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Meine Tochter wird gemobbt
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Sascha11
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 10:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Joana,

meine Kinder sind mit 5 und 2 noch zu klein um einen Rat zu geben, aber dennoch berührt mich dein Thread sehr, auch was die Sache mit den Freundschaften angeht. Ich bin Lehrerin und finde das Klima hat sich gerade in den 10 letzten Jahre, die ich überblicken kann, radikal verschärft.
Ich mache mir da selbst große Sorgen, mein Sohn ist auch so eine "gute Seele" und hat es jetzt schon schwer damit. Viele in der KIGA- Gruppe haben schon Handys und weil er sich für den Kram nicht interessiert wird das schon bald ein Problem sein Shocked
Viele Schüler kommen zu mir (einzeln) und sagen, wie sehr sie das Handy und die ständige Kommunikation über whats app und co. stressen und was sie da erleben.
Die Schulen machen bislang quasi nichts, es wird ja teilweise quasi geduldet dass die Dinger auch während dem Unterricht in Gebrauch.

Ich finde unbedingt, dass ihr was unternehmen müsst mit Schule einschalten und notfalls Polizei. Ja, das wird dennoch nicht leicht für eure Tochter und ihr könnt ihr nur den Rücken stärken!! Vielleicht auch überlegen was es in der Freizeit für Möglichkeiten gibt Freundschaften aufzubauen unabhängig von der Schule.

Ich bin echt froh dass ich nicht mehr Schulkind bin in diesen Zeiten!

Witzigerweise habe ich selbst grade einen whats app Streit erlebt mit einer Freundin, die weiter weg wohnt und wir uns wegen der Kinder nicht mehr oft sehen und telefonieren auch schwer ist. Aus einem simplen Anlass heraus wurde ich dermaßen attackiert und beleidigt, es hörte gar nicht mehr auf. Ich wusste mir keinen Rat mehr außer das Handy komplett für 5 Tage auszuschalten (und dadurch auch telefonisch nicht mobil erreichbar zu sein, was blöd ist) und eine Freundin anzurufen, die Psychotherapeutin ist und das Problem aus der Praxis kennt. Niemals wäre diese Situation im persönlichen Kontakt und auch nicht per Telefon und eMail so eskaliert. Und das unter Erwachsenen!

LG

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entwicklungsverzögert, hypoton, Esstherapie bisher erfolglos und daher nur flüssige Kost, bisher kein Laufen/sprechen
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monika61
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 12:05    Titel: Antworten mit Zitat

Rosi vD hat folgendes geschrieben:


Ich würde da kein Fass aufmachen... denn das hat deine Tochter dann zusätzlich aus zu baden ! (sie wird dann echt das Opfer ,dass ihre Eltern braucht um Kinderkram untereinander aus zu machen)



Hallo Rosi,

das haben wir auch einmal gedacht und es war genau verkehrt. Confused
Wir haben viel zu lange gewartet....Mobbing ist kein Kinderkram,
das darf man nicht unterschätzen.

Ich kann jedem nur raten unbedingt etwas zu unternehmen.

LG
Monika
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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sascha11,

KiGa-Kinder haben Handys? Können die schon lesen, dass die die Dinger bedienen können? Was sollen KiGa-Kinder mit Handys?

Und die Schulen unternehmen nichts und dulden, dass Handys im Unterricht in Betrieb sind? Einerseits kenne ich durchaus andere Schulen, wo das bei weitem nicht geduldet wird ... und zweitens würde ich als Lehrer das schon gar nicht dulden, wenn Handys bei mir im Unterricht in Gebrauch sind. Das gehört aber ganz schnell - und durch jeden Lehrer - unterbunden. Da haben dann auch nicht nur die Schulen, sondern jeder einzelne Lehrer eine Verantwortung.

