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Infusionen zu Hause nach Bedarf?

 
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* anja *
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BeitragVerfasst am: 16.07.2017, 21:03    Titel: Infusionen zu Hause nach Bedarf? Antworten mit Zitat

Hallo ,

wir haben das Problem, dass Ole immer wieder, wenn es zu heiß ist , oder etwas sehr anstrengend ist, erbricht.

Oft ist es eine einmalige Sache und wir bekommen es in den Griff.
Auf Grund seiner Stoffwechselkrankheit reicht es aber oft schon, dass der Stoffwechsel durcheinander kommt und er immer wieder erbricht .

Dann braucht er Infusionen im Krankenhaus.

Da das recht häufig vorkommt und die schlechte Stoffwechsellage seine Nieren schädigt, bin ich am überlegen , ob es möglich wäre, ihm zu Hause nach jedem Erbrechen eine Infusion zu geben.

Die Frage ist nun , ob und wie es zu realisieren wäre.

Die Überlegung , ihm einen Port legen zu lassen schwebt mir schon länger im Kopf herum, da seine Venen schon stark vernarbt sind.

Würde, Dürfte , Könnte Smile der Pflegedienst z. B in der Abendrunde, wenn Ole am Tag erbrochen hat, eine Nadel in den Port legen und eine Infusion anschließen?
Oder könnte ich es eventuell nach einer Einweisung selber machen?
Oder darf das nur ein Arzt ?
Ebenso wenn die Infusion durch ist , darf ich ihn selber abstöpseln ?

Hat jemand von euch Erfahrung oder Ideen?

_________________
Viele Grüße

Anja
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dennis08
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

als Dennis noch kleiner war, war es sehr schwer Flüssigkeit in ihn reinzubekommen, wenn er krank war. Und er war sehr oft krank. Da mussten wir manchmal nur wegen Flüssigkeitsmangel ins Krankenhaus.
Da war es auch meine Überlegung, ob man ihm Zuhause Infusion machen könnte. Aber keiner hat mitgemacht Rolling Eyes Kinderarzt macht keine Hausbesuche, für Hausarzt kam es auch nicht in frage.
Einen Pflegedienst haben wir nicht.
Als meine Oma noch bei sich in der Wohnung lebte, bekam sie ab und zu Infusion Zuhause. ihr Hausarzt hat es gemacht und Pflegedienst hat die Flaschen gewechselt, bzw. entfernt.
Also ich denke, mit Pflegedienst könnte es eher klappen und ein Arzt muss mitspielen, bzw. den Pflegedienst einweisen.
Wobei bei Kindern wird es eher schwer sein, jemanden zu finden, der die Verantwortung übernehmen will...

Es würde mich interessieren, ob ihr was erreichen könnt.
LG,
Ina
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Irmengardelisabeth
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 00:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

Viele Kinder haben wegen ihrer geringen Flüssigkeitsaufnahme eine Magensonde.
Zum Teil auch nur zeitweise bei bedarf über die Nase.
Kann man bei guter Anleitung lernen .

Liebe Grüße
Irmi
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claudia64
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 01:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

einen Port darfst du als Laie nicht anstechen, der Pflegedienst darf das. Du darfst aber eine Infusion anlegen und abmachen, wenn ein Zugang liegt.
Es ist aber nicht üblich, den Port für jede einzelne Infusion neu anzustechen, das tut ja auch weh! Üblicherweise bleibt so ein Zugang bis zu 14 Tage (so kenne ich das, evtl. gibt es auch andere Vorgehensweisen) liegen und wird dann gewechselt.

Für euch könnte aber auch eine subkutane Infusion geeignet sein. Wird überwiegend in der Altenpflege angewendet und darf auch von Laien nach Einweisung gelegt werden. Nachteil ist, dass die Infusion doch deutlich länger braucht als über eine Vene. Aber über Nacht könnte das schon gehen. Ihr könnt ja mal testen, wie dein Kleiner damit zurechtkommt, wenn es gut klappt, lässt du es dir zeigen und machst es demnächst selber.

_________________
C., Hashimoto, Morbus Dercum,
mit R., ♀, * '96, ASS, HB, ADHS, Asthma, Gelenkschmerzen
und M., ♀, * '00, Asthma, seit 05/16 komplizierte Migräne m. prolongierter Aura (keine Kopfschmerzen, aber persistierende neurolg. Ausfälle),
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* anja *
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 01:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,


@ Ina: Ja genau es geht nur um die blöde Infusion, sobald er an der Infusion angeschlossen ist, hört das Erbrechen auf und er erholt sich wieder. Medis ect. sind meist nicht notwendig und wenn dann nur Aufgrund des häufigen Erbrechens. Wenn wir das in den Griff bekommen würden, könnten wir uns im Moment viele Klinikaufenthalte sparen.

@ Irmi: Eine Magensonde (Button) haben wir schon, aber wenn es los geht, reicht das nicht, auch wenn ich hochkonzentrierte Maltolösung sondiere. Das zögert den Klinikaufenthalt nur hinaus.

@ Claudia: Eine subkutane Infusion ist mal eine interessante Idee. Das werde ich auf jeden Fall ansprechen.

