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Pflegekind aufnehmen?
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 11:38    Titel: Pflegekind aufnehmen? Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

wir überlegen schon sehr lange, ob wir ein Pflegekind aufnehmen.
Wir hatten auch schon Kontakt und ein Gespräch bei uns Zuhause mit der entsprechenden Stelle.

Mir macht aber irgendwie Sorge, ob ich beiden Kindern gerecht werden kann, da unsere Kleine ja auch einige Päckchen zu tragen hat. Es könnte zudem jederzeit passieren, dass ich sie wieder täglich (140 km, 35 km pro einfacher Strecke) zur Schule fahren muss. Das Pflegekind müsste dann jedesmal mit.

Gegenwind kommt auch von meinen Schwiegereltern, die versuchen, uns das auszureden. Von dort ist also wenig Unterstützung zu erwarten.
Da sie in unmittelbarer Nähe wohnen, kann man das auch nicht außer Acht lassen.

Dann fahre ich ja zu den Therapien und muss auch mit rein, da wir Zuhause üben müssen. Wieder müsste das Pflegekind mit.

Unsere Kleine wünscht sich ein Geschwisterchen, kommt aber mit (solchen) Veränderungen nicht gut zurecht, ist sehr auf mich fixiert und anhänglich.

Ich hatte vor kurzem den Hund meiner Mutter für zwei Tage bei uns. Da gab es nur Tränen und der Hund "sollte weg", weil sie mich "vermisst"!
Ich war ja da - musste mich aber natürlich auch um den Hund kümmern und hab sie da auch mit eingebunden. Sie konnte es nicht ertragen, wenn der Hund gejault hat - was wäre erst bei einem weinenden Kind?

Hier sind ja einige mit Pflegekindern! Vielleicht habt ihr Tipps und ich mache mir zu viele Gedanken?

Gruß
Alex
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monerl
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alexandra,

wir haben auch überlegt, ein Pflegekind aufzunehmen. Haben uns aber dann für ein Tageskind entschieden. Auch aus den Gründen, die du geschrieben hast. Meine Tochter wurde morgens zur Schule abgeholt und kam erst am nachmittag zurück. So hatte ich Zeit für das Tageskind. Am Mittag, wenn der Schultag kurz war und am Nachmittag haben wir dann die Zeit zusammen mit meiner Tochter verbracht, auch mal zu Therapien. Es war eine bereichernde Zeit. Als meine Tochter dann in die Wohngruppe gezogen ist, das Tageskind in den Kiga kam habe ich kein Tageskind mehr genommen. Ich hatte 2 Tageskinder je über 2 Jahre und ein tolles Verhältnis zu den Eltern.

Liebe Grüße Monika

_________________
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)

Monika mit Christina geb. 11.2.91 Chromomsomenanomalie 10p+ und Engelchen Tanja geb. 10.8.88 gest. 31.8.88
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Kunigunde123
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 12:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,
was die Schwiegereltern sagen ,sollte nicht die Bedeutung haben, Ihr müßt Euch einig sein jnd vollends dahinter stehen.
Wir haben zum leiblichen Junior mit hohem Pflege"aufwand" ein Pflegekind aufgenommen
egal was wir uns für Gedanken gemacht hätten, es wäre sowieso anders gekommen.
Wir bekamen sie als Baby und natürlich begleiete sie uns ab diesem Tag überall mit hin.
Ein leibliches Kind hätte dies auch getan. Und wie es bei Pflegekindern oft ist, stellte sich heraus, dass sie FAS als Besonderheit hat.
Nun haben sie an gleichen Tagen zu den gleichen Zeiten die gleichen Therapien an 3 Tagen in der Woche.

Wenn wir vorher alles gewusst hätten , was heute alles so ist, hätten wir vermutlich gedacht, dass wird wohl nicht zu schaffen sein, aber es geht super und wir würden es immer wieder tun.
Aber sich über Eventualitäten Gedanken zu machen , hilft sicherlich wenig ,da es eh anders kommt als man denkt, geplant hat oder vermutet.
Das Wichtigste ,dass beide Elternteile voll hinter der Entscheidung stehen.
Wir hatten es "im Vorfeld gar nicht breit getreten", mit einem Mal war das Mäuschen da und immer dabei und das Umfeld staunte, lernte es kennen u sie gehört seit 9 Jahren dazu .
Lg Kuni