Gruß,
Jörg

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K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Jörg75 hat folgendes geschrieben:
Hallo Sascha11,

KiGa-Kinder haben Handys? Können die schon lesen, dass die die Dinger bedienen können? Was sollen KiGa-Kinder mit Handys?


Spielen, Youtube gucken, Mama anrufen, von Mama angerufen werden können.... das können sie auch ohne Lesekompetenz.

Nicht falsch verstehen, ich bin auch gegen Handys in dem Alter. Mein Großer hat mit 13 sein erstes bekommen, meine Kleine "schon" mit 11 - und das war nicht im letzten Jahrzehnt!

Ich denke, eine Ursache ist, dass quer durch alle Schichten viele Leute alle 1-2 Jahre neue Smartphonemodelle kaufen und die alten an die Kinder weitergeben.
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Chantal-Marie
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Bei einem 12-jährigen Kind würde ich aber so was von ein Fass aufmachen. Denn in dem Alter können sie sich einfach nicht so wehren wie es nötig ist. Und petzen? Wie soll man handeln und eingreifen wenn keiner ( Eltern, Schule etc. ) davon weiß. Das wird mit der Zeit ein Fass ohne Boden und macht das Mädel erst recht kaputt.

Als erstes würde ich die sogenannte beste Freundin aus der Whats-App Liste werfen und ihr aber auch noch persönlich sagen dass sie sich verkrümeln soll. Zudem würde ich den Eltern der jungen Dame klar machen dass sie die Verantwortung für ihr Kind haben und sie genauso Schuld sind wenn die Göre andere Mädels mobbt. Ich wäre dann so frei ihnen zu sagen dass sie sich mit meinem Anwalt auseinander setzen können wenn das Mobbing nicht aufhört.

Eins unserer Mädels wurde in der Schule gemobbt weil sie Hörgeräte tragen musste, nein nicht das behinderte Mädel. Da haben wir ganz schnell dazwischen gefunkt und gut war es. Die Lehrer waren zum Glück mit uns auf einer Linie und so wurde es beendet bevor es richtig angefangen hat. Da kenne ich ein Pardon wenn es um das Wohl meiner Kinder geht, ich bin aber alles andere als eine Gluckenmutter. Ich greife nur dann ein wenn es nötig ist. Ansonsten dürfen unsere Kinder ihre Erfahrungen selber machen........auch negative. Die gehören zum Erwachsen werden dazu.
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Sascha11
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Jörg, wenn man als Lehrer nicht die Schulleitung im Rücken hat, hat man da schlechte Chancen. Genauso beim Thema Mobbing wenn die Leitung nicht bereit ist konsequent vorzugehen und Strafen mitzutragen.
Schulen mit totalem Handyverbot kenne ich öffentlich nicht. Bei privaten / reformpäd. sehr wohl. In der Regel dürfen sie aber ausgeschaltet mitgeführt werden und unter Absprache Eltern angerufen werden. Aber eben nicht zum whats Appen in der Pause oder gar dem Unterricht.

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T.Sophie
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Handys aus den Schulen zu verbannen wäre ehrlich gesagt keine Lösung!
Viel wichtiger wäre, dass ein vernünftiger Umgang mit Handy und co vorgelebt wird.
Das Problem ist doch, das NIEMAND auf das Internet vorbereitet wurde und es heute sehr viele Erwachsene gibt, die sich kaum auskennen, die sich nicht für den Datenschutz oder für das Recht am eigenen Bild interessieren etc.
Besser als den Gebraucht von Handys komplett zu verbieten wäre ne gute Medienpädagogik, Aufklärungsarbeit usw. Im übrigen gibt es immer mehr Konzepte für Handys im Unterricht. Die werden dann aber sinnvoll eingesetzt und das mit dem Lehrer und nicht heimlich.
Ohne Smartphone wird es in einigen Jahren wahrscheinlich gar nichts mehr geben.

Und mal ehrlich: Ist es nicht toll wenn man eben mal schnell die Tafel abfotografieren kann für die Mitschülerin die Krank ist oder weil man selber nicht schnell genug mit Abschreiben war?


