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beh. Arzt vom SPZ schreibt keine Berichte mehr - und nun?
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svennie
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BeitragVerfasst am: 10.01.2018, 09:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,
ich würde den Bericht vom SPZ schriftlich anfordern, am besten mit Fristsetzung. Das liest dann auch die Verwaltung mit und der Arzt muss diesen dann erstellen.
Grüße
Svenja

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Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2
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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 10.01.2018, 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,
Sternen-Lilly hat folgendes geschrieben:

wie wird das SPZ abgerechnet? Erkundige dich bei deiner Krankenkasse. Evtl. wird der Bericht sogar mit abgerechnet, aber nicht erstellt. Wenn es eine Pauschale ist, erkundige dich, was in der Pauschale alles enthalten ist. Bist du bei der PKV solltest du es selber in den Rechnungen finden.


SPZ wird - jedenfalls bei uns - über Quartalspauschale abgerechnet. Sollte bei PKV und GKV so sein.

Als PKV habe ich immer noch den Hebel "Ich zahle erst, wenn ich den Bericht habe" - als GKV klappt das leider auch nicht.

Ich würde das aber auch mal auf dem "Verwaltungswege" über die SPZ-Spitze erfordern.

Gruß
Jörg

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melm69
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

zunächst lieben Dank für eure Antworten!!

Nach zig Telefonaten habe ich so grob den Durchblick erhalten und auch Informationen darüber bekommen welche Wege mir zur Verfügung stehen.

Mein erster Anruf ( wir sind gesetzlich versichert ) war nun bei unserer KK. Mit der Anfrage ob denn Berichte vom SPZ separat über die KK abgerechnet werden.

Diese konnte mir zunächst keine Informationen geben und verwies mich an die KVH ( Kassenärztliche Vereinigung Hessen ).

Nachdem ich irgendwann bei der richtigen Stelle ( nämlich Patientenanfrage der KVH )angekommen war, hatte ich eine Dame am Telefon, die mir sehr kompetent schien und sich auch ordentlich Zeit nahm bis ich es endlich verstanden hatte. Laughing

Grundsätzlich sollte, sofern dem SPZ vom Kinderarzt eine Überweisung vorliegt, auch ein Bericht über die Befunde an den überweisenden Kinderarzt geschrieben werden!

Auf meine Frage ob " sollte " oder ob eine Verpflichtung bestünde ( weil " sollte " kann ja auch bedeuten "kann" aber "muss nicht zwingend sein " ) gab sie mir zur Antwort, daß es einen Bundesmantelvertrag gäbe nach dem die Abrechnung mit der zuständigen KK und dem behandelnden Arzt bzw. mit der Institution ( in diesem Falle eben das SPZ ) gesetzlich geregelt sei.

Es sei möglich, daß die Untersuchung ( also neurologische, motorische und EEG etc.... ) im SPZ bei der Abrechnung den Bericht mit einschließt, es könne aber auch so im Bundesmantelvertrag geregelt sein, daß der Bericht ( der eigentlich immer geschrieben werden "sollte" ) auch über einen separaten Abrechnungsschlüssel ( wäre in diesem Fall Abrechnungsziffer : 01600 ) verfügt und dementsprechend extra abgerechnet wird.

Dies geschieht ja über die KK und diese könne mir nun doch eine entsprechende Auskunft geben. Ist ja auch irgendwie logisch.

Ich kann jetzt bei unserer KK schriftlich nach § 305 Absatz 1, 5. Sozialgesetzbuch eine Patientenquittung anfordern über die Tage an denen Jana im SPZ behandelt wurde.

In dieserer Patientenguittung stünden dann Behandlungstag mit Abrechnungsziffern, deren Bedeutung und dem jeweiligen der Betrag.

Unser letzter SPZ Termin war im Novemeber 2017. Darüber jetzt eine Patientenquittung von der KK zu erhalten sei eher unwahrscheinlich, da dieses in der Regel bis zu einem halben Jahr dauern kann.

Aber für die 2 Jahre zuvor müsste mir die KK eine solche Patientenquittung ausstellen können bzw. müssen sie auch.

Daraus wär für mich ersichtlich, ob nun bei der Kasse ein Bericht extra in Rechnung gestellt wurde, deren Leistung ja nun gar nicht erbracht wurde oder eben nicht.


Dann sei es mir möglich das SPZ schriftlich dazu aufzufordern mir die Patientenakte von Jana ( also Kopien, deren Kosten hätte ich dann zu tragen ) zukommenzulassen.

Darüber hinaus ( oder aber auch parallel ) kann ich mich schriftlich an die KVH ( Patientenanfragen ) wenden, mit dem Auftrag sich mit dem SPZ in Verbindung zu setzen, um denen dann die Berichte zukommen zulassen.

Aus datentechnischen Gründen konnte mir die Dame der KVH ( auch wenn ihr jetzt mehr Informationen vorliegen würden ) keine weiteren Auskünfte mehr geben.

Alles muß schriftlich erfolgen.

In dem Schreiben sollten dann die Behandlungstage über die Besuche aufgeführt sein und textlich so formuliert, daß trotz Überweisungsschein kein Bericht geschrieben wurde.

Dann würde auch die KVH aktiv werden!

Da ich Janas Neurologen ( wie schon geschrieben mögen wir ihn eigentlich sehr gerne ) im SPZ nichts Böses möchte, wir aber dringend diese Berichte benötigen, werde ich zunächst eine dritte E-mail oder besser noch einen schriftlichen Brief ans SPZ zu Händen Herr XY schreiben und ihn noch ein weiters mal dazu aufordern, der eigentlich selbstverständlichen Tätigkeit, nämlich das Schreiben eines Berichtes über den Besuch mit der entsprechenden Befunderhebung nachzukommen, da ich ansonsten gezwungen sei, dritte mit ins Boot zu nehmen.

