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Rückstufung von Pflegegrad nach Schlaganfall möglich?
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christineee
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 11:23    Titel: Rückstufung von Pflegegrad nach Schlaganfall möglich? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

meine Frage lautet:

Im Sommer 2016 wurde nach einem Schlaganfall Pfelegestufe 2 festgelegt (jetzt Pflegegrad 3 )und im MDK Gutachten eine erneute Begutachtung für 2017 festgelegt.
Meine Frage ; darf eine Begutachtung im Sommer 2017 erfolgen und wenn ja , kann man in 2 oder 1 zurückgestuft werden oder behält man die 3. Denn Pflege ist noch absolut notwendig. Seid letztem Sommer etwas besser - aber ohne Pflege geht gar nichts.
Behindertenausweis mit 100 %, B und aG.
Würde mich über Antworten freuen, damit ich absolut Bescheid weiss.

Christineee
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Kommt auf den wortlaut im Bescheid an:

Steht dort: "die Pflegestufe ist befristet bis..."

Oder steht im Gutachten: "eine Wiederbegutachtung wird empfohlen..."
?

Sollte im Bescheid(!) eine Befristung stehen ist das unschön. Dann greift der Bestandschutz scheinbar nicht. Es darf dann neu begutachtet werden und auch runtergestuft werden, mit der Kosequenz das es dann auch nur Geld für zB den PG 1 gibt

Sollte im Gutachten eine Empfehlung stehen, wird vermutlich nicht nachgeprüft bis Ende 2018 und ihr habt einen lebenslangen Bestandschutz. Dh auch wenn das neue Gutachten ergibt das in PG1 ausrechend ist, bekommt ihr weiter Geld für PG3.

Es darf dann entweder nur höher gehen in PG 4-5 oder der PG fällt ganz weg

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Sohn (12) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
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christineee
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ok - DANKE !!!
Dass ist gut zu wissen.
Aber warum wird dann überhaupt geprüft , wenn man nicht rausfallen kann ???
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vermute das man nach und nach runterstufen wird.

Von PG 3 auf gar nichts ist der Weg länger, als wenn man von PG 3 in PG 2 rutscht, und bei der nächsten Überprüfung in die 1 und dann eben in gar nichts Wink

Ist aber nur meine böswillige Unterstellung Laughing

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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,
Sandra_mit_Rasselbande hat folgendes geschrieben:

Sollte im Bescheid(!) eine Befristung stehen ist das unschön. Dann greift der Bestandschutz scheinbar nicht.

hast Du dafür einen Beleg? Hats Du dazu etwas gefunden?

Ich bin mir da auch noch sehr unsicher ... ich ging bisher auch davon aus, dass die Befristung den Bestandsschutz "killt", Kaja vertritt (oider hat jedenfalls vertreten) eine andere Auffassung.

Gruß,
Jörg

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K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Jörg75 hat folgendes geschrieben:
Hallo Sandra,
Sandra_mit_Rasselbande hat folgendes geschrieben:

Sollte im Bescheid(!) eine Befristung stehen ist das unschön. Dann greift der Bestandschutz scheinbar nicht.

hast Du dafür einen Beleg? Hats Du dazu etwas gefunden?

Ich bin mir da auch noch sehr unsicher ... ich ging bisher auch davon aus, dass die Befristung den Bestandsschutz "killt", Kaja vertritt (oider hat jedenfalls vertreten) eine andere Auffassung.

Gruß,
Jörg


Nein, habe ich nicht. Smile aber es wäre logisch. Denn ganz eigentlich (die Praxis sah anders aus...) sollte eine Befristung der Pflegestufe ja nur eine Ausnahme sein.

Mein Lieblingsbeispiel: Mann, 23, hat schweren Motoradunfall, kommt nach KKh und Reha nach Hause, MDK stellt eine Pflegebedürftigkeit fest, aber auch, dass der Zustand sich seit dem Unfall massiv gebessert hat. Empfiehlt die PS 1 mit einer Befristung von 6 Monaten.

Es findet keine weitere Überprüfung statt, nur auf Antrag des Mannes. Der ist aber nach 6 Monaten ambulanter Therapie und Wiedereingliederung wieder fit, kann wieder arbeiten gehen.

Für diese Fälle war eine Befristung ja ausgelegt.

Das GKV Rundschreiben sag ja weiterhin:

-Befristung nur im Ausnahmefall, nur für kurze Zeit, max 2 Jahre(? Habe das nicht 100% im Kopf)

Und nun um den Bogen zurück zu spannen Wink warum sollte nun dieser Mann, der seine Ps1 bis 02/2017 bekommen hat Bestandschutz erhalten?

Dumm ist eben, dass scheinbar einige Kassen mit Befristungen nur so um sich geworfen haben, auch in Fällen, in denen im MDK Gutachten von Kindern steht:

"Die weitere Prognose bliebt abzuwarten, daher empfehlen wir eine Wiederbegutachtung in 24 Monaten"

Ich schätze eine halbwegs feste Rechtssicherheit wird es erst geben, wenn genau diese Eltern gegen die Befristung klagen.

Belege habe ich nicht. Ganz klar Smile ich bin auch kein Jurist. Aber die Fälle im Forum zeigen ja, dass bestimmte Kassen versuchen den Bestandsschutz aus zuhebeln.

Und es gab hier ja auch bereits mindestens 2 Fälle von Eltern die eine (nicht im Sinne des Gesetzgebers) Befristung hatten und keinen Bestandschutz erhalten haben.

Ich denke in den Fällen von zB meinen Kindern: angeborene Beieinträchtigung die trotz eines großen Therapieaufwandes nicht per se zu einer Gesundung führt... ist eine Befristung alleine schon ganz klar gegen die Intention des Gesetzgebers. Und da denke ich, hat man vor Gericht gute Chancen.

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MichaelK
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

sofern eine Überleitung erfolgt ist, kann eine Befristung, die ja aufgrund des alten Begutachtungverfahrens sowie des alten Pflegebedürftigkeitsbegriffes ausgesprochen wurde, nicht mehr wirksam sein.
Es lässt sich schlicht nicht mehr nachprüfen, ob sich der Bedarf nun verringert hat (Grund für die Befristung), weil es gar kein Verfahren mehr dafür gibt.

LG Michael

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Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)
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Sandra_mit_Rasselbande
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt Michael Very Happy
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MichaelK
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Sandra_mit_Rasselbande hat folgendes geschrieben:
Der ist aber nach 6 Monaten ambulanter Therapie und Wiedereingliederung wieder fit, kann wieder arbeiten gehen....warum sollte nun dieser Mann, der seine Ps1 bis 02/2017 bekommen hat Bestandschutz erhalten?


wo ist das Problem? In dem Fall greift doch die Auschlussklausel. Liegt keine Pflegebedürftigkeit mehr vor, endet automatisch der Bestandsschutz.

LG Michael

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christineee
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BeitragVerfasst am: 20.04.2017, 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael ,

meinst Du mit "Überleitung "den Wechsel von Pflegestufe in Pflegegrad ?

Was heisst dann: " sie kann nicht mehr wirksam sein "?
Heisst das , es findet keine Nachprüfung statt vor dem 1.1.2019 ?

Christine
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