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Meine Tochter wird gemobbt
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micha123
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BeitragVerfasst am: 10.05.2017, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katherina,

ich habe bis hier her nur still mit gelesen, aber nun muss ich einfach was dazu schreiben. Wir hatten einen ähnlichen Fall, ich habe mein Kind einfach nicht von der Schule runter bekommen, weil keine Schule im Umkreis ihn aufnehmen wollte oder konnte. Ich habe mich dann an das Schulamt gewendet und die haben mich weiter geleitet an eine höhere Stelle, schlussendlich was ich ziemlich weit oben angekommen und siehe da es gab eine Möglichkeit die Schule zeitnah zu wechseln. Also bitte gib nicht auf und kämpfe weiter dafür. Es lohnt sich. Mein Kind ist wie ausgewechselt und ein glücklicher Teenager.

Bei weiteren Rückfragen auch gerne per PN

LG
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Ilse B.
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BeitragVerfasst am: 10.05.2017, 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Katharina, das ist natürlich speziell, dass hier der Klassenlehrer mobbt. Ich kann Dir nur das raten, was Micha schon schrieb.
Als Elternteil fühlt man sich verraten und verkauft.
Ganz besonders "gefressen" hatte ich die Stunden bei der Beratungslehrerin, die in großer Runde veranstaltet wurden. D.h. mein Kind plus zwei Mobber saßen sich gegenüber und sollten über das, was vorgefallen war, reden.
Simon kriegte in diesen Runden kein Bein an die Erde und verstummte oder wurde laut.
Kein Wunder, die anderen hatten jede Gelegenheit erhalten, sich abzusprechen bzw. die Geschichte aus ihrer Sicht zu bestätigen. Simon der immer selbst Schuld war! Sie hatten sich ja nur gewehrt!
Er ist immer noch nicht gerne unter Gleichaltrigen, auch jetzt im Studium nicht.
Er hat ein paar Freunde, aber die sind wirklich handverlesen. Wenn er sich ins Unrecht gesetzt fühlt, kann er immer noch laut werden. LG Ilse
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RikemitSohn
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Beiträge: 326

BeitragVerfasst am: 10.05.2017, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich kenne das Problem. Mein Sohn hat einmal den Kindergarten gewechselt, weil die Erzieherin ein Biest war, und vor einem Jahr die Schule, weil er Klassenübergreifend tracktiert wurde von seinen Mitschülern. Beide Male war es eine gute Entscheidung.
Du hast geschrieben, daß du bei den Schulen angerufen hast. Da fällt es leicht dich abzuwimmeln. Geh ohne Vorankündigung vorbei und verlange ein Gespräch mit dem Direktor. Lass dich nicht von anderen Personen abspeisen. Sollte das nicht funktionieren, würde ich auch höhere Stellen kontaktieren.
Bleibe dabei, auch wenn es ein harter Kampf ist.
Durch den Schulwechsel meines Sohnes, habe ich auch mitbekommen, wie unterschiedlich mit Mobbing umgegangen wird. Die erste Schule hat alle an den beühmten gemeinsamen Tisch geholt. Da saß mein Sohn dann mit fünf seiner Peiniger, die alles geleugnet haben. Der Effekt war gleich null.
In seiner jetztigen Schule war mein Sohn auch wieder im Fokus von Ärgereien. Dort gab es für die Mobber einen gemeinsamen Tisch mit dem Direktor. Mein Sohn wurde gestärkt durch die Vertrauenslehrerin und sie haben ihn in AGs gesteckt, in der Kinder wie er sind. Das hat ihn unheimlich gestärkt und er hat gelernt ,,ich bin Ok". Die Lehrerin hat mir auch gesagt, daß er anders ist, aber das gut ist. Das fand ich so toll.
Ich drück dir die Daumen und wünsche dir ganz viel Kraft.
LG Rike

_________________
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB ( ein lustiger Schlauschnacker zum Liebhaben )
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Josephine_M
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BeitragVerfasst am: 11.05.2017, 07:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wurde auch gemobbt als ich im Alter deiner Tochter war, hatte aber das Glück von Klassenkameraden, die mich unterstützt haben. Nicht, weil wir befreundet waren, sondern weil sie das Ganze aus Prinzip daneben fanden.
Man hatte uns damals beigebracht, dass man für eigene Werte einstehen soll, auch unter Inkaufnahme persönlicher Nachteile. So war es tatsächlich möglich, dass wir unseren Kram untereinander ausgemacht haben. Irgendwie scheint diese werteorientierte Erziehung aber nicht mehr so üblich zu sein.
Später gab es noch einige schwere "Mobbingfälle", die mich nicht betrafen. Diese wurden von Seiten der Schule massivst sanktioniert, was ich aber erst viel später erfahren habe da hier nicht geredet sondern gehandelt wurde. Damals sah es so aus, als hätte die Schule gar nichts getan. Dabei war das absolute Gegenteil der Fall, es gab Strafanzeigen und der Rädelsführer (Einserschüler) wäre beinahe kurz vor dem Abitur von der Schule geflogen. Nur an die große Glocke gehängt hat man das alles nicht.
Als mein Nachhilfeschüler mal auf der Täterseite stand bekam er unter Vorlage eines Sanktionen kataloges die klare Ansage von seinen Eltern, dass man seinen Namen nie wieder in diesem Zusammenhang hören möchte. Höchstens dahingehend, dass er sich in besonerem Maße für das Opfer eingesetzt hat. Hat geholfen, heute ist er ein sehr sozialer, eigenständiger junger Mann.

