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Vater mit Jakob (Verdacht auf ADS)
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Jakobspapa
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BeitragVerfasst am: 15.05.2017, 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

geistiges Eigentum bedingt ein Werk, an dem man überhaupt Eigentum haben kann, bellsaskia. Das ist bei einfachen Aufschrieben wie "Deutsch: S. 42 Nr 5a" regelmäßig nicht der Fall. Ohne ausufernd werden zu wollen: in Deutschland dürfen z.B. sogar (kommerzielle) Kunstwerke fotografiert werden, sofern die Aufnahmen nicht zur Veröffentlichung bestimmt sind, s. u.a. auch Panoramafreiheit. Relevant ist allerdings das Hausrecht, das die Aufnahmen vom jeweiligen Gelände aus (!) untersagen kann, hier: die Schulordnung. Mit Zustimmung des Schulleiters wäre es kein Problem, unabhängig von der Meinung der Lehrkräfte.
Nachteilsausgleich gibt es in Bayern nicht für ADHS. Für eine ggf. damit einhergehende LRS oder Dyskalkulie schon, aber das hat er nicht.

Gratulation zu Eurer Schule, grace! Wir haben hier zwar eine relativ aktuelle Einrichtung mit Beamer und Rechnern, Infosystem auf e-mail -Basis, aber das alles ist im Konzept wohl mittendrin verhungert. Die Stundenpläne werden lehrerseitig mit einer Planungssoftware verwaltet, für die es eigentlich ein Webfrontend gibt - Zugriff für extern gibts aber nur für den Vertretungsplan, und der ist mit ein paar PHP-Skripts von Hand zusammengefrickelt, hätte wohl sonst was gekostet. So "modern" sind wir hier leider nicht, Bildung und Infrastruktur scheinen hierzulande ganz allgemein keinen all zu großen Stellenwert mehr zu haben.

Lisa, das ist ja schon mit "normalen" Ärzten ein Problem, so wie da zum Teil gepfuscht wird. Wenn es um die Psyche geht, stelle ich es mir außerordentlich schwierig vor, einen Patienten nach ein paar halbstündigen Termine korrekt zu diagnostizieren. Wie man dann gleich vom ersten Termin an etwas kategorisch ausschließen kann, erschließt sich mir nicht, scheint aber gar nicht so selten zu sein. In einem anderen Forum wurde bei jemandem ADS ausgeschlossen, weil er gleichzeitig Depressionen hat - das trete nie mit AD(H)S gemeinsam auf. Da könnte man doch aus der Haut fahren.
Einen schlechten Eindruck haben wir von unserem SPZ nicht, wir werden jetzt eben erst mal abwarten müssen, bis die Diagnostik abgeschlossen ist. Am Auffälligsten an Jakob sind die großen Diskrepanzen zwischen "junger Erwachsener" in manchen Gebieten und Kleinkind in anderen, unter letzterem eben auch seine soziale Entwicklung.

Tja, und das heutige Hausaufgabenheft ist wieder mal leer, trotz Erinnerung direkt vor dem Schuleingang. Er hat Hausaufgabe gemacht, ob etwas fehlt, steht aber mal wieder in den Sternen. Also gehen wir eben den Unterricht und die gemachte Hausaufgabe durch. Die Mutter seiner Freundin haben wir bereits in Boot geholt, nur stehen wir ohne gesicherte Diagnose jetzt auch wieder wieder ziemlich dämlich da.

LG
Markus
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Annette17
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BeitragVerfasst am: 16.05.2017, 07:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, nur einen kurzen Einwurf zu den Psychiatern....

Jakobspapa hat folgendes geschrieben:

Wenn es um die Psyche geht, stelle ich es mir außerordentlich schwierig vor, einen Patienten nach ein paar halbstündigen Termine korrekt zu diagnostizieren.


Es ist schwierig, aber machbar! Dabei kommt es aber auf Erfahrung und Ausbildung des Diagnostikers an.
Selbst die normalen psychiatrischen Gutachter unterscheiden sich enorm. Von Ärzten, die nur therapeutisch arbeiten, spreche ich jetzt schon gar nicht mehr, da fehlen m.M. meist von vornherein die nötigen Voraussetzungen.

Mein Sohn war ja an einen psychiatrischen Gutachter geraten, der keinerlei Ahnung von ASS - und vermutlich auch von AD(H)S - hatte, was schwere Konsequenzen für meinen Sohn nach sich zog.

Ich darf mir da diesbezüglich ein fachliches Urteil erlauben, weil ich ja seit Jahren beruflich damit zu tun habe. Wir (also meine Arbeitsstelle) sind ja selbst Gutachter, aber eben auch zum Teil im forensischen Bereich und so ist unsere Diagnostik automatisch ganz anders respektive umfangreicher/ detaillierter als an anderen "normalen" Gutachterstellen. Da wird dann auch eine ASS/ADHS ganz anders wahrgenommen und miteinbezogen.

Es kommt auf die Qualität des Diagnostikers an, aber es ist durchaus möglich, gestützt auf eine umfassende und in die Tiefe gehende Exploration (!) und Vorakten, Tests, fremdanamnestische Angaben, Verhaltensbeoachtung, usw., im Rahmen von wenigen Untersuchungsterminen gesicherte Diagnosen zu stellen. Aber ein "halbstündiges" Gespräch wie beim Hausarzt reicht da tatsächlich nicht.

