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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 02.09.2018, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

svennie hat folgendes geschrieben:
Hallo Lisa! Ich wünsche Euch und auch allen anderen einen guten Start in der Schule. Wir haben jetzt schon fast 4 Wochen hinter uns und es geht eher tagesformabhängig auf und ab. Mal läuft der Tag gut, dafür flippt er am nächsten Tag aus, wenn er sich überfordert fühlt (da reichen banale Auslöser oder Frust, weil er was nicht so hinbekommt). Mit der SB ist es nicht ganz so ideal, weil sie für zwei Kinder (Finn und einen anderen Jungen) zuständig ist. Finn braucht aber eigentlich jemanden für sich alleine, da schon der Beziehungsaufbau nicht so einfach ist. Allerdings sind in der Klasse momentan auch nur 7 Kinder. Ich habe engen Kontakt zu den Lehrern, die mir jede Woche Rückmeldung geben oder auch mal zwischendurch, wenn etwas war. Unsere Schule ist leider keine Dauerlösung, sondern nur eine Übergangsschule für ca 1 Jahr. D.h. eigentlich müssen wir bald schon wieder schauen, wie und wo es nächstes Jahr weitergeht. An unserer Regelschule kann ich ihn mir momentan mit seiner Reizempfindlichkeit, den motorischen Schwächen und den regelmäßigen Ausrastern schlecht vorstellen.
LG
Svenja


Toll, dass Finn obwohl nur 7 Schüler sind eine SB bekommen hat (auch, wenn ers die sich teilen muss). Sind ein oder 2 Lehrer fix in der Klasse?

Was das nächste Schuljahr betrifft so denke ich mal, ihr werdet abwarten, wie sich die Sache in diesem Jahr entwickelt und dann entscheiden.

Bei meinem älteren Sohn hatten wir zum Zeitpunkt der Einschulung ja noch gar keine Diagnose. Er kam als Regelschulkind in eine Mehrstufen-I-Klasse. Das erste Jahr war vor allem im sozial-emotionalen Bereich schwierig. Aber in der Schule gab es zumindest immer Lösungen, im Hort dagegen hat es gar nicht geklappt. Nach diesem Jahr bekam er die Diagnose atypischer Asperger-Autismus. Im zweiten Schuljahr kam mein Sohn in einen anderen (heilpädagogischen) Hort, wo er sich sehr wohl fühlt. Und siehe da, auch die Probleme in der Schule wurden deutlich besser. Er braucht nach wie vor keine SB und wird immer noch als Regelschulkind geführt. Es ist ähnlich wie bei deinem Sohn: niedrige Frustrationsschwelle, Reizfilterschwäche, und leider auch immer wieder mißverstehen normales, sozialer Situationen. Aber die Lehrerinnen können damit umgehen. Und auch die neurotypischen Kinder sind längst nicht immer pflegeleicht und sozial verträglich Wink .

Vergangenes Jahr war mein Sohn sogar auf den "Projekttagen" der Schule mit und es hat ihm gut gefallen Smile .

Ich denke ihr werdet auch bei deinem Sohn noch merken, was die passende Schule für ihn ist. So ein Einstiegsjahr im "geschützten Rahmen" ist sicher einfacher, als gleich mit Regelschule und 25 oder mehr Kindern in der Klasse zu beginnen. Alle Gute!

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
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Nicole_
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BeitragVerfasst am: 03.09.2018, 05:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

unser Sohn ist auch letzte Woche gestartet. Ich habe das monatelang geplant und vorbereitet und es hat sich gelohnt! Alle haben zusammen gearbeitet: Herz-Erzieherin, Autismustherapeut, Ergotherapeut, zukünftige Schule! Er hatte sogar Ergostunden auf dem Schulhof, um alles zu erkunden.

