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Aufhebung Fristen bei Wiederbegutachtung?
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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:03    Titel: Aufhebung Fristen bei Wiederbegutachtung? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

eine Frage habe ich,

sind die Fristen zur Widerbegutachtung seit dem 01.01.2017, seit Umstellung auf den Pflegegrad, aufgehoben?

Es geht darum:
Bei einer mir bekannten Frau hat der MDK für deren Vater lt. Aktenlage entschieden (bei Erstbegutachtung). Der MDK kam nicht ins Pflegeheim für Kurzzeitpflege).
Die Frau hat Widerspruch eingelegt, da der MDK eine Einstufung abgelehnt hat.

Jetzt will der MDK also tatsächlich vor Ort erscheinen 8der Vater ist seit gestern leider im Pflegeheim),
aber - so sagten sie - es kann 2-3 Monate dauern bis sie kommen.
Solange muss sie mit allen Leistung in Vorkasse gehen.

Der MDK hat der Frau gesagt, früher hätten sie innerhalb 5 Wochen kommen müssen, jetzt sei diese Frist aufgehoben.

Stimmt das?
wenn nicht, wo steht es im Gesetzbuch, dass sie sich dagegen wehren könnte?

Schöne Grüße
Isolde

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Zuletzt bearbeitet von Isolde am 14.11.2017, 09:38, insgesamt 3-mal bearbeitet
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monika61
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isolde,

..." Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist gemäß § 18 Abs. 2b Satz 1 die Regelfrist von 25 Arbeitstagen vom 01.11.2016 bis zum 31.12.2017 unbeachtlich, sofern kein dringlicher Entscheidungsbedarf vorliegt. Die bundesweit einheitlichen Kriterien für das Vorliegen eines besonders dringlichen Entscheidungsbedarfs wurden gemäß § 18 Abs. 2b Satz 3 SGB XI vom GKV-Spitzenverband entwickelt. Diese liegen vor, wenn der Antragssteller im Zuge eines Erstantrags auf Pflegebedürftigkeit Sachleistungen oder eine stationäre Versorgung beantragt. "...

Komplette Info:
https://www.gkv-spitzenverband.de/p.....egutachtungsfristen_1.jsp

LG
Monika
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MiriamP
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

naja, der Widerspruch ist ja kein Erstantrag. Also kann der MDK bzw. die KK sagen, dass die Dringlichkeit nicht gegeben ist.

Dennoch würde ich es mit der Argumentation versuchen.

Liebe Grüße,
Miriam
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monika61
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

§ 18 SGB XI Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

..."(3) Die Pflegekasse leitet die Anträge zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit unverzüglich an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder die von der Pflegekasse beauftragten Gutachter weiter. Dem Antragsteller ist spätestens 25 Arbeitstage nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Pflegekasse die Entscheidung der Pflegekasse schriftlich mitzuteilen. Befindet sich der Antragsteller im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung und

1.liegen Hinweise vor, dass zur Sicherstellung der ambulanten oder stationären Weiterversorgung und Betreuung eine Begutachtung in der Einrichtung erforderlich ist....

ist die Begutachtung dort unverzüglich, spätestens innerhalb einer Woche nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Pflegekasse durchzuführen....

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/18.html

LG
Monika
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:31    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Isolde,

ich hatte erst letzten Monat - aber für Pensionist - den Dienst da... - eine Frist von 1 Monat muss schon verstreichen, aber ich soll mich wirklich sofort melden, wenn sich der Zustand verschlechtert... - es kann halt erst einen Monat nach diesem Termin gehandelt werden... - so hatte ich es verstanden

bin zwar aus anderer Region - aber vieles wird dennoch ähnlich gebraut Smile Wink

LG
Silvia

... der Zustand kann sich ja auch wirklich von einem Moment zum anderen sehr verschlechtern.... Herzinfarkt... - Oberschenkelhalsbruch.... und ähnliches fällt mir da gleich spontan ein... Rolling Eyes

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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:34    Titel: Antworten mit Zitat

MiriamP hat folgendes geschrieben:
naja, der Widerspruch ist ja kein Erstantrag. Also kann der MDK bzw. die KK sagen, dass die Dringlichkeit nicht gegeben ist.

Dennoch würde ich es mit der Argumentation versuchen.


Der Erstantrag, da war der Vater in der Kurzzeitpflege, wurde aufgrund Aktenlage abgelehnt.
Der Vater kam nach einem Krankenhausaufenthalt in diese Kurzzeitpflege.
Jetzt ist er im Pflegeheim.

Aus meiner Sicht schon Dringlichkeit - oder?

Schönen Gruß
Isolde

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Isolde
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

dies geschah auch - die Ablehnung war sehr zügig da, als der Mann sich in der Kurzzeitpflege befand.

Jetzt ist es die Neubegutachtung im Widerspruchsverfahren.
Hierzu lassen sie sich soviel Zeit und meinen, dass dies rechtens ist.

Schönen Gruß
Isolde

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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Isolde -

wer lesen kann - ist im Vorteil... Widerspruch, nicht Neuantrag nach gerechtfertigter Ablehnung...
Entschuldige... also bei uns war es eine Ablehnung - eine Wiederbegutachtung kann nach Ereignis - ein Monat später - statt finden - bzw. ab dann kann PS neu berechnet werden... (so habe ich das verstanden) - was aber bei Widerspruch jetzt nicht relevant ist...

- aber auch da musste ich schon des Öfteren sehr lange agieren, bis da der Amtsschimmel sich bewegt hat... Rolling Eyes

LG
Silvia

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MiriamP
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

so wie ich das verstanden habe, befand sich der gute Mann in Kurzzeitpflege als die Erstbegutachtung (und Entscheidung per Aktenlage) erfolgt ist. Wann wurde denn der Antrag gestellt? Als der Mann noch im Krankenhaus war?

Ich selbst sehe das Problem und würde dir Recht geben, dass da schon eine gewisse Dringlichkeit vorliegt. Aber... ob das der MDK auch so sieht....

Grüße,
Miriam
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monika61
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BeitragVerfasst am: 14.11.2017, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isolde,

hier gibt es ein Infoblatt vom MDK:
https://www.mdk-nordrhein.de/filead....._INS_KRANKENHAUS_2017.pdf

Ich frage mich nun, wann darf der MDK einfach nur nach Aktenlage entscheiden?
Gibt es dazu eine Regelung?


LG
Monika
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