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Elke35
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BeitragVerfasst am: 02.12.2018, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, ich schreibe Dir eine PN.
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Rita2
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BeitragVerfasst am: 02.12.2018, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich vermute mal, daß dein Sohn die deutsche Grammatik (also wo verwendet man kein oder keine und deine anderen Beispiele von oben) durch lesen lernen kann.
Er kann ja leider nichts hören. Sobald er aber anfängt zu lesen, dann bekommt er die Grammatik ja in der Anwendung präsentiert. Wie bei hörenden Kindern über die Sprache nur nur schriftlich und einige Jahre später. Aber mit 8 bis 10 Jahren sollte diese Art von lernen noch funktionieren.
Jetzt ist aber die Frage, ob er Interesse am lesen entwickeln wird.

Ich weiß nicht wie es in Österreich ist. Aber bei uns in D wäre bei dem Vorgehen die Gefahr, daß er in Deutsch zu wenig gefordert wird. Hier bei uns würde ich auf Versuch des Gehörlosenlehrplans bestehen und wenn das auf Dauer nicht funktioniert, dann runterstufen.
Wenn eure Lehrer aber trotz Sonderschullehrplan versuchen den Gehörlosenlehrplan zu machen, ist es ja ok. Wenn man aber am Anfang erst mal die zwei ersten Jahre ganz ohne Druck macht (also geringere Anforderungen) wie soll man dann wenn es sowieso anzieht auf den anderen Lehrplan umstellen können. Man muß dann ja erst mal den Rückstand aufholen.

Für mich wäre es das wichtigste euren Sohn zum lesen zu bekommen. Dann kann er sich bei Interesse alles selbst erschließen. Daher jetzt das lesen fördern und auch das schreiben. Vielleicht kann er sich dann anderen in dieser Form mitteilen.

Viele Grüße
Rita

_________________
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 02.12.2018, 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rita2,

Alexander kann schon teilweise lesen und schreiben. Er teilt uns seine Bedürfnisse auch schriftlich mit, nur leider oft falsch. Zum Beispiel schreibt er "Der Papa fahren ins Meeting" oder "Nora und Alexander Trampolin springen" (ohne Zeitwort). Oder er verwendet falsche Wörter, zum Beispiel "Jetzt danke spielen!" statt "Jetzt bitte spielen!". Und er teilt Wörter falsch ab.

Leider kann man oft auch gar nicht erkennen, was er meint, und ihn nicht korrigieren. Zum Beispiel "Wie dem die Schule ken?" oder "Der geht die Nora ist die nicht bin buten ist das Hause nicht!"

Dass er keine bzw. zu kurze Abstände zwischen den einzelnen Wörtern lässt, macht das verstehen dieser Nachrichten noch schwieriger.

Leider ist er für gemeinsames lesen (wie für andere gemeinsame Aktivitäten) nicht wirklich zugänglich. Er schaut sich selbst aber sehr gerne Bücher an, auch meine oder die meines Mannes, um ihm bekannte Wörter herauszusuchen, zu gebärden und uns zu zeigen. Aber Bilderbücher mit wenig Text und Erstlesebücher interessieren ihn nicht. Ich glaube auch, dass er schon einiges sinnerfassend lesen kann. Neulich wurde in einem Erstklässler-Übungsbuch schriftlich verlangt, die zahlen in verschiedenen Farben nachzumalen. Alexander hat sie in verschieden Farben ANgemalt, also zumindest einen Teil der schrifltichen Angabe verstanden.

Das klingt jetzt alles fürchterlich kleinlich, schließlich geht Alexander gerade mal seit 3 Monaten in die 1. Klasse. Aber ich sehe, wie sehr er sich plagt, das schrifltiche deutsch zu verstehen, aber trotzdem auf der Stelle tritt.

Er wird übrigens durchaus auf seinem Niveau unterrichtet und die Lehrer sind zuversichtlich, ihn nach der 2. Klasse auf Gehörlosenlehrplan hochstufen zu können. Nur ich bin nicht so recht überzeugt, weil mir die Anforderungen doch sehr schwierig erscheinen.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Kerstin74
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Lisaneu,
das hört sich alles recht kompliziert an - aber wenigstens fühlt sich dein Sohn wohl!

