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Zwangsduschen - ja oder nein
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sigried
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 13:31    Titel: Re: Zwangsduschen - ja oder nein Antworten mit Zitat

Michaela44 hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

Das Problem ist, er verweigert sich, auch zum Beispiel die Körperhygiene. Nun soll er nächsten Mittwoch, wenn er bis dahin nicht geduscht hat, zwangsgeduscht werden, also mit Einsatz mehrerer Männer und körperlicher Gewalt. Sein letztes Duschen (noch Zuhause ) wäre dann 3 Wochen her.
Michaela


Hallo Michaela,
Das kenne ich und besonders schwierig wird es, wenn es ums Haare waschen geht . Zuhause lass ich ihm die Freiheit sich zu waschen wie er möchte und wenn er gut drauf ist, benützt er auch mal die Dusche. So ein Duschritual oder besser Duschversuch kann bis zu einer Std dauern. Ich darf ihn dabei nicht stören, weil dann sofort abbrechen würde.
Leider geht das in der Einrichtung nicht. Dort muss er 2 mal die Woche vor dem Zubettgehen duschen. Wenn er es verweigert wird er in einen fahrbaren mit Fixiergurten versehenen Duschstuhl gesetzt und sanft geduscht . Das ist unschön aber immer noch besser als ihn mit körperlicher Gewalt in die Dusch zu schleppen, dort festzuhalten und ihn abzuspritzen was ihn nicht nur Panik versetzt, sondern auch die schon schwierige Beziehung zu den Betreuern zerstören und zu einer Spirale von Gewalt ausarten könnte. Wichtig ist dabei ihn ausserhalb der Dusche in den Stuhl zusetzen und die Fixierung möglichst sanft aber derart eng und umfassend angelegt wird, dass er sich nicht aufdrehen kann und er erst in die Dusche gefahren wird, wenn er sich beruhigt hat.
sigried

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Sigried mit Peter, high functional Autist 1996, bipolare Störungen und ADHS.
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sigried,

in dem Moment, wo ein Pfleger in anfassen und versuchen würde, ihn in einen Duschstuhl zu setzen und gar ihn zu fixieren, würde er durchdrehen und sich mit aller ihm zur Verfügung stehenden körperlichen Kraft dagegen wehren und umsich schlagen, treten, etc.. Hierfür wären mindestens vier sehr kräftige Pfleger notwendig, wenn das überhaupt reicht. Das ginge bei ihm nur mit körperlicher Gewalt. Er würde sich auch nicht beruhigen, das würde Stunden bis zur absoluten Erschöpfung dauern.

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Asperger Autistin
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rena,

sie erkennen die Diagnose schon an. Ich habe allerdings das Gefühl, dass die Ärzte Autismus nur aus der "Draußenansicht" verstehen und die "Innenansicht" nicht. Dies habe ich bisher auch nur bei Psychologen erlebt und die sind in der Klinik noch nicht mit im Boot, aber das habe ich in meiner Email angeregt.

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Asperger Autistin
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konik
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ,

Als Erstes , natürlich können Zwänge chronisch werden! Leider aber im Autismus Bereich oft weil eben davor null drauf eingegangen wurde! Der Autist nur ständig gefordert wird eben keine Entlastung hat! Wie ist sehr individuell. Keine SB , keine Nachteilsausgleiche , keine Rücksicht draußen . Kommt dann zu Hause auch noch Anforderung streicht das Gehirn, dann ist keine Energie mehr da zu duschen, reden , machen.....dann muss es irgendwo raus und das oft in Zwängen....

Wenn dein Sohn zu Hause sich so in den Zwängen befunden hat , gehe ich davon aus das er völlig überfordert ist! Hilfeschrei an dich!
Natürlich sag ich das nicht so , sondern aus meiner Erfahrung als Mutter von Autisten mit Zwängen . Wann immer Stress , Druck , unverarbeitete Probleme da sind werden die Zwänge mehr!!!
Klinik ist leider ganz schwierig in der Autismus Kombi , ich weiß nur zu gut wie schnell dann dazu geraten wird!!!!
Runter fahren der Anforderungen hilft bei uns!!!!!
Das aber nur für dich und die Situation zu Hause.

Was die Klinik betrifft :

Es scheint mir , das sie wenig Erfahrung haben mit Autismus oder aus Autisten meinen Nicht - Autisten machen zu müssen. Besser gesagt ihn so anzupassen das es keiner merkt! Hier sollte man was Neues machen, wie einfach sagen: du willst nicht duschen , okay dann mach das , wenn es dich nicht stört bitte."
Zwänge gehören zum Autismus , mehr Zwänge leider oft wenn nicht geholfen wird . Das ein KJP sowas vorschlägt finde ich unfassbar. Autisten können sehr hartnäckig sein , denen ist die Konsequenz völlig schnuppe weswegen genau da eine Veränderung her muss.
.