_________________
ex Frühchen, EEG nach Lennox Gastaut, therapiefraktäre Epi. mit Statusneigung, ,noch nicht beschriebener X Defekt im Rahmen des Christianson Syndroms,,hypergonadotophen Hypogonadismus, dyskinetische CP, Athetose, erworbene Hüftdysplasie, non verbal, Button, immer wieder lebensbedrohliche Situationen gemeistert u PT mit FAS
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LeonHB
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alex,
das ist pauschal schwierig zu beantworten. Ich weiß nicht, was Deine Tochter mitbringt,
aber:
Auch ein "gesundes" Pflegekind bringt in der Regel ein ganzes Päckchen mit. Es läuft meistens nicht "nebenbei". Dort sind Baustellen, die auch sehr viel Zeit und Nerven fordern. Du kannst die Probleme mit dem Pflegekind auch kaum jemand mit "normalen/eigenen" Kindern erzählen, da es auch wie bei behinderten Kindern Dinge sind, in die sich ein normaler Mensch ohne Erfahrungen hierzu kaum reindenken kann. Das Kind kann aggressiv sein, es kann sich einnässen, einkoten und es kommen immer blöde Blicke auf dich zurück, weil Du dafür verantwortlich gemacht wirst. Das muss man aushalten können- jahrelang! Vielen Kindern siehst du nichts an und sie verhalten sich anders, wie vom Umfeld erwartet.
Dann kommt es darauf an, ob ihr einfach Familie sein könnt, oder ob eine Rückführung im Raume steht oder regelmäßige Besuchskontakte, die Euer Kind wieder durcheinander bringen und euch auch zeitlich belasten neben den Therapien für Euer Kind. Die Fälle sind so verschieden..
Es kostet Nerven und ein dickes Fell, eine intakte Partnerschaft, wo beide voll dahinterstehen und bestenfalls ein Umfeld, dass Euch entlastet und nicht dann mit Sprüchen kommt wie: das habt ihr ja so gewollt, nun seht mal zu....
Alles selbst erlebt.
Auch Jugendamt ist nicht gleich Jugendamt. Da kommt es sehr drauf an, ob man Euch unterstützt oder alleine lässt..
Manches Jugendamt dreht sich im Laufe der Zeit, weil man weiß, dass ihr "Euer " Pflegekind niemals wieder freiwillig abgeben würdet. Dann werden Leistungen gekürzt, in dem wissen, ihr macht doch nichts dagegen, denn die Alternative, das Kind deswegen aus der Familie zu geben, macht niemand...
Ich kann euch also nicht abraten aber auch nicht bestärken. Ihr habt eine Aufgabe mit Eurem Kind und geht einfach mal davon aus, dass ein weiteres Kind/Pflegekind fast nochmal das gleiche an Zeit und Aufmerksamkeit benötigt.
Hobbys und Ausgleich sind dann noch schwerer zu realisieren und auch die "Freunde" werden nicht mehr.
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Annileinchen
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Warum wollt Ihr nun genau ein Pflegekind aufnehmen?

Weil sich Euer Kind ein Geschwisterchen wünscht? Oder wünscht Ihr Euch noch mehr ein weiteres Kind?

Nun mag Dein Kind aber seine Mama gar nicht teilen, nicht einmal mit einem Hund. Unter solchen Umständen würde man sich kein Haustier anschaffen, selbst wenn das Kind schon gerne eins hätte. Es kann die Situation einfach nicht einschätzen.

Und dann die Last und Verantwortung mit einem Pflegekind?

Vielleicht wartet Ihr noch mal ein Jährchen ab, und schaut dann nochmal...
Es ist sicherlich sehr schwer, wenn Ihr Euch noch ein weiteres Kind wünscht.

LG

Annileinchen
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Kunigunde123
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alexandra,
sicher wird es eine Umstellung für Eure Kleine, aber sie kann daran wachsen und nun die Große sein, was nach einer sicherlich anfänglich harten Zeit , alles sich normalisiert u sie wird daran wachsen und profitieren für sich selbst.
Sie wird lernen ,weil "das Kind ja bleibt" dich "zu teilen" , alle können profitieren vor allem auch die nun große Schwester.
Fûr uns ist ein Pflegekind die ideale Bereicherung , weil es mit dem Status eines leiblichen Kindes , einfach da ist keine neuen Zeiten oder Unruhen in Abholzeiten bringt wie bei Tageskindern und wir einfach "unser Leben leben". Urlaube planen wie es bei uns passt, da sind oder nicht, so wie es der Tag bringt.
Lg Kuni

_________________
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KatjaS
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alexandra,

raten - also wirklich raten - kann Dir dazu keiner. Ich kann Dir nur sagen es kommt meistens ganz anders als man es sich vorstellt.

Hätte mir einer vor vielen Jahren gesagt, dass wir mal 7 Kinder haben werden, von denen wir 6 von Herzen angenommen haben, hätte ich vermutlich laut gelacht.