...was ich von meinem nicht wirklich behaupten kann, leider. Derzeit sind wir am zweifeln, ob das so alles die richtige Entscheidung war.

Junior ist in einer Schule mit Schwerpunkt S/E, die Klasse besteht aus 8 Jungs (5 Kinder wurden ohne Diagnose, aber mit erheblichen Verhaltensoriginalitäten eingeschult). Die ersten Wochen war er quasi der einzige, der sich schulkonform verhalten hat, alle anderen Kinder waren irgendwas zwischen Quatsch machen, aggressiv (körperlich wie verbal, da sind schon mal Schultische durchs Zimmer geflogen, es wurde im vorbeigehen geboxt oder getreten und leise Beschimpfungen waren und sind die Regel) und laut.

Seit Mitte Oktober das Verhalten unseres Sohnes vollständig gekippt - er hat sich offenbar dem Verhalten seiner Mitschüler angepasst. Nach einer kurzen aggressiven Phase zu Hause hat er sich in der Schule aufs Quatsch machen eingeschossen und verbringt inzwischen täglich fast mehr Zeit außerhalb als innerhalb der Klasse. Er forciert seine "Ausraster" nicht, ist aber ganz froh, wenn sie kommen, weil es für ihn ein Ventil ist - und eine Strategie der Klasse zu entkommen. Außerdem macht es ihm einfach Spaß mal laut zu singen, zu klopfen, zu klatschen oder einfach zu lachen (bis zu 60 Minuten, mehrmals täglich!). Er ist überfordert mit seinen lauten und aggressiven Mitschülern, teilweise auch mit dem Lehrstoff inhaltlich und beklagt, dass seine Lehrerin sich zu wenig um ihn kümmern kann. Wir haben inzwischen einen Schulbegleiter beantragt und hoffen auf baldige Bewilligung (wobei das fraglich ist, unser Jugendamt zahlt regelmäßig nur bei ASS, habe noch keinen Schulbegleiter bei pFAS gesehen, aber wir werden kämpfen).

Leistungsmäßig ist er der Schwächste der Klasse (IQ im unteren Durchschnittsbereich, aber eben erhebliche Einschränkungen im kognitiven Bereich und bei den Exekutivfunktionen, die auch durch die Medikation nicht vollständig ausgeglichen werden konnten - allerdings Inselwissen). Zahlen kann er inzwischen lesen, aber nur wenige Zahlen aus dem Gedächtnis heraus schreiben. Buchstaben malt er quasi ab, kann sie aber nicht lesen oder benennen. Die Unterscheidung Groß- und Kleinbuchstaben versteht er überhaupt nicht, das ist zu abstrakt. Dass "mi" das gleiche wie "Mi" heißt, ist ihm schlicht zu viel.

Wir sind im Moment ziemlich am schwimmen. Ich habe keine Ahnung, wie ich ihm das Lernen erleichtern kann. Die Schule selbst ist keine große Hilfe, obwohl wir regelmäßig (quasi alle paar Tage) telefonisch oder per Mail mit seiner Lehrerin im Austausch sind. Wir hoffen auf die Bewilligung eines Schulbegleiters und darauf, dass seine Mitschüler sich im Schulalltag einfinden und das ganze Umfeld ruhiger wird. Und wenn alles nichts hilft, wird wohl ein Schulwechsel das einzig sinnvolle sein, um ihm nicht gleich ganz die Lust an Schule zu nehmen - aber wohin? Hier bei uns sind Schulen mit sonderpäd. Schwerpunkt nicht allzu häufig anzutreffen und es ist nicht ganz einfach einen passenden Schwerpunkt zu finden, das haben wir ja vor einem Jahr schon alles durch.

LG von einer nicht wirklich glücklichen
Kerstin

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der Große (10/06) mit ADS, LRS und senso-/graphomotorischer Schwäche

der Kleine (10/11) mit pFAS, ADHS, SIS, Hyperakusis, Hypermobilität , Beckenschiefstand mit skoliotischer Fehlhaltung, Vorhofseptumdefekt (ASD II), Fruktoseintoleranz, V.a. AWVS => PG 3, SBA 70%
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kerstin,
ich frage mich nach dem Lesen Deines Posts, was Ihr Euch vom Schulbegleiter in dieser Situation erhofft. Wie könnte der denn in so einem Umfeld eine fruchtbare Lerrnatmosphäre für Euren Sohn herstellen? Mir fällt da nicht viel ein, was über die Möglichkeiten der Lehrerin hinausgeht.