Aber das alles hat jetzt wenig mit dem Thema Mobbing zu tun und löst das Problem auch nicht.


LG T.Sophie

PS: Wenn sich das Problem nicht mit der Schule lösen lässt würde ich tatsächlich über eine Anzeige nachdenken. Selbst wenn dann nicht viel passiert. So eine Anzeige schockt dann schon.

PPS: Außerdem würde ich empfehlen mal nach einem Kurs für starke Mädchen oder ähnliches zu suchen. Da kann man lernen selbstbewusst zu sein, Grenzen zu setzen usw.

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Baujahr 1988 / diverese Traumafolgestörungen / Tinitus, Dysplasie im Knie / chronische Magen-Darm-Probleme (subtotale Dickdarmentfernung + Entfernung der Galle)
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Rosi vD
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Chantal-Marie hat folgendes geschrieben:


Als erstes würde ich die sogenannte beste Freundin aus der Whats-App Liste werfen und ihr aber auch noch persönlich sagen dass sie sich verkrümeln soll.


Das würde ich auch machen !
Und der eigenen Tochter klar machen ,dass dies keine Freundin ist.

Ich wurde auch Whats-App löschen ..denn dann nimmt man den Mobbern den Spass dran..
Mobbing "macht den Mobbern nur dann Spass" ,wenn sich der Gemobbte drüber ärgert.

Tochter verbal wehrbar machen ; damit sie nicht so leicht das Opfer wird.

Zum Mobben gehören immer mindestens zwei..der Mobber und der Gemobbte.
Es geht sicher um Maya ? (die wird dieses Jahr dann 13 ?ist sie auch behindert ?)

Grüsse,
Rosi
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rena99
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Rosi vD hat folgendes geschrieben:
Zum Mobben gehören immer mindestens zwei..der Mobber und der Gemobbte.


Nein, das stimmt einfach nicht, sondern legt Schuld beim Betroffenen ab, die er gar nicht auf sich geladen hat. Mobbing braucht Anlässe, ja, aber da reicht es, überhaupt aus der Norm zu fallen, zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu schlau, zu dumm, zu schnell, zu langsam, zu dunkelharig, zu blond, zu laut, zu leise und überhaupt. Das kann jeden völlig unvorbereitet und jederzeit treffen.

Genausowenig erreicht man aber, wenn man den Mobbern Schuld zuschiebt.

Ich habe daher gute Erfahrungen mit dem No Blame Approach gemacht:

www.no-blame-approach.de

Da auch bitte noch mal den Teil über Mobbing in der Schule lesen. Daraus:

No-Blame-Approach hat folgendes geschrieben:
Mobbing-Betroffene befinden sich in einer Situation, in der alle ihre bisherigen Versuche, die Situation zum Positiven zu wenden, ohne Erfolg geblieben sind. Mobbing ist kein Problem, das dem davon betroffenen Schüler zuzuschreiben ist. Vielmehr ist Mobbing eine krisenhafte Situation der gesamten Klasse und der Schule. Um Mobbing zu stoppen, ist eine Intervention der pädagogischen Fachkräfte notwendig.


LG
Rena

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Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)
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Sascha11
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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Sophie: Leider nutzen viele Kinder/Jugendliche das Smartphone hauptsächlich zu dem Zweck über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Ich bin natürlich nicht gegen Internet und Fotografieren etc. aber in dem Fall wie hier geschildert weiß ich nicht ob Medienpädagogik da so viel hilft. Die Kommunikation über whats app ist einfach eine andere wie persönlich/Telefon/Mail und wer darüber mobben will hat es einfach leichter als früher. Das Thema ist also meiner Meinung nach Mobbing anzugehen bzw. dann eben Cybermobbing. Und das letzteres noch schlimmer ist, da müssen wir uns nichts vormachen.
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