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JulieO
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BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 11:03    Titel: Weiterer Kinderwunsch Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wollte die Eltern, welche nach ihrem behinderten Kind, nochmals ein Kind bekommen haben, nach Erfahrungen und Tipps fragen.

Wir haben schon zwei Kinder, der Große ist 8 und altersgerecht entwickelt, die Kleine ist jetzt 2,5 und wegen einer Cerebralparese stark entwicklungsverzögert (Entwicklungsalter ist ca. 1 Jahr). Sie kann nur robben und wird noch viel im Tragetuch getragen. Kommunikation funktioniert gut, da wir viel über Babyzeichen lösen. Sie bekommt Physio ( Vojta), Frühförderung und Reittherapie. Vormittags ist sie bei der Tagesmutter.
Sonst läuft hier der ganz normale Familienwahnsinn mit zwei Kindern Wink
Wir kommen mit der derzeitgen Familiensitutaion also alle gut zurecht.
Mein Mann und ich arbeiten beide 75% und sind in unserer Arbeitssituatin sehr glücklich...
aber irgendwie haben wir beide das Gefühl, dass da noch ein Mensch bei uns fehlt.
Aber dann sind halt wieder Ängste da, auch wenn sie vielleicht unbegründet sind.

Wie krieg ich das mit einem Baby hin, wenn die Schwester noch so unmobil ist und es auch bleiben wird?
Der Große geht derzeit in eine Geschwistergruppe, um seine Erlebnisse aufzuarbeiten. Kann ich ihm ein weiteres Geschwisterl zumuten, schon wieder weniger Zeit für ihn...
Wie wird die Kleine es verkraften, dann nicht mehr die Kleine zu sein?

Ihr seht vielleicht, mein Wunsch ist groß, aber ich habe halt viele Zweifel....

Gibt es hier Familien, die sich nochmals an ein weiteres Kind getraut haben? Wie lief das so bei euch?

Lg Julie
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Lovis3
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BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 11:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Julie!

Ich kann deine Ängste verstehen, ähnlich Gedanken hatten wir auch, aber ich kann dir auch Mut machen, dass das gut machbar ist.

Bei uns ist unser Ältester durch seine Frühgeburt mehrfach behindert. Er war 2 Jahre alt und in vielen Bereichen noch auf dem Stand eines Babys als seine Schwester geboren wurde. Das erste Jahr nach der Geburt unserer Tochter war sehr anstrengend, mit Baby und behindertem Kind, dass noch so unselbständig war. Aber es war auch sehr schön. Unser Sohn hat sehr von seiner Schwester profitiert, war durch ihre Fortschritte sehr motiviert und hat es so noch geschafft, vor ihr Sitzen zu lernen und mit ihr gemeinsam plötzlich durch die Wohnung zu robben.

Vor unserem dritten Kind haben wir auch wieder überlegt, gerade auch wie es für die gesunde Schwester ist, jetzt noch ein Baby, weniger Aufmerksamkeit usw. Aber auch ging es sehr gut und jetzt sind die Schwestern auch sehr froh dass sie sich haben. Wenn dann mal (z.B. bei Krankheit des Großen) wenig Zeit für die beiden ist, sind sie zu zweit und nicht alleine mit der Situation. Außerdem hat es unserer Tochter auch noch mal wieder mehr "Normalität" gebracht. Sie hat nicht nur ihren Bruder mit Behinderung (den sie sehr liebt, die 2 stehen sich sehr nahe), sondern sie hat auch eine ganz "normale" nervige Schwester, wie ihre Freundinnen auch. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will. Es ist eben auch eine Schwester zum richtig Streiten da, das geht mit dem großen Bruder nur sehr bedingt.

Liebe Grüße
Katrin

_________________
Katrin mit A. *06, SSW 23+0, 600g, Sauerstoffpflichtige BPD und Lungenschädigung durch RSV-Virus, pulmonale Hypertonie, Rechtsherzinsuffizienz, Hypotonie,entwicklungsverzögert, sehbehindert, sehr glückliches Schulkind
und M. *08 und L. *11
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Thea-OS
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BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 15:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben uns viel Hilfe geholt. Ich habe mich recht früh bei der Organisation Welcome gemeldet um dort einen Helfer für das erste Jahr zu bekommen. In der gesamten Schwangerschaft hatte ich eine Haushaltshilfe die täglich jeden Nachmittag kam.

Morgens war unsere Tochter im Kiga. Nach der Geburt war dann an 2 Nachmittagen der FUD da und an einem die Welcome Helferin.

Ich habe Hauke immer im Tragetuch oder der Manduca gehabt um den Rolli schieben zu können wenn wir unterwegs waren.

Die Belastung für deinen Sohn kann ich nicht einschätzen da ich eure Geschichte nicht kenne aber grundsätzlich kann ich jeden nur ermutigen.

_________________
Thea *84 mit Birte *04/10 Frühchen 28.SSW nach Blasensprung in 21.SSW, PVL, ICP-beinbetont, 3/16 erste freie Schritte!! Smile Inklusionskind in der Regelschule
Räuberkind *1/14 gesund, fröhlich, und anstrengend
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Marie+Elisa
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BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo JulieO,
ich kann Dir nur Mut machen.
Wir haben 1 große Tochter von heut 11 Jahren. Sie war fast 4 als ihre Schwester krank zur Welt kam. Sie ist fast 8 und geistig auf nem Stand von vielleicht 2 Jahren. Grobmotorisch ist sie gut unterwegs aber geistig wird sie immer stark entwicklungsverzögert bleiben. Wieso weshalb warum kann uns niemand sagen und wir hatten große Angst das es wieder passieren könnte und haben auch lange hin und her überlegt bis der Wunsch nach noch einem Kind so groß war. (Genetik ist gelaufen)
Mit 9 und und 6 Jahren haben meine 2 Mädels einen kerngesunden Bruder bekommen. Er ist super pflegeleicht und es ist kein Problem nun mit den 3. Die große liebt ihn auch und fühlt sich durch ihn keineswegs vernachlässigt. Das war damals bei der 2. anders.
Tja und nun... kommt bald Nummer 4 Smile
Trau Dich. Man schafft alles auch wenn es durchaus Situationen gibt in denen ich mehr als nur einmal tief durchatmen muss.

LG

Marie
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JulieO
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Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21.03.2017, 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für eure ermunternden und ehrlichen Nachrichten!
Meine beiden Kids waren eher so Hoppala- Kinder, nicht geplant, aber gewünscht. Jetzt planen irritiert ein bissl, aber mit der Kleinen ist halt vieles zu planen...auch wenn dann wieder alle Pläne von ihr über den Haufen geworfen werden.
Hilfe am Anfang wär genial, bin mir aber nicht sicher, ob es das auch in Ö gibt
Ich werd mich mal erkundigen!
Danke nocals an euch!
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