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Zwangsduschen - ja oder nein
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Elisabeth K
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Beiträge: 32
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, sondern nur die ersten und letzten, habe aber noch 2 Ideen:

Bei meiner Tochter geht duschen außerhalb von zuhause auch nicht und zwar aus folgenden Gründen:

1. Sie weiß nicht, wie sie alles richtig machen soll, wenn die Dusche nicht im heimischen Badezimmer ist. Ihr würde es helfen, wenn jemand gleichaltriges oder eine nette, sehr geduldige Betreuerin ihr genau sagen würde, was sie machen muss. Also im Zimmer: "Nimm dein Badetuch, eine frische Unterhose und dein Duschgel....."
2. Sie würde sich davor ekeln, dass in dieser Dusche ihr fremde Personen duschen. Hier würde helfen, dass jemand, dem sie vertraut mit Putzmittel und Desinfektionsmittel die Dusche unmittelbar vor ihrem Duschen reinigt.

Wenn diese großen Hürden beseitigt wären, würde eine Belohnung vielleicht helfen, die letzte kleine Hürde, es dann wirklich zu tun, zu bewältigen.

Auch könnte ich mir vorstellen, dass ein Schwimmbadbesuch (mit vorherigem Duschen) eine Lösung wäre, falls er gelegentlich schwimmen geht.

_________________
Viele Grüße

Elisabeth mit Sophie (18, AS)
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Schwimmbadbesuch geht leider nicht (mehr), da ihn daran andere zwanghafte Dinge hindern.

Das gesamte Störungsbild und die Ursachen sind sehr komplex. Mir ging es hier um eine generelle Beurteilung vom Zwangsduschen, da ich mir nicht sicher war, ob ich auf mein Bauchgefühl hören sollte. Manchmal bin ich derart angespannt, dass ich meinem Urteilsvermögen nicht mehr traue. Dank eurer Hilfe habe ich das jetzt aber Wink

Morgen werde ich in der Klinik anrufen und dann berichten.

_________________
Asperger Autistin
mit neurodiverser Familie
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AnnaLuisa
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

wir haben selbst einige Erfahrungswerte mit der KJP und insbesondere mit Zwangserkrankungen.
Mit Druck, einfach nur der Sache Willen, geht überhaupt nichts. Verstärkt das Problem meines Erachtens nur.
Wenn sich jemand völlig verweigert (Duschen und alles andere auch), dann heißt das für mich, dass sich derjenige a) unverstanden fühlt und b) auch (noch) nicht versteht, warum gerade Therapie angesagt ist (zB weil das Zusammenleben zu Hause so nicht fortzuführen ist). Aber wo soll die Bereitschaft und die Kraft herkommen, sich auf subjektive schreckliche Situationen einzulassen, ohne das ein bisschen Verständnis vorliegt.
Und wenn Verständnis auf emotionaler Eben (noch) nicht geschaffen werden kann, können logische Konsequenz helfen. Logische Konsequenz wäre für mich kein Kontaktverbot. Das verstärkt mE das Unverständnis und die Wut. Aber eine logische Folge ist: Verweigerung der Therapien verzögert die Entlassung.
Bei uns hat es damals über 6 Wochen gedauert, bis unser Kind wieder mit uns gesprochen und an Familiengesprächen teilgenommen hat. Bis dahin gab es nach der Einweisung (gegen den Willen) die komplette Verweigerung uns gegenüber. Und auch zum ersten gemeinsamen Gespräch wurde sie "geschoben", weil kein eigener Schritt gemacht wurde. Aber es war nur noch ein sanftes Schieben nötig, denn inzwischen war eine gewisse Einsicht da und V.a. der Wille endlich wieder Kontakt haben zu wollen. Aber die eigene Maske dann Fallen zu lassen, ist halt ein großer Schritt und sanfter Druck sehr hilfreich Smile Bis dahin waren Geduld und Einfühlungsvermögen von Nöten.

Aber auch nach der Klinik gab es eine Art Rückfall-Phase, die erneut solche Ausmaße annahm, dass wir über eine erneute Einweisung ernsthaft nachgedacht haben. Das haben wir auch genauso kommuniziert. Die Folge war ein echtes Bemühen sich mit der Problematik auseinanderzusetzen. Hier ging es allerdings ganz klar um Eigengefährdung, dem Betroffenen sicherlich einfacher zu "erklären".