Unser Sohn ließ sich problemlos vorne bei den Erstklässlern abliefern. Sein bester Freund weinte bitterlich und ich setzte die beiden zusammen, sagte ihnen, dass sie ja die gleiche Farbe haben und in die gleiche Klasse kommen würden, legte ihnen die Hände ineinander und sagte ihnen, dass man alles schafft, wenn man seinen besten Freund dabei hat. So saßen sie da, stolz und gerade. Total toll.

Die Schule hat zum ersten Mal nicht jedes Kind einzeln aufgerufen, sondern alle mit der Farbe xy.
Unser Sohn, der sich am Abend vorher in den Schlaf geweint hatte und seit Tagen ein Schlafdefizit von 1-2 Stunden pro Tag anhäufte (Supergau! Wenn eins wichtig ist, dann 10,5 Stunden Schlaf für ihn, sonst geht es rapide bergab), stand als Erster auf, nahm seinen besten Freund an die Hand und sie gingen gemeinsam nach vorne, als hätten sie nie was anderes getan. Gerade, stolz und ohne zu zögern. Es war unglaublich.

Als ich nach der ersten Stunde in die Klasse durfte, sagte mir die Lehrerin sofort, dass es unfassbar gut geklappt habe.

Auf der Feuer fragte ihn jemand, was ihm am besten gefallen hätte in der Schule. Er antwortete: "Dass es so schön leise ist" ich so: Shocked Question

Er war einmal mit 3 mit mir an der Schule und ich musste kurz in eine Klasse, die Vertretungsunterricht hatte. Es war unfassbar laut, alle glotzten ihn an und betonten, wie süß er sei.Das scheint sich bei ihm eingebrannt zu haben. Davor hatte er anscheinend solche Angst.

Es gab übers Wochenende keine Ausraster und nur eine nasse Hose. Er geht als Regelschulkind in eine Klasse mit 30 Kindern mit übergreifendem Prinzip: 1. und 2. zusammen und 3. und 4. zusammen.

Als ich ihn Freitag abholte, ging er danach stolz in den Kindergarten, um seinen Bruder abzuholen. Sonst wollte er immer im Auto warten.

Mir ist ein ganzer Schotterhaufen vom Herzen gefallen.

Später mehr, muss zur Schule.

LG

Nicole

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Großer (6) Asperger Autist mit Insel Hochbegabungen
Kleiner (nur der normale Wahnsinn)
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Bastelia
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BeitragVerfasst am: 03.09.2018, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallihallo!
Also wir haben den 1. Schultag hier geschafft! Alles nach Plan verlaufen (von schulischer Seite ziemlich unspektakulär) und bei Sohnemann recht positiv angekommen! Smile
Allerdings ist halt nicht jeder Schultag so wie der erste, deshalb ist die Spannung wie die Schulkarierre anläuft noch recht groß! Denke am Ende der Woche werden wir alle einen besseren Eindruck haben, ob und wie es funktioniert!

Wie ist es bei euch gelaufen Lisa??

Liebe Grüße

_________________
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 04.09.2018, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Danke fürs nachfragen Smile ! Alexander hat seinen ersten Schultag ganz cool geschafft. Wir waren viel zu früh dort, aber die Lehrer waren ohnehin schon in der Klasse und Alexander hat sich schnell zurecht gefunden. Er ist ja der einzige Erstklässer in der Mehrstufenklasse. Die Schultüte, die ich in weiß gekauft und selbst mit Buchstaben und Zahlen bemalt habe, war auch ein voller Erfolg.

Nach der Schule waren wir noch den Hort anschauen und die Hortbetreuer kennenlernen. Und heute verbringt er schon den ganzen Tag dort. Er ist auch problemlos in den Bus des neuen Fahrtendienstes eingestiegen. Er wusste, dass ab jetzt kein roter sondern ein weißer Bus mit ihm fahren wird, weil ich ein Foto des Busses von der Betreiber-Homepage für ihn ausgedruckt hatte.

