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Schadenersatz nach Behandlungsfehlern (Geburt) Verwendung?
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 20:02    Titel: Schadenersatz nach Behandlungsfehlern (Geburt) Verwendung? Antworten mit Zitat

Hallo!

Nach unserem gewonnenen Geburtsschadenprozess letztes Jahr, haben wir innerhalb von zwei Monaten das Schmerzensgeld erhalten. Dessen Verwendungszweck ist uns völlig klar (fürs Kind Wink ).

Nun ist unser Kind 10 Jahre alt und unser Anwalt hat einen Vergangenheitsschaden berechnet, also Lohn für Pflege und Betreuung durch mich, sowie die ganzen materiellen Dinge. Summe X.

Von Summe X haben wir nun von der Versicherung der Gegenseite etwa ein Drittel erhalten. Pauschal, ohne Festlegung wofür und als Teilsumme des Gesamtschadens.

Wie ist es nun rechtlich (wir waren bis heute im Urlaub und können den Anwalt erst nächste Woche erreichen)? Dürfen wir das Geld für uns nutzen, da es sich ja um einen Vergangenheitsschaden handelt und wir ja quasi alles „vorgestreckt“ haben? Oder dürfen wir auch dieses Geld „nur“ im Sinne des Kindes verwenden?

Würde mich über Antworten sehr freuen!

Gruß
Alex
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Annileinchen
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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Bitte klarstellen:

Also das Schmerzensgeld habt Ihr komplett erhalten?

Beim Schadensersatz wird noch um die Höhe gestritten?
Was ist denn beim Schadensersatz an Positionen für das Kind mit eingeklagt? Gibt es keine Rente?
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Annileinchen hat folgendes geschrieben:
Bitte klarstellen:

Also das Schmerzensgeld habt Ihr komplett erhalten?

Beim Schadensersatz wird noch um die Höhe gestritten?
Was ist denn beim Schadensersatz an Positionen für das Kind mit eingeklagt? Gibt es keine Rente?


Hallo Anni!

Genau, Schmerzensgeld ist komplett, inkl. Zinsen, gekommen.

Nun eine Abschlagszahlung auf den Schadenersatz.
Zukünftig soll es eine Mehrbedarfsrente und Erwerbsrente geben.
Ob es diese als Einmalzahlung oder tatsächlich als Rente umgesetzt wird, steht noch nicht fest.

Wie gesagt, allein der vergangene, berechnete Schaden beträgt etwa das dreifache der gezahlten Summe.

Gruß
Alex
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Inga
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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alex!

Ich habe NULL Ahnung von der Materie, wollte euch aber gratulieren, dass ich schon so weit gekommen seid! Viel Kraft und Erfolg beim Rest-Marathon!

Gruß, Inga

_________________
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
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Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

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Annileinchen
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BeitragVerfasst am: 13.01.2018, 09:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alex,

ich bin auch beeindruckt, dass Ihr soweit gekommen seid! Kompliment für das Durchhaltevermögen über die vielen Jahre.
Das Streiten über die Höhe wird zwar noch lange weitergehen, aber erstmal ist ja schon etwas angekommen.

Es wird sicherlich daher auch nicht auf die kurze Zeit ankommen, bis Eurer Anwalt aus dem Urlaub zurück ist.

Wenn es eine Abschlagszahlung nur auf den Schadensersatz ist, könnt Ihr doch erstmal Eure Auslagen abziehen (z.B. gesamte Anwaltskosten).
Was sind denn für Schadensersatzpositionen als Einmalzahlung für die Tochter geltend gemacht worden? Wenn es so etwas ist, wie Fahrten zu Ärzten, Schulen, Schulgeld etc. wären das ja Positionen, die Ihr ausgelegt hättet und abziehen könntet.

Ansonsten würde ich anteilig abrechnen - ausgehend davon, was eingeklagt war.
Was sind Schadenspositionen der Tochter und was Eure? Dieses prozentuale Verhältnis würde ich zugrunde legen und die Abschlagszahlung entsprechend aufteilen.

Aber da hilft der Anwalt sicherlich bald weiter.
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 13.01.2018, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Annileinchen hat folgendes geschrieben:
Hallo Alex,

ich bin auch beeindruckt, dass Ihr soweit gekommen seid! Kompliment für das Durchhaltevermögen über die vielen Jahre.
Das Streiten über die Höhe wird zwar noch lange weitergehen, aber erstmal ist ja schon etwas angekommen.

Es wird sicherlich daher auch nicht auf die kurze Zeit ankommen, bis Eurer Anwalt aus dem Urlaub zurück ist.

