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IQ-Test für Förderschwerpunkt verpflichtend? Eilt angeblich

 
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PaulaW
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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 13:47    Titel: IQ-Test für Förderschwerpunkt verpflichtend? Eilt angeblich Antworten mit Zitat

Ihr Lieben !

Mir reichts es langsam. Heul.

Heute hat mich die Lehrerin zwischen Tür und Angel abgefangen mit einem Stapel Unterlagen. Sie war offensichtlich auch sehr aufgeregt.

Nachdem wir in einer privaten Schule eine Katastrophe erlebt haben und unser Sohn fälschlicherweise dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung zugeordnet wurde, haben wir eine temporäre Änderung in "Lernen" erreichen können, die jetzt in dauerhaft umgeändert werden soll. Dass er in Lernen gehört ist unbestritten und wird von niemandem angezweifelt.

Die neue Schule (Förderschule) hat uns auch bestätigt dass sie Lernen befürworten und dass er tolle Fortschritte macht. Very Happy
"Das Amt" mache nun aber Druck und wir müssten jetzt ganz schnell einen IQ Test machen, um diese dauerhafte Änderung des Förderschwerpunktes zu erreichen. Ohne ginge es angeblich nicht.

Nachdem der erste Test (den ich sowieso nicht wollte) uns überhaupt erst in diesen Lage gebracht hat, möchte ich keinen machen, wenn es nicht UNBEDINGT nötig ist. Dafür gibt es noch andere Gründe, nämlich dass unser Sohn wegen seiner Konzentrations und Aufmerksamkeitsproblematik bei solchen Tests sein Können nicht abrufen kann. Die nächste Katastrophe oder Irritation wäre also vorprogrammiert.

Ich habe der Lehrerin gesagt dass wir hier so schnell schnell gar nichts machen und uns auch nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen. Schon gar nicht bei einer so wichtigen Angelegenheit wie einem IQ Test.

Wir würden uns erstmal informieren und dann kommunizieren wie wir entscheiden. Und dass wir so einen Test bestimmt nicht nochmal freiwillig machen.

Sie ist auch nicht scharf auf diese Formularien, aber sagte die Testung sei neuerdings nötig, früher hätte es gereicht, dass die Schule den neuen Förderschwerpunkt befürwortet hätten. Und "das Amt" hätte gesagt wir müssten das.
Welches Amt es ist wollte sie uns nicht sagen, es wäre eine "höhere Stelle": Sie war selber ganz aufgeregt.

Nun meine Fragen:
Müssen wir das wirklich ?

Der neue Förderschwerpunkt wurde probeweise zugewiesen bis zum 30.11. und dieser Termin ist ja nun verstrichen.
Deshalb wohl auch die Eile von Seiten der Schule bzw der Ämter.

Herzlichen Dank,
liebe Grüsse

Paula
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Sandra F
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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Paula,

wenn es immer noch so ist, ist Mitte Dezember Stichtag für die Meldungen mit Förderschwerpunkt / Anmeldung Richtung Förderschule.

Als unserer damals in der 1. Klasse noch auf der Regelschule war, wollten sie uns zeitlich auch auf einmal unter Druck setzen.

Die Fristen sind meiner Meinung nach "nutzlos", da je nach Situation eh mitten im Schuljahr entschieden wird.


Wenn die Lehrerin dir dazu keine genauen Auskünfte geben kann oder will, würde ich freundlich bei Direktor/in anfragen. Wenn es auch da keine befriedigende Auskunft gibt, würde ich weiter beim Schulamt nachfragen.
Oder ist das alles so geheimnisvoll? Ich könnte mich jedes mal aufregen, wenn sie versuchen wollen einen für dumm zu verkaufen oder absichtlich Informationen "einfach nicht mitteilen".

Viel Glück und starke Nerven.