Er bloggt Alles wiso nur ?
Weil keiner seine Not sieht.
Ich würde , das Kind da raus holen und ihm zeigen das er sich immer auf dich verlassen kann.

Natürlich sieht er in dir die Schuldige , er braucht deine Hilfe . Du bist die Bezugsperson und wenn er sich da nicht verstanden fühlt bricht Alles zusammen.
Die Frage ist ja wie viel wird denn auf seine Besonderheiten eingegangen? Hört er nur immer : " du musst das machen , du musst das lernen , du musst selbständig sein , man soll das doch nicht merken , wie viel wird es vom Umfeld ignoriert .." eingehen auf den Autismus heißt Hilfe für den Autisten!! Nicht nachgeben , sich bequatschen lassen ... ich sag es mal deutlich : die Haltung zu dieser Behinderung ist entscheidend! Wenn man versucht es weg zu drücken , so normal wie möglich sein zu müssen geht es schief.

Ich möchte dir in keiner Weise was Böses , aber das ist meine Erfahrung. Ich finde wichtig , das man drauf eingeht und oft muss ein Autist auch wenn er nicht so wirkt! Erst etwas lernen, fühlen können , verstehen ....

Ich wünsch deinem Sohn Hilfe in seiner Verzweiflung .
Dir wünsche ich ein Umfeld das hilft , der Familie gute Autismus Therapie denn dir hilft Allen.

LG

Konik
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Konik,

ich bin ganz bei Dir und weiß, was Du meinst. Bei uns ist es aber nicht so, wie bei Dir geschildert. So war es vor unserer (!) Diagnose und bevor ich mich damit auskannte. Das kannst Du nicht wissen, denn so viel habe ich hier noch nicht über unsere Familie geschrieben.

Es ist nicht seine erste Krise dieser Art, die zuvor habe ich geschafft, aber ich habe schlichtweg keine Kraft mehr, ihn da selbst herauszuholen. Zumal die akuten Auslöser immer niederschwelliger werden und mittlerweile den unvermeidbaren alltäglichen Bereich betreffen.

Ich stehe voll und ganz hinter den autistischen Besonderheiten, aber wir haben einen Punkt erreicht, wo ein Zusammenleben ohne stationäre Hilfe nicht möglich ist. Leider.

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Asperger Autistin
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rena99
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Konik,

vieles von dem, was du schreibst, kann ich so stehen lassen, manches aber auch nicht.

Konik hat folgendes geschrieben:
Zwänge gehören zum Autismus

Das ist so nicht richtig. Zum Autismus gehören beruhigende Wiederholungshandlungen, die den Betroffenen selbst gar nicht stören (Stimming). Zum Autismus gehören nicht echte Zwangshandlungen, die den Betroffenen selbst sehr stören und belasten.

Für beide Arten gilt, dass sie unter Stress, und den haben Autisten ja oft, deutlich stärker werden. Insofern ist es in der Tat für Autisten eine sehr gute Strategie, ein Stressmanagement an den Gang zu bekommen, das Druck herausnimmt. Und es ist auch gut, bei einem unvermeidbaren Klinikaufenthalt ein Setting zu finden, was auf die autistischen Besonderheiten Rücksicht nimmt.

Es gibt aber bei echten Zwangserkrankungen (und die können eben auch zusäztlich zum Autismus vorkommen) ein Stadium oder eine Ausprägung, da geht es ohne stationäre Hilfe einfach nicht mehr.

Weil das für die Eltern auch eine sehr belastende Situation ist (das eigene Kind in Panik und man muss sich von ihm trennen), ist es so wichtig, auch als Eltern therapeutische Begleitung zu haben, so dass die Situation für alle zum Besseren gewendet werden kann.

Michaela, wir haben das alles "durch", ich mag mich an die Zeit echt nur mit Schrecken erinnern. Zum Trost: es hat sich tatsächlich sehr zum Guten entwickelt und wenn ich mein Kind heute sehe, weiß ich, dass es richtig war.

LG und viel Kraft
Rena

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Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, nachfolgend Zwangsstörung)
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sophied
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Also ich habe selbst früher in der Psychiatrie gearbeitet (Alkohol- und Drogen Entzugsstation), zum Teil haben wir auch viel mit der KJP zusammengearbeitet. Es wurde wirklich viel mit Gewalt und Fixirung gearbeitet aber da musste Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegen. (Ja, nicht Duschen kann Selbstgefährdung sein, aber noch nicht jetzt). Und vorher bitte alles andere ausprobieren. Das müsste aber das Personal auf der KJP wissen.

