REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
SuchenSchnellsuche:  
Seit der Einschulung Zweifel am Kind
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Kindergarten und Schule
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Annileinchen
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 16.07.2017
Beiträge: 470

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Alexandra2014 hat folgendes geschrieben:
Annileinchen hat folgendes geschrieben:


Bei Euch denke ich auch, dass die Sehbehinderung nicht durch geeignetes Material und Hilfsmittel ausgeglichen wird. Dann kann es nicht funktionieren. Die Schulen selbst machen da leider meist nichts. Bleibt an einem selbst hängen, das Material anzupassen und Hilfsmittel zu finden.



Der Witz ist, dass wir bereits aufbereitetes Material zur Verfügung gestellt hatten. Ganze Schulbücher haben wir farbkopiert, reduziert und auf A3 vergrößert. Diese haben wir der Klassenlehrerin gegeben und die Materialien danach nie wieder gesehen.... Wäre ja nicht schlimm, wenn Kind sie wenigstens in der Schule hätte bearbeiten dürfen, aber auch das war nicht der Fall.
Da darf ich gar nicht drüber nachdenken... Evil or Very Mad


Eure Geschichte ist echt extrem! Was eine Lehrkraft! Da stand doch bestimmt böshafte Absicht hinter?
Meine vorbereiteten Sachen werden zum Glück angenommen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Joey
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 10.03.2014
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

....also wir hatten ein fürchterliches erstes Schuljahr. Söhnchen ist ein Frühchen mit motorischen Beeinträchtigungen (Grob- und Feinmotorik), kognitiv fit, aber in der sozio-emotionalen Entwicklung hinterher (er war dann bei der Einschulung auch schon fast 7). Er hat in der ersten Klasse überhaupt nicht gezeigt, was er kann, wir waren ständig zu Gesprächen in der Schule, die Lehrerin hat an seinen Fähigkeiten gezweifelt, wir mithilfe des SPZ dagegen gehalten...im 2. Schuljahr hat es dann plötzlich problemlos funktioniert (allerdings hatte er da auch einen anderen Klassenlehrer).

Der Psychologe im SPZ meinte dazu nur, er hätte halt Anpassungsschwierigkeiten gehabt....die Umstellung vom Kindergarten zur Schule, wo mitmachen nicht optional ist und die Kinder funktionieren müssen, ist halt schwer.

LG Joey
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
RikemitSohn
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 20.09.2015
Beiträge: 305

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich möchte dir einfach etwas Mut machen. Gut Lesen muss ein Kind am Ende der zweiten Klasse, da das ab der Dritten normalerweise vorrausgesetzt wird. War bei uns wenigstens so. Zur Beruhigung kannst du dich ja mal bei der Lehrerin erkundigen.
Natürlich hast du mit deinem Sohn eine besondere Situation, aber auch viele andere Eltern der Regelschüler geraten gerade in der Anfangszeit der Schule in diese Gefühle. Bei vielen Eltern wurde bei uns damals ständig verglichen und auch angegeben, was ihre Kinder alles können. Zum Glück hatte mein Sohn von klein auf die Dinge durch sein ADHS und seine spezielle Natur oft anders gemacht und ich hatte da schon ein dickes Fell. Und ich habe zusätzlich für Abgrenzung gesorgt. Z.B. habe ich mir schon früh die Elternabende geschenkt. Da wurde mir zwei Stunden erzählt, was alles muss und ich bin frustriert nach Hause, weil ich wusste, dass das alles bei meinem Kind gar nicht klappt. Er geht trotzdem seinen Weg, wenn auch manchmal etwas holperig.
Beobachte deinen Sohn, damit du nichts verpasst, aber erhalte dir deine Gelassenheit. Hat hier jemand im Forum geschrieben: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
LG Rike

_________________
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB ( ein lustiger Schlauschnacker zum Liebhaben )
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 04.12.2014
Beiträge: 1262

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Annileinchen hat folgendes geschrieben:
Alexandra2014 hat folgendes geschrieben:
Annileinchen hat folgendes geschrieben:


Bei Euch denke ich auch, dass die Sehbehinderung nicht durch geeignetes Material und Hilfsmittel ausgeglichen wird. Dann kann es nicht funktionieren. Die Schulen selbst machen da leider meist nichts. Bleibt an einem selbst hängen, das Material anzupassen und Hilfsmittel zu finden.