Euer Sohn scheint ja auch zu zeigen, dass es ihm auf dem Flur besser geht als im Klassenzimmer.

Vielleicht wäre es besser, nicht noch Zeit und Energie in die Beantragung/Suche eines Schulbegleiters zu stecken, sondern direkt mit Hochdruck nach einer anderen Schule zu suchen?! Vielleicht macht ein zusätzlicher Erwachsener in der Klasse die Gesamtsituation dort minimal besser, aber von einem guten Lernumfeld seid Ihr dann vermutlich immer noch Lichtjahre entfernt.

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Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
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Nicole_
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kerstin,

Das klingt gar nicht gut. Crying or Very sad Ist er alleine auf dem Flur? Die Klassenkombination klingt nicht gerade förderlich für alle Kinder in ihr. Welche Lösung sieht die Schule denn? Wäre ein Schulbegleiter eine Option, der mit ihm den Raum verlässt, bevor es passiert?

LG
Nicole

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Nicole_
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 10:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Nun zu uns: Der erste Elternsprechtag war da und mir wurde gesagt, dass er in allen Fächern (auch Sport!!!) sehr gut mitmacht und immer alles probiert. Man beachte, dass er im Kindergarten erst kurz vor Ende mal an einem Gruppenspiel teilgenommen hat und er jetzt wie selbstverständlich an allem im Sportunterricht teilnimmt.
Sie sagen, wenn das graphomotorische Problem nicht sei, wäre er ein Überflieger und so ist er einfach "nur" in allen Fächern an der Spitze dabei. Ich habe so geweint vor Erleichterung und Abfall der Anspannung.

Wenn ihnen keiner gesagt hätte, dass er autistisch ist, hätten sie es bis heute nicht gemerkt. Für sie sei er einfach ein schüchternes Kind, was kurze präzise Antworten gebe und nie ins Labern Falle. (Da musste ich ungläubig lachen, denn mir bluten täglich die Ohren und ich sage so oft: Sei endlich still und lass deinen Bruder mal was sagen)
Er sei ein strahlendes Kind, hilfsbereit und freundlich zu allen.

Was mich eigentlich sehr geärgert hat, ist die Tatsache, dass man mir mehrfach sagte, ich müsse Ihnen auch vertrauen. Erst im Nachhinein hab ich kapiert, was sie mir da mitgegeben hat. Wenn ich nicht Wochen vorher einen Fototermin oder einen Auftritt immer und immer wieder durchkauen würde, dann würde er an dem Tag nicht funktionieren. Sie sehen aber: Anchricht von der Mutter, dass xy passieren könnte, aber das Kind ist das süße und unkomplizierte Kind wie immer. Also ist die Mutter übervorsichtig oder macht Probleme wo keine Sind. Das regt mich total auf. Ich kann ja nicht eine Veranstaltung vor die Wand fahren lassen und ihn dort ausrasten lassen, nur damit sie kapieren, dass ich nicht Spinne. Rolling Eyes

Sorry, mein iPad war heute etwas eigenwillig mit Groß-und Kleinschreibung.

LG

Nicole

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Kerstin74
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Nicole und Tanja,
Junior wird wahlweise beim Sozialarbeiter oder in einer anderen Klasse geparkt - kümmern? Fehlanzeige! Er bräuchte jemand an seiner Seite, der ihm zeigt, wo er bei der Aufgabenbearbeitung anfängt, wie er strategisch an eine Aufgabe herangeht, ihn bei Auseinandersetzungen mit Mitschülern unterstützen und "übersetzen" kann (nonverbale Kommunikation versteht unser FASler nicht), deeskalierend einwirken, vorausschauend handeln etc. pp. . Ich denke eine Person, die sich mit dem Behinderungsbild auskennt und ihn in einer 1:1-Situation zur Seite steht könnte durchaus einiges bewirken.

Parallel hat die Lehrerin uns signalisiert, dass die beiden Mitschüler, die ihm am meisten zu schaffen machen, kurz vor einer medikamentösen Einstellung stehen und sie sich hierdurch eine Entspannung der Situation erhofft.

