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Adoptiveltern für ein Neugeborenes mit Down-Syndrom gesucht
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Moni
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Beiträge: 107

BeitragVerfasst am: 11.10.2017, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Unabhängig von einer vorliegenden Behinderung:

[quote]Die 8-wöchige Bedenkzeit finde ich übrigens recht kurz, vielleicht kommen die leiblichen Eltern erst nach Monaten zur Erkenntnis, sich in ihre Rolle einfügen zu wollen. Viele hier hätten sich doch nie vorstellen können, einmal ein behindertes Kind großziehen zu können, letztendlich klappt es aber oftmals doch, wenn auch sicherlich nicht immer einfach.[/quote]

Die Regel "Acht-Wochen-Frist" wird häufig falsch verstanden. Die abgebenden Eltern haben keine auf 8 Wochen begrenzte "Bedenkzeit", sondern sie können frühestens 8 Wochen nach der Geburt rechtsgültig die Adoptionsfreigabe erklären. Sie können aber durchaus schon vorher, etwa unmittelbar nach der Geburt, die Absicht, ihr Kind zur Adoption freizugeben, erklären und das Kind, wenn eine solche Absichtserklärung vorliegt, bereits an Adoptionsbewerber zur Adoptionspflege vermittelt werden.

Die Adoptionsfreigabe ist nicht mit dem Ablauf der Acht-Wochen-Frist rechtsgültig, sondern nachdem die leibliche Mutter und der leibliche Vater (wenn der bekannt ist) die notarielle Einwilligung in die Adoption unterzeichnet haben. Dies können sie, wie gesagt, frühestens 8 Wochen nach der Geburt tun, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt oder überhaupt nicht.
Wenn sie nicht unterschreiben, aber sich weiterhin nicht selbst sich um das Kind kümmern können oder wollen, bleibt das Kind in Dauerpflege oder - unter bestimmten Voraussetzungen - kann die Einwilligung gerichtlich ersetzt werden.

[quote]Es gibt genug Adoptiveltern, bin nur nicht sicher ob das auch für Behinderte Kinder zutrifft. [/quote]

Die meisten Adoptivbewerber gehen von einem gesunden Kind aus. Es gibt aber auch Bewerber, die auch für die Aufnahme eines behinderten Kindes offen sind oder sich bewusst und gezielt für die Aufnahme eines behinderten Kindes bewerben. Speziell für Kinder mit Down-Syndrom gibt es meines Wissens durchaus etliche Bewerber.

Vermittlungsversuche im Internet finde ich auch sehr fragwürdig. Ich hoffe, für das kleine Menschlein konnte ein guter Weg gefunden werden.

Viele Grüße
Monika
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Silvia & Iris
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Beiträge: 2781
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 06:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

ich weiß nur, dass ungefähr zu der Zeit, als ich mein erster Kind bekam, auch bei uns eine junge, noch nicht einmal volljährige Mutter damals nach Adoptiveltern für ihr DS Kind gesucht hatte... - es war damals aber abgesprochen mit JA und auch ein Verein, der sich besonders um die Anliegen von Kindern mit DS beschäftigt, stand dahinter... - damals war die Kommunikation über Intern noch nicht so auf der Tagesordnung, Interessierte zu erreichen sicher noch schwieriger, als heute... - und die Mutter wollte gerne das neue zu Hause sehen... - ohne aber wirklich auf Dauer Kontakt zu haben... - ich habe mich immer wieder mal erkundigt - diese Angelegenheit ist zur Zufriedenheit aller Beteiligter damals sehr gut gelaufen - das letzte Mal, als ich nach dem Kind fragte, war es etwa 3 Jahre alt...

Das andere Kapitel: - die Heimunterbringung vor allem von Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist tatsächlich etwas fragwürdig, wenngleich natürlich auch die Kinder sicherlich nicht immer so ganz einfach sind...

- aber auch wir hatten ein Kind im Klassenverband, welches im Heim lebte (da das Elternhaus auch nicht so intakt war und Gewalt auf der Tagesordnung stand) - das Kind hat Herzprobleme und ist schwer sinnesbeeinträchtigt...