Der Witz ist, dass wir bereits aufbereitetes Material zur Verfügung gestellt hatten. Ganze Schulbücher haben wir farbkopiert, reduziert und auf A3 vergrößert. Diese haben wir der Klassenlehrerin gegeben und die Materialien danach nie wieder gesehen.... Wäre ja nicht schlimm, wenn Kind sie wenigstens in der Schule hätte bearbeiten dürfen, aber auch das war nicht der Fall.
Da darf ich gar nicht drüber nachdenken... Evil or Very Mad


Eure Geschichte ist echt extrem! Was eine Lehrkraft! Da stand doch bestimmt böshafte Absicht hinter?
Meine vorbereiteten Sachen werden zum Glück angenommen.


Die böse Absicht kam von der Schulleitung. Sie wollte unser Kind von Anfang an nicht, war dann stinksauer, als wir sie an einer anderen Regelschule angemeldet haben und dann noch stinkiger, dass der Schulrat dafür gesorgt hat, dass sie doch zu ihr an die Schule kam.
Sie wurde dann auch völlig böswillig in die Parallelklasse gesteckt, anstatt zu ihren Freunden aus dem Kindergarten.
Nach einem halben Jahr endete das, nach einem unglaublichen Vorfall, in einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Rolling Eyes
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Marialenau
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 23.10.2011
Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wow, vielen Dank für die vielen Antworten! Das hat mich alles sehr aufgebaut.
Ich weiß auch nicht, wo meine Gelassenheit hin ist. Ihr habt alle Recht mit dem, was ihr schreibt.
Ich setze mich selbst unter Druck. Die letzten sechs Jahre waren hart. Wir sind so weit gekommen und ich habe Angst, dass es am Ende doch nicht klappt. Wahrscheinlich muss ich auch mal an meinen Ansprüchen schrauben. Mein Mann ist da wesentlich entspannter. Interessanterweise war ICH die etwas entspanntere nach der Geburt und er hat sich wahnsinnige Sorgen gemacht. Jetzt ist es umgekehrt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Thea-OS
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 23.10.2011
Beiträge: 514
Wohnort: Bramsche

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns waren die ersten Wochen auch anstrengend. Ich hatte mir sogar 3 Monate Elternzeit genommen um den Start zu begleiten. Bei uns hat der mobile Dienst der KB Schule gut geholfen den Lehrern vor Augen zu führen was ein "Nachteilsausgleich" in der konkreten Umsetzung bedeuten kann und ich war anfangs auch nicht sicher ob alles so klappt. ABER das hat es. Es musste nur erstmal anlaufen. Im Moment läuft es prima.....
_________________
Thea *84 mit Birte *04/10 Frühchen 28.SSW nach Blasensprung in 21.SSW, PVL, ICP-beinbetont, 3/16 erste freie Schritte!! Smile Inklusionskind in der Regelschule
Räuberkind *1/14 gesund, fröhlich, und anstrengend
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ayden
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 13.10.2015
Beiträge: 168

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Marialenau,
unsere Tochter geht auch mit einer zentralen Seheinschränkung auf eine normale Regelschule- ohne Schulbegleitung. Wenn Du magst, lies doch mal meine verschiedenen Posts durch. Wir haben sie sehr konkret auf den Schulstart vorbereitet, insbesonder habe ich ihr das Lesen und die Druckbuchstaben (Schreiben) vorher so beigebracht, dass sie sie bereits vor der Schule konnte, da ich bereits von unseren großen Söhnen die Lehrmethoden in HH kannte und wusste, dass sie damit keine Chance hat, in absehbarer Zeit Lesen und Schreiben zu können.

Das hatte sich bewährt, da ein Kind, was vor dem Schulstart lesen und Schreiben kann ersteinmal nicht für primär blöde gehalten wird. Auch heute, in der 2. Klasse, arbeite ich viele der Arbeitsblätter um, vergrößere die Lernmaterialien und habe ihr die Schreibschrift (nicht über den optischen Weg) in den Ferien beigebracht. Es bleibt im schulischen Alltag immer noch genug `Sand´ übrig, dass es ab und zu im Getriebe knirscht.