Was andere Schulen angeht haben wir vor einem Jahr quasi alle Schulen mit sonderpäd. Schwerpunkt angefragt und/oder besucht, die es im Umkreis von 20 km gibt. Ganz klar war allerdings vor einem Jahr, dass er nichts anderes als den S/E-Schwerpunkt zuerkannt bekommt und hier ist die Auswahl echt bescheiden. Die Schule, die er nun besucht, war hinsichtlich Ausstattung und Konzept diejenige, die noch am besten gepasst hat. Aber gerade hinsichtlich Konzept hat sich eben gezeigt, dass es auf dem Papier schön aussieht, in der Realität aber nicht oder völlig anders umgesetzt wird.

Wir schauen uns nach anderen Schulen um, denn inzwischen sehe ich persönlich den S/E-Schwerpunkt eher kritisch - zumindest dann, wenn wie jetzt, alles ungefiltert und unbegleitet (sprich: nicht "übersetzt") auf ihn einprasselt. Doch welche Alternative gäbe es denn? Sprachlich ist er recht fit, körperlich könnten wir es versuchen, wird aber nicht einfach, und Schwerpunkt Lernen? Keine Ahnung - die Auswahl ist nicht berauschend.

Nicole,
in den ersten Wochen bin ich ebenfalls gegen Pädagogenwände gerannt, als ich seiner Klassenlehrerin versucht habe das Behinderungsbild FAS zu erklären - er war doch so lieb, so süß, so ruhig und hat sich einfach soooo toll benommen! Bis der große Knall kam. Inzwischen ist sie ganz dankbar für sämtlichen Input, den ich ihr über FAS gebe, da geistern selbst in den Köpfen der Sonderpädagogen sehr abenteuerliche Vorstellungen herum.

LG
Kerstin

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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,
gibt es bei Euch die Möglichkeit, ihn ohne FS aber mit Schulbegleiter auf die Regelschule zu schicken?

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Dein Sohn ja in einem "normalen" Umfeld selbst gar nicht verhaltensauffällig und FS Lernen siehst Du selber eher nicht?

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Kerstin74
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BeitragVerfasst am: 05.12.2018, 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Tanja,
diese Frage haben wir uns bereits letztes Jahr gestellt, aber die normale GS scheidet definitiv aus. Dort wurde unser Großer 4 Jahre lang gegängelt, weil das Vorhandensein von ADS verneint wurde (trotz bestehender Diagnostik), denn wer sich konzentrieren will, der kann das auch - alles eine Frage der Motivation; seitens der Pädagogen wurde im sogar klipp und klar gesagt, wenn er es nach dem 3. Mal nicht verstanden habe, sei er eben dumm (hat er uns bzw. dem KJP erst später erzählt). Wie soll ich derart sturen Lehrern erklären, was FAS alles mit sich bringt und dass unser Junior nicht etwas nicht will, sondern schlicht nicht anders kann?

Und ja, in einem "normalen" bzw. sozialen Umfeld ist er wirklich unauffällig(er) - das haben viele Jahre Kindergarten gezeigt. Er hat auch seine impulsgesteuerten Momente, wenn er mit jemandem nicht kann, aber im KiGa hatte er einerseits die Möglichkeit, sich dann zurück zu ziehen (sprich: den Raum zu wechseln) und war dann stets in Begleitung einer Erzieherin. Auch seine wahnsinnigen Ideen waren stets vorhanden, konnten aber immer gut schon im Vorfeld abgefangen werden bzw. wurden von kaum einem anderen Kind mitgetragen und alleine machen macht keinen Spaß. Er war durch das offene Montessori-Konzept relativ frei in der Wahl seiner Aktivitäten (mit oder ohne andere Kinder, ruhig, wild, wie es ihm gerade passte). Außerdem hatte er durch die Komplexleistungen (fast täglich irgendeine Therapie) immer wieder 1:1-Siutationen.

Seine derzeitige Schule und der ehemalige Kindergarten haben also nicht nur inhaltlich sondern auch hinsichtlich der Struktur kaum etwas gemeinsam - von den Kindern will ich gar nicht erst reden....es ist wirklich schwierig. Mir steht die Woche noch ein Telefonat mit der Lehrerin bevor und ich bin sehr gespannt, was es dieses Mal gibt.

LG und herzlichen Dank für eure ganzen Gedanken
Kerstin

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