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LRS wird in der Schule nicht anerkannt - Was tun?
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Lesslo
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BeitragVerfasst am: 03.12.2017, 16:26    Titel: LRS wird in der Schule nicht anerkannt - Was tun? Antworten mit Zitat

Hallo,

Wir haben schon wieder mal ein Problem mit der Schule. Offensichtlich wird die LRS meiner Tochter nicht anerkannt. Ich habe ja schon damals, bei der Rückstufung, ständig Gespräche geführt, wo es unter anderem auch um Nachteilsausgleiche wegen der LRS ging. Damals hieß es zuerst dass natürlich Nachteilsausgleich gewährt werden muss und wird, das wurde aber auf Eis gelegt, da ihre Noten gut waren. Dann hieß es, man würde individuell entscheiden. Wenn die Noten schlechter werden, gibt es Nachteilsausgleich.

Nun ist dies der Fall. Die Lesearbeit ging in die Hose (Isa war zu langsam und ungenau beim Lesen) und die letzten Diktate waren auch nicht toll.

Von einem Nachteilsausgleich will jetzt aber niemand mehr etwas wissen. Leider habe ich damals die Vereinbarung nicht schriftlich bekommen.

Was kann ich tun?

Lg Lesslo

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Tochter * 09.07 mit Epilepsie, Pinealiszyste, ADS, F83, LRS...
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 03.12.2017, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lesslo,

wenn du eine Diagnose vom anerkannten Diagnostiker hast, dann google mal, was in deinem Bundesland für ein Nachteilsausgleich für LRS festgelegt ist.

Grüße

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Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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HannahKillian
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BeitragVerfasst am: 03.12.2017, 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Tochter hat eine Isolierte Rechtschreibstörung (keine Legasthenie, kein LRS) und hat seit der 4. Klasse hierüber einen vom SPZ dokumentierten Nachteilsausgleich. Das SPZ hat die Isolierte Rechtschreibstörung festgestellt, klar von Legasthenie bzw. LRS abgegrenzt und hierüber einen detaillierten Nachteilsausgleich erstellt.

Dieser Nachteilsausgleich funktioniert seit der 5. Klasse über die weiterführende Schule bis in die aktuelle Berufsausbildung. Meine Tochter bekommt für schriftliche Arbeiten mehr Zeit und das klappt auch ganz gut.

Allerdings hatte die weiterführende Schule damals schon versucht, den Nachteilsausgleich "auszuhebeln ", aber nach ein paar scharf formulierten Mails meinerseits war dann Ruhe...

Aus dieser Erfahrung heraus bin ich der Meinung, dass die Schulen am besten komplett die Finger von der "Gewährung" von Nachteilsausgleichen lassen sollten - die überblicken die Problematik doch nicht mal ansatzweise.... Außerdem wird einem ein Nachteilsausgleich ja auch nicht so einfach nachgeschmissen - da besteht ein Problem, das eben nicht durch "Üben" lösbar ist. Das kapieren die Schulen aber oft nicht....

Beispiel: meine Tochter hat die weiterführende Schule trotz ihrer Rechtschreibstörung als Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 1,3 abgeschlossen. Kommentar der Schule: "Ja, da schau her - du mit deiner LEGASTHENIE - das hätten wir gar nicht gedacht!!!!" Die hätten das auch nach 1000 Mails nicht begriffen, dass es eben KEINE Legasthenie war... Rolling Eyes

Langer Rede kurzer Sinn: lass zur Dokumentation lieber gleich Fachleute ran - die Schule darf dann entsprechend umsetzen... (das reicht eh schon...)

Liebe Grüße
Hannah

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Meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....&highlight=hannah+icp
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Lesslo
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BeitragVerfasst am: 03.12.2017, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank euch!

Die Diagnostik wurde in einer KJP durchgeführt, mit Attest dass ein Nachteilsausgleich zu gewähren sei.

In den Richtlinien steht dass eine individuelle Förderung durch die Schule zu leisten sei (hieß in unserer Schule anfangs dass Isa unmengen Texte zusätzlich zu den normalen Aufgaben abschreiben durfte. Da das nix gebracht hat, darf sie mittlerweile zusätzlich freie Texte schreiben, und diese dann mit Hilfe eines DUDENs selbst korrigieren und berichtigen.) Ich brauche glaub ich keinem zu sagen wie viel Zeit das in Anspruch nimmt und wie motivierend es für sie ist....
Ausserdem sei ein Förderplan zu schreiben (gibt es zur Zeit nicht) und eben Nachteilsausgleich zu gewähren. Der Nachteilsausgleich obliegt allerdings der Schule, was oder wie er gewährt wird.

Im SPZ wollte ich damals testen lassen, aber da wir an eine KJP angebunden sind, sagten die, wir sollen dort testen lassen.

Lg Lesslo

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Engrid
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BeitragVerfasst am: 03.12.2017, 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich persönlich würde mir da (m)eine gute Ergo ins Boot holen, die genau formulieren kann, wie eine „individuelle Förderung“ aussieht.

