wohnung bezog, hat er "Einmalige Beihilfen nach § 31 SGB Xll" beantragt, für die Erstausstattung und Umzugs- und Renovierungskosten.
Wir haben ALLES aufgelistet, was notwendig war...von der Bratpfanne bis zur Küchengardine incl. Gardinenstange, Bettzeug, Bettwäsche, Handtücher und und und...

Wurde problemlos genehmigt und sofort überwiesen...er bekam 1700.- Euro.

Wir haben sehr sparsam gewirtschaftet, einiges wurde ihm geschenkt und wir kamen damit aus...
Rechnungen habe ich vorsichtshalber alle aufgehoben, man weiß ja nie- hat bis heute keiner nachgefragt...

LG
Inga
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Susanne Th.
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Beiträge: 177

BeitragVerfasst am: 10.08.2018, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:

Als wir noch auf Wohnungssuche für unseren Sohn waren, erfragte ich beim SA, was wäre, wenn die spätere Wohnung mehr als die genehmigungsfähigen 50 qm hätte- Antwort:" Solange der Mietzins und die Nebenkosten angemessen sind (je nach Kommune) interessieren uns die Quadratmeter nicht"

LG
Susanne

Huch...sehe gerade, dass ich beim letzten Mal mit "LG Inga" unterschrieben habe- sorry, Schusseligkeit...
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