Nun ist Eure Ausgangssitutation leider etwas schlechter, da ihr vielleicht noch nicht den nötigen Einblick in den bei Euch gewählten didaktischen Weg hattet. Aber da ist noch nichts verlohren. Im schlimmsten Fall braucht ihr halt jetzt schnell eine Einarbeitung ins Rechnen und Schreiben, notfalls halt ganz weg von den schulischen Materialien, und vielleicht muss Euer Sohn mal eine Klasse wiederholen. Das macht ja aber nichts. Wichtig ist es, dass ihr von allen Stellen Ärzten/Sonderpädagogen so viel wie möglich Unterstützung/Tips für den Lernprozess bekommt. Da ja vermutlich bei Eurem Sohn die Region bekannt ist, in der der Schlaganfall stattfand, sollte es ja nicht so schwierig sein, die entsprechenden defekten/falsch verschalteten Hirnareale zu identifizieren und davon ausgehend ein geeignetes Konzept für sein Lernen zu entwickeln! Es wundert mich nur, warum Euer Neurologe das bisher nicht gemacht hat.

Viel Mut und viel Glück, und sagt Eurem Sohn vor allem, wie toll er ist und wie viel er schon geschafft hat!!!! Er ist ja im `Rennen´ viel weiter hinten als die anderen gestartet!

Liebe Grüße, Ayden
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Yessica151
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 07.07.2011
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 11.09.2017, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe zwei Töchter, mittlerweile 13 und 15 Jahre. Was meine Tochter ohne klinische Befunde angeht, hatte ich von Anfang an Zweifel - sie konnte kein einfaches Gedicht im Kindergarten, keine Schrittfolge bei einem leichten Tanz, vergass, was sie eigentlich für ein Wort schreiben wollte etc. Die Lehrerin in der ersten Klasse sagte, "Ich habe so sehr daran gezweifelt, dass dieses Kind die erste Klasse schaffen wird." Diese Lehrerin hat sich ihr zugewandt und sich sehr viel Mühe gegeben. Das hat sie sehr weit gebracht, jetzt besucht sie ein Gymnasium und ist irgendwo in der oberen Mitte mit ihren Leistungen. Ich wünsche euch auch engagierte Lehrer und Selbstvertrauen - "abschreiben" kann man auch später.
LG
Yessica
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Julianes Sonnenschein
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 31.08.2011
Beiträge: 423

BeitragVerfasst am: 12.09.2017, 06:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
bei meiner Tochter (Diagnose milde GB, jetzt 2. Klasse) dachte ich auch, sie lernt nie schreiben wegen der Ergomotorik. Wenn sie ausgeruht und konzentriert ist, kann sie schon richtig gut schreiben (seit etwa 8 Monaten nach Einschulung). Sie kann fast alle Buchstaben und sie schreibt auswendig alle Wörter, die ihr wichtig sind (Simba, Nala, Elsa, Anna, Mama, Papa, Brudername, eigener Name).
Im Matheunterricht macht sie sogar das Gleiche wie der Rest der Klasse (mit Hilfen).
Lass deinem Kind Zeit und denk weiter positiv. Wenn sie wollen, können sie mehr als wir ihnen zutrauen - und das hast du doch bisher auch erlebt mit Schwimmkurs und Skikurs usw.
In den Sommerferien hat mein Kind einiges verlernt, was es gut konnte, obwohl wir nicht ganz aufgehört haben, zu üben. Während der Schulzeit war das Üben zu Hause (abgesehen von Lesen üben) aber zu stressig.
Fazit: An Schultagen würde ich nur ganz wenig zu Hause üben, das wird den Kindern sonst zu viel und die Freude am Lernen soll ja bleiben. Am Wochenende und in den Ferien finde ich es dagegen gut, kleine Lerneinheiten einzubauen.
Wenn dein Kind wirklich größere Schwierigkeiten hat, kann vielleicht auch beim Integrationshelfer ein "upgrade" erfolgen. Es gibt ja unqualifiziert (was meint, dass es jemand ohne Beruf ist), qualifiziert (Berufserfahrung, aber nicht im pädagogischen Bereich) und pädagogisch.

_________________
Liebe Grüße
Juliane
__________________________
Mama von Kind mit allg. Entwicklungsverzög., Mikrodeletion 3q29, atypischem Autismus.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Marialenau
Mitglied
Mitglied


Anmeldedatum: 23.10.2011
Beiträge: 75

BeitragVerfasst am: 12.09.2017, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, nochmals vielen Dank für die Antworten.

haben eure Kinder denn auch mal gebockt in der Schule? Dass sie sich völlig verweigert haben? Und wie seid ihr damit umgegangen?

LG

Ayden: was meinst du mit optimaler Förderung? Kann man anhand der kaputten Areale passgerechte Lernmethoden entwickeln oder wie meinst du das?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Kindergarten und Schule Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3  Weiter
Seite 2 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.07 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber