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Schmerzempfindlichkeit

 
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Andrea mit Roman
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Anmeldedatum: 30.08.2006
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Wohnort: Schweiz, über dem Bodensee

BeitragVerfasst am: 19.05.2017, 08:06    Titel: Schmerzempfindlichkeit Antworten mit Zitat

Hallo
Zeigen eure Kinder normale Schmerzempfindlichkeit?
Wenn Roman sich im Alltag verletzt, reagiert er „ normal“.
Aber schon öfters, wie auch jetzt beim gebrochenen udn eingeklemmten Finger mit blauem Nagel - ist es vorgekommen, dass er kaum reagiert hat auf Sachen die uns sehr Wehtun: der eingeklemmte Finge mit Knochenbruch, da hat er nur kurz geweint in der Schule und mir zu Hause nichts gesagt, ich habs per Zufall gesehen wie blau der Nagel und geschwollen der Finger war, dann sind wir ins Krankenhaus zum Röntgen.
Auch hatte er schon Mittelohrentzündung, Umlauf (Eiterbildung) am Finger und Hüftschnupfen (Wasseransammlung im Gelenk) alles Sachen die uns oder bei seinem Bruder immer sehr schmerzhaft waren. Aber Roman hat kaum etwas gesagt.

_________________
viele Grüsse aus der Schweiz
Andrea mit Sonnenschein Roman 5/2000, Trisomie 21 (Down-Syndrom) Innenohrschwerhörigkeit (Hörgeräte erst seit 2008),Visusminderung, schwerer geistiger Behinderung,Hypotonie und schwerer Sprechdyspraxie. Er verständigt sich mit Gebärden, Worten und elektr. Kommunikationshilfe
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Andrea35
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BeitragVerfasst am: 19.05.2017, 08:43    Titel: Antworten mit Zitat

hallo!

ich habe 2 Söhne, die kaum Schmerzempfinden zeigen - mein Mittlerer - er wird bald 16 hatte bereits einen doppelten Armbruch, Nierenbeckenentzündung und einen Blinddarm knapp vor Durchbrauch, bei allen 3 Sachen sind wir mehr oder minder durch Zufall bzw. mit Hilfe eines guten Hausarztes drauf gekommen. Er meint immer nur, es tut ein bißchen weh.

Der Jüngste ist 11 und kann nicht sprechen, er kam zum Beispiel vor einer Woche mit einer üblen Bissverletzung von der Schule heim, die Lehrerin hat gemeint, er hat nicht mal geweint. Auch Blut abnehmen, gebrochene Zehe und so gehen ohne Weinen oder jammern. Er reagiert wirklich nur bei stärksten Schmerzen wie zum Beispiel bei der Hüftluxation.

lg
Andrea

_________________
Markus (8/99) Mutismus; Christian (7/01), AVWS; David (3/06) - Hydrocephalus internus ohne Shunt, z. n. Asphyxie, schwere Entwicklungsverzögerung, ICP, Kiss-Sydnrom, ausgeprägte muskuläre Hypotonie, Balkenhypoplasie - septooptische Dysplasie, Epilepsie, PEG-versorgt seit 3/09, sehr sehr seltener Gendefekt
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Marina H
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Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 19.05.2017, 09:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.
Meine Mittlere hat auch ein geringes Schmerzempfinden.
Wo meine anderen vor Schmerzen weinen und schreien würden, sagt sie nur ganz ruhig das es ein bisschen weh tut.
Sprungbeinbruch, Lungenentzündung, Bänderriss, Nierenbeckenentzündung,...
Für solche Sachen braucht man einen guten, verständnisvollen Arzt der sich Zeit nimmt und auf die kleinsten Anzeichen achtet.

_________________
Kind 1 03.07 gesund
Kind 2 04.08 Pseudo-Lennox-Syndrom, selektiver Mutismus und ADS
Kind 3 12.11 Partialepilepsie, 03.16 Fensterung Arachnoidalzyste, 06.16 subdurales Hygrom ->Shunt
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IlonaN
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Beiträge: 1402
Wohnort: Land Brandenburg

BeitragVerfasst am: 19.05.2017, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Andrea,
auch bei meinen Kindern gibt es so einige die kein oder ein gestörtes Schmerzempfinden gepaart auch mit einem paradoxem Warm-Kalt-Empfinden haben. mein jüngster z.B.(wird im August 3 Jahre) haut sich selbst den Kopf an die wand ohne einen Schmerzausruf/ schaut ruhig beim eigenen Impfen zu und find das noch interessant um anderseits höllisch nach Hilfe zu schreien wenn wir ihn z.B. an die Hand nehmen um ihn aus einen Gefahrenbereich zu bringen.
ebenso meine Autistin und mein FASD Junge.

