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Behindertenpauschbetrag bei getrennten Eltern
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 19.01.2018, 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cordula,

Jakob05 hat folgendes geschrieben:
Die Frage ist doch nicht der Kinderfreibetrag, sondern der Behindertenpauschbetrag (1800€?) gewesen.

wenn man den halben Kinderfreibetrag des anderen Elternteils auf sich übertragen kann, "folgt" der halbe Behindertenpauschbetrag "automatisch, also ohne zusätzliche Einwilligung des anderen Elternteils. Geht das nicht, muss der andere Elternteil bei der Übertragung des halben Behindertenpauschbetrages mitwirken.

Viele Grüße Kaja
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Leasanne
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BeitragVerfasst am: 12.02.2018, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das Ganze auf "freilliger" Basis zu übertragen geht aber nur, wenn der finanzielle "Nachteil", den der Abgebende hat, auch tatsächlich ausgeglichen wird. das Finanzamt verlangt da u.U. Nachweise, dass das auch tatsächlich geschehen ist.
Heißt im Klartext: Das lohnt sich erst, wenn der eigene Steuervorteil den Steuervorteil des Übertragenden deutlich größer ist.
Wenn der Steuervorteil mit Behindertenfreibetrag beim Übertragenden (hier der Vater) z.B. 500,00 € betragen würde, dann muss derjenige, dem der Freibetrag übertragen wird (hier die Mutter), diesen ausgleichen. Bekommt die Mutter aber durch den höheren Freibetrag selber nur 250 € mehr raus, dann macht sie Miese. Bringt also nichts. Würde sie durch die Übertragung aber 750,00 e weniger Steuern zahlen müssen, dann lohnt sich das schon.
Man muss also rechnen.

Nach der neuen Rechtssprechung gilt Unterhaltsvorschuss als geleisteter Unterhalt. Der Unterhaltspflichtige ist zur Rückzahlung verpflichtet, der Anspruch wäre 30 Jahre vollstreckbar. Der vAter hat nur keine Unterhaltsschulden mehr bei der Mutter sondern Schulden beim Staat. Der Anspruch des Unterhaltsberechtigten ist damit abgegolten. Es können höchsten noch Restschulden bestehen, wenn mehr Unterhalt tituliert wurde als Unterhaltsvorschuss gezahlt wird.

_________________
Liebe Grüße
Leasanne
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Eva (*’76), Burn-out, alleinerziehend
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ElLennart
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BeitragVerfasst am: 12.02.2018, 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

In unserem Fall wurde der Pauschbetrag immer nur auf meiner Seite angewandt, entsprechend des vorangegangenen Beitrages. Beide Seiten werden vom selben Berater betreut (Lohnsteuerhilfeverein).

Problematisch ist es seit personellen Wechsel Sachbearbeitung im hiesigen Finanzamt. Die Dame ist der Meinung, dass der Bettrag nur bis 10Jahre anwendbar ist. Der Lohnsteuerhilfeverein ist in Widerspruch begangen. Ich habe keinen überarbeiteten Bescheid bekommen (wir reden von 2014...) und auch keinen weiteren. Das sind dann mit 2017 vier Jahre. Vier Jahre über 100€ Mitgliedsbeitrag pro Jahr, aber keinen Ct. Rückzahlung zu viel entrichteter Steuer.
Confused

Entschuldigt den Exkurs. Meine Antwort sollte lauten, ja, das muss übertragbar sein.

Schönen Montach!
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kati543
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BeitragVerfasst am: 12.02.2018, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also ich mache meine Steuererklärung selbst. Ich war auch mal eine Zeitlang geschieden. Für mich war es da klar, dem Vater der Kinder 100% des Behindertenpauschbetrages zu überschreiben. Nur sagt das Finanzamt ganz klar, dass eine schriftliche übereinstimmende Willenserklärung beider Elternteile vorliegen muss. Also einfach in eine Steuererklärung 100% und in die andere 0% schreiben, reicht definitiv nicht.
Da es gerade bei geschiedenen Elternteilen so einige schriftliche übereinstimmende Willenserklärungen braucht, gab es dann immer ein Zettelchen ans Finanzamt wo das eben alles einzeln aufgedröselt war.
Es hat nie Probleme gegeben. Ich würde da so ein Zettel einfach beilegen. Manchmal braucht das Finanzamt einfach etwas zum Abheften.
LG
Katrin

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Schneemann
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 12:07    Titel: Antworten mit Zitat

ich hab da auch mal eine frage dazu... in meinem fall ist es so, dass ich selbst alg2 erhalte und daher keine steuererklärung mache. dem kindvater habe ich vor etwa 2-3 jahren die pauschalbeträge für beide kinder komplett übertragen. aus reiner gutmütigkeit. der vater kümmert sich gar nicht um die beiden. zahlt aber unterhalt und das wars.
ich finde das nun doch ungerecht ihm die vollen pauschalbeträge zu überlassen. wie seht ihr das?

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Emily *11/05 - Microcephalus, Leukodystrophie, vert. Nystagmus, autistische Züge, Schallreizempfindlichkeiten und Schluckstörung ohne verbales Vermögen, Wahrnehmungsstörungen, Kindermusikfanatikerin + Anton *02/09 - normale Geburt, Microcephalus, vert. Nystagmus, Aufmerksamkeitsdefizit
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 06.09.2018, 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Solange du selbst keine Steuern zahlst und nicht von den Pauschbeträgen profitieren kannst, würde ich es so lassen. Auch wenn er sich nicht um die Kinder kümmert, so muss er doch aufgrund der Kindesbehinderung mehr / länger Betreuungsunterhalt an dich zahlen. Und auch der Kindesunterhalt erhöht sich womöglich, wenn der Vater aufgrund der Steuerersparnis ein höheres Einkommen hat und das zu einer höheren Unterhaltsstufe führt.
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elfe
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BeitragVerfasst am: 19.11.2018, 13:50    Titel: Behindertenfreibetrag Antworten mit Zitat

Wie verhält es sich mit dem Freibetrag bei geschieden bzw getrennt lebenden, wenn die Kinder erwachsen sind?
Wer bekommt dann den Freibetrag, wenn das Kind selbst von Grundsicherung bei einem Elternteil lebt?

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Kaja
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BeitragVerfasst am: 22.11.2018, 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

der § 33b Absatz 5 EStG knüpft nicht an das Alter, sondern an den Anspruch auf Kindergeld/Kinderfreibetrag an. Wenn beiden Elternteilen der Kinderfreibetrag zusteht, haben beide einen hälftigen Anteil am Behindertenfreibetrag, wenn sie keine andere Vereinbarung treffen.

Viele Grüße Kaja
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