Wobei „Förderung“ und „Nachteilsausgleich“ aus meiner Sicht schon zwei paar Stiefel sind. Ein klarer Nachteilsausgleich zb bei Rechtschreibschwäche wäre, Fehler nicht zu werten. Die spezifische Förderung würde bei einem Regelkind ja außerhalb der Schule stattfinden.
Beispiel Bayern, Punkt 4:
https://www.schulberatung.bayern.de.....gen_paed_psy/legasthenie/

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Engrid

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Corrie
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BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 07:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lesslo,

kann Dir dein KJP einen Bericht für die Schule schreiben? Erhält Deine Tochter wegen ihrer LRS Förderungß Dann könnte auch dieser Therapeut einen Bericht schreiben.

Zu bedenken ist, dass es sich beim Nachteilsausgleich und dem Notenschutz theoretisch um zwei verschiedene Dinge handelt. Aufgrund der LRS sollten diese Deiner Tochter gewährt werden.

Liebe Grüße
Corrie

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kati543
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BeitragVerfasst am: 04.12.2017, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lesslo,
es gibt in Hessen einen Legasthenieerlass. Google einfach danach. Das ist geltendes Recht und ist deinem Kind zu gewähren.
Allerdings gewährt der Legasthenieerlass deiner Tochter nur den Nachteilsausgleich, nicht eine spezielle Förderung. Die wenigsten Schulen haben dafür Kapazitäten. Es stimmt, das Jugendamt in Hessen sagt, dass die Förderung Schulsache ist - stimmt ja auch. Nur den Schulen fehlen die Lehrer. Somit bleibt nur die private Lerntherapie.
Hat deine Tochter denn sonst keinen sonderpädagogischen Förderbedarf, dass der Förderplan eh geschrieben werden muss? Ich kenne das aus den Richtlinien zur LRS sonst eher anders herum. Die LRS bedingt eben keinen Förderbedarf entsprechend gibt es auch keinen Förderplan. Die Förderung muss ja auch gar nicht in der Schule stattfinden. Es gibt nur einen Zettel, wo die beantragten und genehmigten Nachteilsausgleichen festgehalten werden.
Mein Sohn hat zwar LRS, aber er hat eben auch den Förderbedarf Sprache. Mit "nur" LRS ist es bei ihm längst nicht getan. So kann er lernzielgleich beschult werden, hat aber auch alle "Vorteile" eines Förderbedarfs.
LG
Katrin

...ganz vergessen. In unserem Bundesland haben sich erst kürzlich die Schulgesetze grundlegend geändert. Genaugenommen im Mai. Das kommt erst seit dem neuen Schuljahr zum tragen.

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Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Lesslo
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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

Ich werde mal wieder in Etappen antworten müssen, sonst wird es wieder nix PC ....

Engrid, die Ergo drauf ansetzen ist eine gute Idee. Das versuche ich.
Sicherlich sind Nachteilsausgleich und Förderung zwei unterschiedliche Sachen. Das ist klar. Es kann aber auch nicht sein dass von Schulseite aus immer alles auf die Eltern abgewälzt wird.

@Corrie, der Schule liegt ja etwas schriftliches von der KJP vor. Das interessiert nur niemanden. Lerntherapie wurde uns zwar empfohlen, können wir aber privat nicht stämmen.

Notenschutz finde ich eigentlich sehr sinnvoll bei LRS, weil es einfach Druck raus nimmt. Offiziell gilt das.aber schon als Nachteilsausgleich, oder?

Lg Lesslo

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Lesslo
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BeitragVerfasst am: 07.12.2017, 06:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katrin,

Das was ich oben geschrieben habe (individuelle Förderung in der Schule, Förderplan, Nachteilsausgleich,), steht im Legasthenieerlass. Zumindest interpretiere ich das so.

Isa hat keinen keinen sopäd. Förderbedarf. Aber ein Förderplan hat ja auch nichts mit sopäd. Förderbedarf zu tun. Der könnte ja im Grunde für alle Kinder geschrieben werden. Laut Gesetz muss aber unter anderem einer geschrieben werden, für Kinder, die sopäd Förderbedarf haben, deren Versetzung gefährdet ist, die LRS haben, oder...

Vllt. lege ich der Lehrkraft beim nächsten Elterngespräch einfach mal den Legasthenieerlass vor und unterstreiche die relevanten Stellen. Mal schauen was ich dann wieder für ausreden höre....

Lg Lesslo

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MajaJo
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BeitragVerfasst am: 07.12.2017, 06:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Lesslo,

ich musste gestern an Dich denken. Ich brachte Jo später zur Schule, weil der MDK da war. Die Sonderpädagogin beaufsichtigte gerade die Klasse. Sie sprach mich an, dass ich es in der dritten Klasse nicht versäumen solle, einen Nachteilsausgleich zu beantragen. Ich weiß also, dass ich nicht erst entsprechende Rundschreiben rauskamen und zitieren muss.

Ich wünsche Dir so sehr, dass Du endlich eine erfolgreiche Linie in die Schullaufbahn Deiner Tochter bekommst.

LG Maja

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Maja m. Jo (*2010) ND, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, Entzündungen unklarer Ursache, GdB 70 H
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