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Schlafmittel für Akut- und Notfall - wer hat Erfahrungen?
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katrinh
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 12:57    Titel: Schlafmittel für Akut- und Notfall - wer hat Erfahrungen? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
unsere Tochter ist 15 Jahre alt und schläft schon immer sehr schlecht und unruhig. Oftmals ist sie die halbe Nacht wach, meist ab den frühen Morgenstunden und ist dann extrem laut, wild, schlägt sich, tobt herum, schreit und kommt einfach nicht mehr zur Ruhe. Tagsüber ist sie dann müde und unausgeschlafen, schläft dann auch oft ein auch wenn man sie wach zu halten versucht und die nächste Nacht wird ähnlich schlimm. Dieses Problem haben wir schon von Anfang an und haben leider nie Unterstützung vom Arzt bekommen. Er verschreibt und Melatonin, doch das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Damit schläft sie zwar rasch ein, ist aber nach 2-4 Stunden wieder wach. eine richtige Nacht mit 6-8 Stunden gibt es für mich ( und für sie ) seit zig Jahren nicht mehr. Ich stehe jede Nacht mind. 2x und oftmals auch noch wesentlich öfter auf um nach ihr zu sehen. Nachdem sie sich jetzt das Bein gebrochen hat, während sie wieder einmal nachts so einen wilden Tobeanfall hatte und es schon zu spät war, als ich nach unten rannte um nach ihr zu sehen, ist der Arzt nun doch bereit uns ein mildes Schlafmittel für sie zu verschreiben. Er weiß nur nicht was er da am besten nehmen soll denn die Benzodiazepine mach ja abhängig. In ihrem ersten Jahr hatte unsre Tochter Krampfanfälle so daß man auch hier aufpassen muß was man ihr verschreibt. Leichte Mittel wie bspw. Hoggar night mit Doxylamin helfen nicht ausreichend. Wir brauchen einfach etwas, was man im Akutfall und im Notfall verabreichen kann um ihr endlich mal wieder erholsamen Schlaf zu ermöglichen und dann auch einen ausgeschlafenen und fitten Tag. Hat jemand Erfahrungen ? Bei Kindern ist man da einfach sehr zurückhaltend mit dem Verschreiben. Obwohl man ihr damals im ersten Lebensjahr ständig Chloralhydrat verabreicht hat, wenn sie wieder mal viele schlimme Krämpfe hatte. Da hat man in der Klinik auch nicht gefragt, ob ihr das Mittel jetzt wohl gut tut oder nicht. Auch Diazeparm wurde damals viel verabreicht. Und hat man uns im ersten Lebensjahr und in der Folgezeit auch mit nach Hause gegeben. Ich möchte sie aber nicht sedieren oder total abschießen wie es nach solchen Mitteln oft der Fall war. Sie soll einfach zur Ruhe kommen und nachts zumindest in der Kernzeit von 24Uhr bis 6 Uhr morgens schlafen dürfen. Und wir auch endlich mal wieder . . .
Wer weiß was ? Ich bin echt dankbar für Erfahrungswerte !!!
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IlonaN
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo katrinh,
deine Tochter ist ja nun kein kleines Kind mehr und wird doch sicher nicht nur von einem Kinderazt betreut, oder? Eine Anbindung an eine gute KJP sollte doch bei diesen massiven Schlafstörungen bereits erfolgt sein? Oder aber auch bei der Krampfvorgeschichte in einer guten SPZ Sprechstunde.
bei meiner Autistin hat zwar bezüglich des nächtlichen Schlaen rein ganichts geholfen, aber sie ist wenigstens nicht so das sie andere wachmacht und nun mit 24 Jahren kann sie das halbwegs allein regeln. Mein 9jähriger FASler bekommt zur Nacht Risperidon damit kommt er zur Ruhe und wenn er Nachts wachwird ist er aber nicht extrem "wild" wie vor dem Medi und am Tage seiutdem viel besser drauf.

_________________
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern
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SarahmitFlorian
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
statt eines Schlafmittels würde ich erst mal abklären, ob sie Anfälle hat.
LG Sarah
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Sabine1970
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kathrin,

in welchem SPZ seid ihr denn ? Hast Du da mal angefragt ?

Grüße aus Stuttgart,
Sabine
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Laurinsmama
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BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

natürlich musst Du das mit einem erfahrenen Neurologen abklären, aber vielleicht fragst Du dabei, ob nicht der Einsatz eines Neuroleptikums in Eurem Falle Sinn macht. Medikamente wie Atosil, Neurocil, Truxal ect könnten evtl. eine Hilfe sein und sind nach auch bei Krampfanfällen verschreibbar. Ohne Neurocil z.b. könnte ich nie mehr als 2Std schlafen....weil Laurin niemals länger zu Ruhe käme....

alles Gute!
Lieber Gruß!
Kirstin

_________________
Laurinsmama mit A.99 und L.07, SCN2A-Mutation, Epilepsie, Bilaterale corticale Dysplasien, Polymikrogyrie,Z.n. BNS/West-Syndrom, hypoton, schwerste psychomotorische Entwicklungsretardierung,Jejunal-Button,VNS, Callosotomie 09, rezidivierende Pneumonien, Resektion des rechten Temporal-, Parietal- und Occipitallappens 05/10, gesetzl. blind,
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Mama Ursula
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Beiträge: 11856

BeitragVerfasst am: 26.09.2017, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Auch wir geben Jessy (fast 15J.) seit bald 10 Jahren jeden Abend Atosil und nur noch bei Bedarf bei nächtlichem Erwachen Melatonin.
Und wenn sie Tage/ Abende hat, wo sie so aussteigt, dass sie autoaggressiv wird und sich immer weiter reinstresst, wie Du es auch von Deiner Tochter schilderst, greifen wir inzwischen sogar zu niedrig dosiertem Tavor (Benzo) ohne dass wir bislang eine "Abhängigkeit" beobachten können.
Jessy braucht das manchmal häufiger (3, 4- Nächte in Folge je 1mg) und dann wieder für längere Zeit gar nicht.

Wünsche Euch eine gute Lösung!
Grüßle
Ursula
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KathrinS
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BeitragVerfasst am: 14.05.2018, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wollte mal fragen, ob Neurocil auschließlich für den Notfall gedacht ist. Mein Sohn kann damit super einschlafen, was ansonsten eher die Ausnahme ist. Er kommt vor lauter Unruhe und Erregung nicht gut in den Schlaf. Habe probeweise eine halbe Tablette (25 mg) gegeben bei 58 kg, es war absoltut der Traum, schon wie er im Bett lag, ruhig, ansonsten drückt und zappelt er an den Ohren, hebt Kopf auf und ab.
Unsere Ärztin hat es uns auch für Fälle gegeben, wo er gar nicht herunterkommt. Diese häufen sich aber, da er Risperidon nicht mehr bekommt, auf Grund extrem gesteigerter Angstzustände.
Oder gibt es vielleicht ein ähnlich wirksames Medikament, was ich jede Nacht geben kann? Wenn er schläft ist er auch viel umgänglicher.

LG Kathrin

_________________
Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus
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Laurinsmama
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BeitragVerfasst am: 14.05.2018, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich verabreiche Neurocil seit 2 Jahren durchgehend, vorher Truxal. Wir haben es nicht als "Notfallmedikament" verordnet bekommen.....sondern um durchgehend etwas Schlaf zu erreichen.

Lieber Gruß
Kirstin

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Laurinsmama mit A.99 und L.07, SCN2A-Mutation, Epilepsie, Bilaterale corticale Dysplasien, Polymikrogyrie,Z.n. BNS/West-Syndrom, hypoton, schwerste psychomotorische Entwicklungsretardierung,Jejunal-Button,VNS, Callosotomie 09, rezidivierende Pneumonien, Resektion des rechten Temporal-, Parietal- und Occipitallappens 05/10, gesetzl. blind,
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Ani
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BeitragVerfasst am: 14.05.2018, 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

auch wir müssen bei Bedarf Mittel zum einschlafen geben. Unserer Sohn schläft allgemein schlecht bedingt durch Anfälle, manchmal schläft er die ganze Nacht gar nicht.

Wir geben Chloralhydrat und wenn es wirklich schlimm ist dann Atosil. Mit Neurocil haben wir auch probiert aber die Wirkung war zu stark und hat tagsüber nachgewirkt. Atosil finden wir besser.

LG, Ani

_________________
Ani mit Max(21.06.04). Durch angeborene Fehlbildung am Gehirn schwerstmehrfach behindert. Schwer therapierbare Epilepsie (Lennox-Gastaut Syndrom), blind, ICP ,Skoliose (OP-2015) und Hüftluxation, Ateminsufizienz und Schlafapnoe, PEG Sonde. Kann nicht sprechen, laufen, sitzen.
"Wenn er lacht, geht bei mir die Sonne auf"
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RikemitSohn
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Beiträge: 391

BeitragVerfasst am: 14.05.2018, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Neurocil ist Medikament gegen Psychosen und Manien. Die Müdigkeit ist eigendlich nur eine ungeliebte Nebenwirkung, die aber genutzt werden kann. Daher kann man dieses Medikament längere Zeit einnehmen.

LG Rike

_________________
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB
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