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Claudia (Tochter 1: Frühchen + Tochter 2: Neurodermitis)

 
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LinaEmma
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 12:31    Titel: Claudia (Tochter 1: Frühchen + Tochter 2: Neurodermitis) Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

auch ich möchte uns kurz vorstellen.

Mein Name ist Claudia. Ich bin Mama von 2 tollen Mädels (6 und 9 Jahre).

Unsere Große kam 2008 als Frühchen der 32. SSW auf Grund eines HELLP Syndroms auf die Welt. Auf Grund der Unterversorgung war ihre Entwicklung nicht entsprechend der SSW.

In den fast 10 Jahren haben wir schon einiges mit ihr durch:

- langer Krankenhausaufenthalt nach der Geburt wg. Anpassungsstörungen
- mit 2 Monaten OP am Auge
- Schreikind (Therapie im SPZ)
- Regulationsstörungen bis heute
- sie war schon immer anders wie andere Kinder
- mit 5 Jahren Diagnose Hochbegabung
- Feststellung Hochsensibilität (Therapie SPZ)
- 2. Klasse der Grundschule wurde übersprungen
- massive emotionale Probleme
- Panikattacken, Schlafstörungen, Schulverweigerung trotz guter Noten

Im Sommer ist sie auf das Gymnasium gewechselt, was sie emotional wieder auf -100 gebracht hat. Mit der Umstellung kommt sie überhaupt nicht klar.

Kurz gesagt, unser Alltag ist seit 10 Jahren die Hölle und eine große psychische Belastung. Ich leide seither an Depressionen, bin in Psychiatrischer Behandlung und medikamentös eingestellt.

Zu uns gehört noch Linas kleine Schwester, die mittlerweile auch sehr leidet. Sie hat eine schlimme Neurodermitis entwickelt und verletzt sich selbst/beißen bis es blutet.

Mein Mann arbeitet als Lokführer im Schichtdienst, was noch eine zusätzliche Belastung ist, weil mir jegliche Unterstützung fehlt.

Ich habe mich hier angemeldet, um mich mit anderen Eltern auszutauschen, die ein besonderes Kind mit psychischen Problemen haben. Leider, so habe ich das Gefühl, ist dies noch immer ein Tabuthema.

LG

Claudia

P.S. Auch wenn meine Tochter besonders ist, ich liebe sie über alles!
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GabySP
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

herzlich willkommen bei REHAkids.

Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht. Mit einem Kind wie deiner Großen braucht man ganz viel Kraft, da kann jeder Tag zur Herausforderung werden.

Aber hast du schon mal überlegt, deine Tochter bei einem KJP vorzustellen? Als Mutter eines Kindes mit Asperger-Autismus höre ich mittlerweile die Flöhe husten. Die aufgeführten einzelnen Probleme deiner Tochter könnten auch als ein gesamtes Bild in Richtung Autismus deuten. Und hier sind die SPZs eigentlich nicht hilfreich, weil sie sich zu wenig damit auskennen. Sollte deine Tochter tatsächlich in diese Richtung gehen, bekommt sie auch die Hilfe, die sie braucht.

LG Gaby

_________________
Asperger-Sohn, 01/2000
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BensMama
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Claudia,

Hochbegabung kann auch und gerade für die Kinder eine echte Last sein ... und führt nicht selten auch zu einer Hypersensibilität. Das Leben eines solchen Kindes ist oft und schnell in Schieflage (und das der Eltern dann gleich mit).

Uns hat der KJP gut weitergeholfen - auch zur Differenzialdiagnostik. Und manches von Dir Beschriebene erinnern schon auch an Besonderheiten, die dem Autismus-Spektrum zuzuordnen sind.

Wünsche Dir hier einen guten Austausch und viel Unterstützung.

_________________
BensMama mit Ben - *06/06 Myoklonien (noch) unklarer Genese, shuddering attacks - aber seit 12/07 nicht mehr auffällig; HB ... und kleiner Motte *10/09, mit "blauer Asphyxie" unter der Geburt; sprachlich und motorisch auffällig, Sonnenschein durch und durch
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LinaEmma
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Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr zwei.

Vielen herzlichen Dank für eure Begrüßung!

Wir sind seit 2 Jahren in einem Zentrum für ambulante Kinderpsychiatrie. Diese ganz krassen Aussetzer hat sie immer, wenn sich in ihrem Leben etwas kravierend ändert, was aktuell ja wieder der Fall ist. In diesen Zeiten kann sie sich alleine nicht regulieren und neigt zu starken Trennungsängsten.

Bisher hat sich das dann innerhalb eines halben Jahres immer ganz gut relativiert und es ging immer wieder aufwärts. Nur ist das Leben eben Mal voller Veränderungen, gerade je älter die Kinder werden.

In ihrer Denkweise und in ihrem Wissen ist sie meilenweit voraus, emotional hängt sie meilenweit hinterher. Das ist bei Hochbegabten scheinbar oft der Fall.

Wie läuft das in einer stationären Einrichtungen ab?
Kann man als Eltern dort die Kinder begleiten?

Lg
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 13.10.2017, 08:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

herzlich Willkommen!

Wie kommst du auf stationär?

Wenn deine Tochter zu Trennungsängsten neigt, halte ich das nicht unbedingt für eine gute Idee, sie stationär aufnehmen zu lassen. Falls Du Diagnostik meinst, die geht auch ambulant. Therapie ebenso. Ich würde als Anlaufstelle erstmal eine gute (!) KJP suchen.

Grüße

_________________
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
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LinaEmma
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Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 13.10.2017, 09:15    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

jetzt mal vom PC, da schreibt es sich leichter.

Ich muss glaube ich noch eine Sache hinzu schreiben.
Nachdem sich Linas Lage im letzten Sommer stabilisiert hatte, hatten wir gemeinsam mit der Therapeutin beschlossen, die Sitzungen ruhen zu lassen, da unsere Tochter immer wieder sagte, es sei ihr zu viel. Es kam dann tatsächlich eine Phase von 8 Monaten, in denen wir dachten, es ist geschafft - sie ist angekommen.

Natürlich war sie auch in der Zeit anstrengender, als z.B. ihre Schwester. Hochbegabung und Hochsensibilität fordern uns Eltern täglich heraus.

Dann kam der Abschluss aus der Grundschule, die Sommerferien und schließlich der Wechsel aufs Gymnasium. Sie wurde quasi aus ihrem gewohnten Umfeld, ihrem sicheren Ort mit bekannten Lehrern und Schülern rausgerissen. Der Schulweg, der vorher mittlerweile kein Problem mehr war, ist plötzlich ein anderer.

Diese Umstellungen seit Juni haben sie wieder so aus dem Konzept gebracht, dass kein normales Zusammenleben mehr möglich ist.

Da ich mir schon dachte, dass Lina wieder bei der Umstellung Probleme bekommen könnte, habe ich eine ortsansässige Therapeutin kontaktiert, das Zentrum, in dem wir bis zum letzten Jahr waren, liegt 50 km vom Wohnort entfernt.

Sie diagnostizierte bei Lina ein Geburtstrauma in Verbindung mit Regulationsstörungen. Unsere Tochter konnte sich auf die neue Therapeutin nicht einlassen, sie möchte sie nicht.

Schlussendlich sind wir nun wieder bei dem Zentrum, dort hatte ich diese Woche alleine ein Gespräch, in dem ich die neue Situation schilderte.

Man nannte mir daraufhin 2 Möglichkeiten:
- Wiederaufnahme der ambulanten Therapie im Zusammenspiel mit Schule, Lehrern, Eltern und Schulpsychologin
- Aufnahme in eine Klinik für 6-8 Wochen - alleine für Diagnostik und "Bekämpfung" der Trennungsängste (wurde von ihr bevorzugt)

Ich habe daraufhin gesagt, dass ich mir erst mal wünsche, dass eine genaue Diagnostik erfolgt - und zwar ambulant und dass ich denke, dass ein traumatisiertes Kind auf Grund der Frühgeburt, OP usw. es nicht schafft, alleine 6-8 Wochen in eine Klinik zu gehen.

Lina KANN normal sein, es sind eben immer wieder diese Aussetzer, wenn es Abweichungen im normalen Ablauf gibt oder es nicht so läuft, wie sie es sich gedacht hat. Man merkt dann richtig, wie ihr Kopf arbeitet und sie kämpft, um mit der neuen Situation klar zu kommen. Manchmal ist es nur ein anderes Wetter, was sie aus dem Gleichgewicht bringt. Beispiel: bei Sonne fahre ich auf der Sommerrodelbahn, ist es bewölkt will ich es zwar unbedingt aber kann es nicht.

Dieser Konflikt endet dann in Schreiattacken gepaart mit totaler Verzweiflung, weil sie selbst nicht weiß, was mit ihr los ist. Das sagt sie auch genau so selbst. es macht sie fertig nicht zu wissen, warum das so ist.

Meiner Meinung nach wäre es der richtige Weg, sie intensiv zu betreuen. Ich kann und will mein Kind mit diesen Problemen nicht alleine lassen.

Natürlich heißt es dann, ich bin Schuld an den Trennungsängsten, schließlich lasse ich sie nicht los. Aber was würde ich dafür geben, ein "normales" Kind zu haben.

LG
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GabySP
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BeitragVerfasst am: 13.10.2017, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

hat wirklich eine Therapeutin eine Diagnose gestellt oder meintest du statt Therapeutin eine KJP? Ist aber auch egal, schließlich möchte deine Tochter da sowieso nicht mehr hin.

An deiner Stelle würde ich wirklich noch eine weitere Meinung einholen, und zwar von einem guten KJP, der sich mit Autismus auskennt. Dazu braucht ihr keinen stationären Aufenthalt. Engrid schrieb dir ja bereits, dass diese Testung ambulant ausgeführt wird. Man kann eine Testung auch beginnen, um einen Verdacht auszuräumen.

Ist Geburtstrauma tatsächlich eine anerkannte Diagnose mit ICD Klassifizierung? Ohne gesicherte Diagnose ist es schwierig, dringend benötigte und zustehende Hilfen zu bekommen. Deine Tochter hat jetzt schon Schulprobleme und ihr geht es schlecht. Lass nicht zuviel wertvolle Zeit verstreichen, das hilft niemanden,

LG Gaby

_________________
Asperger-Sohn, 01/2000
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