In all diesen Fällen wurde Mobbing erfolgreich bekämpft.

Was ich eigentlich sagen möchte: Ein Mobbingopfer hat keine Chance, sich alleine zu wehren. Meiner Meinung nach gehören zunächst die Täter sanktioniert, so dass sie einfach keine Lust mehr aufs Mobben haben. Runde Tische und Opferstärkung kann man später durchführen. Zunächst einmal gehört das Verhalten abgestellt, und zwar "von oben".

Also: Wehr dich. Deine Tochter hat ein Recht darauf, egal, ob sie die Täter irgendwie einlädt oder nicht. Wenn die Eltern nicht mitziehen dann mach in der Schule Druck. Wenn die Schule nicht mitzieht dann arbeite dich nach oben durch die Ämter. Beweise gibt es ja per Whatsapp genug.

Bis dahin wünsche ich deiner Tochter viel Kraft und Mut und hoffe, dass sie gestärkt aus dieser Sache hervorgeht.

Ganz Liebe Grüße

Josephine

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Majabalthasar
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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Erstens stehen die Eltern des mobbenden 12jährigen Kindes mit in der Verantwortung, raushalten geht nicht. Und ich schließe mich meinen Vorschreibern an und würde auf jeden Fall die Lehrerin informieren.
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joanna31
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Wohnort: in der Nähe von Bielefeld

BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
von der Seite der Eltern und des Kindes hat sich die Einstellung zu dieser Sache leider nicht geändert. Sie sind sogar ein wenig ;bockig; und meiden mich und den Kontakt... , sie sind unsere direkten Nachbarn.... Echt traurig.
Das Kind versucht alles meiner Tochter in die Schuhe zu schieben und ist auf sie stinksauer das ich Bescheid weiß, einige gemeinsame Freundinnen hat sie auf ihre Seite gezogen und mein Kind wird von denen nicht mehr beachtet, sie reden nicht mehr mit ihr und tuen so als ob sie sie nicht kennen. Das ist so grausam. Meine Tochter nimmt das sehr mit.... und mir als Mutter bricht das das Herz.
Zum Glück schreibt das Kind ihr nicht mehr auf Watsapp, die Lehrerin wurde informiert und die Schule generell auch. Zum Glück hat meine Tochter eine pfiffige und tolle Lehrerin und sie wirft auf mein Kind ein Auge damit nicht schlimmes passiert in der Schule.

LG Joanna

_________________
Tochter, ehem.Frühchen 26SSW,HC bei ICH Grad 3, VP-Shunt ,Cerebrales Anfallsleiden,Cerebralparese,schwere alg. Entwicklungsverzögerung,Sehbehinderung, Peg, Skoliose 70°
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HannahKillian
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BeitragVerfasst am: 20.06.2017, 06:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Joanna,

das ist ja schon mal sehr gut, dass es in der Schule wieder halbwegs ruhig läuft.

Aber die fiese Tour geht durch die unterschwellige Beeinflussung der Mitschülerinnen trotzdem weiter - da kann die Schule selber aber auch nicht viel dran ändern. Dass "nichts Schlimmes" passiert in der Schule ist natürlich primär extrem wichtig, ist - auf das komplette Problem bezogen - aber nur Schadensbegrenzung. Auch wenn das direkte Mobbing gestoppt ist, heißt das ja leider noch lange nicht, dass dein Kind in der Klasse voll akzeptiert wird, Freunde hat und sich auch wohlfühlt.

Im Idealfall gelingt es, die "Mobbing-Gang" komplett zu ignorieren und engeren Anschluß an die anderen Klassenkameraden zu finden - das ist aber nicht immer so. Da würde ich bei der Lehrerin immer wieder mal nachhaken, welche praktischen Maßnahmen (z.B. Änderung der Sitzordnung) sie einsetzt und wie sich das Klassengefüge dadurch verändert hat. Ich habe mit meiner Tochter die Erfahrung gemacht, dass die Schule lediglich den "Akutzustand" beendet haben wollte und Folgeprobleme wie Isolation nicht erkannt hat - oder nicht erkennen wollte.

Da würde ich der Schule notfalls schon auch ein bißchen "auf den Zehen" stehen und eben auch nachdrücklich Ergebnisse abfragen - und parallel dazu Alternativen im Freizeitbereich (Jugendgruppen) suchen. Kinder brauchen soziale Kontakte - und die finden sich oft leichter und passender außerhalb der Schule.

Viele Grüße,

Hannah

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"Aufgeben?'" Komisches Wort, kenn ich gar nicht...

Meine Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....&highlight=hannah+icp
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