In der Hinsicht bin ich auch froh, dass Alexander sich mit Uhrzeiten und Tagesplanung so gut auskennt. Ich konnte ihm heute schon vor der Abfahrt in der Früh die Fixpunkte des Tagesplanes sagen: um ca. 7h kommt der Bus, der fährt in die Schule, bis 11h ist Unterricht in der Klasse, dann kommt er in den Hort, dort ist Mittagessen und Nachmittagsbetreuung bis 16h30, dann bringt der Bus ihn wieder nach Hause. Das Schöne ist, dass ich mir sicher bin, dass Alexander alles verstanden hat.

Das wundert mich immer wieder: in manchen Bereichen ist er einfach so schlau, viel schlauer als neurotypische gleichaltrige Kinder. Nur merkt das niemand, der ihn sieht. Seine Defizite sind einfach viel auffälliger. Ich hoffe in der Schule wird er so wahrgenommen und angenommen, wie er ist - mit all seinen Stärken und Schwächen.

Werde in den nächsten Tagen noch berichten, wie es weiter geht Smile .

@Nicole: Schön, dass es bei euch auch so gut verlaufen ist! Ich denke mal dass wir unseren Kindern mit entsprechender Vorbereitung - wie sie das Kind eben individuell "braucht" - ganz schön helfen könnnen. "Durch" müssen sie dann ohnehin selbst, aber das schaffen sie dann auch Very Happy !

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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 18.10.2018, 06:23    Titel: Antworten mit Zitat

Nach den ersten 6 Wochen Schule ein kurzes Update. Alexander fühlt sich nach wie vor sehr wohl in der Schule. In der Früh läuft er immer schon zum Bus, was beim KIGA-fahren nie der Fall war. Da hatte es auch immer wieder Diskussionen gegeben, dass er nicht in den Kindergarten mag.

Auch im Hort gefällt es Alexander sehr gut. Er hat schon eine Lieblings-Betreuerin, die er sehr herzlich umarmt. Und noch eine Neuerung ist sehr positiv: wir haben etwa seit Schulstart eine Betreuerin vom Diakoniewerk, die 2x die Woche nachmittags mit Alexander spielt und ihn zu Terminen (Logopädie) begleitet. Ihm tut die 1:1 Betreuung gut und für mich ist es natürlich auch eine Entlastung. Und das Beste: die beiden verstehen sich hervorragend Cool !

In den letzten 4 Wochen hatte Alexander nur zwei Meltdown Anfälle, einmal ca. 20 Minuten abends und einmal nur ca. 10 Minuten nachts. Gegen das, wo wir im vergangenen Jahr durch sind, ist das wirklich NICHTS Smile . Natürlich ist er immer noch kein einfaches Kind, Wutausbrüche gibt es nach wie vor immer wieder und Dickschädel-durchsetzen wollen auch. Aber die Situation "kippt" längst nicht mehr so oft wie früher und Alexander findet auch schneller wieder raus. Im Moment bin ich froh, dass wir noch keine Medikation begonnen haben, denn so, wie es jetzt läuft, können wir (zumindest im Moment) darauf verzichten.

Ich dachte ja schon, jetzt habe ich massig Freizeit, aber leider ist mittlerweile beim älteren Bruder (der immer ein bißchen im Schatten Alexanders steht) mittlerweile eine "sehr wahrscheinliche" ADHS-Diagnose dazu gekommen. Nicht weiter verwunderlich, ich dachte schon lange in der Richtung. Aber natürlich haben wir jetzt wieder Rennereinen und es stehen alle möglichen Therapien und natürlich auch wieder Medikation im Raum. Also, ganz ruhig wird es doch nicht...

Aber ich bin wirklich sehr froh, dass es Alexander momentan so gut geht, wie schon lange nicht mehr Very Happy .