Wir haben unseren ersten PS aufgenommen, als unsere große Adoptivtochter gerade schwer erkrankt war. Sie hatte 8 Monate Klinik hinter sich und die Anfrage des JA kam damals nicht unbedingt zu einem günstigen Zeitpunkt - rational betrachtet. Unsere Tochter benötigte viele Therapien, viel Zuwendung und noch dazu hielt uns die Angst vor der Zukunft fest im Griff. Wir hatten außerdem noch einen knapp vierjährigen leiblichen Sohn, der durch die krankheit seiner Schwester viel zurück stecken musste.

Und nun die Frage des JA ob wir ein sechs Monate altes schwer misshandeltes Baby mit ungewisser Zukunft aufnehmen.

Wir haben es getan und sind einfach nur glücklich dieses Kind in unserer Mitte zu haben. Heute ist er fast 17 - typisch motzig für das Alter - und ein toller junger Mann.

Klar gab es Phasen die nicht einfach waren, die wir nur als Paar, als Familie tragen konnten, aber in welcher Familie gibt es die nicht.

Unser Pflegesohn hat uns so viel gegeben, dass wir heute 5 Pflegekinder haben, alle im Babyalter aufgenommen, alle mit ihrer eigenen Geschichte und heute auch schon 14, 10, 9 und 3 Jahre alt. Unseren ersten PS durften wir inzwischen adoptieren.

Lasst Euch gut beraten, legt Eure Grenzen gut fest was Ihr tragen könnt und entscheidet dann.

Allerdings muss ich einer meiner Vorschreiberinnen auch recht geben, das was trägt ist eine gute SA des Amtes. Wir haben das unglaubliche Gkück hier vón jemanden begleitet zu werden, der immer unsere Kinder im Focus hat, immer für uns da ist, uns erdet und unterstützt und das seit unglaublichen 22 Jahren. Leider ist das nicht immer und überall so.

Gruß
Katja
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Viele lieben Dank für eure ehrlichen und offenen Antworten!
Mir ist klar, dass ihr nichts raten könnt, deswegen fragte ich ja auch nach Erfahrungen. Ich bin auch schon seit Jahren im Pflegeelternforum angemeldet und lese immer wieder mal dort mit.

Der Hund meiner Mutter war zwar ein Problem, komischerweise haben wir aber selber Hunde, mit denen es super funktioniert. Der Hund meiner Mutti ist noch sehr jung und hat anfangs viel gejammert und gejault. Das hat sie nicht gut weggesteckt.
Auch in der Schule, wenn die anderen ausgeschimpft werden, kann sie das nicht gut aushalten. Aber das muss sie ja auch lernen...

Ja, warum wollen wir ein Pflegekind? Uns geht es finanziell sehr gut, wir haben viel Platz, drinnen und draußen. Und uns fehlt irgendwie noch "was". Wir wollten früher immer vier Kinder haben, können aber auf normalem Wege keine bekommen, ohne viel, viel Aufwand, den ich mir nicht mehr antun möchte.
Und auf der andere Seite gibt es Kinder, die ein stabiles Zuhause, Liebe und Geborgenheit suchen und brauchen und denen (oder erstmal einem Laughing ) wir das bieten können.
Dass jedes Pflegekind, sei es noch so fit, ein Paket mitbringt, ist uns sehr bewusst.

Natürlich ist es nicht entscheidend, was meine Schwiegereltern von unserer Entscheidung halten. Mir wäre das auch völlig egal, wenn sie 15 km (und mehr) weit weg wohnen würde. Aber man sieht sich zwangsläufig fast täglich. Meine Schwiegermutter ist leider sehr unbedarft, was ihre Äußerungen angeht und ich möchte einfach nicht, dass das Pflegekind darunter leiden muss.

Ich kann viel ab, mir ist egal was andere denken. Ich würde sagen, mein Fell ist ziemlich dick. Mein Mann ist da noch unempfindlicher... den amüsiert dieses Gewäsch auch noch. Laughing

Ich bin einfach so ein Kopfmensch. Mein Bauch schreit "JAAA" und der Kopf sagt "Moooment, warte mal, was wenn...."
Mein Mann ist da eher sponatn a la "Versuch macht klug"!

Einig sind wir uns auf alle Fälle. Wie gesagt, ist es keine spontane Idee, sondern eine langjährig gereifte. Vor der Geburt unserer Tochter hatten wir auch bereits schon die Adoptionsanerkennung vom JA. Die damalige SA meinte zu uns, dass sie sich uns auch sehr sehr gut als Pflegeeltern vorstellen könne, da war ich gerade mal 28.
Ein Jahr später war ich schwanger. Und dann hatten wir erstmal alle Hände voll zu tun.