_________________
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern
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sophied
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BeitragVerfasst am: 19.05.2017, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Das kenn ich von mir selbst auch. Schmerzen werden relativ spät als "Schmerz" erkannt, so dass ich etwas sage. Davor kommt es mir ewig wie ein kleines zucken,... vor. Hab aber nur eine körperliche Einschränkung.

Einerseits liegt es zumindest bei mir daran, dass ich ab dem Bauchnabel eine Sensibilitätsstörrung habe (So wie ein Querschnittssyndrom) und Paukenröhrchen (Bei Mittelohrentzündungen fließt das Eiter einfach ab). Andererseits habe ich mich an Dauerschmerzen gewöhnt (Durch das Rheuma und wirklich viele Unfälle - und das können schlimmere Schmerzen als Brüche oder Entzündungen sein) und dann muss man sagen, dass eine Impfung oder Blutabnahme eigentlich wirklich nicht weh tut, die meisten Kinder aber Angst haben. Das kann natürlich durch den Gewöhnungseffekt von Arztbesuchen wegfallen.

Aber wie schon einige richtig schrieben. Ganz wichtig ist da ein Hausarzt, der einen gut kennt und dir gewisse Dinge ansieht. Wenn ich Fieber habe, wird alles angeschaut (Ohren, Hals, Lunge, Harn, Blut,...) bis was gefunden wird. Bei Hämatomen oder leichten schmerzen nach Stürtzen werde ich meist zum Röntgen oder Ultraschall geschickt. Und so schaut er auch jedes mal wenn ich Rezepte abhole kurz drüber, ob ihm was auffällt.

Ich war zum Beispiel heute bei ihm, er fragte, warum ich im Rollstuhl schief sitze. Ich erklärte ihm, dass mein Rücken etwas zwickt. Naja, heimgegangen mit Antibiotika wegen erneuter Nierenentzündung.

Ansonsten bin ich schon 4 Stunden seelenruhig in der Notaufnahme mit luxierter Schulter gesessen, der Arzt sah es erst am Röntgen und meinte, das nächste mal soll ich bitte gleich sagen, dass die Schulter luxiert ist, da braucht er ja kein Röntgen vorher und ich muss nicht so lange warten.
Nierenentzündungen habe ich 2-5 im Jahr, Brüche bemerke ich auch oft spät und nach einer Fuß-OP bin ich 3 Stunden später wieder herumgegangen.

Liebe Grüße Sophied

_________________
Epilepsie (myoklonische, einfach fokale und nächtliche motorische); Still Syndrom (mit neurologischen Komplikationen - Polyneuropathie, Tetraparese, neuerogene Blase und Atemmuskelschwäche); zentrales Schlafapnoesyndrom; Sehschwäche (Virus cc. 0,2), Chrushing-Syndrom, zahlreiche Allergien und andere Kleinigkeiten
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 19.05.2017, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Mein gehörloser Sohn hat auch eine sehr hohe Schmerzschwelle - KEIN Schmerzempfinden würde ich es nicht nennen. Es fällt bei uns nur auf weil sein älterer Bruder im Gegensatz dazu extrem schmerzempfindlich ist. Da muss ich ständig wegen nicht sichtbarer "Verwundungen" trösten und Pflaster wo raufkleben, wo ich nicht mal was sehe. Beim jüngeren Sohn bemerke ich selbst ein aufgeschlagenes Knie nur, wenn ich das Blut rinnen sehe Razz . Und selbst wenn er sich so weh tut, dass er wirklich weint, dauert das nie lange.

Ich selbst (bis auf kleine "Baustellen" gesund) kenne beides: als Kind war ich extrem schmerzempfindlich (damals hieß das "wehleidig") und jetzt, als Erwachsene, dürfte ich offenbar ganz viel verdrängen. Hämadone oder blutende kleinere Wunden merke ich meistens erst, wenn ich sie sehe, Kopf-, Bauch- oder Zahnschmerzen erst, wenn sie wirklich sehr intensiv sind.

