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Karin D.
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 07:48    Titel: Rampe Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

wie ist es, wenn man in einer behindertengerechten Eigentumswohnung lebt, alles auf Rolli eingestellt, breitere Türen uvm., aber im Eingangsbereich gibt es sechs Stufen um zum Fahrstuhl zu gelangen?
Die Hausverwaltung sagt, es darf nur eine Rampe geben, die nach Aufsuchen und Verlassen des Hauses wieder entfernt wird. Eine mobile Rampe, sozusagen.
Ein alter Freund fragt mich, dessen Vater im Krankenhaus ist nach Entfernung eines Hirntumors. Erst geht es in die Reha, aber dass er wieder laufen wird, ist unwahrscheinlich, bleibt auch halbseitig gelähmt. Er ist 61, und die Ehefrau hat selbst größte Schwierigkeiten, und ihr sollten wegen Diabetes neulich fast schon die Finger einer Hand amputiert werden.

Wisst ihr, wie es rechtlich mit der Rampe aussieht?

Im Rahmen der baulichen Veränderung, kann man das gegen die Hausverwaltung durchsetzen und bei der Pflegekasse den Zuschuss beantragen?

Dem Freund geht es schlecht, und seinem Vater und der ganzen Familie natürlich auch, daher habe ich versprochen mich zu erkundigen. Sie waren ja nicht drauf eingestellt. Wir sind mit unserem Sohn im Rolli in die Situation reingewachsen und uns gleich eine ebenerdige Wohnung gesucht.

Ich würde mich über einen guten Tipp sehr freuen für den Freund.

Herzlichen Dank

Karin

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Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
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heidipet
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,
ich wollte schon schreiben "Pech gehabt", weil es vor kurzem ein BGH-Urteil gab, dass den Anspruch auf einen Aufzug verneint. Aber:
Ein Treppenlift ist etwas anderes, der ist in der Regel zu genehmigen und sollte für 6 Stufen reichen. Die Restbreite der Treppe darf nicht zu klein sein (Fluchtweg). Eine Rampe für 6 Stufen ist wahrscheinlich ohnehin viel zu lang (geschätzt 5m).

Kosten muss der Einzelne selbst tragen bzw. bei der Pflegekasse den Zuschuss (4000€) beantragen.

Such unter
BGH, Urteil v. 13.1.2017, V ZR 96/16, Absatz 22.

Gruß
Heidi
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Karin D.
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Heidi,

vielen Dank.

Aufzug ist im Haus vorhanden, aber um dorthin zu gelangen im Rolli, braucht er eine Möglichkeit.

Liebe Grüße

Karin

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heidipet
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Welcher ... (unhöfliches Wort) hat denn einen Aufzug eingebaut, zu dem man 6 Stufen hoch muss!!! Kopfschüttel.

Gruß
Heidi
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Karin D.
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, genau das habe ich auch gesagt. Behindertengerechte Wohnung mit breiten Türen und allem drum und dran, und dann sechs Stufen um überhaupt in das Haus zu gelangen. Schildbürgerstreich?
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Lisa Maier
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,

ich frage mich, was da die Hausverwaltung zu entscheiden hat. Du schreibst, daß die Wohnung eine Eigentumswohnung ist. Also entscheidet - im Rahmen der baurechtlichen Bestimmung - die Eigentümerversammlung. Bei der Anzahl der Stufen kommt eine Rampe eigentlich nicht in Frage. Ich kenne eine Treppe von 80cm Höhe, die mittels eines 'mobilen' Hublifts, der seitlich von der Treppe auf das Treppenpodest hochgeht, überwunden wird. 'Mobil' heißt hier, daß theoretisch mit Hilfsmitteln das Teil an eine ander Stelle verschiebbar wäre, was aber seit mehr als 10 Jahren niemand machte.
Hierzu wurde oben ein Geländer entfernt.

Viele Grüße

Lisa
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Karin D.
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das ging mir auch so durch den Kopf. Aber der Freund hat mir die Infos so gegeben. Ich kenne es auch so, wie du sagst. Ich geb ihm das so weiter. Danke dir!
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SarahmitFlorian
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
nur mal als Denkanstoß:

Bei 6 Stufen ergibt sich ca. ein Höhenunterschied von ca. 1 m . Um eine Rampe selber befahren zu können soll die Steigung max. 6% betragen. Dies bedeutet eine Rampenlänge von 16,6 m. Ist eine Rampe länger als 12 m, sind zwei Zwischenpodeste von 1,50m einzuplanen.
Eine klappbare Alurampe von ca. 2 m wiegt schon 15 kg, die 16,6 m über 120 kg ohne die Podeste.
Das Ganze soll nach der Benutzung wieder entfernt werden.
Als Hausverwaltung hat man vielleicht einen Job, aber Grips muß dafür scheinbar nicht vorhanden sein.
LG Sarah
D.h. die Rampe
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SarahmitFlorian
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
hier ist noch ein BGH-Urteil zu Treppenliften bei Eigentümergemeinschaften:

https://www.wohnen-im-eigentum.de/p.....t-bgh-entscheidung-170113

LG Sarah
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Karin D.
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 23:45    Titel: Antworten mit Zitat

Lieben Dank, Sarah!
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