Unsere Tochter hat jetzt auch nicht die eine große Baustelle, sondern mehrere kleine. Motorische und verbale Dyspraxie, leichte visuelle Einschränkungen und eine gut eingestellte Epilepsie. Sie ist trocken/sauber, kann alleine essen, wenn man es klein schneidet, fährt Rad und Ski... Ergo läuft in der Schule, Logo organisieren wir selbst.

Gerade, wenn ich dann die Geschichte von Katja lese (danke Dir), ist das bei uns alles "pillepalle". Kein Grund zu grübeln, über was wenn... Embarassed

Gruß
Alex
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Eulen-Tina
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Beiträge: 223

BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alex,

wir haben seit kurzem eine behinderte Pflegetocher. Unsere leibliche Tochter hat ähnliche Baustellen wie Deine Tochter.

Wir haben uns bewußt für ein behindertes Pflegekind entschieden, wir wollten nicht, dass ein Pflegekind irgendwann unsere eignene Tochter "überholt". Das wollen wir ihr ersparen.

Desweiteren finde ich es für mich selber einfacher mit körperlichen Behinderung zu leben, als mit psychischen Störungen usw. Da wollte ich meine Tochter auch schützen, ich könnte mir nämlich vorstellen, dass sie sich was abschauen würde und sie damit überfordert wäre.

Bis jetzt fühlt sich alles richtig an. Die kleine ist toll und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne sie wäre. Und ich habe bis zuletzt gedacht, ob ich das wirklich tun soll...Genau wie Du!!

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!!

_________________
Tochter (2010): Kombinierte Entwicklungsstörung der Sprache, Motorik, Wahrnehmung; Verdacht auf leichte Intelligenzminderung, Aufmerksam-keitsstörung, Hypotonie, viele Allergien,-mein großer Schatz!
PT (2015): Epi, Tetraspastik, Cerebralparese und viele weitere Besonderheiten
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Lisaneu
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Beiträge: 313

BeitragVerfasst am: 13.08.2017, 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Alkexandra,

was ich Dir bei der Entscheidung "Pflegekind aufnehmen - ja oder nein?" einfach mitgeben will: wenn, dann stellt euch darauf ein, dass es oft schwer wird! Aber auch oft schön Very Happy ! Und sorgt wenn irgend möglich für Entlastung durch andere Personen. Super wäre, wenn ihr jemanden findet, bei dem eure Tochter immer wider mal "exklusiv" sein kann und wo sie ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt. Denn so sehr ihr euch auch zu Hause darum bemühen werdet, es ist einfach nicht immer möglich, die Aufmerksamkeit für das Kind (subjektiv) gerecht aufzuteilen! Und ein eifersüchtiges Kind legt leider oft Verhaltensweisen an den Tag, die es sehr schwer machen, ihm positive Aufmerksamkeit zu schenken!

Ideal wäre eine kleine "peergroup" die euch unterstützt. Da kann durchaus die Schwiegermutter dazu gehören. Ich verstehe sogar ein bißchen, dass sie euch das Pflegekind "ausreden" will, weil sie vermutlich denkt, ihr habt es so schon schwer genug. Aber es ist trotzdem eure Entscheidung und wenn das Kind mal da ist, wird sie es vermutlich bald genauso lieb gewinnen wie ihre leibliche Enkeltochter.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass mein Mann und ich mit EINEM (schwierigen) Kind wirklich NIE an unsere persönlichen Grenzen gestoßen sind. Mit ZWEI schwierigen Kinder ist das leider immer wieder der Fall.

Wir hatten aber auch nie das Glück, verlässliche, kostenlose Betreuungspersonen "um die Ecke" zu haben. Meine Eltern wohnen 140km entfernt und sind beide nicht gesund. Sonst gibt es leider nur kostenpflichtige Hilfen. Im Haus wohnt ein verlässliches junges Mädchen, das auch kurzfristig babysitten kann. Aber eben nur, wenn keine Schule ist (fällt also weg, wenn eines der Kinder krank ist) und auf ein paar Stunden. Eine verlässliche Leihoma suchen wir schon seit langem, hoffentlich finden wir bald eine! Kostet natürlich auch extra, aber das ist es uns wert!

Wenn es bei euch in Sachen "persönliche peergroup" besser aussieht, und ihr euch ein Pflegekind zutraut, warum nicht Wink !

_________________
HB-Bub, 2010, Plaudertasche + Leseratte
Dickschädel vom anderen Stern , 2012, gehörlos, Autist
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