In dem Heim gab es keine Bezugsperson, niemand kümmerte sich wirklich um das Kind... ein einziges Mal habe ich erlebt, dass an einem Elternmeeting eine Betreuungsperson kam, die aber 15 min später wieder verschwand, da ihre Dienstzeit um war Shocked

Auch ich habe dadurch nicht unbedingt eine sehr hohe Meinung über diese Einrichtung... - auch beim Schwimmen merkten wir deutlich, dass er noch nie in einem Schwimmbad war (auch seine Ausrüstung war dementsprechend nicht wirklich vorhanden - immerhin er hat dann doch eine erhalten...)

... ich habe auch ein öffentliches Kinderheim für schwerst-mehrfach behinderte Kinder besucht - auch dort sah ich Kinder in Schlafschläuchen, es war ein Gang, alle paar Meter durch eine Mauer mit Tür durchtrennt - in jeder Nische fand man 3 - 4 Betten mit je einem Sessel und einem Spind.

Platz, dass irgendein Kind in einem Zimmer herumrollen konnte oder krabbeln, gab es nicht... Jede dieser 2-3 qm je Kind war liebevoll hergerichtet, über den Betten hingen Mobile... - inzwischen leben die Kinder in einem größeren Haus, dennoch, es sind auch dort wieder in jedem Zimmer 3 - 4 Kinder untergebracht...

Wirklich Ruhe, Intimsphäre, einen Freiraum haben sie nicht... Rolling Eyes

Ich bin einerseits froh, dass es so eine Einrichtung überhaupt gibt, andererseits habe ich - Gott sei Dank - bis jetzt eine Hilfe von dort für mein Kind noch nicht in Anspruch nehmen müssen... - es wird dort auch Kurzzeitpflege angeboten, die Wartelisten sind lang...

... und, was ich auch - trotz aller Bescheidenheit - großartig finde, jeder der dort lebenden Kinder hat einen "Paten", dieser versucht sich einzubringen und seinem Patenkind zu helfen... - ich weiß, ich bin gerade ins "off-Topic" geschlittert...
... und dort, in diesem Heim findet man auch kein Kind welches "nur" DS hat, alle haben viel massivere Störungen und kaum eine Kind dort kann frei sitzen - krabbelnde gibt es gar nicht - maximal rollen... (natürlich kann ich nicht nachvollziehen, ob in dem ein- oder anderen Kind mehr stecken würde, wenn es in einem Elternhaus leben würde, wo man sich spezifischer und mehr um es kümmert...) - ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass mein Kind dort nicht so weit gekommen wäre, wo sie heute steht...

LG
Silvia
... die hoffentlich den Rahmen nun nicht zu sehr gesprengt hat Rolling Eyes

_________________
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, MICPCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006, AVWS, SEV
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Rita Schmidt
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Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 07:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvia,
ich kann dir da voll zustimmen, denn wir haben sei 6 1/2 Jahren ein schwer behindertes PK. Es wurden damals leider lange keine Dauerpflegeeltern gefunden. Im Gespräch war wohl noch der Bundesverband behinderter Pflegekinder, ist aber von uns aus viel zu weit oder auch Kinderheim. Wir hatten aber durch unser 1. Pflegekind, auch behindert, noch Kontakt mit den Pflegeeltern. Die haben sich dann mit ihrem JA gemeinsam dafür eingesetzt das er zu uns kam und ich finde auch das ein Heim in dem Alter kein Ersatz für Familie sein kann, auch nicht ein gutes Heim.
Auch wenn es nicht immer einfach ist mit ihm, er ist sehr liebenswert und ohne ihn kann ich es mir auch nicht mehr vorstellen. Er ist ein richtiger Sonnenschein und ich bin froh ihn zu haben.
LG Rita
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Sandra_mit_Rasselbande
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Beiträge: 1836

BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 07:28    Titel: Antworten mit Zitat

Silvia & Iris hat folgendes geschrieben:
Hallo ihr Lieben,

ich weiß nur, dass ungefähr zu der Zeit, als ich mein erster Kind bekam, auch bei uns eine junge, noch nicht einmal volljährige Mutter damals nach Adoptiveltern für ihr DS Kind gesucht hatte... - es war damals aber abgesprochen mit JA und auch ein Verein, der sich besonders um die Anliegen von Kindern mit DS beschäftigt, stand dahinter... - damals war die Kommunikation über Intern noch nicht so auf der Tagesordnung, Interessierte zu erreichen sicher noch schwieriger, als heute... - und die Mutter wollte gerne das neue zu Hause sehen... - ohne aber wirklich auf Dauer Kontakt zu haben... - ich habe mich immer wieder mal erkundigt - diese Angelegenheit ist zur Zufriedenheit aller Beteiligter damals sehr gut gelaufen - das letzte Mal, als ich nach dem Kind fragte, war es etwa 3 Jahre alt...

Das andere Kapitel: - die Heimunterbringung vor allem von Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist tatsächlich etwas fragwürdig, wenngleich natürlich auch die Kinder sicherlich nicht immer so ganz einfach sind...

- aber auch wir hatten ein Kind im Klassenverband, welches im Heim lebte (da das Elternhaus auch nicht so intakt war und Gewalt auf der Tagesordnung stand) - das Kind hat Herzprobleme und ist schwer sinnesbeeinträchtigt...

In dem Heim gab es keine Bezugsperson, niemand kümmerte sich wirklich um das Kind... ein einziges Mal habe ich erlebt, dass an einem Elternmeeting eine Betreuungsperson kam, die aber 15 min später wieder verschwand, da ihre Dienstzeit um war Shocked

Auch ich habe dadurch nicht unbedingt eine sehr hohe Meinung über diese Einrichtung... - auch beim Schwimmen merkten wir deutlich, dass er noch nie in einem Schwimmbad war (auch seine Ausrüstung war dementsprechend nicht wirklich vorhanden - immerhin er hat dann doch eine erhalten...)

... ich habe auch ein öffentliches Kinderheim für schwerst-mehrfach behinderte Kinder besucht - auch dort sah ich Kinder in Schlafschläuchen, es war ein Gang, alle paar Meter durch eine Mauer mit Tür durchtrennt - in jeder Nische fand man 3 - 4 Betten mit je einem Sessel und einem Spind.

Platz, dass irgendein Kind in einem Zimmer herumrollen konnte oder krabbeln, gab es nicht... Jede dieser 2-3 qm je Kind war liebevoll hergerichtet, über den Betten hingen Mobile... - inzwischen leben die Kinder in einem größeren Haus, dennoch, es sind auch dort wieder in jedem Zimmer 3 - 4 Kinder untergebracht...

Wirklich Ruhe, Intimsphäre, einen Freiraum haben sie nicht... Rolling Eyes

Ich bin einerseits froh, dass es so eine Einrichtung überhaupt gibt, andererseits habe ich - Gott sei Dank - bis jetzt eine Hilfe von dort für mein Kind noch nicht in Anspruch nehmen müssen... - es wird dort auch Kurzzeitpflege angeboten, die Wartelisten sind lang...

... und, was ich auch - trotz aller Bescheidenheit - großartig finde, jeder der dort lebenden Kinder hat einen "Paten", dieser versucht sich einzubringen und seinem Patenkind zu helfen... - ich weiß, ich bin gerade ins "off-Topic" geschlittert...
... und dort, in diesem Heim findet man auch kein Kind welches "nur" DS hat, alle haben viel massivere Störungen und kaum eine Kind dort kann frei sitzen - krabbelnde gibt es gar nicht - maximal rollen... (natürlich kann ich nicht nachvollziehen, ob in dem ein- oder anderen Kind mehr stecken würde, wenn es in einem Elternhaus leben würde, wo man sich spezifischer und mehr um es kümmert...) - ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass mein Kind dort nicht so weit gekommen wäre, wo sie heute steht...

LG
Silvia
... die hoffentlich den Rahmen nun nicht zu sehr gesprengt hat Rolling Eyes


Es gibt durchaus gute stationäre Jugendhilfeeinrichtungen. Mit festen Bezugspersonen, die durchaus in ihrer Freizeit (falls die Die Streit nicht ausreicht) Geburtstagsgeschenke kaufen, ein Faschingskostüm organisieren, an Elternabenden teilnehmen, 1x im Jahr auf Freizeit fahren, Konzertbesuche organisieren, ein Geschenk für die beste Freundin des Bezugskindes besorgen usw. jedes Kind das ein eigenes Zimmer hat, feste Gruppen, feste Bezugsbetreuer, Therpien vor Ort, natürlich gehen die Kinder in den Sportverein.

Es finden sogar die „Wandertage“ dorthin statt, damit die Mitschüler sehen das Heim nicht = 70er Jahre Sowjetzeit bedeutet

Mehr gerne per PN. Aber es gibt verdammt gute Einrichtungen. Sicher nicht nur. Aber es gibt viele.

_________________
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (12) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (11) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (9)
Sohn (7) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt
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