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michie
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BeitragVerfasst am: 23.10.2018, 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt alles wirklich fabelhaft!! Weißt du, warum er im KiGa nicht so gern war? Zu viele Kinder vielleicht? Bei uns startet das Ganze ja im Sept. 2019 und ich weiß nicht genau, wie es für den kleinen Prinzen am besten ist. Er kommt im Kindergarten mit der recht großen Gruppe eigentlich gut zurecht...
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 24.10.2018, 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

michie hat folgendes geschrieben:
Das klingt alles wirklich fabelhaft!! Weißt du, warum er im KiGa nicht so gern war? Zu viele Kinder vielleicht? Bei uns startet das Ganze ja im Sept. 2019 und ich weiß nicht genau, wie es für den kleinen Prinzen am besten ist. Er kommt im Kindergarten mit der recht großen Gruppe eigentlich gut zurecht...


Alexander blüht auf, wenn er möglichst "exklusiv" Erwachsene für sich hat. Er war zwar in einem gebärdensprachigen I-Kindergarten mit gutem Betreuungsschlüssel, aber dort waren trotzdem "nur" 10 BetreuerInnen für 40 Kinder (und einige davon nur Teilzeit).

Alexander war nie wirklich total unglücklich im Kindergarten, vor allem nicht im letzten Jahr, wo er nur noch halbtags dort war. Aber so wirklich woh gefühlt hat er sich dort auch nicht. Mit anderen Kindern konnte und kann er einfach nicht viel anfangen. Es stört ihn nicht, wenn viele Kinder da sind, aber er macht halt dann inmitten der Gruppe "sein" Ding.

Jetzt geht er in eine Klasse mit insgesamt 4 Schülern und 2 Lehrern sowie zusätzlichem Personal (z.B. zum wickeln). Da bekommt er sehr viel mehr Exklusiv-Zeit und Beschäftigung durch Erwachsene.

Ich denke es kommt immer aufs Kind an. So Situationen wie Kindergarten oder Schule kann man nicht vorhersehen. Je nach Klasse kann die Zusammensetzung und die Gruppendynamik total passend oder unpassend für ein bestimmtes Kind sein.

Für Alexander bin ich jedenfalls froh, mich für diese Klein-Spezial-Klasse entschieden zu haben. In einer größeren Klasse würde er vermutlich nur Blödsinn machen oder einfach "untergehen".

Eine I-Klasse war nicht wirklich vorstellbar, weil Alexander praktisch ständig lautiert oder sonst wie Lärm macht. Und er selbst hört sich ja nicht! Aber für die anderen Kinder wäre es einfach total störend, ein Kind wie ihn in der Klasse zu haben.

Vor Mobbing oder so hätte ich (in einer I-Klasse) keine Angst gehabt. Alexander ist sehr selbstbewusst und lässt sich nicht leicht ärgern oder hänseln. Entweder er kapiert es gar nicht, weil er sich nicht so weit auf die anderen Kinder einlässt, oder er geht ihnen einfach aus dem Weg. Ganz im Gegensatz zum älteren Bruder, der einerseits selbst oft ordentlich "austeilt", aber extrem empfindlich ist, wenn er sich nur angegriffen FÜHLT.

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svennie
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BeitragVerfasst am: 24.10.2018, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lisa,
bei meinem Sohn sind die besonderen Verhaltensweisen, die Du bei Deinen Söhnen beschreibst, kombiniert vor! Auch er hat sich im Kiga in der großen Gruppe nie wirklich wohl gefühlt, weil er mit anderen Kindern wenig bis gar nichts anfangen kann und immer seine eigenen Spiele, auch gerne allei und vor allem nach seinen eigenen Regeln, spielt. Dabei ist er jedoch extrem empfindlich, wenn andere ihn ärgern und legt alles als Provokation gegen sich aus. Auf der anderen Seite stößt er selbst andere vor den Kopf, ärgert oder provoziert, was ihm selbst aber nicht bewusst zu sein scheint. Ich nenne das bei ihm immer Kreisen um sich selbst. Super, dass Dein Jüngster die Schule so gut angenommen hat! Meiner geht auch recht gerne hin, aber die einzelnen Wochen sind immer noch ein Auf und Ab und an Hortbetreuung ist momentan noch gar nicht zu denken.
LG
Svenja