Zitat:
In einem anderen Forum wurde bei jemandem ADS ausgeschlossen, weil er gleichzeitig Depressionen hat - das trete nie mit AD(H)S gemeinsam auf. Da könnte man doch aus der Haut fahren.


Autsch - das tut ja schon weh..... Evil or Very Mad
Ist ja allgemein bekannt, dass gerade bei unbehandelter ASS/ADS sehr häufig Depressionen als Komorbidität auftreten.

Sorry fürs Off-Topic Embarassed

LG Annette

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Jakobspapa
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BeitragVerfasst am: 17.05.2017, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zwei News zum Tage, die gute zuerst: die Testauswertung ist fürs erste abgeschlossen. Es gab Auffälligkeiten, wir haben vorläufige MPH-Freigabe. Eine Wirkung sollte sich innerhalb von ca. vier Wochen einstellen.

Die nicht so tolle: ein Mitschüler hat heute während eines Referats der 10. Klassen, bei dem die Fünftklässler anwesend sein "durften", wohl etwas herumgealbert. Jakob und ein anderer Junge haben das beobachtet, mussten unwillkürlich lachen, und konnten sich wohl auch nicht so einfach beruhigen. Nun sollen beide bis Freitag je ein zehnminütiges Referat darüber halten, "wie man sich als Schüler im Unterricht zu verhalten hat". Selbstverständlich bei der Frau Klassenleiterin. Dass das stört, ist klar. Ob ein Referat in diesem Umfang angemessen und zielführend zur Verhinderung eines Lachkrampfes ist?
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Valentin2014
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 00:16    Titel: vater von Jakob(verdacht auf ads) Antworten mit Zitat

Hi,
wie habe ich mich im Untericht zu verhalten!!!!

Dein Sohn hat die Möglichkeit sein Verhalten mit diesem Referat reflektieren.

Dann "schlüpft" er in die Rolle des Schülers der 10. Klasse.

Weis nicht wie er und du darauf reagiert hättet/ reagieren würdet wenn einige
"Lachkrämpfe" hätten!!!

Lg valentins eltern
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Jakobspapa
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 00:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht der referierende Zehntklässler hatte ein Problem mit dem Lachkrampf, sondern die Klassenleiterin.
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Valentin2014
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 00:35    Titel: Antworten mit Zitat

Das habe ich auch so verstanden.
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 01:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

na, da ist doch die gute Nchricht viel besser, als die schlechte schlecht ist ... Razz

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Engrid

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Jakobspapa
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 02:43    Titel: Antworten mit Zitat

Verdammt. Du hast recht, Engrid.

Eigentlich wollte ich den Fehler nicht mehr machen, den Tag an den schlechten Dingen zu messen. Trotzdem kann ich heute nicht abstellen, wie sehr das an mir nagt. Bis Freitag ist das kaum realistisch; für diesen Fall wurde bereits ein Verweis angedroht, womit wir dann wieder Richtung Ausschluss vom Schullandheim unterwegs sind.

LG
Markus
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 07:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Markus,

na, dann würde ich die Sache als sportliche Herausforderung nehmen. Natürlich schafft er das, er muss ein Referat vorbereiten, keine Meisterrede. Und man kann das Thema nutzen, um in der Gruppe über richtiges und nicht richtiges Verhalten in Gruppen zu sprechen. Das ist doch eine Steilvorlage, da sollte ihm mit Elternhilfe einiges einfallen.
http://www.br.de/telekolleg/faecher.....-konflikt-mobbing100.html
https://lehrerfortbildung-bw.de/st_.....ganisation/gruppenregeln/ (das blaue Kästchen)
Ich kann mir jetzt übrigens nicht wirklich vorstellen, dass sie der Gruppe am Freitag zumuten will, 2x10Minuten fachfremdes (Straf-)Referat zu hören.
Aber für Jakob ist das durchaus eine Chance, etwas - positiv und ganz ohne "Ätsch" - einzubringen. Grips im Kopf hat er ja genug, und eine Auseinandersetzung mit dem Thema ist spannend ...
Wink
Und vielleicht bringt er sogar Powerpoint unter?

Auf einer anderen Ebene lernt er mit sowas, auf Fehler von anderen souverän und kreativ zu reagieren, und mit eigenen Fehlern angemessen umzugehen, die richtig einzuordnen.

Grüße

_________________
Engrid

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RikemitSohn
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BeitragVerfasst am: 18.05.2017, 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Markus,

ich würde dieses Referat als Chance für Jakob sehen. Er hat Mist gebaut und das gibt Konsequenzen. Und ein Referat empfinde ich als eine logische und damit gute Konsequenz. Jakob kann daraus etwas lernen. In der früheren Schule meines Sohnes mussten Kinder, die beim Rauchen erwischt wurden, zwei Seiten über die Schädigungen beim Rauchen schreiben. Das war doch viel besser als eine Moralpredigt.
Was Jakob unabhängig von Schule und Lehrern lernen muss ist soziale Kompetenz und leider müssen Adhsler daran viel härter arbeiten, damit sie im Leben zurecht kommen.

LG Rike

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Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB ( ein lustiger Schlauschnacker zum Liebhaben )
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