Nur als mir mein gehörloser, autistischer Sohn im Schlaf unabsichtlich ins Auge geschlagen hat, und ich eine großflächige Hornhautabschürfung hatte, war das EXTREM schmerzhaft.

_________________
HB-Bub, 2010, Plaudertasche + Leseratte
Dickschädel vom anderen Stern , 2012, gehörlos, Autist
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michie
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BeitragVerfasst am: 20.05.2017, 01:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ist das ähnlich.

Der kleine Prinz sagt zwar schon immer "aua", wenn er sich wehgetan hat, und auch wo es ihm weh tut, aber ich glaube, die Intensität seiner Schmerzen kommuniziert er nicht. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass das gar nicht bedeuten muss, dass er nicht den selben intensiven Schmerz spürt, sondern eher, dass er es nicht so mitteilt, wie man es erwarten würde.

Wenn ich sehe, dass er sich beim Herumtollen verletzt hat - was überaus selten vorkommt, weil er motorisch zwar sehr mutig, aber auch sehr vorsichtig ist - dann tröste ich ihn erst, und dann drücke ich sämtliche Körperstellen vorsichtig ab um zu sehen, ob es ihm wo weh tut. Bei innerlichen Sachen geht das natürlich nicht, da muss man wirklich einen guten Arzt suchen und selbst wahrscheinlich sehr hellhörig sein...

_________________
michie mit kleinem prinzen (11/2012; ASS) und kleiner fee (02/2015)
Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic122077.html
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Callalina
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BeitragVerfasst am: 20.05.2017, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andrea,
unsere Maus war auch Schmerzresistent. Weinte nur wenn sie Blut sah. Sie hatte eine Atlasblockade und seitdem das behandelt wurde ist das Empfinden vorhanden. Bin froh, weil sie dadurch auch keine Gefahren kannte. Jetzt wo sie den Schmerz spürt ist das viel besser geworden.
LG Callalina

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7/12, Sonnenschein mit Kiss-Kidd Syndrom und Deletion 2p25.3
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FranziF
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Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 21.05.2017, 09:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also ich würde das bei mir unter Wahrnehmungsstörung
verbuchen (hab ja auch AVWS und meiner Meinung nach
auch ne visuelle Wahrnehmungsstörung).
hab va als Kind sehr unterschiedlich reagiert, manche
Schmerzen fand ich ganz schlimm, andere (die meisten)
hab ich nur wenig gespürt, beispielsweise ein gebrochener
Mittelfuß (bin damit noch wochenlang rumgelaufen), eine
eitrige Mittelohrentzündung (der Kinderarzt war schockiert,
dass mich die MOE kaum zu stören schien) oder auch
Gehörgangsentzündungen.
Hals bzw Kopfweh hatte ich das erste mal mit 14 bzw 16 Rolling Eyes
Für sehr empfindlich fehlt mir gerade ein Beispiel, war aber
immer seeehr vorsichtig, um mich auf keinen Fall zu verletzen...
also irgendwas schien mich doch zu stören an Schmerzen Laughing

Liebe Grüße

_________________
Ich (1996)
Ehlers Danlos Syndrom, Myasthenia Gravis (IIb), Allergien & UV, versch. Augenerkrankungen, Hashimoto, AVWS
siehe meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120256.html
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Andrea mit Roman
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BeitragVerfasst am: 23.05.2017, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

hallo
danke für Eure Rückmeldungen.
Für uns heisst es einfach auch wieder einmal mehr, immer wieder bei der Körperpflege Romans ganzen Körper gut anzuschauen. Und im Zweifelsfalle lieber einmal mehr zum Arzt.

_________________
viele Grüsse aus der Schweiz
Andrea mit Sonnenschein Roman 5/2000, Trisomie 21 (Down-Syndrom) Innenohrschwerhörigkeit (Hörgeräte erst seit 2008),Visusminderung, schwerer geistiger Behinderung,Hypotonie und schwerer Sprechdyspraxie. Er verständigt sich mit Gebärden, Worten und elektr. Kommunikationshilfe
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