Sollte ich dann immer noch innerhalb der nächsten 2 Monate ( halte ich für großzügig genug ) keine Resonanz erhalten, werde ich beide Wege gehen und mich sowohl an die KK als auch die KVH wenden.

Ich weiß jetzt nicht, ob alles logisch und erklärend für euch klingt, oder ob ich wirrwarr geschrieben habe. Embarassed

Also nach dem Telefonat hatte ich zumindest das Gefühl halbwegs alles verstanden zu haben. Laughing

Liebe Grüße, Melanie

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Sternen-Lilly
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,
du hast das verständlich geschrieben. Genau das war ja auch meine Intension. Bei der KV nachfragen, was wie abgerechnet werden darft und dort ggfs. weitere Personen zu haben, die mit euch Druck aufbauen können bzw. diese Infos in der Hinterhand zu haben, um diplomatisch gegenüber den Druck aufzubauen, ohne direkt "anzuschwärzen".
Viel Erfolg.

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IlonaN
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ohje, mir schwirrt der Kopf. traurig das man um alles kämpfen muss, sogar um einen Arztbericht. Evil or Very Mad Evil or Very Mad
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melm69
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

@ Sternen-Lilly

..vielen Dank! Embarassed Smile

@ IlonaN

...ja so in etwa war mein Schlusslauwort mit der netten Damen von der KVH...


Liebe Grüße, Melanie

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SarahmitFlorian
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 14:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich frage mich die ganze Zeit, warum weiterhin ein Arzt aufgesucht wird, der anschließend noch mehr Arbeit verursacht.
Bei uns hat das SPZ damals für das Ausstellung einer Verordnung für einen Stehtrainer ein halbes Jahr gebraucht. Das war unser erster und letzter Termin dort.
Niemand zwingt einen, ein SPZ aufzusuchen. Es gibt genug niedergelassene Ärzte und Epilepsieambulanzen.
LG Sarah
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Sternen-Lilly
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sarah,
wenn das Kind doch ein gutes Vertrauensverhältnis zum Arzt hat und der Arzt sehr gut mit dem Kind umgeht und mit ihm zurecht kommt, finde ich die Entscheidung von Melanie absolut legitim, lieber um Berichte zu kämpfen als den Kampf der neuen Arztsuche einzugehen. Ich kann das gut nachvollziehen.
LG

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melm69
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BeitragVerfasst am: 11.01.2018, 15:23    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sarah;

danke auch für deinen Beitrag!

Natürlich zwingt mich niemand zu Arzt XY hinzugehen.

Ich hatte ja schon erwähnt, daß wir seit Jahren bei ihm in Behandlung sind und ansonsten sehr zufrieden mit ihm waren ( ausgenommen der Motivation der letzten Zeit Berichte zu schreiben ).

Ein reiner Epileptologe wäre in unserem Fall nicht ausreichend, da Jana sehr viel mehr andere Baustellen hat.

Hätte Jana nur Epilespie würden wir uns die oft sehr zeitraubendenden SPZ Termine eventuell sparen.

Die ausgebildeten SPZ Ärzte/innen schauen schon ganzheitlich und auch sehr gründlich.

Oft oder sogar meistens gibt es bei mehrfach behinderten Kindern auch ein Zusammenspiel der ganzen Beeinträchtigungen.

Dazu kommt, daß wir seit fast inzwischen 11 Jahren dort im SPZ in Behandlung sind und Jana dort mit ihrem Paket welches sie zu tragen hat sehr bakannt ist.

Also sie kennen Janas Geschichte oder Gesamtpaket und können Fort- oder auch Rückschritte gut erkennen.

Es kam auch schon vor, daß Defizite, die mir aus unserem Alltag gar nicht bewußt waren eben dem behandelndem Arzt sofort aufgefallen sind und dementsprechend Therapien verordnet worden.

Ich denke, ich werde in dem Schreiben an den für Jana zuständigen Neurologen XY im SPZ auch erwähnen, daß wir zwar ungerne aber eben aus diesem Grund ( fehlender Berichte ) einen Arztwechsel innerhalb des SPZs als Vorschlag in Überlegung geben, falls der Doc tats. schlichtweg damit überfordert sein sollte.

Dies wäre auch noch eine Alternative.

Was aber nichts daran ändert, daß ich die letzten 3 oder zumindest den letzten SPZ Bericht bei Behandler XY einfordern werde.

SPZ Berichte haben eine enorme Wichtigkeit in vielen Bereichen.

Informationen für die Schule ( um z.Bsp. bestimmte Situationen besser einordnen zu können ), bei Therapieverordnungen oder aber auch bei rechtlichen Belangen.

Auch das Versorgungsamt ( welches regelmäßig überprüft ) hat ausschließlich bei uns Interesse an den Berichten des SPZs.

Liebe Grüße, Melanie

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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 12.01.2018, 06:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,

wie du ja weißt, hatten wir im gleichen SPZ, beim gleichen Arzt, das selbe Problem!

Ich hatte seinerzeit einfach eine Mail an den Professor (Chefarzt der Neuro-vom SPZ) geschrieben.
Daraufhin bekam ich eine Entschuldigungsmail von Dr. F. und eine Woche später lag der Bericht im Briefkasten.

Auch mit anderen Baustelken (haben wir auch), kann man zu einem niedergelassen Neuropäd wechseln. Der, wo wir jetzt sind, hat vorher jahrelang im SPZ gearbeitet. Er ist super lieb mit den Kindern und ebenfalls sehr engagiert.

Gruß
Alex

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R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral
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