Wenn es eine Abschlagszahlung nur auf den Schadensersatz ist, könnt Ihr doch erstmal Eure Auslagen abziehen (z.B. gesamte Anwaltskosten).
Was sind denn für Schadensersatzpositionen als Einmalzahlung für die Tochter geltend gemacht worden? Wenn es so etwas ist, wie Fahrten zu Ärzten, Schulen, Schulgeld etc. wären das ja Positionen, die Ihr ausgelegt hättet und abziehen könntet.

Ansonsten würde ich anteilig abrechnen - ausgehend davon, was eingeklagt war.
Was sind Schadenspositionen der Tochter und was Eure? Dieses prozentuale Verhältnis würde ich zugrunde legen und die Abschlagszahlung entsprechend aufteilen.

Aber da hilft der Anwalt sicherlich bald weiter.


Danke Annilein,

der Anwalt hat erstmal nur den Vergangenheitsschaden ggü. der Versicherung genau beziffert, also meinen Lohn für Pflege und Betreuung, sämtliche Fahrten für das Kind, Schulkosten (wir zahlen die Schule selbst), zweites Auto, Mehrbedarf für Kleidung, Heizung, Waschmittel etc. pp. für die letzten 10 Jahre. Daraus hat er dann auch die Mehrbedarfsrente für die Zukunft berechnet, zu zahlen ab 09/2017.

Die Mehrbedarfsrente darf man monatlich komplett aufbrauchen. Letztlich deckt es ja auch die Kosten, die uns durch die Behinderung entstehen.
Wenn Kind 18 wird und in das erwerbsfähige Alter kommt, kommt noch eine Erwerbsersatzrente dazu.

Für das Kind selbst ist das Schmerzensgeld gezahlt worden. Das ist auch auf einem extra Konto und wird nur für sie, bzw. in ihrem Sinn ausgegeben.

Gruß
Alex
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 13.01.2018, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Inga hat folgendes geschrieben:
Hallo Alex!

Ich habe NULL Ahnung von der Materie, wollte euch aber gratulieren, dass ich schon so weit gekommen seid! Viel Kraft und Erfolg beim Rest-Marathon!

Gruß, Inga


Danke Dir!
Aufgeben gibt´s bei uns nicht... Very Happy

Gruß
Alex
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Kerstin + Benjamin
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BeitragVerfasst am: 13.01.2018, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alex,

der Schadensersatz aus der Vergangenheit steht euch komplett zu, nicht dem Kind.

unser Anwalt sagte damals zu meinem Mann: "Sie können sich jetzt einen Ferrari davon kaufen" und zu mir: "Sie einen teuren Pelz".

das sind natürlich unsinnige Beispiele, aber dadurch wird es sehr deutlich!

viel Spaß mit dem Ferrari! Wink

viele Grüße
Kerstin-Mara

_________________
Kerstin Mara (*1971) mit Benjamin (*12/03), anerkannter Geburtsschaden, Cerebralparese, Entwicklungsverzögerung, Dystrophie bei Eßstörung, Schlafstörung, posttraumatische Belastungsstörung, PEG 4/07 bis 7/13, aber ein zufriedener, fröhlicher Kerl

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Annileinchen
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BeitragVerfasst am: 13.01.2018, 18:53    Titel: Antworten mit Zitat

Alexandra2014 hat folgendes geschrieben:



der Anwalt hat erstmal nur den Vergangenheitsschaden ggü. der Versicherung genau beziffert, also meinen Lohn für Pflege und Betreuung, sämtliche Fahrten für das Kind, Schulkosten (wir zahlen die Schule selbst), zweites Auto, Mehrbedarf für Kleidung, Heizung, Waschmittel etc. pp. für die letzten 10 Jahre. Daraus hat er dann auch die Mehrbedarfsrente für die Zukunft berechnet, zu zahlen ab 09/2017.

Die Mehrbedarfsrente darf man monatlich komplett aufbrauchen. Letztlich deckt es ja auch die Kosten, die uns durch die Behinderung entstehen.
Wenn Kind 18 wird und in das erwerbsfähige Alter kommt, kommt noch eine Erwerbsersatzrente dazu.

Für das Kind selbst ist das Schmerzensgeld gezahlt worden. Das ist auch auf einem extra Konto und wird nur für sie, bzw. in ihrem Sinn ausgegeben.

Gruß
Alex


Hallo,

dann ist aber ja alles klar. Wenn es so berechnet worden ist und auf diesen Zweck hin bezahlt worden ist (wenn auch nur abschlägig), ist doch klar, dass Euch das Geld zusteht.
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 13.01.2018, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Danke euch!

Dann ist‘s ja gut! Very Happy
Ich kann‘s wohl noch nicht glauben! Embarassed Man will ja auch nichts falsch machen.

Gruß
Alex

_________________
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral
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