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AnnalenaO
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BeitragVerfasst am: 25.10.2018, 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich hab hier mal ganz neugierig rein geguckt. Michi hat Lisa gefragt warum es Alex im Kiga nicht so gut gefallen hat wie in der Schule. Dazu würde ich gerne was beitragen. Mein Sohn ist eigentlich immer gerne in den Kiga gegangen. Er hat da zwar auch vorzugsweise sein Ding gemacht, ist aber immer fröhlich hin und die Gruppe schien ihn nicht zu stören. Jetzt in dieSchule geht er sehr sehr gerne! Er sagt es ist da so schön ruhig. Alles ist viiiiel Strukturierter. Wer was sagen will meldet sich. Es gilt nicht mehr das Prinzip der lauteste hat das Sagen. Das findet mein Sohn ganz wunderbar. Er wusste vorher einfach nicht dass es auch besser sein kann.
Liebe Grüsse AnnalenaO.
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 02.12.2018, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, mal ein update von uns! Alexander fühlt sich nach wie vor sehr wohl in seiner Klasse. Mit den anderen Schülern kommuniziert er leider trotzdem kaum, aber der strukturierte Alltag und die viele Exklusiv-Zeit (mit 2 Lehrern für 4 Schüler) dürfte ihm sehr gut tun.

Vergangene Woche hatten wir Elternabend. Da wurde uns auch die Lehrplaneinteilung vorgeschlagen. Alexander wird in Mathemathik nach Gehörlosen-Lehrplan unterrichtet und in allen anderen Gegenständen nach allgemeinen Sonderschullehrplan. Es wurde uns so erklärt, dass Alexander zwar auch in deutsch (schreiben und lesen) deutlich voraus ist, aber die Anforderungen dann so rasant steigen, dass man nicht abschätzen kann, wo er in zwei Jahren stehen wird. Und da RAUFstufen immer deutlich einfacher ist als RUNTERstufen (im Lehrplan) wird Alexander jetzt die ersten beiden Jahre ohne Druck einfach das machen, was er schafft. Wenn sich dann herausstellen sollte, dass er den Gehörlosenlehrplan auch in den anderen Gegenständen schafft, wird er Ende 2./Anfang 3. Klasse raufgestuft.

Da mein älterer Sohn ja aktuell die 3. Klasse Grundschule besucht, kenne ich auch diese Anforderungen. Und ich stelle es mir für ein gehörloses, nonverbales Kind wirklich schwer vor, z.B. Synonyme für Wörter zu finden oder auch nur eine halbwegs korrekte Grammatik zu schaffen.

Alexander macht viel mit Logik, darum ist er ja auch so gut in Mathe (laut Lehrern ca. 2 Jahre voraus). Aber in deutsch ist die Logik einfach nicht anwendbar. Die Mehrzahl von "der Apfel" lautet "die Äpfel". Nach Alexanders Logik müsste demnach die Mehrzahl von "die Uhr" lauten "die Ühr". Er versteht einfach so viele Basics der deutschen Sprache nicht. Zum Beispiel Artikel, die in der Gebärdensprache nicht vorkommen. Klar kann man die auswendig lernen, aber wenn der Fall sich ändert, stimmt es wieder nicht. Wenn des korrekt heißt "die Susi" und "der Kuchen", warum ist dann "Ich gebe die Susi der Kuchen." falsch? Wann schreibt man "kein" und wann "keine"? Warum "kein Kindergarten", aber "keine Schule"? Ich scheitere an den einfachsten Fragen, weil die Erklärung so langatmig und kompliziert ist, dass Alexanders Aufmerksamkeitsspanne für die Antwort nicht reicht und seine Logik ihm nicht weiterhilft.

Naja, ich bin schon gespannt, was noch auf uns zukommt. Wie geht es den anderen Schulanfängern? Haben sie sich schon in ihre neuen Klassen eingelebt?

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