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Aufhebung Fristen bei Wiederbegutachtung?
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

das kann ich nicht sagen - aber scheinbar, da der Mann in der Kurzzeitpflege war, ist es nach Deiner Verlinkung korrekt, dass der Entscheid nach Aktenlage stattfand.
....

Jetzt ist eine andere Situation eingetreten,

und meine Frage geht dahin - darf der MDK so lange warten bis er aufgrund des Widerspruchs nun die Begutachtung durchführt?

Schöne Grüße
Isolde

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„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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monika61
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Isolde hat folgendes geschrieben:
Hallo Monika,

das kann ich nicht sagen - aber scheinbar, da der Mann in der Kurzzeitpflege war, ist es nach Deiner Verlinkung korrekt, dass der Entscheid nach Aktenlage stattfand.
....



Hallo Isolde,

ja, sicher für die Kosten der Kurzzeitpflege:
Antrag auf Kurzzeitpflege nach § 39c SGB V
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__39c.html

https://www.mdk-nordrhein.de/filead....._INS_KRANKENHAUS_2017.pdf

Aber für die Einstufung in einen Pflegegrad besteht doch immer noch dringlicher Entscheidungsbedarf, gerade jetzt wo es um die Sicherstellung der stationären Weiterversorgung und Betreuung geht, wird doch eine Begutachtung in der Einrichtung schnellstens erforderlich sein....

Oder kann der Pflegebedürftige oder seine Angehörigen die Kosten vorab zahlen?
Ein Heim wartet doch nicht monatelang auf Zahlungen....

LG
Monika
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

wie das finanziell aussieht - weiß ich nicht.
Ich denke, sie können in Vorlage gehen - aber das darf aus meiner Sicht nicht der Grund für einen MDK sein, so lange zu warten.

Allerdings hat sich der MDK dahingehend geäußert, dass man dann "halt Pech hätte" wenn man nicht in Vorlage treten kann; die Fristen seien seit dem 01.01.2017 aufgehoben und das müsse eben jeder wissen".

Heißt also für mich übersetzt - kommt jemand ins Pflegeheim, muss man das gesamte Geld erst einmal vorstrecken, bevor dann irgendwann einmal der MDK eine Begutachtung vornimmt.

Eine Begutachtung kann aus meiner Sicht nicht davon abhängig sein, wann jemand kommt, wie zahlungskräftig die Person selber oder die Angehörigen sind.

Oder sehe ich das falsch? think

Schöne Grüße - Isolde

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monika61
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isolde,

eigentlich wäre es ja eine dringliche Begutachtung, für die es ja noch Fristen gibt.
Der Pflegebedürftige ist im Pflegeheim und hat noch keinen Pflegegrad.
Jetzt hat man das ganze vorab nach Aktenlage negativ entschieden und ist somit nicht mehr an Fristen gebunden?!
So kann man Fristen auch einfach umgehen.

Ich kann nicht so recht glauben das es so einfach ist.

-----------------------------------------------------------------------------------

Was ist ein Pflegegrad nach Aktenlage

In der Regel wird die Prüfung auf Vorliegen einer Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst nach § 18 SGB XI im häuslichen Umfeld des Antragstellers durchgeführt. Damit kann sich der Gutachter einen Überblick über die häusliche Situation und die häusliche Pflege verschaffen. Wird ein Antrag auf stationäre Leistungen gestellt, wird die Begutachtung in der Regel in der Pflegeeinrichtung stattfinden.

Bei der Begutachtung finden eine Befragung des pflegebedürftigen Menschen und eine körperliche Untersuchung durch den Gutachter statt.