Dort hatten wir auch genug Patienten die nicht duschen wollten und auch schon gestunken. Ja für die Umwelt sehr unangenehm, aber der Patient hat ja immer einen Grund und den muss man herausfinden und am Besten zusammen mit dem Patienten eine Lösung finden.

Auch ein 16 Jähriger Autist ist dazu in der Lage. Und wie ich es ja schon gelesen habe, gibt ihr Sohn ja an, dass er den "Duschraum" nicht mag. Auch seine "Anforderungen " an den Raum hat er ja gut äußern können.
Ich finde es sollten sich alle zusammensetzten und mit ihm besprechen was eine Lösung wäre. Meine Ideen:
- Er darf deie Tageszeit aussuchen (klingt Banal, aber leider oft Alltag dass dies vorgegeben wird)
- Mag er eventuell nur Katzenwäsche am Waschbecken?
- Ist eventuell das Stationsbad größer? Gefällt es ihm Besser? Hat er es schon sehen dürfen?
- Vielleicht möchte er lieber in die Badewanne? Hat jede Station!
- Gibt es in der Klinik ein Schwimmbecken und möchte er vielleicht schwimmen gehen? (Eventuell auch nur Therapiebecken, aber das reicht auch)
- Könnte er es sich vorstellen, bei einem Verwandten in der Nähe duschen? Wenn nicht bei dir?

Ich hätte noch Sooo viele Ideen, wenn du magst schreibe ich dir per PN noch Ideen was dann bei unseren Patienten klappte.


Und ich habe noch gelesen, dass er auch Essen verweigert. Da muss meiner Meinung nach auch eine gemeinsame Lösung gefunden werden.

Ich habe selbst im Februar das KH-Essen verweigert. Naja, die Ätztin verweigerte mir Vegane Kost. Ich daraufhin das Essen, aber komplett, auch den einen Apfel, der am Tablet lag) 2 Tage später, ein anderer Arzt, der hat mich gefragt warum ich nichts esse. Ich erzählte es und er hat das Essen umgeschrieben und ich hab gegessen.

Ich hoffe ihr findet eine Gewaltfreie Lösung
Liebe Grüße Sophied

_________________
Epilepsie (myoklonische, einfach fokale und nächtliche motorische); Still Syndrom (mit neurologischen Komplikationen - Polyneuropathie, Tetraparese, neuerogene Blase und Atemmuskelschwäche); zentrales Schlafapnoesyndrom; Sehschwäche (Virus cc. 0,2), Chrushing-Syndrom, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten
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konik
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 20:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sophied ,

Vielen Dank für deinen Text !

Deine Achtung des Menschen was aus dem Text klar hervor geht , finde ich wunderbar!!!!
Selbstverständlich für alle Menschen !
Nicht nur für Autisten!

Diese Auffassung ist aber Arbeit , kostet Zeit und man muss es wollen.
Leider ist das in vielen Kliniken unmöglich aus den unterschiedlichsten Punkten. Sehr traurig .
Meine Erfahrung ist gerade in dem Bereich der KJP /Psychiatrie schlecht. Wenn man da nicht hinterher ist läuft dort nichts.
Ich begleite immer wieder mal Jugendliche junge Erwachsene Autisten , habe unter schiedliche Häusern kennengelernt , schwierig.
Da wird so sehr auf Stationär bestanden und dann läuft kaum was. Da wird viel Zeit abgesessen , vor allem Medikamente gegeben , aber wirklich dran gearbeitet , geschaut wie eine Person für sich individuell neue Wege gehen kann , kaum. In der Regel 1 bis 2 mal pro Woche Einzel . Das kann man auch ambulant machen . Immer aber soll das Gruppending gemacht werden , sozial muss der Patient werden.

Rena99

Der Übergang ist oft fliesend und da leider sehr viele Autisten viele neg. Erfahrungen gesammelt haben in ihrem Leben , schwappt es gerne in ausgeprägte Zwänge über.
Denn SICHERHEIT ist eines der wichtigsten Dinge bei Autismus.
Da nimmt man lieber nervige Zwänge in Kauf anstatt Unsicherheit zu spüren.
Das sind dann störende Zwänge . Das kann dann Ruck zuck so laufen das man 2 Stunden zum aufstehen braucht , oder 100 mal das gleiche macht.
Das kann aber nur ein Psychiater , möglichst in Verbindung mit einem Autismus Therapeuten die die betreffende Person
kennt rausfinden , zumindest macht das in meinen Augen den größten Sinn .
Die typische Behandlung bei Zwängen , nämlich nicht mit zu gehen, nicht etwas zu wiederholen und zu unterbrechen kann bei, einem Autisten auch richtig in die Hose gehen.
Ich bin eigentlich der Meinung das unsere beide Ansicht richtig ist weil eben die Abrenzung , woher es kommt ec extrem schwierig ist.
Natürlich kann auch ein Autist eine isolierte Zwangs\Angsterkrankung entwickeln.
Wo,dann anderes Vorgehen richtig ist.