So ein Klinikaufenthalt kann ein neuer Anfang sein. Auch für die Eltern und dem eigenen Umgang mit den Erkrankungen des Kindes. Ich wünsch dir, dass du trotz der belastenden Situation die Zeit nutzen kannst um Kraft zu tanken und um vielleicht neue Ansätze für die Zeit nach der Klinik zu finden.

LG,
AL
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Bettina C.
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Beiträge: 1071

BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

ich bin echt schockiert, dass Du solchen Gedanken fremder Leute überhaupt folgst. Wenn Du da mitmachst, wirst Du deinen Sohn verlieren, weil er das Vertrauen zu Dir verlieren wird. Er hat ja schon genug Probleme. Er braucht etwas ganz anderes als Zwangsmaßnahmen. Zudem ist er in der Pubertät, und muss sich völlig erniedrigen lassen, weil sie ihn ja auch nackt sehen. FURCHTBAR !!! Mein Sohn ist wochenlang in der Schule nicht zur Toilette gegangen, wei man sie NICHT ABSCHLIEßEN KANN. Deshalb setze ich ihn doch nicht unter Druck. Es gibt immer Alternativen, wie hier auch schon einige genannt worden sind.
Hol ihn da raus, und sei für ihn da ! Hol dir Hilfe !

Bettina

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Betty, Asperger - Autistin & B., *2005, HFA F.84.0,Teilleistungsstörung/Koordination, Einschränkung der Visuomotorik, Dysdiadochokinese, stark eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis. Und das tollste Kind Smile
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RolliTanteSilvi
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BeitragVerfasst am: 09.06.2017, 06:56    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Michaela,

die Situation du beschreibst ist nicht tragbar - das grenzt an Körperverletzung und spricht nicht gerade für das professionelle Verhalten / Vorgehen des Personals der Einrichtung.

Klar ist die Geruchsbelästigung nicht angehm aber er verletzt damit niemanden -Zwangsduschen NIEMALS!!!

Schau mal ob das die Lösung wäre - Trocken-Duschgel - https://www.bike24.de/p177917.html

ich hab nicht alle Beiträge gelesen - hoffe ihr findet eine Lösung für die Situation die längerfristig positive Eindrücke für deinen Sohn vermittelt.

LG Silvi

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Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung)
" Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas bauen". (Erich Kästner)
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YvonneE
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BeitragVerfasst am: 09.06.2017, 07:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich schick dir ein dickes Kraftpaket! Kann dir leider nicht helfen, für mich war's schon furchtbar mein brüllendes Kleinkind zu duschen wenn es zu vollgek....war als das man das hätte dulden können. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie das mit einem pubertierenden großen Kind ist.

Alles liebe
Yvonne

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Lara (11.01.2008), Schwere Peripartale Asphyxie, schwere ICP, kaum Kopf- Rumpfkontrolle, kein Saug- Schluckreflex (PEG), fehlende Primitivreflexe, Tracheostoma
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Michaela W.
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BeitragVerfasst am: 09.06.2017, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,
schon alleine das Wort Zwangsduschen verursacht bei mir Gänsehaut. So gut ich die Mitmenschen die sich durch den Geruch belästigt fühlen, verstehen kann, aber es muss eine andere Lösung gefunden werden.
Würde Dein Sohn denn zulassen, wenn er einfach nur so mit einem Waschlappen gewaschen wird? Oder auch die Idee von Silvi finde ich gut, mit dem Trocken-Duschgel. Vieleicht wäre das ja ne Lösung.

Ich wünsche Euch alles Liebe
Michaela

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Michaela (48) / Kevin (26): Ein Fall für Dr. House. Unklare Genese (derzeit ausdiagnostiziert) mit beinbetonter Spastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt seit 2010), Bluthochdruck, hoher Puls, vergrößerte Leber+Milz, Asthma
Teilzeitrollstuhlfahrer
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 09.06.2017, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

ER HAT GEDUSCHT!!!!!! UND GEGESSEN!!!!!! UND SPIELT GERADE BILLIARD MIT EINEM ANDEREN JUNGEN!!!!!!

Ich bin ja so erleichtert. Zumal das Gespräch mit der Klinik heut vormittag nicht so gut lief.

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mit neurodiverser Familie
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GabySP
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BeitragVerfasst am: 09.06.2017, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

das ist doch mal eine gute Nachricht. Was hat deinen Sohn denn zu diesem Sinneswandel bewogen?

LG Gaby

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Annika1
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Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 09.06.2017, 13:24    Titel: Antworten mit Zitat

- Wie schön! Und wie erleichternd für Dich! Drücke die Daumen, dass es weiter so läuft…
Annika
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