Ist die pflegerische und medizinische Situation aufgrund der Aktenlage eindeutig, kann auch eine Einstufung in einen Pflegegrad ohne körperliche Untersuchung (also ohne Begutachtung) stattfinden. Dies ist allerdings bei der ersten Beantragung auf Pflegebedürftigkeit eher selten der Fall. Bei einer Höherstufung des Pflegegrades kann dagegen dann auf eine Begutachtung verzichtet werden, wenn zum Beispiel über Krankenhausberichte nachvollziehbar ist, dass eine deutliche Verschlechterung beim Antragsteller eingetreten ist."...
https://www.pflege-durch-angehoerig.....Pflegegrad_nach_Aktenlage

-----------------------------------------------------------------------------------

Ich denke die Begutachtung hätte vor Ort statt finden müssen und nicht nach Aktenlage.
Wie will ein Gutachter ansonsten zu einem richtigen Ergebnis kommen ohne den Antragsteller persönlich aufzusuchen?

LG
Monika
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MichaelK
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 12:20    Titel: Antworten mit Zitat

Isolde hat folgendes geschrieben:
- darf der MDK so lange warten bis er aufgrund des Widerspruchs nun die Begutachtung durchführt?


Hallo Isolde,

zunächst ist die Pflegekasse zuständig, nicht der MDK, da nur ein Dienstleister.

Für den Widerspruch (Vorverfahren) gilt normal eine Frist von 3 Monaten (Wartezeit bis eine Klage beim SG erhoben werden darf)

Es gibt aber die Möglichkeit des einstweiligen Rechtsschutzes (§ 86b SGG) .
Dafür gilt keine Frist, aber das SG prüft die Eilbedürftigkeit.
Zuständiges Gericht ist „das Gericht der Hauptsache“ , also das sachlich und örtlich zuständige Gericht idR das zuständige Sozialgericht.

LG Michael

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Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

klar, zuerst die Pflegekasse - das ist ja auch alles so korrekt gelaufen.

- Antragstellung bei Pflegekasse
- Überprüfung per Aktenlage (im Übergangsbereich vom Krankenhaus in die Kurzzeitpflege)
- Widerspruch an die Pflegekasse

- jetzt kommt MDK und der dauert so lange.

Dann scheint es also tatsächlich richtig zu sein, dass er so lange warten kann.
Was man nicht alles lernt.
Ich gebe es so mal weiter - die Ärmste Crying or Very sad .

Vielen Dank und schöne Grüße
Isolde

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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

monika61 hat folgendes geschrieben:
Ich denke die Begutachtung hätte vor Ort statt finden müssen und nicht nach Aktenlage.
Wie will ein Gutachter ansonsten zu einem richtigen Ergebnis kommen ohne den Antragsteller persönlich aufzusuchen?


Hallo Monika,

danke - da bin ich ganz Deiner Meinung.
Das verstehen wir auch nicht, wie in dieser Situation nach Aktenlage entschieden werden konnte.
Keine Ahnung, was da überhaupt schon für Akten da waren.
Tatsache war, dass der Mann nach der OP nicht mehr auf die Beine kam, nichts mehr aß und eine Versorgung rund um die Uhr benötigte.
Da er aber im Krankenhaus nicht sein konnte, weil es keine medizinische Ursache dafür mehr gab - kam er in die Kurzzeitpflege, in der Hoffnung dass er da wieder zu Kräften kommt.
Kam er aber leider nicht.
Und nun kam er in das Pflegeheim, weil er in dem Kurzzeitpflegehaus nicht bleiben konnte und zudem es ein sehr sehr teures Haus war und zu umständlich von der Tochter entfernt war.

Liebe Grüße - Isolde

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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ganz kurz,
... Entscheidung nach Aktenlage hatte ich bisher nur bei Dauerzustand, weil der Transport des Kindes nicht so einfach ist... - bzw. ich hatte wegen der Kinder noch nie einen Hausbesuch durch einen Dienst... kenne ich persönlich nur bei Senioren... (beim letzten Besuch kam die schriftliche Mitteilung einen Tag später per Post - ist das nun die neue Masche, damit man sich nicht vorbereiten kann?)

LG
Silvia

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Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, MICPCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006, AVWS, SEV
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