Es gibt aber eben wie immer auch in der Medizin unterschiedliche Herangehensweisen. Ich würde bei einem Autisten immer als erstes das Umfeld anschauen , würde mit im in Kontakt gehen was eigentlich immer dann geht wenn man sich die Mühe macht seine Seite zu verstehen. Ob über Sprache , GUK , Talker oder was auch immer.

Das Eltern /Angehörige nicht mehr können , da stimme ich dir zu . Aber nicht zuletzt weil diese auch oft vom Umfeld meist viel Druck bekommen und stationär gewünscht wird und als alleinige Möglichkeit aufgezeigt wird.

Jeder hat seine Erfahrung , seine Einstellung die gerade im Autismus Bereich viel ausmacht im Umgang mit ihm!

Hier geht es darum zu hören was andere erlebt haben und man bildet sich aus der Vielfalt seine Meinung.
Dann geht man seinen Weg .

LG

Konik
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konik
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Michaela ,

Klar kann ich das nicht wissen. Alles was ich sage soll nur der Selbstreflektion dienen.


Leider habe ich schon so oft mitbekommen wie gerade Hochfunktionale Autisten überfordert werden. Wie oft sie mit aller Macht sich selbst auferlegen zu funktionieren und ihre Bedürfnisse ec außer Acht lassen. Das geht oft einige Zeit gut bis dann irgendwann der Zusammenbruch kommt .
So viele junge Erwachsene Autisten haben komorbiede Krankheiten . Ich bin nach so vielen Jahren sicher das es oft daran liegt . Nur dann ist es zu spät. Dann sind sie da. Man muss viel aufwenden um es wieder rückgängig zu machen wenn es überhaupt geht.
Ob das dann daran lag , Das das Umfeld der Meinung war er kann doch Alles , Ämter keine Hilfen bewilligen, Schulen der Meinung sind alles Quatsch , oder das Zwischenmenschliche schlicht nicht passt.
Ich möchte zum nachdenken anregen :
Weißt du , du sagst dein Sohn gibt dir die Schuld. Warum?
Was fürt zu Aggression ? Auslöser , Vorboten
Was möchte dein Sohn?
Wo könnt ihr zusammen kommen miteinander reden?
Wo hat er Hilfe die ihm was bringt ?
Mit was seiner Meinung nach geht es ihm gut?

Manchmal scheinen Situationen verfahren , es gibt viele Verletzungen .
Das macht es oft schwierig.


Zwang und Gewalt lösen niemal etwas gut.

Ich wünsche euch Beiden Alles , Alles Gute und das der Weg gut und richtig ist.

LG

Konik
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rena99
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BeitragVerfasst am: 08.06.2017, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Konik hat folgendes geschrieben:
Jeder hat seine Erfahrung , seine Einstellung die gerade im Autismus Bereich viel ausmacht im Umgang mit ihm!

Hier geht es darum zu hören was andere erlebt haben und man bildet sich aus der Vielfalt seine Meinung.
Dann geht man seinen Weg .


Da bin ich absolut bei dir, da lebt ein Forum ja auch davon. Ich hatte nur den Eindruck, dass in diesem Thread viele Michaela Druck machen zu einem Zeitpunkt, wo sie ja deutlich machen konnte, dass es eben zu Hause/ambulant nicht mehr geht und zwar aus ihrer Sicht und nicht verordnet.

Für jugendliche Autisten, gerade wenn sie im normalen oder auch höheren IQ-Bereich liegen ist es aus meiner Sicht sehr wichtig, dass sie lernen, was sie sich selbst zumuten können, was sie überfordert, wo vielleicht sie aber auch eine Überforderung in Kauf nehmen und sich später eine Auszeit zur Erholung gönnen. Und ganz wichtig: dass sie lernen, dass sie genau so richtig sind, wie sie sind.

Eine bestehende schwere Zwangserkrankung im ambulanten Setting hinzubekommen ist eine ernorme Herausforderung. Wir haben das nicht geschafft, und es war für mich eine enorme Erleichterung, dass ich einfach wieder liebende Mutter sein konnte und eine Weile nicht mehr Zwangsmangerin sein musste. Vielleicht haben wir einfach nur Glück gehabt, kann sein, aber ich werde niemandem Vorwürfe machen, der diesen Weg geht. Danach konnten wir beide neu anfangen.

Wobei ich ja weiter oben geschrieben habe, dass ich mir jede Einrichtung sehr genau anschauen und auch alles hinterfragen würde. Und ich insbesondere bei der Ausgangsfrage auch nicht sehe, dass das besonders förderlich wäre.

LG
Rena

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