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Betreuer ist plötzlich nicht mehr autorisiert, warum?

 
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sandraboe
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 14:50    Titel: Betreuer ist plötzlich nicht mehr autorisiert, warum? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich frage für jemanden aus meiner Familie, denn bei uns ist dieses Thema noch etliche Jahre entfernt.

Folgende Sachlage: Nach der Hochzeit wird die Frau Betreuerin des behinderten Kindes des Mannes, ohne dieses zu adoptieren. Mehr als 25 Jahre später stirbt der Mann. Die Frau war immer die Betreuerin. Plötzlich kommt ein Schreiben vom Amtsgericht, dass sie nicht mehr autorisiert sei, Betreuerin zu sein. Entsprechend sind die Konten des Betreuenden gesperrt und dieser soll aber die Betreuerkosten der letzten beiden Jahre zurückzahlen. Der andere Betreuer war vorher der Vater gewesen.

Was könnte dahinterstecken? Der Betreuende war und ist mit der Frau als Betreuerin weiterhin einverstanden.
Die Erbmasse, sprich Haus, soll die jetzt ehemalige Betreuerin schätzen lassen. Dabei hatte sie alles, was sie an Unterlagen hatte, schon eingereicht.

Ich will keine rechtliche Beratung hier suchen, aber mir kommt das Vorgehen sehr merkwürdig vor.
Vielleicht hat das jemand auch schon einmal erlebt oder von so einem Vorgang erfahren und würde mir Informationen geben, gerne auch PN.

Lieben Dank im Voraus.

Liebe Grüße
Sandra

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Sandra *1969, Bianca *2000, Joy *2002 , Roland 2. Nov. 2010, peripartale Asphyxie, , muskuläre Hypotonie (Statomotorik große Baustelle), ICP
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monika61
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 15:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,

schau mal hier:
..."Das Gesetz reagiert auf diesen potentiellen Interessenkonflikt und entzieht dem Betreuer für die vorgenannten erbrechtlichen Entscheidungen die Vertretungsmacht für den Betreuten"...

Komplette Info:

http://www.erbrecht-ratgeber.de/erb.....t/erbschaft/betreuer.html

Seltsam das keine Begründung im Schreiben steht.
Ich würde einmal den Rechtspfleger kontaktieren.

LG
Monika
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sandraboe
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Monika.
Nein, es stand keine Begründung dabei, weshalb das Ganze ja so merkwürdig ist.
Ich werde den Link nachher einmal lesen.

LG Sandra

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Sandra *1969, Bianca *2000, Joy *2002 , Roland 2. Nov. 2010, peripartale Asphyxie, , muskuläre Hypotonie (Statomotorik große Baustelle), ICP
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monika61
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,

hier findest Du wichtige Informationen zum Thema Erben:


Der Erbfall – Was ist zu tun?
http://bvkm.de/wp-content/uploads/2.....ohne-Beschnittzeichen.pdf

Vererben zugunsten behinderter Menschen
http://bvkm.de/wp-content/uploads/V.....ben-Stand-18-Mai-2016.pdf

Hier noch ein Urteil :
..."Haben Eltern kein Behindertentestament errichtet, fällt dem behinderten Kind
bereits nach dem Versterben des ersten Elternteils Vermögen zu, auf das der Sozialhilfeträger
Zugriff nehmen kann. Dieser Zugriff kann dadurch verhindert werden, dass das Kind die
Erbschaft innerhalb einer Frist von sechs Wochen nach Kenntnis vom Erbfall ausschlägt. Ist
für das Kind ein rechtlicher Betreuer bestellt, muss das Betreuungsgericht die Ausschlagung genehmigen.
Aufgrund der neuen BGH-Rechtsprechung steht fest, dass das Ausschlagen
einer Erbschaft durch einen behinderten Soziallleistungsbezieher nicht sittenwidrig ist
."....
http://bvkm.de/wp-content/uploads/B....._Pflichtteilsverzicht.pdf

LG
Monika
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sandraboe
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe den Link gelesen und er stellt eine plausible Erklärung dar. Ich hoffe nun, dass es wirklich nur das ist und nicht noch zusätzlich ein Geklüngel von anderer Seite.

Lieben Dank, Monika für den Hinweis.

Lieben Gruß Sandra

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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,

ich würde einfach mal das Gespräch mit dem Amtsgericht - dem zuständigen Rechtspfleger, suchen.

Es kann in der Tat am Interessenkonflitk wegen der Erbschaft liegen, ja - zumindest, was den Bereich der Vermögenssorge angeht. Sollte zB auch die Gesundheitssorge von dem Aufgabenbereich der (ehemaligen) Betreuzerin umfasst sein, dürfte es insoweit eigentlich zu keinen Änderungen in der Zuständigkeit gekommen sein.

Auch die Nachzahlung/ Rückzahlung der Betreuervergütung wird mit der Erbschaft in Zusammenhang stehen. Bei Vermögenslosen wird die Betreuervergütung aus der Staatskasse gezahlt - aber wenn Vermögen vorhanden ist, dann natürlich daraus!

Gruß,
Jörg

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sandraboe
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BeitragVerfasst am: 25.06.2017, 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jörg,

danke. Es wurde alles einem Anwalt übergeben, der sich ständig mit solchen Dingen befasst und der selbst meinte, der Brief wäre sehr merkwürdig verfasst worden.
Interessenkonflikt besteht bei beiden Erben eigentlich nicht, da sie sich super verstehen, aber von Amts Seite ist der Fall natürlich anders zu sehen.
Akteneinsicht wurde gefordert und danach muss man überlegen, wie es weitergeht. Im schlimmsten Fall wird das Haus wohl verkauft werden müssen und beide sich trennen. Dabei wollten sie einfach weiterhin zusammen unter einem Dach wohnen.

Einen schönen Tag noch.
Gruß Sandra

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