Lg
Sandra

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kati543
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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Paula,
eigentlich ist es eher andersherum. Ohne einen IQ-Test bekommt man keinen Förderschwerpunkt. Eine absolute Ausnahme ist es, wenn du die Intelligenzminderung irgendwie anders nachweisen kannst.
Du hast aber prinzipiell das Recht zu bestimmen, wer den Test bei deinem Kind durchführt. Eine vom Schulamt beauftragte Person würde ich immer ablehnen. Ich habe diese Tests immer bei den Ärzten unseres Vertrauens durchführen lassen.
LG
Katrin

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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 07.12.2017, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

kati543 hat folgendes geschrieben:

eigentlich ist es eher andersherum. Ohne einen IQ-Test bekommt man keinen Förderschwerpunkt.


Paulas Kind hatte ja bereits einen IQ Test, dessen Ergebnis im Bereich geistiger Behinderung lag.
Wenn man nun möchte, dass das Kind nach Förderbedarf Lernen eingestuft wird, muss man auch irgendwie „beweisen“, dass das Kind da richtig ist.

@Paula: Konzentration und Aufmerksamkeit sind Bestandteile der Kognition, es sei denn, es gibt eine Diagnostik, die bescheinigt, dass beides mit einer anderen Baustelle einhergeht, z.B. ADS/ADHS, auditive Verarbeitungsstörung etc.
Das allein, wird als Begründung also vermutlich nicht reichen, um den Test zu umgehen.

Die höhere Stelle über Schule und Schulamt, kann dann eigentlich nur die Bezirksregierung sein.

Das Problem bei diesem Förderschwerpunkt ist, dass er von Zahlen abhängt. Alles unter 70 ist gB und von 70-85 ist FS Lernen. Soll dieser als Hauptschwerpunkt festgelegt werden, sind sie vom Schulamt da schon etwas pingelig.
Ihr könntet versuchen, als Hauptförderschwerpunkt KME zu bekommen, mit dem weiteren Schwerpunkt Lernen. Unter KME wird dann sowieso alles abgedeckt, da ist es dann (für das Schulamt) nicht ganz so wichtig, ob er zusätzlich GE oder L hat. Wink

Wir haben z.B. „Sehen“ als Hauptförderschwerpunkt.

Gruß
Alex
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Anna-Nora
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BeitragVerfasst am: 07.12.2017, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Paula,

ich kann verstehen, dass Du "aus dem Häuschen bist". Ich denke das sicherste ist wirklich, Du rufst beim Schulamt an (Eigentlich kann die Lehrerin ja nur dieses "Amt" gemeint haben). Alles, was wir Dir hier als "normaler" user sagen, kann ja nicht wirklich verbindlich sein und wird Dir auch bei der Argumentation wenig helfen.

Leider muss ich Dir sagen, dass es nach meiner Erfahrung durchaus sein könnte, dass - wenn schon eine Test im Bereich der GB vorliegt - das Schulamt einen Nachweis habe möchte, das die Einstufung unrecht war.

Würde mich auch sehr interessieren, was dabei raus kommt, weil wir auch immer diesen "Eiertanz" hier haben.

Liebe Grüße und viel Glück
Anna

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deborah
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BeitragVerfasst am: 07.12.2017, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Paula,

Wir haben das gleiche Problem. Aber wir haben den Förderschwerpunkt GE bis jetzt zur 7. Klasse angenommen, weil er auch den Vorteil hat in Bezug auf den Schulbegleiter und ein Jahr länger lernen. Alle Lehrer haben bis jetzt trotzdem unseren Sohn auf seinem Niveau unterrichtet. Nur jetzt wollen wir den Förderschwerpunkt auf LB und KM wechseln damit er die Chance hat den HA 9 zu machen.
Aber ein Link dazu, das man den Förderschwerpunkt auch ohne IQ Test wechseln kann. Obwohl die Lehrer immer lieber etwas "Handfestes" haben wollen.
http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexso.....tal_nrw.cgi?xid=551110,18

Unser Sohn soll jetzt auf Drei Tage getestet werden, weil er auch Konzentrationprobleme hat.

Gruß Deborah

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T. *01/03 kognitiv, sprachlich und motorisch entwicklungsverzögert, auditive Wahrnehmungsstörung, GU-Schüler einer Sekundarschule

Eine gute Ausbildung ist fast so wichtig wie eine fordernde Mutter.
Charles M. Schulz
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