Darf man, wenn der Port angestochen ist, schwimmen gehen ?

Wie ist es allgemein mit Infektionen beim Port ?

_________________
Viele Grüße

Anja
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MarinaH
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ein Port ist ein zentraler Zugang und damit sehr gefährdet für Infektionen- den würde ich nicht von Laien anstechen lassen, bin mir noch nicht mal sicher, ob das nichtärztliches Personal darf (auch wenn sie es besser könnten als der Arzt). Das ist ja auch die Gefahr bei Infusionen- alles geht sofort in die Blutbahn und kann dadurch gefährlich werden. Nicht allein sauberes Arbeiten ist dabei ein Problem sondern auch die Substanzen an sich- Verwechslungen können dann lebensbedrohlich werden. Subcutan ist das zwar ähnlich, aber die Resorption ist langsamer und der Körper kann reagieren, wenn etwas nicht stimmt, wie z. B. eine zu hohe oder niedrige Konzentration bestimmter Salze in der Lösung. Eine ganz andere Alternative wäre orale Rehydratation- tröpfenweise über die Sonde. Das wird z.B. bei Magen- Darm- Infekten empfohlen, man gibt Flüssigkeit in ganz kleinen Mengen alle paar Minuten. Soll besser funktionieren als Tropf, ob das bei Euch hinhaut, müsste man testen.

Zur Frage Port und Schwimmen- ohne Nadel kein Problem, da der Port unter der Haut ist. Mit Nadel würde ich es lassen- es dürfte schwer sein, das komplett steril und wasserdicht abzudecken. Lieber die Nadel rausmachen und neu legen, wenn es denn unbedingt sein muss. Ist ein zentraler Zugang erstmal infiziert, ist der schwer zu retten.

LG Marina

_________________
Kinderärztin im SPZ
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Mama Ursula
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Klar, darf der PD einen Port anstechen..., ABER
entgleist Euer Ole denn immer mit den gleichen Werten und bekommt eine 0-8-15-Ringerlösung oder ähnliches angehängt oder werden da tatsächlich einzelne Elektrolyte substituiert?

Jessy entgleist uns bei Erbrechen grundsätzlich mit dem Kalium, allerdings muss sie unterschiedlich hoch substituiert werden, weshalb es ohne (mehrere) Blutwertkontrollen/ Elyte gar nicht ginge...

Ich substituiere daher entweder via PEG oder "nur" Flüssigkeit (physiologisches NaCl 0,9%) subkutan, wobei mir das beim Kalium nicht hilft. Da ich damit aber meist das Erbrechen gestoppt bekomme, kann ich im Anschluss via PEG das Kalium auffüllen..., was dann i.d.R. ebenfalls 3-4 Tage dauert, so wie die meisten diesbezüglichen Klinikaufenthalte auch.

Fazit - sprich Eure Docs an und schau, ob Du Mitstreiter für Deine Idee findest oder ob es gute Argumente gibt, die diesen Weg ausschließen.

Grüßle
Ursula
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Laurinsmama
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Als Laurins Port saß (leider zu kurz) wurde ich in der Klinik in die Handhabung eingewiesen. Das Anstechen stellt ja nun keine soooo große Herausforderung dar, selbstverständlich muss steril gearbeitet werden.....aber auch im KH macht man das ja im Klinikbett ect.
Ich habe es einige Male für Infusionen unterschiedlichster Art gemacht, und auch das Blocken mit Heparin war jetzt nicht dramatisch.

Unser PD kann es -theoretisch - auch.....das ist stark abhängig von der Schwester.


LG Kirstin

_________________
Laurinsmama mit A.99 und L.07, SCN2A-Mutation, Epilepsie, Bilaterale corticale Dysplasien, Polymikrogyrie,Z.n. BNS/West-Syndrom, hypoton, schwerste psychomotorische Entwicklungsretardierung,Jejunal-Button,VNS, Callosotomie 09, rezidivierende Pneumonien, Resektion des rechten Temporal-, Parietal- und Occipitallappens 05/10, gesetzl. blind,
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Sonja40
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BeitragVerfasst am: 17.07.2017, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich hab damals eine Schulung mitgemacht
Und habe zuhause alles alleine gemacht

Meine Tochter war einige Jahre an Infusion
Im Sommer auch Flüssigkeitszugabe
Wir hatten einen Hickmann Einvolumig

Ich war froh das dies wieder draußen war, weil
die Angst immer besteht das er sich als Infektionen
bemerkbar macht, ich würde erstmal lieber über eine PEG nachdenken
Ein Port ist eine gute Entscheidung wohl, aber hat Risiken
Alleine schon die Trombosegefahr !!

_________________
Liebe Grüße Sonja

Sonja 21.05.72
Töchterchen Michaela (Ela) 20.01.90

Stoffwechselerkrankung , Chronischer Reflux ,Chronische Gastritis ,Epilepsie, PEG,schwere Anemie ,Skiliose,Lungenunterfunktion,Dauersondierung über Ernährungspumpe ,Mikro Aspirationen



Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln....
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